Religion und Bruttoinlandsprodukt

In diesem Diagramm ist auf Basis der Bundestagswahlkreise 2017 das Verhältnis zwischen Religionszugehörigkeit und Bruttoinlandsprodukt dargestellt (Anklicken für größere Darstellung).

Ganz klar: je katholischer, desto besser.

Aus der Reihe, was man in Daten so hineininterpretieren kann.

Datenquelle: Bundeswahlleiter

Detaildaten:

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Liste: Bundestagswahlkreise 2017 sortiert nach katholischer Bevölkerung

Wahlkreise nach Anteil der Katholiken:

  1. Wahlkreis 234 (Schwandorf): 82,7%
  2. Wahlkreis 227 (Deggendorf): 81,2%
  3. Wahlkreis 231 (Straubing): 79,4%
  4. Wahlkreis 229 (Passau): 78,2%
  5. Wahlkreis 230 (Rottal-Inn): 77,5%
  6. Wahlkreis 202 (Bitburg): 77%
  7. Wahlkreis 297 (Saarlouis): 76,5%
  8. Wahlkreis 235 (Weiden): 76,3%
  9. Wahlkreis 126 (Borken II): 73%
  10. Wahlkreis 203 (Trier): 72,3%
  11. Wahlkreis 212 (Altötting): 69,9%
  12. Wahlkreis 228 (Landshut): 69,7%
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10 Fakten zu Christi Himmelfahrt

christi-himmelfahrt

  1. An Christi Himmelfahrt feiert die Kirche, dass Jesus Christus in den Himmel aufgefahren ist und den Platz zur Rechten seines Vaters eingenommen hat. Das Verhältnis von Auferstehung und Himmelfahrt wird theologisch intensiv diskutiert.
  2. Der Feiertag wird von der katholischen und den orthodoxen und evangelischen Kirchen als Hochfest begangen.
  3. In der Schweiz und Liechtenstein wird das Fest Christi Auffahrt genannt, die lateinische Bezeichnung ist “Ascensio Domini” (Aufstieg des Herrn).
  4. Begangen wird Christi Himmelfahrt am 40. Tag des Osterfestkreises und fällt damit immer auf einen Donnerstag. Der frühestmögliche Termin ist der 30. April, der späteste der 3. Juni.
  5. In einigen Regionen finden zu Christi Himmelfahrt Prozessionen statt. Besonders bekannt ist der Gymnicher Ritt, eine Reiterprozession in Erftstadt-Gymnnich. Früher hatten diese Prozessionen, die auch vorher und nachher stattfinden konnten, auch große agrarische Bedeutung – so stand die Bitte um gutes Wetter und Wachstum auf den Feldern im Vordergrund.
  6. In einigen Kirchen in Bayern, Österreich und Südtirol wird zu Christi Himmelfahrt  die Jesus-Statue durch das sog. Heiliggeistloch nach oben gezogen, um so die Auffahrt in den Himmel zu veranschaulichen.
  7. In der Himmelfahrtskapelle in Jerusalem ist angeblich der letzte Fußabdruck Jesu auf Erden zu sehen.
  8. Christi Himmelfahrt ist ein bundesdeutscher Feiertag. Auch in der Schweiz, in Österreich, in Liechtenstein, in Luxemburg, sowie in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Grönland, Haiti, Indonesien, Island, Kolumbien, Madagaskar, Namibia, Niederlande, Norwegen und Schweden ist heute frei.
  9. In Italien und in Ungarn wurde der Feiertag abgeschafft und das Fest wird am Sonntag danach begangen. Insbesondere in Italien gibt es Bestrebungen, den Donnerstag wieder zum Feiertag zu machen.
  10. In Deutschland wird dieser Tag auch als Vatertag oder Herrentag begangen. Regional unterschiedlich werden entweder Ausflüge mit der Familie gemacht oder die Väter (und andere Männer) veranstalten Herrentouren mit dem Bollerwagen, bei denen meist viel Alkohol fließt. Regional wird der Tag auch Schinkentag genannt. Übrigens ist schon aus dem Mittelalter überliefert, dass an diesem Tag besonders viel Alkohol getrunken wurde.

Bild: Der Himmel über Bonn Röttgen, aufgenommen am 5. Mai 2016 (Christi Himmelfahrt).

10 Dinge, die man in Bonn-Röttgen gemacht haben sollte – Vorschläge von Severin

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Röttgen ist der südwestliche Ortsteil der Stadt Bonn und auch der größte, was die Fläche angeht – überwiegend besteht er aus Wald.

