Liste: Bittere Lebensmittel

Bitter schmeckende Lebensmittel sind gesund, da Bitterstoffe die Leberfunktion anregen.

Hier finden Sie bittere Gemüse, Kräuter, Gewürze und andere Lebensmittel, die Sie regelmäßig in Ihre Ernährung aufnehmen sollten. Die Liste wird fortlaufend ergänzt.

  • Artischocke
  • Aubergine (Wichtig: Schale und Kerne mit essen; nie roh verzehren)
  • Bittermelone (auch Bittergurke)
  • Bockshornklee
  • Chicorée
  • Chili
  • Endivien
  • Friséesalat
  • Galgant
  • Grapefruit
  • Hopfen (Blüten und Blätter)
  • Ingwer
  • Kaffee
  • Kakao (ungesüßt)
  • Kumquats
  • Kurkuma
  • Löwenzahn (Blätter als Salat)
  • Mariendiestel
  • Portulak (ältere Blätter)
  • Radicchio
  • Rosenkohl
  • Rucola (Rauke)
  • Sauerampfer
  • Spargel (insbesondere der Violette)
  • Wermutkraut

Einfalt statt Vielfalt – schnelle Gedanken zum aktuellen EDEKA Spot

Liebes EDEKA Marketing Team,

jetzt ist er da: Euer Spot, zum Thema Vielfalt, in dem ihr zeigt, wie leer Eure Regale wären, würden alle aus dem Ausland stammenden Lebensmittel verbannt.

Dass es dabei an sich um eine ganz andere Botschaft geht, ist mir klar. Und auch mir ist es auf gut deutsch scheißegal, welche Hautfarbe jemand hat. Genau so scheißegal ist mir auch, ob jemand an Gott, Jahwe, Allah, Shiwa, das fliegende Spaghettimonster oder gar nichts glaubt. Und so könnte man meinen, dass ich Euren neuen Spot mit den leeren Regalen per se gut finden müsse.

Finde ich aber nicht, und zwar im wesentlichen aus zwei Gründen.

Zum einen, da er einseitig pauschalisiert und komplexe Sachverhalte viel zu einfach darstellt. Denn alle Lebensmittel aus dem Ausland, die ihr sonst verkauft und für den Spot aus den Regalen genommen habt, sind vorher streng kontrolliert worden, wozu es viele lebensmittelrechtliche Vorschriften gibt. Und nicht nur das: wahrscheinlich betreibt ihr selbst auch noch einmal Qualitätskontrollen, damit alles Euren strengen Ansprüchen gerecht wird. Und krumme Möhren kommen Euch nicht ins Regal – soviel zur Vielfalt.

Zum anderen finde ich, dass es mehr als ein Gschmäckle hat, wenn eine große deutsche Supermarktkette so kurz vor der Bundestagswahl einen Spot mit platter politischer Aussage sendet – produziert von einer Agentur (Jung von Matt), die auch die CDU betreut…

Aber auch sonst könnte man viel anmerken. Zum Beispiel, ob es nicht besser wäre, wenn die Tomaten vom Bio-Bauern um die Ecke und nicht aus Spanien kämen. Oder ob es Sinn macht, Brokkoli aus Peru einzufliegen. Oder ob es nicht fairer wäre, den Milchbauern mehr für Ihre Ware zu bezahlen. Oder wie viele an sich noch gute Lebensmittel jeden Tag vernichtet werden. Das will ich an dieser Stelle mal lassen.

Das Ziel, für mehr Toleranz, Liberalität, Respekt und Verständnis in Deutschland zu werben, ist sicherlich richtig. Aber hier bleibt zumindest bei mir ein negativer Nachgeschmack und das Gefühl, dass bei den Verantwortlichen für diese Spot ziemlich viel Einfalt vorhanden ist.

“Gut gemeint” reicht eben nicht.

