Erfahrungsbericht: Microsoft Surface Headphones

Surface Headphones

Lange Zeit habe ich ausschließlich in-Ear Kopfhörer getragen. Aber wie das im Alter so ist – man wird bequemer. Und so wuchs der Wunsch nach geschlossenen Muschelohrhörern. Gelandet bin ich schließlich bei den Microsoft Surface Headphones – einerseits wegen der meisten Testberichte, andererseits, da sie eben nicht nur optisch perfekt zu meinem Surface Laptop passen.

Los geht’s

Geliefert werden sie mit einer recht großen Tasche (sie lassen sich nicht zusammenfalten), einem USB-C Kabel zum Laden und einem Kabel für die 3,5mm Klinke, wenn man nicht drahtlos hören möchte.

Als erstes habe ich mir die Surface Headphone App für Windows 10 installiert und die Kopfhörer mit dem Laptop verbunden, woraufhin sie erst mal ein Systemupdate verpasst bekamen. Der App merkt man an, dass die Headphones – wahrscheinlich – in erster Linie als Zusatzgerät für “Andromeda” entwickelt wurden, das Surface Gerät für die Hostentasche. Nun, derzeit hat “Centaurus” höhere Priorität, aber die Kopfhörer arbeiten auch mit den anderen Surface Devices und natürlich auch mit iPhones und Android Smartphones zusammen:

Viel kann man mit der App nicht machen, am interessantesten ist sicherlich die Equalizer Funktion, die sich die Einstellungen jeweils dauerhaft merkt.

Genau so unkompliziert wie das Koppeln mit dem Windows Laptop klappte es dann auch mit meinem Google Pixel 2 XL – und beide Geräte lassen sich ohne Probleme parallel nutzen.

Auf dem Kopf

Aber Kopfhörer gehören auf den Kopf, und da müssen sie sich gut anfühlen:

Wie man den Tragekomfort von Kopfhörern bewertet ist natürlich immer eine sehr individuelle Sache. Die Apple Airpods fallen bei mir z.B. immer direkt heraus, während die Google Pixel USB-C Kopfhörer bei mir perfekt sitzen, Bericht zu letzteren übrigens hier. Bei mir sitzen die Surface Headphones jedenfalls gut. Vlad Savov von The Verge findet in seinem Test, dass sie etwas zu fest am Kopf klammern, das ist bei mir aber nicht der Fall – ganz im Gegenteil, ich empfinde das als angenehm, da ich mir so auch bei einem Sprint zum Bus oder beim moderaten Joggen im Kottenforst keine Sorgen machen muss, dass sie mir herunterfallen.

Die Beschichtung der Ohrteile (wie heißen die eigentlich, egal, Sie wissen, was ich meine, wahrscheinlich Hörmuschel) ist aus einer Art Kunstleder (?), mit dem ich bislang gut zurechtkomme; bislang war es noch nie so heiß, dass es durch Schwitzen unangenehm wurde. Auch die Aussparung ist für meine Ohren groß genug. Der Bügel ist gut gepolstert, so dass trotz des Gewichts von fast 250g kein unangenehmes Gefühl aufkommt.

Das einzige was mich etwas stört: Wenn ich mir die Kopfhörer um den Nacken lege, stoßen die Ohrteile vorne an meinen Hals, was ich als äußerst unangenehm empfinde. Das ist allerdings bei fast alles Muschel-Kopfhörern so, die ich getestet habe.

Genau so wie bei Tastaturen gilt aber – am besten selbst mal ausprobieren.

Im Einsatz

Hat man sie einmal auf und schaltet sie ein, wird man zunächst begrüßt: Eine nette Stimme verrät einem, mit welchen Geräten man gerade verbunden ist und wie lange die Akkulaufzeit noch noch ist.

Dazu schnell ein Wort: Die 15 Stunden Laufzeit , die Microsoft als Obergrenze angibt, werden in der Praxis erreicht. Das ist nicht überragend, reicht aber, um in der Praxis durch den Tag im Dauereinsatz zu kommen. Und immerhin: nach nur fünf Minuten Laden kann man eine gute Stunde hören. Geht der Akku der Neige zu, wird man nett gewarnt und kann  sich die nächste USB-C-Steckdose suchen.

Neben dem USB Ladeanschluss gibt es noch den für das Kopfhörerkabel, den Ein-Ausschalter, Stummtaste für die Mikros und eine unauffällige Status LED, alles untergebracht am rechten Ohrteil.

