Dokumentiert: Der Brief der Fatah Jugend an die JUSOS

Hier dokumentieren wir die Antwort der Fatah Jugend an die JUSOS, nachdem diese mitgeteilt hatten, die Zusammenarbeit auszusetzen. Die deutsche Übersetzung findet sich unten.

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Dokumentiert: Der Aufruf der „Apple Muslim Association“

Apple ist ein Unternehmen, das – siehe Zitat oben – großen Wert auf Diversity setzt. Und so gibt es viele unterschiedliche Interessengruppen unter den Mitarbeitern.

Über 1.000 Mitarbeiter von Apple haben nun diesen Aufruf der Apple Muslim Association unterzeichnet, den wir hier dokumentieren.

An appeal from the Apple Muslim Association

Tim,

We hope this messages reaches you in peace and well-being.

On behalf of the Apple Muslim Association, we write you with sadness, anger, frustration, and disappointment in our hearts.

We are sad and angry because we are once more reminded of the struggle and pain of the Palestinian people, and their decades-long existence under military occupation.

We are frustrated and disappointed because once more, many of those in positions of power and influence — who boldly stand for human rights in so many other just causes — either choose to remain silent or release ineffectually neutral “both sides” statements with regards to the Palestinian situation.

Many of us have had the privilege to grow up in free societies, where the rights of movement, safety, education and opportunity are commonplace. Yet even with all of these rights, ones that the Palestinian people are so often denied, Muslims (and also many of other beliefs) have been told not to discuss the topic of Palestine. We have been told it is “too complicated” to discuss this topic in school, and we have been told it is “too sensitive” for the workplace.

We are Muslims at Apple have enjoyed even more privilege — to work for a great company that has led the way not only on products, but on human rights issues. We in the AMA have expressed our solidarity and will continue to stand shoulder-to-shoulder with our Black and Brown communities in their fight for justice and equity. We reached out to support and will continue to support our Asian communities in the face of anti-Asian hate and attacks. And we supported teammates from multiple nations as they dealt with the anxiety of the travel ban.

In all of these situations, the right thing to do was clear to us. For millions of Muslims, those communities simply ARE are own communities. And as we stand for them with full hearts, we also feel that staying silent on the plight of the Palestinian people of all faiths, and many of whom are our fellow Apple employees — is no longer something we can do. It is just not right.

Which is why we believe Apple’s public commitment to respecting internationally recognized human rights must also extend explicitly and clearly to the Palestinian people.

We humbly request:

  • That Apple makes clear, internally and externally, that we believe that Palestinian lives matter.
  • That Apple makes clear that, as determined by the United Nations, millions of Palestinian people currently suffer under an illegal occupation. And that this fact has been reasserted through numerous international resolutions and supported by hundreds of nations.
  • That apple makes clear that the above statement do NOT in any way take away from the human rights of our Jewish brothers and sisters worldwide.
  • That Apple makes clear that the above statements do NOT in any way advocate or support terrorism of any kind upon any people, worldwide.
  • That Apple DOES NOT make any statement referring to the Palestinian situation as a “conflict” “clash” or similar, as those words imply a power symmetry that simply does not exist.
  • That Apple DOES NOT make any statement referring to “both sides” or similar, as doing so would feel to us as the equivalent of “all lives matter” — a minimization of the disproportionately larger pain and suffering of the Palestinian people.
  • That Apple commit to spending equitable time and effort to learn about and engage with the Palestinian community, as we do for the many other diverse communities which make ip our company.

We are not naive to what we are asking. We realize the challenge it presents. Many of us in the Muslim community (and our allies) have faced criticism, bullying and in some cases physical attacks for speaking out and stating internationally-recognized facts in support of Palestinian human rights.

As one of the largest and most successful companies in the world, we believe Apple’s words and actions have the power to change lives. We believe this because we have seen Apple do it many times, bringing so much positive impact to the world. Conversely, we also know that silence creates a void where lives remain unchanged.

We look forward to engaging with you to discuss these requests, and do what Apple does best — have the courage to change things in this world for the better.

Yours in peace,

The Apple Muslim Association

Unsere deutsche Übersetzung:

Ein Aufruf der Apple Muslim Association

Tim,

Wir hoffen, dass diese Nachricht Sie in Frieden und Gesundheit erreicht.

Im Namen der Apple Muslim Association schreiben wir Ihnen mit Traurigkeit, Wut, Frustration und Enttäuschung in unseren Herzen.

Wir sind traurig und wütend, weil wir einmal mehr an den Kampf und den Schmerz des palästinensischen Volkes und seine jahrzehntelange Existenz unter militärischer Besatzung erinnert werden.

Wir sind frustriert und enttäuscht, weil wieder einmal viele von denen in Macht- und Einflusspositionen – die mutig für die Menschenrechte in so vielen anderen gerechten Angelegenheiten eintreten – sich entscheiden, entweder zu schweigen oder unwirksame neutrale „beide Seiten“-Statements in Bezug auf die palästinensische Situation zu veröffentlichen.