10 Fakten zu Lebensmittelzusatzstoffen

  1. Lebensmittelzusatzstoffe sind Stoffe, die Lebensmitteln zur Erzielung bestimmter Effekte zugegeben werden. Dies kann z.B. eine Färbung, eine Geschmacksverstärkung, Haltbarmachung oder auch eine bessere Verarbeitung sein.
  2. In der Europäischen Union haben diese Stoffe eine E Nummer. Das E steht für Europa aber auch für “Edible” (engl. für essbar). Die Nummer wird vergeben, um eine sprachunabhängige Identifizierung zu erleichtern. In vielen anderen Ländern gibt es die gleichen Nummern, aber ohne das vorangestellte E.
  3. Die E-Stoffe sind in 26 Klassen eingeteilt von A (konventionelle Fertigprodukte) bis W (Feuchthaltemittel).
  4. Derzeit gibt es in der EU rund 300 zugelassene E-Stoffe.
  5. Bei der Verwendung der Azofarbstoffe muss ein Warnhinweis auf die Produktverpackung, dass diese die Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen können. Das hat dazu geführt, dass viele bunte Lebensmittel jetzt mit natürlichen Farbstoffen gefärbt werden.
  6. Nicht alle E-Zusatzstoffe sind künstlich hergestellt: So sind darunter Curcumin, Kohle, Gips, Vitamin A und gar Gold.
  7. E 605 ist übrigens kein E-Zusatzstoff sondern das inzwischen verbotene Insektizid Parathion. Um Verwechslungen zu vermeiden, gibt es daher keinen E-Stoff mit der Nummer 605.
  8. Zusatzstoffe sind so lange verboten, bis sie ausdrücklich erlaubt sind. Erlaubt werden sie nur, wenn sie gemeinhin nicht gesundheitsschädlich sind.
  9. Knapp 50 Lebensmittelzusatzstoffe sind auch bei Bio-Lebensmitteln (EU Öko-Verordnung) zugelassen. Die Öko-Verbände haben aber teilweise engere Regelungen.
  10. Bis 1978 hießen die Lebensmittelzusatzstoffe “Fremdstoffe” – für den Fall, dass Sie einmal eine alte Konserve finden.

Zutaten, die Sie für die Sirtfood Diet nach Goggins und Matten immer zuhause haben sollten

Folgende Zutaten sollten Sie immer zuhause haben, wenn Sie die Sirtfood Diät nach Goggins und Matten machen. Das hier ist also Ihre ultimative Einkaufsliste!

Bitte beachten – diese Liste ist noch nicht vollständig!

Nicht aufgenommen sind frische Zutaten, die nicht nahezu täglich benötigt werden.

Gemüse, frisch

Diese Gemüse kommen fast jeden Tag vor. Also immer vorrätig halten.

  • Grünkohl
  • Knoblauch
  • Thai-Chili (Bird’s eye Chili)
  • rote Zwiebeln

Getränke

  • Kaffee (schwarz)
  • Rotwein (Spätburgunder, aka Pinot Noir)
  • Tee (grün, schwarz, weiß)
  • Wasser

Kräuter, frisch

Diese Kräuter werden so oft genutzt, dass Sie diese immer frisch zuhause haben sollten. Am besten ist es, diese selbst zu ziehen!

  • Blattpetersilie
  • Ingwer (auch wenn es kein Kraut ist, ordnen wir das mal hier ein…)
  • Liebstöckel

Kräuter und Gewürze, getrocknet

  • Curry-Mischung; nach Geschmack mild, mittel oder scharf
  • Koriander
  • Kreuzkümmel (Kumin)
  • Kurkuma
  • Salbei
  • Senfsamen
  • Tamari oder Sojausce

Nüsse

  • Walnüsse

Obst, frisch

  • Zitronen

Öle

  • Extra vergines  Olivenöl

Sonstige Lebensmittel

  • Buchweizen
  • Schokolade (mind. 85% Kakao)
  • Soba Nudeln

 

Liste: Die 20 wichtigsten Sirtfoods nach Goggins und Matten

Die beiden Briten Aidan Goggins und Glen Matten haben das derzeit wichtigste Sirt Diät Konzept entwickelt, zu dem wir hier eine Zusammenfassung zusammengestellt haben.