Die Bedienung der Surface Headphones ist ansonsten sehr einfach – um nicht zu sagen genial: Um die Ohrmuscheln herum befinden sich zwei faktisch unsichtbare Drehringe. Mit dem rechten regelt man die Lautstärke, mit dem linken die Intensität des ANC (Active Noise Cancelling), also der aktiven Geräuschunterdrückung.

Ich bin nicht der große Audioexperte und mein Gehör ist nicht das beste, aber für mich klingen sie sehr gut. Die Bässe sind satt, aber nicht zu schwer, saubere Mitten und beim Hören der Höhen habe ich Probleme – aber eben nur, weil ich nicht mehr gut höre (ich schrieb ja schon übers Alter). Dass nur Bluetooth 4.2 – allerdings sehr stabil – und kein AAC oder AptX unterstützt werden, stört mich nicht weiter. Jemand der sich damit auskennt und den ich länger hören ließ meinte, sie wären besser als die Beats Studio 3 und nicht ganz so gut wie die Sony 1000X M3. Aber auch beim Sound gilt: hören Sie am besten mal Probe.

Die beiden Flächen der Hörmuscheln sind übrigens große Touch-Panel:

  • einmal Tippen: Pause
  • zweimal Tippen: Titel vor
  • dreimal Tippen: Titel zurück
  • lange Halten: Assistent aufrufen

Auf dem Windows Rechner taucht dann bei letzterer Aktion die hierzulande vernachlässigte Cortana auf, auf dem iPhone Siri und bei Android der Google Assistant. Den kann man dann z.B. damit beauftragen, einen Anruf zu tätigen, was unspektakulär funktioniert. Die Sprachqualität ist sehr gut und absolut praxistauglich (mE noch ein Grund, an dem man merkt, dass die Headphones für Andromeda entzwickelt wurden…). Woran ich mich gewöhnen musste: Bevor man mit dem Assistenten spricht, sollte man das Bestätigungsgeräusch abwarten, sonst geht der Anfang der Sprachbefehle verloren.

Eine weitere praktische Funktion: nimmt man die Headphones ab, schalten sie auf Pause, setzt man sie wieder auf, setzen sie die Wiedergabe fort.

Spannend finde ich die Geräuschunterdrückung, die sich in 13 Stufen regeln lässt und in einer Stufe sogar die Umgebungsgeräusche verstärkt. Das ist dann praktisch, wenn z.B. eine Durchsage in der Bahn während eines Telefons kommt, man im Straßenverkehr unterwegs ist oder beim Joggen im Wald auch die Vögel hören will. Je nach dem wie intensiv ansonsten das ANC eingestellt wird, macht es die Musik etwas dumpfer bzw. sorgt je nach Umgebungsgeräuschen für ein leichtes Grundrauschen. Die Unterdrückung ist verblüffend gut: In der höchsten Einstellung hört man z.B. bei einer Bahnfahrt im Regionalexpress Hintergrundgeräusche faktisch gar nicht mehr und Stimmen deutlich reduziert. Und beim Rasenmähen muss man die Musik nicht mehr voll aufdrehen. Die einzige Situation, in der ich die Funktion aus dem Tritt bringen konnte war das Geräusch von siedendem Wasser im Hintergrund, was seinerseits das ANC veranlasste, störende Knacksgeräusche zu produzieren – ein paar Stufen weniger und diese traten nicht mehr auf. Ein totales Ausblenden der Umwelt kann man natürlich nicht in allen Situationen erwarten, aber doch ein deutlich angenehmeres Geräuschumfeld.

Ein Fazit

Würde ich mir die Surface Headphones also nochmal kaufen? Auf jeden Fall.

Für meinen Geschmack ist Microsofts Debut in diesen Markt gut geglückt. Das Bediensystem ist für mich das beste auf dem Markt, der Tragekomfort ist sehr gut, die Musikqualität und die Telefonie ebenfalls. Das einzige was mich stört, ist die Akkulaufzeit, die länger sein könnte.

Für Surface Fans sind sie aus meiner Sicht jedenfalls ein echtes Muss.

Wer jetzt zuschlagen möchte, bei Amazon gibt es den aktuellen Preis.

