10 Fakten zum 18. August

  1. Claudia, Helena, Helene und Ilona haben heute Namenstag.
  2. Am 18. August 1896 wird das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) verkündet. Es wird im Jahre 1900 in Kraft treten und ist heute noch gültig.
  3. Der erste motorgetriebene LKW wird heute im Jahr 1896 von der Daimler Motoren Gesellschaft in Canstatt vorgestellt.
  4. Der 19. Zusatzartikel der US-Verfassung tritt 1920 in Kraft. Frauen wird damit das allgemeine Wahlrecht eingeräumt.
  5. 1930 tritt der Hund Pluto in einem Disney-Zeichentrickfilm zum ersten mal auf.
  6. Der britische Kleinwagen “Mini” kommt 1959 auf den Markt.
  7. Die erste hormonelle Verhütungspille kommt 1960 unter dem Namen Enovid in den USA auf den Markt.
  8. Der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz verbrennt sich 1976 in Zeitz auf offener Straße, um gegen die Missstände in der “DDR” zu protestieren. Er stirbt vier Tage später an seinen Verletzungen. Wolf Biermann spricht in diesem Zusammenhang von “Republikflucht in den Tod”. Das Bild oben zeigt die Kirche von Brüsewitz’ Gemeinde.
  9. Erzherzog Franz Joseph Karl von Österreich, der spätere Kaiser Franz Joseph I. wird am 18. August 1830 geboren.
  10. Otto Ernst Remer kommt 1912 auf die Welt. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Niederschlagung des 20. Juli 1944 und tritt auch in der Bundesrepublik als überzeugter Nazi hervor.

Bild von Ghostwriter123Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Kaiserstraße

kaiserstrasse

Die Kaiserstraße führt vom Kaiserplatz bis zur Reuterstraße und führt entlang der Bahnstrecke. Von 1869 bis 1870 hieß sie Trajektstraße, von 1870 bis 1897 Bahnstraße bis sie dann 1897 ihren heutigen Namen erhielt. Gewählt wurde er zu Ehren des – Überraschung – Kaisers des zweiten deutschen Kaiserreichs.

PLZ: 53113
Straßenschlüssel: 1417

Straßen mit diesem Namen gibt es über 250 mal in Deutschland – davon auffallend oft in der Umgebung von Bonn. Unter anderem in Brühl, Köln, Leverkusen, Waldbröl, Gummersbach, Wipperfürth, Aachen, Herzogenrat, Würselen, Eschweiler, Titz, Bornheim, Sinzig, Müllenbach, Königswinter, Siegburg, Hennef und Troisdorf.