Das sind in ihrer Diät die 20 wichtigsten Sirt-Lebensmittel:

  • Buchweizen
  • Chilischoten (Birds Eye Chili)
  • Datteln (Sorte Medjoul)
  • Erdbeeren
  • Grünkohl
  • Grüner Sellerie
  • Grüner Tee
  • Kaffee
  • Kakao (pur, bzw. 85% Schokolade)
  • Kapern
  • Kurkuma (Gelbwurz)
  • Liebstöckel
  • Olivenöl (extra virgines)
  • Petersilie (glatt)
  • Radicchio
  • Rotwein
  • Rucola
  • Soja
  • Walnüsse
  • Zwiebeln (rot)

Daneben gibt es 40 weitere Sirtuin-aktivierende Lebensmittel, die in der Sirtfood Diät empfohlen werden, die finden Sie hier.

Sirtfood – der Überblick

Hinweis: diese Seite ist im Aufbau und wird regelmäßig ergänzt. Merken und wiederkommen lohnt sich also!

Sirtfoods im Blogmagazin

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick, welche Inhalte rund um Sirtfoods es hier im Blogmagazin gibt.

Allgemeines zu Sirtfoods

Sirtfood Ernährungskonzepte

Lebensmittellisten

Folgende Sirtfood-Lebensmittellisten haben wir zusammengestellt:

Rezepte mit Sirtfoods

Natürlich finden Sie bei uns auch zahlreiche Rezepte mit Sirtfoods. Einen Überblick gibt es auf dieser Seite.

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Was ist dran an der Sirtuin Diät?

Der neue Diättrend

Sirtfood bzw. Sirtuin-Diät ist der neueste Diättrend und ist drauf und dran, Paleo und Dukan den Rang abzulaufen. So haben Adele, Jodie Kidd, Lorraine Pascale und Sir Ben Ainslie damit schon abgenommen. Entwickelt wurde die Diät von von Aidan Goggins und Glen Matten, die auch gleich ein Buch dazu herausgegeben haben.

Ich habe mich ja lange Zeit intensiv mit dem Thema gesunder Ernährung und verschiedenen Diäten auseinandergesetzt und möchte daher einen kurzen Blick auf dieses Ernährungskonzept werfen.

Warum heißt Sirtfood so?

Der Name rührt von Sirtuin her.

Sirtuine sind Enzyme, also Proteine, die im Stoffwechsel bestimmte Aufgaben übernehmen. Der menschliche Körper hat insgesamt sieben Typen des Sirtuin, die Sirt1 bis Sirt7 heißen. Sirt 7 z.B. erhöht die kardiale Stressresistenz und dient dem Zellschutz, Sirt1 hat Einfluss auf den Insulinstoffwechsel. Vereinfacht kann man sagen: Sirtuine schützen den menschlichen Körper und haben einen positiven Einfluss auf ihn.

Der Gedanke hinter Sirtfood

Die grundlegende Idee, die hinter der Sirtfood Diet steckt ist die, dass man die Sirtuine aktivieren soll, was durch bestimmte Lebensmittel möglich sein, darunter z.B. Walnüsse, Knoblauch, Petersilie oder auch Kurkuma.

Die Sirtdiät hat zwei Phasen: In der ersten Sirtfood-Woche nimmt man an den ersten drei Tagen nur 1.000 kcal am Tag zu sich, indem man drei Portionen eines speziellen grünen Safts aus Sirtfood Lebensmitteln und eine Sirtfood-reiche Mahlzeit zu sich nimmt. An den nächsten vier Tagen darf man 1.500 kcal am Tag zu sich nehmen, diesmal dann zwei Mahlzeiten und zwei Säfte. Allein dadurch ist also schon eine Gewichtsabnahme programmiert.

In der zweiten Phase, die 14 Tage dauert, nimmt man am Tag drei Sirtfood-haltige Mahlzeiten zu sich, trinkt einmal den Sirtfood Green Juice und ein bis zwei kleine Imbisse – SirtBites – zu sich. Kalorien werden nicht mehr gezählt. An zwei bis drei Tagen darf man ein Glas Rotwein trinken.

Danach gibt es dann keine feste Regel mehr, außer dass man möglichst viele Sirtfoods unterbringen soll und generell gesünder leben soll. Hierzu gibt es spezielle Anweisungen.

Bringt es also was?