Viele von uns hatten das Privileg, in freien Gesellschaften aufzuwachsen, in denen das Recht auf Freizügigkeit, Sicherheit, Bildung und Chancen alltäglich sind. Doch selbst mit all diesen Rechten, die dem palästinensischen Volk so oft verwehrt werden, wurde den Muslimen (und auch vielen anderen Glaubensrichtungen) gesagt, dass sie das Thema Palästina nicht diskutieren sollen. Man hat uns gesagt, es sei „zu kompliziert“, dieses Thema in der Schule zu besprechen, und man hat uns gesagt, es sei „zu heikel“ für den Arbeitsplatz.

Wir als Muslime bei Apple haben ein noch größeres Privileg genossen – für ein großartiges Unternehmen zu arbeiten, das nicht nur bei Produkten, sondern auch bei Menschenrechtsfragen eine Vorreiterrolle einnimmt. Wir in der AMA haben unsere Solidarität ausgedrückt und werden weiterhin Schulter an Schulter mit unseren schwarzen und braunen Gemeinschaften in ihrem Kampf für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung stehen. Wir haben unseren asiatischen Gemeinschaften die Hand gereicht, um sie zu unterstützen, und werden dies auch weiterhin tun, angesichts des antiasiatischen Hasses und der Angriffe. Und wir haben Teamkollegen aus mehreren Nationen unterstützt, als sie mit der Angst vor dem Einreiseverbot zu kämpfen hatten.

In all diesen Situationen war es für uns klar, das Richtige zu tun. Für Millionen von Muslimen sind diese Gemeinschaften einfach ihre eigenen Gemeinschaften. Und während wir aus vollem Herzen für sie einstehen, spüren wir auch, dass wir zur Notlage der palästinensischen Menschen aller Glaubensrichtungen – und viele von ihnen sind unsere Apple Kollegen – nicht länger schweigen können. Es ist einfach nicht richtig.

Deshalb sind wir der Meinung, dass sich Apples öffentliches Bekenntnis zur Achtung der international anerkannten Menschenrechte auch ausdrücklich und klar auf das palästinensische Volk erstrecken muss.

Wir bitten demütig darum:

  • Dass Apple intern und extern deutlich macht, dass wir glauben, dass palästinensisches Leben wichtig ist.
  • Dass Apple deutlich macht, dass, wie von den Vereinten Nationen festgestellt, Millionen von Palästinensern derzeit unter einer illegalen Besatzung leiden. Und dass diese Tatsache durch zahlreiche internationale Resolutionen bekräftigt und von Hunderten von Nationen unterstützt wurde.
  • Dass Apple klarstellt, dass die obigen Aussagen in keiner Weise die Menschenrechte unserer jüdischen Brüder und Schwestern weltweit schmälern.
  • Dass Apple klarstellt, dass die obigen Aussagen NICHT in irgendeiner Weise Terrorismus jeglicher Art gegen irgendwelche Menschen weltweit befürworten oder unterstützen.
  • Dass Apple KEINE Erklärung abgibt, die sich auf die palästinensische Situation als „Konflikt“, „Zusammenstoß“ oder ähnliches bezieht, da diese Worte eine Machtsymmetrie implizieren, die einfach nicht existiert.
  • Dass Apple KEINE Erklärung abgibt, die sich auf „beide Seiten“ oder Ähnliches bezieht, da dies für uns das Äquivalent zu „alle Leben zählen“ wäre – eine Verharmlosung des unverhältnismäßig größeren Schmerzes und Leidens des palästinensischen Volkes.
  • Dass Apple sich verpflichtet, einen angemessenen Aufwand an Zeit und Mühe zu betreiben, um mehr über die palästinensische Gemeinschaft zu erfahren und sich mit ihr zu engagieren, so wie wir es für die vielen anderen unterschiedlichen Gemeinschaften tun, die unser Unternehmen ausmachen.

Wir sind nicht naiv in Bezug auf das, was wir hier fordern. Wir sind uns der Herausforderung bewusst, die es darstellt. Viele von uns in der muslimischen Gemeinschaft (und unsere Verbündeten) sind mit Kritik, Mobbing und in einigen Fällen mit physischen Angriffen konfrontiert worden, weil sie ihre Stimme erhoben und international anerkannte Fakten zur Unterstützung der palästinensischen Menschenrechte genannt haben.

Als eines der größten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt glauben wir, dass die Worte und Taten von Apple die Macht haben, Leben zu verändern. Wir glauben dies, weil wir gesehen haben, wie Apple es viele Male getan und so viel Positives in der Welt bewirkt hat. Umgekehrt wissen wir aber auch, dass Schweigen eine Leere schafft, in der Leben unverändert bleiben.

