10 Dinge, die man in Marburg Weidenhausen getan haben sollte

Weidenhausen ist neben der Oberstadt der älteste Bereich von Marburg an der Lahn, in welchem Menschen siedelten. Über die Jahrhunderte hinweg wurde Weidenhausen immer mehr ins Stadtzentrum gedrängt, konnte sich jedoch bis heute seinen ganz eigen dörflichen Charme bewahren. Zeit für eine kleine Liste von 10 Dingen, die man in Weidenhausen getan haben sollte.

Wer noch mehr über Weidenhausen erfahren möchte, darf sich gerne unter www.weidenhausen-marburg.de informieren. Aktuelle Veranstaltungen und Nachrichten zu Weidenhausen gibt’s auf Facebook unter facebook.com/weidenhausen.

  1. Weidenhäuser Brücke und alte Universität
    Wir fangen an mit einem Besuch an der historischen Weidenhäuser Brücke und über diese hinweg mit einem Blick auf die alte Phillips-Universität zu Marburg (Bild oben). Man kommt sich direkt wie einem mittelalterlichen Fantasyfilm zurückversetzt vor. Die Brücke führt über den in der Innenstadt verlaufenden Fluß Lahn, der gleichzeitig den Stadtteil Weidenhausen nach Westen hin zur Marburger Oberstadt abgrenzt. Ursprünglich führte an dieser Stelle die einzige Furt nach Marburg, welche dem Dorf im Mittelalter eine enorme wirtschaftliche Bedeutung und Zolleinkünfte bescherte.
  2. Weidenhäuser Straße / Jakobsweg
    Im Anschluss an die Weidenhäuser Brücke begeben wir uns in die Weidenhäuser Straße, entlang derer sich die alten Fachwerkhäuser malerisch ans Kopfsteinpflaster schmiegen. Es ist tatsächlich gleichzeitig der Jakobsweg aus Gotha kommend und bis hin nach Santiago de Compostela führend. Sehr schön sind dabei die teils im Original erhaltenen Häuser.
  3. Die Legende von Hoffmanns Lieschen
    Aufmerksame Besucher werden immer wieder Hinweistafeln, Schilder und Brunnen sehen, auf denen auf Hoffmanns Lieschen verwiesen wird. Sie ist sozusagen die Nationalheldin Weidenhausens, denn der Legende nach sorgte sie 1811 bei König Jerome Napoleon in Kassel dafür, dass die Weidenhäuser das Lahnvorland endgültig für sich beanspruchen durften und es nicht Marburg in die Hände fiel. Eigentlich wollten die Weidenhäuser den König selbst im Kassler Schloss darum bitten, aber sie bissen beim König mit ihren Argumenten auf Granit. Der damals 19-jährigen Lieschen war die Warterei so über, dass sie sich im Schloss herumtrieb und auf eine königliche Orchesterprobe stieß. Zu dieser tanzte sie dann so anmutig, dass der vorbeigehende König nicht anders konnte, als sein Herz zu erwärmen und den Weidenhäusern das Land zuzusprechen.
  4. North-Hampton-Park
    Zwei Querstraßen weiter erreicht man den North-Hampton-Park.
    Ein tolles kleines Stück Land, welches sehr gerne von den Marburgern zur Naherholung genutzt wird. Unter anderem gibt es hier einen beliebten Boccia-Platz, eine Klangsäule, verschiedene Geschicklichkeitsgeräte und für die Kleinsten einen großen Spielplatz. Auch besonders erwähnenswert, fast alle Pflanzen gehören zu „Probier mal Marburg“, das heißt man darf hier frei die Früchte der Natur ernten. Zudem schlängelt sich ein offener Teil des ehemaligen Hirsemühlengrabens malerisch durch den Park und lädt zu einem Picknick ein.
  5. Sport
    In direkter Nachbarschaft fangen wir mit den sportlichen Aktivitäten an und die sind reichlich gegeben. Das Unisportstadion mit seinen Sporthallen sind vor Ort und es werden über 100 Sportarten angeboten. Man bleibt selbst als Spaziergänger immer wieder staunend stehen und betrachtet die Athleten.
    Direkt daneben steht das äußerst beliebte Freizeit- und Spaßbad Aquamar. Ist es kühl, ist man drinnen gut aufgehoben mit einer tollen Rutsche und einer großen Saunalandschaft, sowie mehreren Schwimm-, Sprung und Spaßbecken. Im Sommer ruft das große Freibad nach den Sonnenanbetern.