Ja, ich denke schon, dass man mit der Sirtuin Diät gut Gewicht verlieren kann. In der ersten Wochen wird das schon allein durch die stark reduzierte Kalorienaufnahme der Fall sein. Dazu kommt, dass die erlaubten Lebensmittel ohnehin “gesund” sind bzw. als gesund gelten.

Gibt es ein Buch?

Ja! Es ist von von Aidan Goggins und Glen Matten und soll Anfang 2017 in Deutschland erschienen:

Bis dahin können Sie sich hier über die Sirtuin Diät informieren.

Gibt es eine Sirtfood Lebensmittelliste?

Wichtige Lebensmittel sind z.B.:

  • Apfel
  • Blaubeeren
  • Buchweizen
  • Chilischoten
  • Erdbeeren
  • Grüner Tee
  • Grünkohl
  • Kaffee
  • Kapern
  • Knoblauch
  • Kurkuma
  • Liebstöckl
  • Olivenöl (kaltgepresst)
  • Passionsfrucht
  • Petersilie
  • Rotwein
  • Rucola
  • Sellerie
  • Tofu
  • Walnüsse
  • Zartbitterschokolade (mit einem Kakao-Gehalt von mindestens 85 Prozent)
  • Zwiebeln (rot)

Mehr Informationen finden Sie hier im Blog unter dem Tag Sirtfood.

Meine Gedanken zum iPhone Gedankenexperiment

pilz-essbar
Essbar oder nicht? Diese Frage ist im iPhone Gedankenexperiment überlebenswichtig…

Zurück in die Steinzeit

Über das iPhone Gedankenexperiment habe ich ja schon in meinen “lesenswerten” Links berichtet. Die ausführliche Geschichte gibt es hier; im wesentlichen geht es um folgendes:

Aus einer Laune heraus zaubert eine sehr mächtige Hexe alle Menschen in die tiefste Steinzeit – alles auf der Erde ist so, wie vor rund 200.000 Jahren. Es stehen also 7,3 Milliarden Menschen nackt genau an der Stelle, an der Sie vorher waren – nur dass da, wo vorher Straßen, Gebäude oder Äcker waren, nun Prärie, Wüste, Wald oder Steppen sind. Jeder Mensch hält einen Zettel in den Händen, auf dem steht, dass der Zauberspruch wieder aufgehoben wird, wenn es den Menschen gelingt, ein iPhone 6S zu bauen, dass von dem des Jahres 2015 nicht zu unterscheiden ist. Eine Minute später vernichtet sich dieser Zettel. Die Frage ist nun – wird es den Menschen gelingen, die Aufgabe zu erfüllen. Sie haben nach wie vor all ihr Wissen, aber eben keinerlei von Menschen geschaffenen Hilfsmittel mehr.

Ich finde dieses Gedankenspiel sehr spannend – und darum hier einige meiner Gedanken dazu.

Die ersten Tage nach dem Zauberspruch

Klar ist, in den ersten Tagen nach dem Zauberspruch wird es ein Massensterben geben: Menschen, die in unwirtlichen Gegenden sind, wo man zum Überleben Technik braucht, werden sehr schnell sterben – und das betrifft nicht nur Forscher am Südpol. Denken Sie allein an die Menschen in den Golfstaaten, die ohne Sonnenschutz und Meerwasseraufbereitungsanlagen keine Chance haben. Aber auch Menschen, die auf medizinische Versorgung angewiesen sind, haben schlechte Aussichten. Ebenfalls schwierig wird es für Kleinkinder (es gibt keine Fertigmilch mehr) und Alte.

Den Menschen stellen sich in den ersten Tagen also zwei Hauptaufgaben:

  • Sicherung von Trinkwasser und Lebensmitteln
  • Begraben der Toten, um Epidemien zu verhindern

Schon die Lebensmittelversorgung wird aber zu einem großen Problem werden. Es gibt ja keine Vorräte mehr, keine Lebensmittelfabriken, keine Tierherden und keine Äcker. Die Menschen sind also auf Jagen, Fischen und Sammeln angewiesen.  Zum Glück gibt es keine Massenvernichtungswaffen – der Kampf ums Essen würde das Experiment sonst sehr schnell beenden.