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen über diese Wünsche zu diskutieren und das zu tun, was Apple am besten kann – den Mut zu haben, die Dinge in dieser Welt zum Besseren zu verändern.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Apple Muslim Association

10 Fakten zum 29. November

  1. Die UN haben den heutigen Tag im Jahr 1977 zum „Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ erklärt. Albanien feiert heute den zweiten Tag hintereinander: Es ist der „Tag der Befreiung“ 1944. Und Liberia gedenkt heute des Geburtstags seines legendären Präsidenten William S. Tubman, der in den 1950er Jahren dafür sorgte, dass Liberia das zweitstärkste Wirtschaftswachstum der Welt nach Japan hatte.
    Friedrich hat heute Namenstag.
  2. „The Times“ wird 1814 in London als erste Tageszeitung der Welt mit einer Schnellpresse gedruckt. Es ist die Geburtsstunde der modernen Massenblätter.
  3. In Warschau beginnt 1830 der Novemberaufstand gegen die russische Herrschaft, woraufhin sich die russischen Truppen und Großfürst Konstantin überrascht aus Polen zurückziehen.
  4. 1847 werden beim „Whitman-Massaker“ der Arzt und Missionar Marcus Whitman und seine Frau Narcissa gemeinsam mit 15 weiteren weißen Siedlern durch Indianer der Stämme Cayuse und Umatilla in der Nähe des heutigen Walla Walla im Oregon-Gebiet ermordet. 17 Jahre später – 1864 – ermorden 600 Angehörige der 3. und 1. Colorado-Kavallerie-Regimenter unter Oberst John M. Chivington 133 Indianer der Cheyenne und Arapaho, ganz überwiegend Frauen und Kinder. Dieser Vorfall geht als Sand Creek Massaker in die Geschichte ein.
  5. Im Jahr 1877 führt der Erfinder Thomas A. Edison den von ihm entwickelten Phonographen der Öffentlichkeit vor.
  6. Der FC Barcelona wird 1899 durch Hans Gamper gegründet. Der Schweizer wird auch einer der besten Spieler des jungen Vereins.
  7. Der erste Tatort, „Taxi nach Leipzig„, wird heute im Jahr 1970 ausgestrahlt.
  8. Ebenfalls 1970 wird einer der beiden „Aldi Brüder“, Theo Albrecht (Aldi Nord), entführt. Als er die damalige Konzernzentrale in Herten als letzter verlässt, schlagen die beiden Entführer, Hans Joachim Ollenburg und Paul Kron, zu. Sie lassen sich den Ausweis des sparsamen Albrecht zeigen, da sie denken, er sei für einen der reichsten Deutschen zu schlecht gekleidet. Albrecht wird 17 Tage später gegen Zahlung von sieben Millionen DM Lösegeld freigelassen.
  9. Wilhelm Hauff wird 1802 geboren.
  10. Gottfried Semper kommt 1803 auf die Welt.

Hier sind mehr Fakten und Infos zum 29. November.

10 Fakten zum 30. März

  1. Am heutigen „Tag des Bodens“ protestieren Palästinenser in Israel, in den palästinensischen Autonomiegebieten und inzwischen auch in Europa gegen Israel.
    Amadeus und Johannes haben heute Namenstag.
  2. Russland verkauft im Jahre 1867 Alaska für 7,2 Millionen US$ an die USA. Der Kaufpreis wird per Scheck bezahlt (siehe Bild)
  3. In den USA läuft 1964 die erste Folge der dort immer noch sehr populären Quiz-Show Jeopardy im Fernsehen.
  4. Das Gesetz gegen Fluglärm wird 1971 in der Bundesrepublik wirksam. Es ist eines der ersten Umweltschutzgesetze Deutschlands.
  5. Der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky besucht 1978 als erster westlicher Regierungschef die „DDR“.
  6. Der geistig verwirrte John Hinckley, Jr.schießt 1981 auf den amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan und verletzt ihn mit einer Kugel. Reagan wird operiert und kann das Krankenhaus nach zehn Tagen verlassen. Hinckley, der mit der Ermordung Reagans die von ihm vergötterte Jodie Foster beeindrucken will, wird später im Gerichtsverfahren wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen und kommt in eine psychiatrische Anstalt.
  7. 1987 werden die „Sonnenblumen“ von Vincent van Gogh für 24,75 Millionen Pfund versteigert. Inzwischen gilt es nicht mehr als sicher, ob das Gemälde echt ist. Übrigens, an diesem Tag im Jahr 1853 wird van Gogh geboren.
  8. Der Kernforschungsorganisation CERN gelingt es 2010 zum ersten Mal einen Protonen-Crash zu erzeugen. Hierbei werden die Verhältnisse, die wenige Sekunden nach dem Urknall herrschten, simuliert.
  9. Francisco de Goya wird 1746 geboren.
  10. Ingvar Kamprad, der Gründer von IKEA, kommt 1926 auf die Welt.