    Wer eine kostengünstigere Alternative sucht, der schließt sich den Joggern auf dem Lahnradwanderweg an und läuft eine sehr ebene Strecke direkt entlang des sich malerisch schlängelnden Flusses und genießt das Panorama Marburgs. Für Leute mit wenig Fitness, gibt es aber auch noch einen sehr schön gepflegten Minigolfplatz, auf dem sich manch heiße Partie spielen lässt.
  6. Planetenlehrpfad
    Entlang des Lahnradweges befindet sich in Weidenhausen auch der Planetenlehrpfad Marburg, auf welchem man unser Sonnensystem maßstabsgerecht bereisen kann. Im Maßstab 1 zu 1 Milliarde dargestellt, bedeutet jeder Schritt etwa 1 Millionen Kilometer in unserem Planetensystem und so lässt sich bei einem ausführlichem Spaziergang Planet für Planet entdecken. Die einzelnen Sonnenkörper sind dabei mit ausführlichen Schautafeln beschriftet und es handelt sich um den ersten barrierefreien Planetenlehrpfad weltweit, der auch mit Brailleschrift für Blinde ausgestattet wurde.
  7. Gut Essen und Trinken
    Nach der ganzen Lauferei ist es an der Zeit für das leibliche Wohl und dabei empfehlen wir ganz eindeutig die kleine Creperie Bretonne Ble Noir. Ein paar verrückte Jungs betreiben hier ein kleines französisches Restaurant mit direkt importierten Zutaten und bieten auch für den kleinen Geldbeutel beste französische Küche. Echte Galettes, Meeresfrüchte und wirklich leckere kleine Köstlichkeiten aus der Bretagne lassen sich hier frisch verköstigen. Zumal immer etwas los ist und man merkt förmlich wie sehr die Betreiber für ihre Produkte brennen. Wer mag, kann sich schon gerne auf dem sehr aktiven Instagram-Account ein Bild machen. Nachdem man gut gespeist hat, empfiehlt sich eine Tasse Café zum Dessert, denn dieser wird direkt in Weidenhäusen geröstet und zubereitet. Die Weidenhäuser Kaffeerösterei Il Gusto ist immer unterwegs um die besten Bohnen zu finden und bietet höchsten Kaffeegenuss für Kenner. Es ist für uns Weidehäuser einfach schön zu sehen, dass diese kleinen Manufakturen so harmonisch zusammenarbeiten und Spitzenqualität liefern.
  8. Lahnufer
    Nachdem so gut gespeist und getrunken wurde, läuft man ein paar Meter weiter zu den Lahnterrassen ans Lahnufer und setzt sich ein wenig an den Fluss. Hinter einem ist die Mensa der Universität und die beiden querenden Brücken, lassen einen Blick aufs bunte Treiben Marburgs zu. Wer noch etwas altes Brot dabei hat, kann die unzähligen Tauben, Enten und Schwäne füttern,. Die Vögel sind ganzjährig vor Ort und haben schon ein fast symbiotisches Verhältnis zu den Besuchern der Lahnterrassen.
  9. Sonnenuntergang
    Gegen frühen Abend folgt man dem Fluß 300 Meter abwärts und stellt sich auf den Hirsemühlensteg. Hier blickt man auf das Naturschutzgebiet „Auf der Weide“ und mit ganz viel Glück sieht man einen in seine Nisthöhle zurückkehrenden Eisvogel. Senkt sich die Sonne blickt man hinauf zum Grüner Wehr und bekommt ein fantastisches Schauspiel geboten. Die untergehende Sonne mit Blick über den Fluss, die historische Stadt und dem über allem thronenden Marburger Schloss.
  10. Fledermäuse
    Wird es dann endgültig dämmerig, trifft man sich in den Sommermonaten am Anfang des Hirsemühlenstegs zur Fledermauswanderung und entdeckt ein letztes mal die Geheimnisse der Weidenhäuser Flora und Fauna.

Selbstverständlich gibt es noch viele weitere Dinge in Weidenhausen und in Marburg zu entdecken, aber wer einen schönen Tagesausflug machen möchte, darf sich gerne an unsere Empfehlungen halten.

