Meinung: Die SPD hat nicht verstanden

Darüber dass die SPD im Sommer 2019 in der Krise ist, muss man keinem erklären. Ich habe das Gefühl, dass die Partei ihre eigentliche Kernklientel vergessen hat und deren Probleme nicht mehr sieht, dazu habe ich auch hier schon mal geschrieben.

Zwei Dinge zeigen nun, dass das Personal der SPD wirklich nicht verstanden hat, warum sie nicht mehr gewählt wird.

Zunächst möchte ich hier Elfriede Handrick nennen, die mit ihrem Spruch

ich finde es auch nicht richtig, dass man die immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung Ernst nehmen Muss. Was haben die denn für Sorgen und Nöte?

und eine kühnen Bogen zu “Heil Hitler” für einiges Aufsehen in den sozialen Netzen gesorgt hat, hier das Video dazu. Zum anderen Sawsan Chebli, die ausweislich des obigen tweets den Kampf gegen Rechts stärken will.

Das Problem ist aber: die meisten, die momentan rechts – AfD – wählen, tun dies aus Protest, da sich eben von der SPD im Stich gelassen fühlen und durch dieses Abstimmungverhalten auf ihre Sorgen und Nöte Aufmerksam machen wollen.

Wenn die SPD nun die Lösung darin sieht, den “Kampf gegen Rechts” zu stärken, statt eben die wirklichen Sorgen und Nöte der Wähler anzugehen, so sorgt sie anders als gewollt gerade für eine Stärkung der AfD.

Es hat noch nie geholfen, nur die Symptome und nicht die Ursache zu bekämpfen.

 

Die doppelt inkonsequente Sawsan Chebli

In den letzten Wochen hat sich die Berliner Staatssekretärin zwei mal zum Namen Mohammed geäußert – und das höchst widersprüchlich, wie man den beiden obigen tweets entnehmen kann.

Als sie dann u.a. von Ahmad Mansour auf den Widerspruch aufmerksam gemacht wurde, antwortet sie gleichfalls auf twitter:

Mein Vater ist mit über 80 gestorben. Ich bin 40. Mein Neffe ist über 30 und mein Grossneffe über 5. „Heute“ ist 2019. Erst fragen, dann urteilen.

Allerdings löst sie damit den Widerspruch nicht auf – zum einen sind die fünf Jahr, die ihr Großneffe alt ist, noch nicht so lange her, zum anderen schreibt sie ja selbst, dass sie – und andere Muslime – dafür sorgen wird, dass der Vorname Mohammed nie verschwinden wird.

Und so hat Mansour letztlich recht: Twittern wie Chebli, “Heute so morgen so.”

Dokumentiert: Der tweet von Sawsan Chebli, der zu ihrer twitter Sperre führte

Wie verschiedene Medien berichten, wurde die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli auf twitter gesperrt.

Ursächlich dafür soll dieser tweet gewesen sein, den ich hier wertungsfrei dokumentiere:

#Servicetweet für die #AfD: Mein Vater hieß Mohammed. Ich heiße Sawsan Mohammed Chebli. Mein ältester Neffe heißt Mohammed. Meine Nichte hat ihrem Sohn den Namen ihres Opas gegeben. Kurzum: Wir werden schon dafür sorgen, dass dieser Name nie verschwindet!

Aktuell ist er noch verfügbar – und ich gehe davon aus, dass dies auch so bleiben wird.