Ausprobiert: Google Pixel USB-C Kopfhörer

Mehr und mehr Smartphones verzichten auf die gute alte 3,5mm Klinke für den Anschluss von Kopfhörern, beim iPhone zugunsten von Lightning, bei Android kommt USB-C zum Einsatz. Klar, man kann auf Bluetooth Kopfhörer ausweichen, doch hat man dann ein weiteres technisches Gerät, das man immer aufladen muss – tödlich für mich. Und Adapter finde ich lästig, hässlich und neige dazu, diese zu verlieren. Gute USB-C Kopfhörer, die nicht zu teuer sind, sind andererseits auch Mangelware.

In diese Bresche springt jetzt Google selbst und bietet die Google Pixel USB-C Kopfhörer an, die beim Pixel 3 (XL) sogar im Lieferumfang mit dabei sind. Als Nutzer des Google Pixel 2XL habe ich mir diese nun nachgekauft, aktuell kosten sie im Google Store oder im sehr gut sortierten Fachhandel 35 Euro – deutlich günstiger als die Alternativen von anderen Herstellern.

Derzeit gibt es die Ohrhörer nur in weiß. Sie wirken wertig verarbeitet und sind solide. Praktisch ist, dass ein Teil des Kabel so am Ohrhörer vorbei geführt wird, dass man damit eine “Halteschlaufe” formen kann, so dass sie besseren Halt in der Ohrmuschel finden. Gerade für mich, der z.B. immer Probleme mit den Apple In-Ear Ohrhörern hatte, eine geniale Lösung. Jedenfalls sitzen sie so auch beim Joggen sicher und fest.

Schließt man die USB-C Earbuds, wie Google sie auch nennt, an das Pixel 2XL an, startet übrigens direkt ein Einrichtungsassistent, der einem im ersten Schritt die Anpassung dieser Schlaufe erklärt, ebenso wie die Verwendung des Google Assistant und weiterer Funktionen. Auch kann man direkt wählen, welche Apps Benachrichtigungen über die Kopfhörer geben sollen und auch die Echtzeit-Übersetzung wird einem erläutert – der Babelfisch lässt grüßen. Alles in allem sind die Kopfhörer perfekt auf das Pixel 2XL und andere moderne Android Smartphones abgestimmt.

Den Google Assistant kann man jederzeit über einen schwarzen Knopf am Mikro aufrufen, die obligatorische Lauter-/Leiser Wippe ist ebenfalls vorhanden. Drückt man länger auf “Lauter”, werden einem die aktuellen Benachrichtigungen vorgelesen, woran ich mich erstmal gewöhnen musste.

Der Sound ist für diese Preisklasse ebenfalls verblüffend gut. Die Höhen sind scharf, aber nicht überbetont und die Bässe deutlich. Die Mitteltöne kommen ebenfalls klar rüber, so dass sich ein sehr ausgewogenes Klangbild erfüllt. Allenfalls die Abschirmung gegen Außengeräusche könnte etwas besser sein.

Sehr gut ist jedoch auch das Mikrofon im Anschlusskabel. Menschen, mit denen ich häufig telefoniere, ist aufgefallen, dass ich ein neues Headset habe – die Sprachqualität war viel besser als mit den Vorgängern, u.a. von JBL und Panasonic.

Google zeigt, dass originäre USB In-Ears nicht viel kosten müssen und sorgt so hoffentlich auch dafür, dass die Wettbewerber mitziehen. So oder so sind diese USB-C Kopfhörer aber eine klare Kaufempfehlung.

Technische Daten

Kopfhörerhöhe: 15,9 mm
Kopfhörerdurchmesser: 16,5 mm
Kabellänge: 1.123 mm
Gewicht: ca. 15 g
Polycarbonat (PC) und thermoplastisches Polyurethan (TPU)

Sie funktionieren mit den meisten USB-C Anschlüssen, z.B. am Google Pixel 2 (XL), Samsung Galaxy Note 9, Huawei’s Mate 20 Pro, Surface Book II, Google Pixelbook, MacBook Air (2018).

