Manuel Márquez Sterling (Bild) war am 18. Januar 1934 für weniger als einen Tag Präsident Kubas – eine der kürzesten Amtszeiten in der Geschichte des Landes.
Nach dem Sturz von Gerardo Machado im August 1933 herrschte politische Instabilität. Der von den USA unterstützte Carlos Hevia wurde am 15. Januar 1934 zum Präsidenten ernannt, trat aber nach nur zwei Tagen wegen des wachsenden politischen Chaos zurück.
Als Kompromisslösung übernahm Márquez Sterling – damals kubanischer Botschafter in den USA – das Amt um 6:10 Uhr provisorisch, um einen geordneten Machtwechsel zu ermöglichen. Sein einziges Ziel war es, die Amtsübergabe an Carlos Mendieta zu sichern, der von den USA und der kubanischen Armee unterstützt wurde.
Nach wenigen Stunden trat Márquez Sterling zurück und verließ das politische Parkett. Sein kurzer Amtsantritt war eine reine Übergangslösung, um Kuba vor weiterem Chaos zu bewahren.