Insbesondere in den großen Metropolregionen (z.B. Tokio mit fast 40 Millionen Einwohnern) stellt sich neben dem Lebensmittelproblem die Frage, wie man die Ausscheidungen von Millionen Menschen entsorgt, ohne das Trinkwasser zu verschmutzen.

Es ist also davon auszugehen, dass in vielen Teilen der Erde nur ein kleiner Teil der Menschheit mit den zur Verfügung stehenden Lebensmitteln überleben kann. Hier werden dann harte Entscheidungen getroffen werden müssen: wen versorgt man ausreichend mit Nahrung? Gefragt sind Naturwissenschaftler, Bauern, Mediziner, Handwerker – eben alle, die Wissen und Fähigkeiten haben, die helfen können, unter den widrigen Umständen zu überleben. Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Callcenter-Agents sind weniger gefragt…

Die Frage ist, ob diese ersten Entscheidungen mehr oder weniger vernünftig gefällt werden, oder die Menschen mit Stöcken und Steinen aufeinander losgehen werden. Wahrscheinlich wird es hier regionale Unterschiede geben, z.B. in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Gerade in Küstennähe (Fischfang) oder Prärien (Büffelherden) wird die Situation besser sein, als in kargen Gebieten.

Klar ist – in den ersten Tagen ist man mit dem bloßen Überleben beschäftigt.

In den ersten Wochen – Aufbau der notwendigsten Strukturen

Ist der erste Schock überwunden, muss es als nächstes darum gehen, schnellstmöglich Strukturen aufzubauen – nichts komplexes, sondern um die wichtigsten Dinge zu regeln.

Nach wie vor wichtig werden die Bestatter sein – mit vielen Todesfällen ist in nächster Zeit zu rechnen. Hart aber auch unausweichlich: Es wird Sterbehelfer und Henker geben müssen, die bei der gezielten Dezimierung der Population in bestimmten Regionen helfen.

Damit diese schellst möglich wieder abgeschafft werden können, ist es wichtig, die Lebensmittelversorgung effizienter zu gestalten. Es müssen zum einem Teams gebildet werden, die das Jagen, Fischen und Sammeln übernehmen, wobei auch darauf geachtet werden muss, dass regional Pflanzen und Tiere nicht gleich ausgerottet werden. Zum anderen müssen die Grundlagen für Ackerbau und Viehzucht gelegt werden – gezieltes Anbauen von Pflanzen, Zucht und Domestizierung von Tieren.

Das alles aber geht nicht ohne Werkzeuge. Speere aus Holz und Feuerstein, einfache Hacken und ähnliches. Archäologen, die praktisch geforscht haben, sind jetzt besonders gefragt. Die Werkzeuge sind auch notwendig, um schnellstmöglich einfache Hütten und andere Schutzbehausungen zu bauen. In den ersten Wochen ist also genug zu tun.

In den ersten Monaten: Metall ist Trumpf

Schnell wird deutlich werden, dass es ohne Metalle nicht geht. Und ich denke, es wird nicht lange dauern, bis wieder Erze abgebaut werden und die ersten einfachen Metallwerkzeuge hergestellt werden – punktuell eher nur Monate als Jahre.

Eine weitere wichtige Aufgabe wird sein, vorhandenes Wissen festzuhalten. Damit das möglich wird, müssen Archivierungsmittel geschaffen werden: Papier und einfache Stifte, möglichst bald der Buchdruck mit beweglichen Lettern. Wie gut, dass man schon an den Metallen dran ist. Denn eines ist klar – es wird noch lange dauern, bis man wieder Touchscreens und A9 Prozessoren herstellen kann. Dann wird sich aber wieder niemand mehr daran erinnern, dass ein iPhone 6S genau 142g wog und 7,1mm dick war. Damit man die Aufgabe auch nur ansatzweise erfüllen kann, muss also nicht nur das aufschreiben, sondern auch, dass ein Meter als die Länge der Strecke definiert ist, die das Licht im Vakuum während der Dauer von 1/299 792 458 Sekunde zurücklegt. Bis es einen neuen Urmeter gibt, wird es also noch ein bisschen dauern. Und egal ob man es bis zum iPhone schafft oder nicht – es muss alles an Wissen archiviert werden, was sich nur archivieren lässt: Fundstätten von Rohstoffen, Mendelsche Gesetze, dass es so etwas wie Penicillin gibt, die DNA, das Wissen über das Sonnensystem, giftige Pflanzen, wie züchtet man neue Pflanzensorten, welche Fehler aus der Geschichte sollten wir vermeiden…