  1. Zum Tongrubensee – auch Entchenteich genannt – spazieren und dort die Enten füttern – aber nicht mit zu viel Brot, damit der See nicht umkippt…
  2. Im Winter mit dem Rodel die Abhänge zum Tongrubensee heruntersausen und – wenn das Eis fest genug ist – auf dem Teich Schlittschuh fahren.
  3. Bei Eike in der “Scharfen Ecke” ein oder eher mehrere Kölsch trinken.
  4. Zu Wahlkampfzeiten mit dem Röttgener Stadtverordneten Joachim Stamp diskutieren, wenn er unter dem FDP Schirm vor dem EDEKA Markt Schwindt steht.
  5. Am Tag des offenen Denkmals den ehemaligen Keller des alten kurfürstlichen Jagdschlosses Herzogsfreude besichtigen.
  6. Zu einem der vielen Weiher im Kottenforst spazieren, den Fröschen zuhören und darauf warten, dass man Reiher sieht.
  7. Mindestens einmal beim Röttgener Kinderkarnevalszug mitgehen, der vom Festausschuss Bonn Röttgen veranstaltet wird.
  8. Die Venantius Kapelle besichtigen – und wenn man katholisch ist, ein Familienfest darin feiern – gerade für Taufen ist sie ideal.
  9. Die örtlichen Geschäfte unterstützen und vor Ort einkaufen, z.B. in der Röttgener Buchhandlung oder beim EDEKA Markt Schwindt.
  10. In einem der Röttgener Sportvereine aktiv sein: Breitensport bei Rot-Weiß-Röttgen, Tennis beim TC-Röttgen.

In der Reihe “10 Dinge, die man in … gemacht haben sollte” werden Orte, Dinge, Veranstaltungen und anderes vorgestellt, die man in bestimmten Städten, Dörfern, Ländern, Regionen… gemacht haben sollte. Sie richtet sich in erster Linie an Menschen, die in dort wohnen – aber auch Touristen und Besucher finden in diesen Listen Geheimtipps. Sie wollen auch eine Liste veröffentlichen? Schreiben Sie uns!

Diese Liste hat Severin Tatarczyk erstellt, der über 10 Jahre in Röttgen lebt. Er betreibt diese Website.

Bild: Tongrubensee im Winter (nicht gefroren).

Hoeneß, Reue, Buße, Vergebung

JesusUli Hoeneß akzeptiert sein Urteil und alles ist gut. Vom Arsch der Nation zum Helden in weniger als 21 Stunden. Nur wenige dringen darauf, die Staatsanwaltschaft solle Revision einlegen und es solle weiter gebohrt werden, z.B. woher die Millionen kamen, mit denen er spekuliert hat.

Hoeneß wurde angeklagt, er hat um Vergebung gebeten, wird bestraft, akzeptiert diese Strafe und wir vergeben ihm. Eine zutiefst christliche Selbstverständlichkeit: Reue, Buße, Vergebung.

Nicht nur im Christentum ist dieses Prinzip besonders ausgeprägt. Es ist nahezu allen Religionen immanent: Judentum (Teschuwa), Islam (An-Nadam), Buddhismus (Chànhuǐ) oder gar in Naturreligionen, wie das Bußritual Hoʻoponopono in pazifischen Kulturen zeigt.

Dem katholisch geprägten Uli Hoeneß ist das bewusst. Ob er die Strafe aus taktischen Gründen akzeptiert oder wirklich bereut, werden wohl nur die wissen, die ihn gut kennen. Entscheidend ist aber, dass er sie akzeptiert, auf Ämter, Ehren, Spielbesuche verzichtet und einen Aufenthalt im Gefängnis auf sich nimmt.

Das sollten auch wir akzeptieren und ihm vergeben.

Bild: (c) Allposters.de

Hilfe, werde ich jetzt Vegetarier?

Zugegebenermaßen bin ich ein großer Fleischtiger. Kaum ein Tag verging in den letzten Jahren, an dem ich nicht in irgendeiner Form Fleisch gegessen hätte. Und die Vorstellung, Vegetarier zu werden, war mir so fremd, dass ich plante, das Tischtuch zwischen mir und Lilly-Sophie sowie Paul (meinen Kindern) zu durchschneiden, sollten diese Vegetarier werden (weitere Gründe dafür könnten rechtsradikale Aktivitäten sowie die Benutzung von Apple-Produkten sein).

Bis zum 9. März 2011. Seit diesem Aschermittwoch esse ich nach guter alter katholischer Tradition für die Dauer der Fastenzeit kein Fleisch. Gut, Milch, Eier und auch gelegentlich Fisch stehen noch auf dem Speiseplan. So gesehen bin ich wohl eher Pescetarier… Und an den Sonntagen darf – auch entsprechend der katholischen Tradition – ein Braten auf den Tisch. Wahre Vegetarier werden jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Dennoch: es ist eine ziemliche Ernährungsumstellung. Und ich habe selten so viele neue Kochrezepte ausprobiert wie in den letzten Tagen. z.B. Salat mit Kichererbsen, Erbsenpfanne mit Tofu oder auch Arabische Zwiebelsuppe (Cherbah).

Für mich steht jetzt schon fest, dass ich in Zukunft viel weniger Fleisch essen werde. Gleichzeitig bin ich aber auch davon überzeugt, dass der Mensch von seiner Veranlagung her ein Allesfresser ist. Allerdings eben auch der einzige den die Evolution hervorgebracht hat, der frei entscheiden kann, was er isst.