
Marcel Proust, vollständig Valentin Louis Georges Eugène Marcel Proust, wurde am 10. Juli 1871 in Auteuil, einem wohlhabenden Pariser Vorort, geboren und starb am 18. November 1922 in Paris. Er war ein französischer Schriftsteller, Kritiker und Essayist, der vor allem für sein monumentales Werk „À la recherche du temps perdu“ („Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“) bekannt ist.
Proust wuchs in einer wohlhabenden und kulturell interessierten Familie auf. Sein Vater, Adrien Proust, war ein angesehener Arzt und Professor für Medizin, während seine Mutter, Jeanne Weil Proust, aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammte. Proust litt seit seiner Kindheit an Asthma, was ihn häufig ans Bett fesselte und seine sozialen Aktivitäten einschränkte.
Trotz seiner gesundheitlichen Probleme war Proust ein brillanter Schüler und besuchte das Lycée Condorcet, wo er sich einen Ruf als talentierter und engagierter Schüler erwarb. Später studierte er Jura und Literatur an der Sorbonne.
Prousts literarische Karriere begann mit kleineren Veröffentlichungen und Essays. Sein Hauptwerk, „À la recherche du temps perdu“, wurde zwischen 1913 und 1927 in sieben Bänden veröffentlicht. Dieses umfangreiche Werk ist eine Mischung aus Roman, Autobiografie und sozialer Kritik und gilt als eines der größten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts. Es untersucht Themen wie Zeit, Gedächtnis und die Natur der Kunst.
Proust verbrachte die letzten Jahre seines Lebens weitgehend isoliert in einem schallisolierten Raum, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er starb 1922 an einer Lungenentzündung, hinterließ jedoch ein literarisches Erbe, das bis heute große Bedeutung hat und weltweit geschätzt wird.
Besonders beliebt ist heute noch der Fragebogen, den er ausgefüllt hat.