10 Dinge, die man in Aachen gemacht haben sollte – Vorschläge von Eva

aachen

  1. Dom/Rathaus/Katschhof: 
    Man kann wohl nicht in Aachen verweilen ohne dem Dom, Rathaus und Katschhof einen Besuch abgestattet zu haben.
    In der Krönungskirche der deutschen Könige und Grabstätte Karls des Großen steckt der Teufel nicht im Detail, sondern laut Dombausage der Teufelsdaumen in einem der Löwenköpfe am Hauptportal und kann noch heutzutage ertastet werden.
    Im Rathaus sticht der Krönungssaal hervor, in dem alljährlich der internationale Karlspreis zu Aachen verliehen wird.
    Der Katschhof verbindet die beiden Bauwerke und ist Schauplatz vieler kultureller Veranstaltungen (Domspringen, Weihnachtsmarkt, Weinsommer, etc.)
  2. Drei-Länder-Eck:
    Um einen Stein hüpfende und Arme sowie Beine verrenkende Menschen beobachtet man am sogenannten Drei-Länder-Punkt, wo der Grenzstein zwischen Deutschland, den Niederlanden und Belgien zu derlei körperliche Aktivitäten animiert. Neben diesen lustig anzusehenden Versuchen sich in 3 Ländern gleichzeitig aufzuhalten, bietet der Balduin-Turm bei gutem Wetter einen fantastischen Ausblick (Richtung Belgien bis ins Hohe Venn, Richtung Niederlande bis nach Masstricht und Richtung Deutschland bis in die Eifel). Ein Spaß nicht nur für die Kleinen ist das Labyrinth aus Hecken, für dessen erfolgreicher Durchquerung mindestens eine Dreiviertelstunde eingeplant werden sollte. Für zusätzlichen „Nervenkitzel“ sorgen die unberechenbaren Wasserfontänen, an denen in regelmäßigen Abständen kein Weg dran vorbei führt und schon so manchen wie einen begossenen Pudel haben aussehen lassen.
  3. Vennbahn-Radweg:
    Der Vennbahn-Radweg ist einer der längsten Bahntrassenradwege Europas und führt durch die drei Länder Deutschland, Belgien und Luxemburg. Mit einer Länge von 125 Kilometern führt der Weg von Aachen über das Hochmoor Hohes Venn nach Troisvierges im Norden Luxemburgs. Der Radweg ist im wahrsten Sinne des Wortes grenzüberschreitend, denn er wechselt mehr als ein Dutzend Mal zwischen Deutschland, Belgien und Luxemburg.
  4. Kletterwald:
    Inmitten der Natur zwischen 14 Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und Höhen zwischen 1 und 22 Metern wählen und sich über Getränkekisten, Steigbügel, Schaukelpferde, Holzbänke, Rutschen, etc. von Baum zu Baum hangeln ist ein einmaliges Freizeitvergnügen.
  5. Aachener Brunnen:
    In Aachen finden sich eine Vielzahl von Brunnen, was wohl auch auf Aachens Status als Kurort zurückzuführen ist.
    Vom Puppenbrunnen (an diesem befinden sich verschiedene Puppenfiguren (Marktfrau, Harlekin, Professor, Pferd, etc.) deren Gliedmaßen frei beweglich sind) über den Geldbrunnen (er stellt den Lauf des Geldes anhand verschiedener Personen dar), den Kugelbrunnen (die an einer Säule angebrachte Kugel öffnet ihre einzelnen Bauteile, so dass schließlich der Eindruck einer geöffneten Rose entsteht) bis hin zum Elisenbrunnen (das Wahrzeichen des Bade- und Kurortes Aachen, in dessen Rondell sich Trinkbrunnen der Kaiserquelle befinden. Wer davon kosten möchte, sollte sich am besten die Nase zuhalten, da das stark schwefelhaltige Wasser arg nach faulen Eiern riecht) seien nur einige besonders sehenswerte erwähnt.
  6. Mit dem „Lühtemann“ durch „Oche“ (die besondere Stadtführung in Aachen):
    Marita Zeyen führt als Lühtemann (Nachtwächter) mit Horn und Laterne durch die Altstadt Aachens und gibt neben Wissenswertem über die historischen Sehenswürdigkeiten auch Pikantes und Amüsantes aus Aachen preis.
  7. Brunch im Drehturm Belvedere:
    Im ehemaligen Wasserturm Belvedere auf dem Lousberg bietet sich sonntags die Möglichkeit über den Dächern Aachens zu brunchen und ein schönes Panorama von allen Seiten zu genießen (da der Fußboden auf Schienen liegt dreht er sich, von Elektromotoren angetrieben, in knapp einer Stunde um die eigene Achse und mit ihm Tische, Stühle sowie Gäste).
  8. Einkehr in die Gaststätte „Zum Postwagen“:
    Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die uralte Gaststätte „Zum Postwagen“ ist das einzig erhaltene Holzhaus in Aachen, dessen Geschichte bis 1657 zurückreicht. Eine Vielzahl an Ecken und Winkeln, eine Treppe, die zu besteigen geradezu abenteuerlich scheint, Räume, die an alte Eisenbahnwaggons erinnern – hier ist es einfach auf eine rustikale sowie ursprüngliche Art gemütlich.
  9. Werksverkauf für Naschkatzen:
    Wer es gerne süß mag, kommt in Aachen auf seine Kosten. Von den Schokoladenartikeln von Lindt über die Printen von Lambertz bis hin zur Marmelade von Zentis (um nur einige zu nennen) bieten sich in Aachen zahlreiche Möglichkeiten, sich zu Schnäppchenpreisen mit Süßwarenartikeln einzudecken.
  10. Tivoli:
    In Aachen kann das 2009 eröffnete, über eine Kapazität von knapp 33.000 Plätze verfügende und mit 46 Millionen Euro Baukosten wohl bundesweit teuerste und größte Stadion eines Regionalligisten besichtigt werden.

eva-krumscheidEva hat Sonderpädagogik studiert und lebt in Aachen.

In der Reihe “10 Dinge, die man in … gemacht haben sollte” werden Orte, Dinge, Veranstaltungen und anderes vorgestellt, die man in bestimmten Städten, Dörfern, Ländern, Regionen… gemacht haben sollte. Sie wollen auch eine Liste veröffentlichen? Schreiben Sie uns!

17. November 1881 – die Kaiserliche Botschaft

Am 17. November 1881 verliest Reichskanzler Bismarck anlässlich der Eröffnung des 5. Reichstages eine Kaiserliche Botschaft, die die deutsche Sozialgesetzgebung einleitet.

