10 Fakten zum 24. Juni

  1. Johannes hat heute Namenstag. Dementsprechend ist heute Johannistag, ein Hochfest der katholischen Kirche, um das sich viele Bräuche entwickelt haben. So z.B. die vielerorts angezündeten Johannisfeuer und Feste. Auch viele bäuerliche Termine richten sich nach diesem Tag, z.B. endet heute die Spargelsaison.
  2. 1535 nehmen Truppen des Bischofs von Waldeck nach gut 1 1/2-jähriger Belagerung Münster ein und beenden das dort errichtete Täuferreich, das “neue Jerusalem”. Drei der Anführer – Jan van Leiden, Bernd Krechting und Bernd Knipperdolling – wurden später auf dem Prinzipalmarkt mit glühenden Zangen gerissen und erdolcht und ihre Leichen in eisernen Körben an den Turm der Lambertikirche gehängt, wo sie noch heute sind – oben gut im Bild erkennbar. Die Geschehnisse rund um das Täuferreich zählen zum interessantesten, was die deutsche Geschichte zu bieten hat. Im Roman Kristus von Robert Schneider wird das Thema literarisch aufbereitet.
  3. In der Schlacht von Solferino besiegt Napoleon III. im Jahr 1859 Österreich. Unter dem Eindruck des Leidens der Soldaten gründet Henri Dunant das “Internationale Komitee der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege”, das später zum Roten Kreuz wird.
  4. 1922 wird der Reichsaußenminister Walther Rathenau von rechtsgerichteten Attentätern, der Organisation Consul, ermordet.
  5. Der US-amerikanische Pilot Kenneth Arnold beobachtet 1947 neun seltsame rasende Flugobjekte, für die dann erstmals der Begriff “Fliegende Untertasse” benutzt wird.
  6. Die Blockade Berlins startet im Jahr 1948. Die Stadt kann nur noch über die “Luftbrücke” versorgt werden.
  7. Herzlichen Glückwunsch “Bild”: 1952 erscheint die erste Ausgabe der Zeitung mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren.
  8. Christo und Jeanne-Claude stellen 1995 in Berlin ihr Kunstprojekt “Verhüllter Reichstag” fertig.
  9. Albrecht Ludwig Berblinger – der Schneider von Ulm – wird 1770 geboren.
  10. Victor Franz Hess kommt 1883 auf die Welt.

Buch des Tages: 23. Februar – Kristus

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Am 23. Februar 1534 gewinnen die Täufer die Wahlen zum Rat der Stadt Münster. Bürgermeister wird Bernd Knipperdolling, der sofort mit dem Aufbau eines radikalen Täuferreichs beginnt, einem apokalyptisch-chiliastischen Regime.

Reformierte und Katholiken werden der Stadt verwiesen, das alte Stadtarchiv wird verbrannt, Polygamie eingeführt. Die Bewegung wird in der Folge immer radikaler. Im Juni endet die Schreckensherrschaft, als Fürstbischof Franz von Waldeck die Stadt zurückerobert.

Robert Schneider hat die Ereignisse in seinem Roman “Kristus” anschaulich dargestellt.