Bildimpressionen:

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10 Dinge, die man rund um Aalen-Heidenheim gemacht haben sollte – Vorschläge von Roderich Kiesewetter

BopfingenStadtkirche

  1. Den „Tiefen Stollen“ in Aalen-Wasseralfingen entdecken
    Das Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“ im Braunenberg bei Aalen-Wasseralfingen gelegen, gehört zu einem jeden Besuch im Wahlkreis Aalen-Heidenheim. 1608 bis 1939 wurde in diesem Stollen Eisenerz abgebaut. Heute kann man viele der Schächte zunächst mit der Grubenbahn und anschließend zu Fuß besichtigen oder aber man geht für eine Kur in den „Heilstollen“.
  2. Den Archäopark und die Vogelherdhöhle besuchen
    Im Archäopark Niederstotzingen kann man sich auf eine Entdeckungstour begeben und erfährt wie das Lonetal vor 40.000 Jahren aussah. Die über 100.000 Jahre alte Vogelherdhöhle lädt zur Spurensuche unserer Vorfahren ein.
  3. Mit der Schättere auf dem Härtsfeld fahren
    Die Härtsfeldbahn, im Volksmund „Schättere“ genannt, führt von Aalen über Neresheim bis Dillingen/Donau. Heute kann man mit der historischen und originalgetreuen Bahn ein Teilstück über das Härtsfeld fahren.
  4. Den Ipf in Bopfingen besteigen
    Den wohl besten Ausblick bietet eine kleine Bergtour auf den Ipf, den über 650 m hohen Zeugenberg der östlichen Schwäbischen Alb. Auch bei Nacht lohnt es sich, besonders zum traditionellen Feuerwerk bei der Ipfmesse…
  5. Das Heldenfinger Kliff erkunden
    Einen beeindruckenden Anblick bietet das Heldenfinger Kliff. Es ist Teil einer Felsküste des tertiären Meeres vor 15 Millionen Jahren. Ein beeindruckender Anblick der bei jedem Besucher Staunen hervorruft!
  6. Die Basilika und das Schloss in Ellwangen besichtigen
    Die Basilika und ehemalige Stiftskirche St. Vitus in Ellwangen prägt das Ellwanger Stadtbild mit einem spätromanischen Gewölbebau aus dem 13. Jahrhundert genauso wie das Schloss ob Ellwangen. Gut für einen Ausflug am Sonntag!
  7. Einen original Steiff-Teddybären in Giengen drücken
    Die Geschichte von Margarete Steiff und der Geburt des Steiff-Bären kennt fast jeder. Für große und vor allem kleine Gäste bieten das Steiff-Museum und die Erlebniswelt in Giengen einen tollen Spaß.
  8.  Entlang des Jakobswegs nach Tauchenweiler wandern
    Zwischen Essingen und Zang verläuft der Jakobsweg und es gibt zahlreiche weitere Wander- und Radwege, sowie im Winter traumhafte Langlauf-Loipen. Wirklich empfehlenswert ist eine Wanderung in der sagenhaften Landschaft mit einer Rast im schönen Tauchenweiler.
  9. Ein Spiel des 1. FC Heidenheim in der 2. Bundesliga erleben
    Der Heimatfußballverein, 1. FC Heidenheim, hat sich zum starken Zweitligisten entwickelt. Ein Heimspiel in der Voith-Arena, bei ausgelassener Fußballstimmung ist ein Pflichtbesuch im Wahlkreis.
  10. Das Waldfest in Schweindorf besuchen
    Wer die Besonderheiten von Mensch und Kultur kennenlernen will, für den ist ein Besuch des Waldfestes in Schweindorf ein Muss. Mitten im Wald findet hier ein Wochenende lang ein großes Fest mit über 2.000 Besuchern statt. Gestemmt wird dies durch den Einsatz und den Zusammenhalt des kleinen Ortes Schweindorf. Hier kann man echten Zusammenhalt einer Dorfgemeinschaft spüren!

Diese Liste mit 10 Dingen rund um Aalen und Heidenheim hat Roderich Kiesewetter erstellt, den den Wahlkreis 270 im deutschen Bundestag vertritt. Eine Übersicht der aktuellen 10 Dinge Listen finden Sie hier.

Walk

Bild oben: Bopfinger Stadtkirche, im Hintergrund der Ipf; by Ssch – photographed by myself, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1727648

Bild unten: Roderich Kiesewetter