Sinnvoll wäre es zudem, rudimentäre Langstreckenkommunikation aufzubauen. Für den Anfang wohl am besten mit Trommeln über Relaisstationen mit Morsecodes. So könnten sich zumindest benachbarte Siedlungen austauschen.

Nach einem Jahr

Das erste Jahr wäre das härteste und wohl auch verlustreichste, die meisten Menschen wären nur mit Überleben beschäftigt und dennoch hätten wohl hunderte Millionen den Tod gefunden.

Während es in dünner besiedelten und abgelegenen Gebieten wie Neuseeland recht gut aussähe und nur wenige Tote zu beklagen wären (die, die eben auf medizinische Versorgung angewiesen waren), würde in dicht besiedelten Regionen wie z.B. in Japan, China, Indien oder auch Teilen der USA unvorstellbare Hungersnöte geben. In der Folge ergeben sich große Völkerwanderungen in Gebiete mit guten Voraussetzungen zum Überleben.

Allerdings hätte es auch große Fortschritte gegeben, zumindest da, wo die Voraussetzungen günstig sind: die ersten Metallwerkzeuge sind da, Wissen wird archiviert, es gibt die ersten Hütten und Häuser, Wildtiere werden in Gattern gehalten und erste Nutzpflanzen wieder angebaut.

Letztlich wäre die Menschheit in diesen günstig gelegenen Regionen schon recht schnell auf einem Stand, der in etwa dem der Hallstattzeit entspricht.

Gesellschaftliche und politische Strukturen werden von der normativen Kraft des Faktischen bestimmt, es wird regionale Anführer geben.

Jahr 2 bis 3 nach Hexe: dramatische Entwicklungen

Die größte Herausforderung bleibt aber in der  Tat die Versorgung mit Lebensmitteln. Das Züchten moderner und effektiver Getreide, Obst und Gemüsesorten hat Generationen gedauert und geht auch mit dem vorhandenen Wissen nicht viel schneller.

Es werden also weiter jeden Tag Millionen Menschen verhungern, erfrieren, verdursten, an Überanstrengung und an für uns jetzt harmlosen Krankheiten und Verletzungen sterben. Und auch wenn ich es mir anders wünsche: es wird im Zuge der Völkerwanderungen Verteilungskämpfe geben, die besonders in den ersten beiden Jahren sehr intensiv sein werden.

Ich wage die Behauptung, dass im Jahre 3 nach Hexe deutlich weniger als eine Milliarde Menschen auf der Erde leben werden.

Ab Jahr 4: Es geht voran

Nach vier Jahren wird sich die Situation allmählich normalisieren. Große Teile der Welt sind entvölkert, die Menschen leben verteilt in Siedlungen, die meist nur wenige Hundert Menschen beherbergen und so die Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellen können.

Die ersten Steinhäuser werden gebaut, es gibt rudimentäre Landwirtschaft, Tiere werden gezüchtet, einfache Technik wie z.B. Wind- und Wassermühlen helfen bei der täglichen Arbeit. An bestimmten Hotspots – Erzminen – wird es größere Ansiedlungen geben und schon bald komplexere Technik, wie z.B. Dampfmaschinen.

Langsam werden die Menschen anfangen, sich weitere Strukturen zu geben. Das Bildungssystem wird aufgebaut, Wissen immer intensiver festgehalten, Verwaltungsstrukturen entstehen. Zwischen den Siedlungen wird sich erster Handel ergeben, Straßen werden gebaut und die ersten Seeschiffe werden gebaut.

