2018 mit einem schlechten Start für Bahnpendler zwischen Köln und Bonn

Streckensperrungen zwischen Brühl und Sechtem

Wer derzeit zwischen Köln und Bonn pendelt ist ja Kummer gewöhnt. Besonders die Baumaßnahmen am Bonner Hauptbahnhof sorgen für Verspätungen.

Noch mehr Probleme wird es aber zwischen dem 3. Januar und dem 26. März 2018 geben, denn dann erneuert die Bahn die Oberleitung zwischen Brühl und Bornheim-Sechtem. Dazu wird es insgesamt vier Bauphasen mit Teil- bzw. Totalsperrungen geben:

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Der alljährliche Wahnsinn im Bahnverkehr

bahn-verspaetung-fahrplanumstellung

Jedes Jahr im Dezember ist es wieder so weit: Mitte des Monats wird der Bahnfahrplan umgestellt. Geänderte Abfahrtszeiten, neue Züge, neue Strecken und oft auch ganz neue Anbieter.

Dass es da Probleme gibt, ist klar: So verlief der Start von National Express im NRW Regionalverkehr alles andere als rund. Ich erinnere mich nicht gerne an eine Fahrt in einem total überfüllten RB48 mit 50 Minuten Verspätung. Im neuen Jahr lief dann wieder alles wie gewohnt.

Was ich mich aber frage – warum findet der Fahrplanwechsel ausgerechnet im Dezember statt? Zu dieser Zeit sind die Züge ohnehin überfüllt, es liegt überraschend Schnee auf den Schienen und die Weichen sind eingefroren. Mal ehrlich – einen ungünstigeren Zeitpunkt für die Umstellung gibt es eigentlich kaum. Warum legt man sie nicht auf Anfang Januar, wenn viele noch Urlaub haben und kein Vorweihnachtsstress mehr ist?

Ich bei der Pressstelle der DB nach einem Grund gefragt und ein Bahnsprecher hat tatsächlich geantwortet:

Dass der Fahrplanwechsel im Dezember stattfindet, basiert auf einer Vereinbarung der europäischen Bahnen, die entsprechend alle zum selben Termin den Fahrplan umstellen.

Nun, eine echte Begründung ist das nicht – schließlich wird es die gleichen Probleme auch in anderen europäischen Ländern geben.

Ändern wird sich aber wohl nichts – zu viele verschiedene Dinge müssten koordiniert werden.

Und so werden wir auch in den nächsten Jahren über Verspätungen zum Fahrplanwechsel schimpfen.

Willkommen, National Express

Was neues auf der den Bahngleisen in NRW – die Linie RB 48 (Bonn Mehlem bis Wuppertal Oberbarmen) wird jetzt von dem britischen Anbieter National Express bedient. Bis zum 12. Dezember 2015 wurde die Strecke von der DB mit doch recht alten Regionalzügen bedient, sind jetzt 35 fabrikneue drei- und fünfteilige Elektrotriebzügen des Typs Talent 2 von Bombardier im Einsatz. Diese sind äußerlich – wie könnte es anders sein – in den britischen Nationalfarben gestaltet:

national-express-aussenansicht

Innen gibt es helle Fußböden, die meine Schwiegermutter unpraktisch finden würde – schließlich sieht man darauf direkt jeden Schmutz. Es wirkt aber schön freundlich. Die Sitze sind blau, etwas hart gepolstert. Sie sind aber dennoch sehr bequem und man hat viel Platz. Auch die großen Fenster tragen zum hellen und freundlichen Gesamteindruck des Innenraums bei. Alles wirkt geräumiger als in den alten RB 48 Zügen, aber auch die Mittelrheinban (MRB) wird hier deutlich beengter.

national-express-bestuhlung

Positiv hervorzuheben ist weiter, dass es zwischen den Sitzen auch in der 2. Klasse Steckdosen gibt und über einige Monitore ein recht gutes Zuginformationssystem, das einem z.B. anzeigt, wieviel Minuten die tatsächliche Fahrtzeit bis zur nächsten Station beträgt. Etwas aufdringlich wirken die automatisierten Durchsagen, die zudem häufiger erfolgen, als man es gewohnt ist – zuerst wird der nächste Bahnhof angekündigt, dann kurz vor der Einfahrt nochmal, auf welcher Seite man aussteigen kann. Hier sollte NE nachbessern.

national-express-info-system

Neben den bekannten Fahrten, die schon die DB angeboten hat, gibt es jetzt eine zusätzliche Fahrt zu Stoßzeiten, die aber deutlich länger unterwegs ist und recht lange Aufenthalte an einigen Haltestellen wie z.B. Hürth-Kalscheuren hat. Vor dem Einsteigen also drauf achten.

Für einige Fahrten sind übrigens noch umgestrichene Uralt-Wagen im Einsatz, die wohl von der DB übernommen werden. Hier ist zu hoffen, dass dies bald der Vergangenheit angehört.

Am Anfang wird es sicher noch kleine Anlaufschwierigkeiten geben, bis sich alles eingespielt hat, der erste Eindruck ist aber positiv. Ich freue mich jedenfalls über einen neuen Anbieter und mehr Abwechslung auf der Strecke.

Die Fahrpläne von National Express gibt es auf der Homepage des Unternehmens, Echtzeitauskünfte wie gewohnt auf bahn.de. Tweets zu National Express gibt es hier.

Hier noch einige Pressebilder, die einen guten Eindruck der Züge vermitteln.

Fahrradbereich:

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Viel Platz zum Einsteigen:

tuerbereich

Nochmal auf der Schiene:

auf-der-schiene

Viel Platz:

freibereich

…auch zum Sitzen:

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Und Tische in der ersten Klasse:

erste-klasse-sitze

Wegen der Sicherheit:

behindertenrufanlage

Und WCs fehlen auch nicht:

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Steckdosendetailansicht:

steckdosen-sitze

Bild 2 und 3: Severin Tatarczyk; alle übrigen Bilder (c) National Express