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen etc., thun kund und fügen hiermit zu wissen:

Schon im Februar dieses Jahres haben Wir Unsere Ueberzeugung aussprechen lassen, daß die Heilung der sozialen Schäden nicht ausschließlich im Wege der Repression sozialdemokratischer Ausschreitungen, sondern gleichmäßig auf dem der positiven Förderung des Wohles der Arbeiter zu suchen sein werde. Wir halten es für Unsere Kaiserliche Pflicht, dem Reichstage diese Aufgabe von neuem ans Herz zu legen, und würden Wir mit um so größerer Befriedigung auf alle Erfolge, mit denen Gott Unsere Regierung sichtlich gesegnet hat, zurückblicken, wenn es Uns gelänge, dereinst das Bewußtsein mitzunehmen, dem Vaterlande neue und dauernde Bürgschaften seines inneren Friedens und den Hilfsbedürftigen größere Sicherheit und Ergiebigkeit des Beistandes, auf den sie Anspruch haben, zu hinterlassen. In Unseren darauf gerichteten Bestrebungen sind Wir der Zustimmung aller verbündeten Regierungen gewiß und vertrauen auf die Unterstützung des Reichstages ohne Unterschied der Parteistellungen.

In diesem Sinne wird zunächst der von den verbündeten Regierungen in der vorigen Session vorgelegte Entwurf eines Gesetzes über die Versicherung der Arbeiter gegen Betriebsunfälle mit Rücksicht auf die im Reichstag stattgehabten Verhandlungen über denselben einer Umarbeitung unterzogen, um die erneute Berathung desselben vorzubereiten. Ergänzend wird ihm eine Vorlage zur Seite treten, welche sich eine gleichmäßige Organisation des gewerblichen Krankenkassenwesens zur Aufgabe stellt. Aber auch diejenigen, welche durch Alter oder Invalidität erwerbsunfähig werden, haben der Gesammtheit gegenüber begründeten Anspruch auf ein höheres Maß staatlicher Fürsorge, als ihnen bisher hat zu Theil werden können.

Für diese Fürsorge die rechten Mittel und Wege zu finden, ist eine schwierige, aber auch eine der höchsten Aufgaben jedes Gemeinwesens, welches auf den sittlichen Fundamenten des christlichen Volkslebens steht. Der engere Anschluß an die realen Kräfte dieses Volkslebens und das Zusammenfassen der letzteren in der Form korporativer Genossenschaften unter staatlichem Schutz und staatlicher Förderung werden, wie Wir hoffen, die Lösung auch von Aufgaben möglich machen, denen die Staatsgewalt allein in gleichem Umfange nicht gewachsen sein würde. Immerhin aber wird auch auf diesem Wege das Ziel nicht ohne die Aufwendung erheblicher Mittel zu erreichen sein.

Warnung vor dem Buche: Der Puzzlemörder von Zons

Irgendjemand erzählt, wie toll ein Restaurant ist. Andere Gäste gehen hin und obwohl das Restaurant nicht wirklich gut ist, bewerten sie es ebenfalls positiv – entweder, weil sie erst gar nicht merken, dass es nicht gut ist oder weil sie sich nicht trauen, gegen die guten Meinungen anzutreten. Ist ein bisschen wie bei “Des Kaisers neue Kleider”.

Warum ich das erzähle? Auf der Suche nach lesenswerten Büchern in der Amazon Leihbücherei bin ich immer wieder auf “Der Puzzlemörder von Zons” gestoßen. Und irgendwann gab ich dem eBook eine Chance… Die Autorin Catherine Shepherd hat Talent – soweit es um die Vermarktung von eBooks geht. Zum Schreiben von Krimis hat sie allerdings keins.

Kurz zur Story: Im mittelalterlichen Zons ereigneten sich grausige Morde an jungen Frauen, über die eine Studentin der Journalistik in der heutigen Zeit berichten will. Und just zu diesem Zeitpunkt macht sich ein Nachahmungstäter ans Werk… Die Grundidee, die beiden Handlungsstränge in der Vergangenheit und in der Gegenwart zu verknüpfen, ist gar nicht schlecht. Doch leider ist die Ausführung gar nicht gelungen. Das Bucht strotzt vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern, der Sprachstil ist ungelenk. Allein das macht das Buch schon schwer lesbar.

Besonders ärgerlich ist aber die Darstellung des Mittelalters. Ich mag historische Romane und tauche gerne in die Vergangenheit ein – wenn diese denn gut dargestellt ist. Das allerdings misslingt der Autorin völlig. In der Verbindung mit der sich hanebüchen entwickelnden Handlung ist es dann wohl das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe.

Bleibt die Frage, warum es so viele positive Rezensionen gibt. Das eingangs geschilderte Phänomen dürfte eine Erklärung liefern – unterstützt davon, dass die Autorin unter allen Rezensenten regelmäßig Amazon Geschenkgutscheine verlost. Und damit setzt Sie den Teufelskreis erst so richtig in Gang… ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Das Buch ist vielleicht unterhaltsam für Leser, die einen besonderen Bezug zu Zons haben – allen anderen kann ich an sich nur abraten.