Das unerreichbare Ziel – und was es für die Gesellschaft bedeutet

Schnell wird es aber Diskussionen geben, ob das von der Hexe vorgegebene Ziel, eben eine exakte Kopie des iPhones zu bauen, überhaupt erreichbar ist. In dem Gedankenexperiment muss die Kopie so gut sein, dass sie von einem fiktiven Apple Store Mitarbeiter des Jahres 2015 nicht von einem echten iPhone unterschieden werden kann.

Schon recht schnell würde sich aber zeigen, dass das unmöglich ist. Auch wenn die Menschheit es geschafft haben sollte, in gut vier Jahren nach dem Hexenvorfall auf einen Stand zu kommen, der technologisch ansatzweise dem 18. Jahrhundert entspricht, gibt noch nicht die Infrastruktur, die es im 18. Jahrhundert gab – z.B. Wegenetze, Städte, Manufakturen, Kanäle, Häfen und Landwirtschaft. Um ein weltweites Telekommunikations- und Stromnetz zu aufzubauen, Halbleiterfabriken zu erbauen und Apps zu programmieren wird man daher mindestens weitere 300 Jahre benötigen. Das detaillierte Wissen über ein iPhone wäre aber schon verloren gegangen, so dass eine 1:1 Kopie unmöglich wäre.

Ein Teil der Menschheit wird auf diese Erkenntnis, dass es für sie kein Zurück in das Jahr 2015 gibt, enttäuscht reagieren. Klügere Köpfe werden es aber als Chance begreifen, ein besseres Jahr 2015 zu schaffen. Eines ohne Umweltverschmutzung, in dem noch die Zedern des Libanon stehen, in dem es keine Massenvernichtungswaffen und keine Kriege gibt.

Ob es diesen klugen Köpfen gelingen würde, sich durchzusetzen, ist die eigentliche interessante Frage bei diesem Gedankenexperiment.

Ich wage hier keine Prognose.

Weitere Gedanken zum Hexenvorfall

Hier sammele ich weitere Beiträge, die sich zu diesem Thema Gedanken gemacht haben:

Carsten Drees bei den Mobilegeeks
Kommentare bei waitbutwhy.com (Englisch)
Kommentare bei ze.tt
Diskussion bei reddit (Deutsch)
Marc Nemitz hat sich nach der Diskussion hier breitschlagen lassen und schon mal über die ersten sieben Tage aus seiner Sicht geschrieben.

Die 100 Lebensmittel des Dr. Dukan

Fleisch und Innereien

1. Rumpsteak
2. Filetsteak
3. Sirloinsteak
4. Roastbeef
5. Rumpsteak
6. Rinderzunge
7. Bresaola
8. Kalbschnitzel
9. Kalbskotelett
10. Niere
11. Kalbsleber
12. Magerer Schweineschinken
13. Geflügelschinken/geräucherte Truthanbrust
14. Fettreduzierter Bacon
15. Wild (Reh, Hirsch, Fasan, Rebhuhn, Wildhase,Moorhuhn)
16. Kaninchen, Hase

Fisch

17. Loup de mer
18. Dorsch/Kabeljau
19. Surimi
20. Kliesche/Rotzunge
21. Seezunge
22. Meeräsche
23. Schellfisch
24. Seehecht
25. Heilbutt
26. Hering
27. Makrele
28. Seeteufel
29. Scholle
30. Seelachs/Köhler
31. Regenbogenforelle/Lachsforelle
32. Rotbarbe
33. Lachs
34. Räucherlachs
35. Sardinen
36. Seebrasse
37. Rochen
38. Schwertfisch
39. Tunfisch
40. Steinbutt
41. Merlan
42. Kaviar

Meeresfrüchte

43. Calamari (nicht frittiert!), Tintenfisch
44. Muscheln
45. Herzmuscheln
46. Taschenkrebs
47. Flusskrebs
48. Kaisergranat
49. Hummer
50. Gambas
51. Miesmuscheln und Vongole
52. Austern
53. Garnelen
54. Jakobsmuscheln
55. Shrimps
56. Meerschnecken