 

Erfahrungsbericht: Panasonic RP-HJE125E-K InEar-Kopfhörer

InEar Kopfhörer haben bei mir die seltsame Eigenschaft, irgendwie nach einiger Zeit immer zu verschwinden. Und so stand ich vor einigen Tagen wieder vor der Entscheidung, welche ich mir nun neu kaufen soll.

Kopfhörer gehören für mich zu den Dingen, um die viel zu viel Gewese gemacht wird. Ja, ich habe Beats ausprobiert – außer hässlich, teuer und zu basslastig sind die mE nichts. Aber jeder soll nach seiner Façon selig werden.

Ich persönlich bevorzuge In-Ears, da sie einfach weniger Platz benötigen. Die müssen dann aber auch gut sitzen und einen einigermaßen guten Sound liefern. Wenn sie dazu nicht zu teuer sind, ist das noch besser.

Gelandet bin ich dann relativ schnell bei den Panasonic RP-HJE125E-K (was für ein schrecklicher Name) in schwarz, die es bei Amazon schon für weniger als 9 Euro gibt, Prime Versand inklusive.

Nach einigen Tagen im Einsatz am iPhone 6 und Lenovo Yoga Convertible lautet mein Urteil: ich würde sie immer wieder kaufen,

Im Lieferumfang sind drei auswechselbare Ohrstücke, von denen das mittlere bei mir perfekt passt. Auch bei schnellen Bewegungen fällt nichts raus und sie sitzen fest. Die Soundqualität ist für mich persönlich sehr gut. Die Bässe sind präsent, aber nicht zu überbordend. Mitten und Höhen sehr sauber. Auch wenn man laut Dance/Electro hört (Ode to the Bouncer…) wird nichts unangenehm.

Die Verarbeitungsqualität ist gut, das Design ist angenehm unauffällig. Neben schwarz werden sie übrigens in vielen anderen Farben angeboten, vielleicht schaffe ich mir noch die orange Ausführung an.

Die Panasonic In-Ears würde ich z.B. klar den Apple EarPods vorziehen, sowohl was Klangqualität als auch Tragekomfort angeht. Lediglich bei Design, Haptik und Verarbeitungsqualität liegt das weiße Original vorne. Hinsichtlich Preis-/Leistungsverhältnis gibt es wahrscheinlich nichts besseres als diese Panasonic Modelle.

Hier noch die wichtigsten Daten:

Panasonic RP-HJE125E-K (klick zu Amazon)

  • Anschlussart: 3,5mm Klinke (abgewinkelt)
  • Lieferumfang: Ohrkanal Hörer mit 3 Pass-Stücken S/M/L
  • Farben: schwarz, weiß, orange, blau, gelb, pink, rot, violett (leicht unterschiedliche Preise ja nach Farbe)

MacBook Pro – ein paar Gedanken…

macbook-pro-preisEndlich ist er da – der lange erwartete MacBook Pro. Und sorgt ausweislich Twitter für einige lange Gesichter.

Eines vorab: ich will jetzt hier keinen Glaubenskrieg OSX oder Windows lostreten. Beide Systeme haben ihre Vorteile und hier soll jeder nach seiner Façon selig werden.

Ich frage mich aber, in welche Richtung Apple mit den neuen MacBook Pro Modellen geht. Einige Punkte, die mich wundern:

  • Gerade Photographen lieben bislang die Macs. Warum dann aber kein SD Karten-Slot mehr dabei ist, ist mE ein großer Fehler – ist es doch der einfachste Weg, Fotos von der Kamera auf den Mac zu übertragen.
  • Super – die 3,5mm Klinke ist wieder da. Wenn jetzt jemand für sein neues iPhone 7 tolle Lightning Kopfhörer gekauft hat oder die dort mitgelieferten EarPods an seinen Mac anschließen will, braucht er einen Adapter.
  • Will man sein iPhone an das MacBook Pro anschließen, braucht man auch ein neues Kabel – der Pro hat USB-C, beim iPhone ist ein Lightning auf USB Kabel mitgeliefert.
  • HDMI? Fehlanzeige – man braucht einen – tada – Adapter.
  • Was ist das für 1 Akku?
  • Ob die neue Tastatur für Vielschreiber geeignet wird, wird sich zeigen – wahrscheinlich ist es aber Gewöhnungssache.
  • Die Touchbar finde ich witzig, aber wohl eher für den Consumer Bereich. Profis haben ihre Tastenkombinationen drauf.
  • Professionals würden sich über eine 32GB RAM Variante freuen. Gibt es nicht – denn das macht der Akku nicht mit.
  • Vertretbar finde ich, dass vom Prozessor her keine Kabylakes sondern Skylakes verbaut wurden. Hat auch Microsoft beim überarbeiteten Surface Book und beim Surface Studio noch nicht hinbekommen.
  • Aber: Was ist das für 1 Preis?

