Märchen- und Sagenfiguren: Heinzelmännchen

Die Heinzelmännchen sind laut Brockhaus von 1910 „im deutschen Volksglauben gute Hausgeister, die, stets geschäftig, für den Menschen heimlich Hausarbeiten besorgen“.

Besonders bekannt sind die Heinzelmännchen aus Köln, die insbesondere durch ein Gedicht aus dem 19. Jahrhundert bekannt wurden.

Bild: Detail am Heinzelmännchenbrunnen in Köln. Von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, Link

Was bedeutet Waldschrat?

Als Märchen- und Sagenfigur

Meyers Lexikon von 1905 behandelt den Waldschrat unter dem Stichwort „Wilde Männer“:

Wilde Männer (Wild-, Holzleute), im deutschen und slawischen Volksglauben, namentlich in Tiroler Volkssagen, halbtierische Bewohner der Wälder (bisweilen auch Frauen), Abkömmlinge der klassischen Faune, Silvane und Panisken, allwissende und kräuterkundige Elementargeister und Vegetationsdämonen. Man nannte sie auch die Behaarten (Pilosi), weil sie am ganzen Leibe behaart abgebildet und so als Wappenhalter in der Kunst und Heraldik Verwendung fanden. Auch ihre Namen Schrat (altd. scrat), Waldschrat, Schrätlein bezeichnen das rauhe, zottige Aussehen. Auf Silvanus deutet der Tiroler Name Salvanel. Da sie auch in Baumrinde und grünes Moos gekleidet und mit grünen Moosbärten versehen abgebildet wurden (heute in den Riesengebirgswaren nachgeahmt), nannte man sie auch Moosmännchen und Moosweibchen.

Als Schimpfwort

Bei Waldschrat handelt es sich auch um ein in Deutschland hin und wieder noch gebräuchliches Schimpfwort. Es beginnt mit dem Anfangsbuchstaben W und hat 10 Zeichen.

Es bezeichnet einen kauzigen, ein wenig ökologisch angehauchten Menschen.