Die Allerheiligenflut vom 1. November 1510 war eine verheerende Sturmflut, die die gesamte Nordseeküste von Flandern bis Eiderstedt heimsuchte. Sie folgte auf die St.-Magnus-Flut, die bereits am 5./6. September 1510 schwere Schäden verursacht hatte. Diese Flut traf auf Deiche, die bereits durch die Zweite Cosmas- und Damianflut vom 26. September 1509 erheblich beschädigt und nur notdürftig repariert worden waren. Erneut brachen viele Deiche, und weite Küstenregionen wurden überflutet. Der Wasserstand erreichte dabei 3,80 Meter über dem mittleren Tidehochwasser (MThw).
Nur zehn Wochen später, am 16. Januar 1511, folgte die sogenannte Antoniflut oder „Eisflut“. Diese Sturmflut traf Ostfriesland und Butjadingen mit starkem Eisgang und vervollständigte das Zerstörungswerk der vorangegangenen Fluten von 1509 und 1510. Der Dollart und der Jadebusen erreichten ihre größte Ausdehnung, es kam zu erheblichen Landverlusten zwischen Jade und Weser, und ein Durchbruch entstand zwischen diesen beiden Flussmündungen.
Hier sind mehr Fluten, die an Allerheiligen stattfanden.