Geflügel

57. Hähnchen
58. Stubenküken
59. Hühnchenleber
60. Perlhuhn
61. Strauß
62. Taube
63. Wachtel
64. Truthahn/Pute

Eier

65. Hühnereier
66. Wachteleier
Milchprodukte
67. Hüttenkäse
68. Frischkäse Magerstufe
69. Fettfreier griechischer Joghurt
70. Quark Magerstufe/fettfreier Joghurt (auch mit Aspartam und Früchten gesüßt)
71. Entrahmte Milch
Proteinhaltige pflanzliche Produkte
72. Tofu

Gemüse

73. Artischocken
74. Spargel
75. Auberginen
76. Rote Beete
77. Brokkoli/Brokkoli Sprossen
78. Alle Sorten Kohl (Rotkohl, Weisskohl, Wirsing, Rosenkohl, Kohlrabi…)
79. Karotten
80. Sellerie/Stangensellerie
81. Chicorée
82. Zucchini
83. Gurken
84. Fenchel
85. Bohnen/Brechbohnen/Zuckerschoten
86. Lauch
87. Pilze
88. Zwiebeln
89. Palmenherzen
90. Paprika
91. Kürbis
92. Rettich, Radieschen
93. Rhabarber
94. Salat (Blattsalat, Eisbergsalat, Rucola, Wasserkresse, Alfalfa…)
95. Sojabohnen und Sojasprossen
96. Spinat
97. Steckrüben
98. Mangold
99. Tomaten
100. Teltower Rübchen

Die Diät nach Dr. Dukan ist eine Low-Carb und Low-Fat Ernährung. Diese 100 Lebensmittel dürfen in den späteren Phasen der Diät unbegrenzt gegessen werden.

Lebensmittel: Petersilie

Petersilie gehört sicher zu den an meisten verwendeten Küchenkräutern in Deutschland. Es gibt sie kraus und glatt, wobei ich die glatte Version (Bild) bevorzuge, die inzwischen auch verbreiteter ist.

Verwendung der Petersilie

Grundsätzlich ist Petersilie ein echter Allrounder – und Sie können viele Rezepte und Gerichte damit verfeinern. Geben Sie einfach eine Handvoll (glatte) Petersilie z.B. auf eine Pizza.

Rezepte, bei denen Petersilie eine wichtige Rolle spielt, finden Sie unter dem Stichwort “Rezept Petersilie“.

Übrigens, bei den meisten Rezepten verwenden Sie ja nur die Blätter. Die Stängel müssen Sie aber nicht wegwerfen. Sie können diese z.B.:

  • entsaften
  • in Suppen oder Eintöpfen (als Suppengrün) mitkochen – und wenn sie fein gehackt sind, müssen sie sie nicht einmal entfernen, sondern können sie mitessen
  • für Pestos etc.verwenden. Hier finden Sie ein Rezept für ein Petersilienpesto.

Inhaltsstoffe der Petersilie

Petersilie enthält viele gesunde Inhaltsstoffe. So ist der Vitamin C Gehalt mit 160mg je 100g sehr hoch. Daneben finden sich viele weitere sekundäre Pflanzenstoffe, die z.B. antibakteriell wirken.

Kaufen und Lagern

Petersilie erhalten Sie das ganze Jahr im Handel. Meist wird sie in einem Bund verkauft, den sie am besten in einem kleinen Glas mit Wasser auf dem Fensterbrett lagern. Da sie aber sehr viel Petersilie essen sollten, empfiehlt es sich, diese selbst anzubauen – das geht im eigenen Garten, oder auch in Töpfen auf dem Fensterbrett oder dem Balkon.

Petersilie als Heilkraut

Traditionell wird Petersilie bei Verdauungsbeschwerden angewendet.

Außerdem hilft Petersilie gut gegen Mundgeruch – einfach einige Blätter gründlich zerkauen.

Petersilie bei bestimmten Ernährungskonzepte und Diäten

Sirtfood Diet

Petersilie gehört zu den 20 Lebensmitteln, die Aidan Goggins und Glen Matten in ihrer Sirt Food Diet als besonders wirkungsvollen Sirtuin Aktivator empfehlen. Sie machen dafür die Inhaltsstoffe Myristicin und Apigenin verantwortlich.

Übrigens, wenn wir hier von Petersilie sprechen, ist die glatte und nicht die krause Variante gemeint.