Hier noch für alle Interessierten die

Technischen Daten

Länge: 204 mm
Breite: 195 mm
Tiefe: 48 mm
Gewicht: 249g
Farbe: Hellgrau

Frequenzgang: 20–20 kHz

Geräuschunterdrückung:
Bis zu 30 dB bei aktiver Rauschunterdrückung
Bis zu 40 dB bei passiver Rauschunterdrückung

Lautsprecher:
40-mm-Free-Edge-Treiber
Schalldruckpegel
Bis zu 115 dB (1 kHz, 1 Vrms über Kabelverbindung im eingeschalteten Zustand)
Bis zu 115 dB (1 kHz, 0 dBFS über Bluetooth-Verbindung)

Aufladen:
Vollständig geladen in weniger als 2 Stunden
Akkulaufzeit
Bis zu 15 Stunden (mit Musik-Wiedergabe über Bluetooth, ANC aktiviert)

Eingänge:
USB-C-Anschluss
3,5-mm-Audioanschluss

Kompatibilität:
Windows 10, iOS, Android, MacOS

Tasten/Bedienelemente:
Ein-/Aus-Taste, Stummschalttaste, Lautstärkeregler (am rechten Ohr), Geräuschunterdrückungsregler (am linken Ohr)

Lieferumfang:
Surface Headphones
Transporttasche
USB-Kabel (1,5m)
Audio-Kabel (1,2m)
Schnellstartanleitung, Sicherheitshinweise und Garantieunterlagen

Ein Jahr mit dem Surface Laptop – ein Erfahrungsbericht

Auf den Tag ein Jahr her ist es, dass mein Microsoft Surface Laptop bei mir angekommen ist – ein guter Anlass, ein kleines Resümee zu ziehen.

Warum ich mich für das Surface Laptop entschieden habe, kann man nochmals hier genau nachlesen. Letztlich suchte ich einfach ein mobiles Gerät für die klassischen Office Anwendungen, das ein gutes Display und eine gute Tastatur haben sollte.

Mit Intel i5 Prozessor, 8 GB RAM und 256 GB SSD ist es für Word, EXCEL und Co mehr als schnell genug. Auch Photoshop Elements und hin und wieder ein kleineres Spiel wie Age of Empires stellen keine Probleme dar. Meist verrichtet das Laptop seinen Dienst völlig lautlos – nur wenn man z.B. sehr viele Chrome Tabs offen hat, geht gelegentlich der Lüfter an. Für High-End Gaming ist es natürlich nicht geeignet, aber das ist ja auch kein Anliegen von mir.

Daneben sollte mein “Daily Driver” gut portabel sein, was hier unbestritten der Fall ist. Das Gewicht geht mit weniger als 1,3kg in Ordnung und von den Abmessungen her passt es in jede Aktentasche. Die Lapability ist sehr gut und auch wenn es beim Arbeiten im Zug mal etwas mehr ruckelt, bleibt das Display stabil in Position und wackelt nicht. Vom ersten Tag an hat sich da nichts geändert oder gar verzogen, was für die Verarbeitungsqualität spricht. Und auch am Gehäuse sind trotz nahezu täglicher Außeneinsätze keine Kratzer oder ähnliches festzustellen – und das, obwohl ich nicht gerade zimperlich damit umgehe.

Das einzige, was gefühlt mit der Zeit etwas gelitten hat, ist die Akku-Lebensdauer. Bei intensivem Einsatz komme ich auf ca. fünf Stunden am Stück, das war Anfangs aus der Erinnerung heraus mehr. Über den ganzen Arbeitstag würde ich definitiv nicht kommen, für meine Bahnfahrten oder das gelegentliche Arbeiten im Bett oder Garten reicht es aber gut aus. Auf die angeblichen 14 Stunden, die möglich sein sollten, bin ich aber nie gekommen – wobei ich aber z.B. die Display-Helligkeit immer auf 100% habe.

Nichts verändert hat sich am genialen 3:2 Display im 13,5″ Format, das mit 2256×1504 Pixel auflöst und berührungsempfindlich ist. Von der Qualität her spielt es in der obersten Liga mit und an Touch habe ich mich schon beim Vorgänger Lenovo Yoga gewöhnt und möchte nicht mehr drauf verzichten.

Den Surface Pen habe ich auch. Zum Zeichnen benutze ich ihn nur selten, da man das Display ja nicht völlig flach legen kann. In PDF und Word Dokumenten dient er mir aber als Textmarker und auf die Funktion, mit einem Doppelklick auf die Stifttaste Screenshots zu machen, möchte ich nicht mehr verzichten. In Kombination mit dem großen und exakten Touchpad vermisst man die Maus unterwegs wirklich nicht. Dass Microsoft beim Surface Laptop nicht unbedingt vom Stifteinsatz ausgegangen ist merkt man übrigens daran, dass es anders als z.B. beim Surface Pro leider keine seitliche Möglichkeit gibt, diesen dauerhaft magnetisch anzudocken – immerhin geht es auf der Rückseite, wie hier zu sehen.