Sicher: Verarbeitung, Haptik und Performance werden beeindruckend sein. Aber ob es noch der Mac für Professionals ist, ist die Frage. Und für viele Consumer ist er wohl zu teuer.

Schnelle Gedanken zum fehlenden Klinkenstecker beim iPhone 7 und den Apple AirPods

Ja, sie haben es wirklich getan. Beim iPhone 7 und iPhone 7 plus fällt der gute alte 3,5mm Klinkenstecker für Kopfhörer weg.

Der Verzicht auf die Klinke an sich ist gut – aber…

Grundsätzlich finde ich die Entscheidung den Klinkenstecker zu ersetzen, gar nicht so schlecht.

Werden doch so dünnere Gadgets möglich, die man zudem leichter wasserdicht machen kann. Auch wird es möglich sein, eine bessere Soundqualität zu erzielen, da in High End Kopfhörern dann auch bessere DA Wandler eingesetzt werden können – gut, ich würde keinen Unterschied hören, aber der ein oder andere sicher.

Jetzt aber zwei große “Aber”:

  • Gleichzeitiges Laden und Musikhören mit kabelgebundenen Kopfhörern ist damit nicht mehr möglich. Das wird freilich die Zubehörhersteller freuen, die dann entsprechende Lösungen anbieten können.
  • Es wird auf kurz oder lang ein Standardwirrwar geben: Klinken, Lightning bei Apple sowie USB-C in der Android und Windows Welt. Das ist mehr Aufwand für die Hersteller und den Handel. Und wieder gilt: die Hersteller von Adaptern wird es freuen.

Wireless Kopfhörer an sich und die Apple AirPods im besonderen

Kein Steckerproblem hat man mit kabellosen Kopfhörer. Hier sehe ich aber gerade bei “In-Ears” das Problem, entsprechende Akkukapazitäten unterzubringen. Und so sollen die AirPods von Apple nach fünf Stunden Musik hören auch schon leer sein.

Weiteres halte ich bei In-Ears aber für viel gravierender: Ich bevorzuge diese Bauform, aber natürlich fallen sie mir manchmal aus den Ohren: beim Joggen, wenn ich die Treppe zum Zug hochhaste oder wenn man in Menschenmengen angerempelt wird. Kein Problem: sie hängen ja am Kabel und man steckt sie sich wieder schnell ins Ohr.

Bei den AirPods gibt es aber nichts, was sie aufhält. Sie fallen runter. Im besten Fall verpasst man nur seinen Zug, weil man sie aufheben muss. Im schlechtesten tritt man drauf oder sie fallen in den Gulli. Ich bin schon auf den Markt für einzelne rechte oder linke Varianten gespannt, damit man den verlorenen Airpod ersetzen kann…

Besser wäre es, die beiden Teile mit einem Kabel zu verbinden. So wie hier z.B.:

wireless-in-ear-mit-kabel

Das tolle hier: die beiden Earpods sind magnetisch, so dass man sich dieses Wireless Headphone Set bei Bedarf wie eine Kette um den Hals legen kann. Ich gehe auch davon aus, dass der Akku hier viel länger halten kann, da ja nur einer der beiden Pods wireless connected sein muss und dann einfach das Signal per Kabel an den anderen weitergeben kann. Clever, oder!? Ich vermute aber erst mal (ungeprüft), dass das mit dem iPhone nicht funktioniert, da man sich bei diesem sicher auf einen ganz abgedrehten proprietären Funkstandard entschieden hat…

Solche kabelverbundenen Pods gibt es übrigens von vielen Herstellern,  u.a. auch von Beats – und wenigstens die sollten doch mit dem iPhone laufen.