Das Highlight ist aber für mich nach wie vor die Tastatur – meinen ersten Eindruck, dass ich noch nie so gut und komfortabel getippt habe, kann ich nach wie vor bestätigen. Einen besonderen Einfluss hat dabei die Alcantara Beschichtung, die dem Surface Laptop eine ganz besondere Haptik gibt. Hier haben viele befürchtet, diese könnte schnell abnutzen oder verschmutzen, was ich nach einem Jahr so nicht bestätigen kann. OK, auf der linken Seite, auf der eigentlich permanent mein Handballen liegt, sieht man eine leichte Verfärbung. Diese hält sich aber in Grenzen und ich habe auch noch nie versucht, diese mit etwas Wasser wegzuwaschen, was möglich wäre. Die Alcantara Beschichtung ist ein echtes Highlight.

In Sachen Schnittstellen mag man bedauern, dass es kein USB-C gibt – ich habe es aber noch nicht vermisst. Unterwegs reicht mir der vorhandene USB-Port, Mini-Display Anschluss und die 3,5mm Klinke. Und im Büro habe ich über den Surface Connector das Surface Dock angeschlossen – hier sind mehr als genug Anschlüsse vorhanden.

Ach ja, an ein weiteres Feature habe ich mich auch gewöhnt: die Anmeldung bei Windows 10 über die Gesichtserkennung mit Windows Hello, die auch bei extrem schlechten Sichtverhältnissen gut funktioniert.

Mein Fazit – bis vielleicht auf den fehlenden USB-C Anschluss und mehr Andock-Möglichkeiten für den Stift ist das Surface Laptop das für mich perfekte Notebook das zeigt, dass auch Windows Devices richtig Spaß machen können.

Das Nokia 6.1 (2018) im Kurztest

Gut fünf Jahre lang hatte meine Mutter ein Nokia Lumia 925 im Einsatz. Und hätte nicht der Akku nach einigen kleinen Vorwarnungen nun endgültig den Geist aufgegeben, würde sie es noch die nächsten Jahre nutzen, zumindest solange, wie WhatsApp auf Windows Phone unterstützt wird. Übrigens, Datenverluste, insbesondere von Bildern, gab es trotz plötzlichen Ausfalls praktisch keine, da ich die automatische Sicherung über OneDrive aktiviert hatte. Grundsätzlich rate ich bei jeder Gelegenheit, zumindest seine Fotos automatisch bei einem der gängigen Cloud Anbieter zu sichern. Bei Diebstahl oder defekter Hardware hat man dann zumindest diesbezüglich keine Verluste. Aber ich schweife mal wieder ab…

Jedenfalls musste schnell Ersatz her. Ein subventioniertes Gerät im Rahmen des Mobilfunkvertrags hätte sich nicht gelohnt, sogar die freundliche Dame bei der Telekom Hotline riet davon ab. Angesichts der Anforderungen meiner Mutter – telefonieren, WhatsApp, E-Mail, mal eine Google Recherche und hin und wieder ein Schnappschuss – wäre ein iPhone oder Android Flaggschiff wie das Google Pixel 3 überdimensioniert gewesen.

Was mir bei der Auswahl wichtig war: es sollte möglichst ein pures  Android sein, ansprechende Haptik, Optik und  Verarbeitungsqualität haben, ausreichend schnell sein und über eine nicht zu schlechte Kamera verfügen.

Auf dem Papier sollte das Nokia 6.1 (2018) diese Anforderungen erfüllen. Und bei Amazon gibt es es aktuell (November 2018) für rund 250 Euro. Und so habe ich es kurzerhand in der silbernen Variante bestellt…

In der Packung findet man neben dem eigentlichen Gerät ein Ladegerät im alten Nokia Look, ein passendes USB-C Kabel, ziemlich billig wirkende Ohrhörer und die übliche Kurzanleitung.

Das Design ist elegant, besonders die Rückseite aus Metall weiß zu gefallen. Dazu liegt es gut in der Hand. Die Ränder vorne sind nicht übermäßig groß. Notch gibt es keine (oder keinen?). Das Smartphone wirkt zudem sehr gut gearbeitet, in Verbindung mit dem verbauten Gorilla Glass 3 sollte es auch kleine Stürze gut überstehen.

Neben dem USB-C Anschluss gibt es eine 3,5mm Klinke, den Ein-Ausschalter, Lautstärkewippe und auf der Rückseite unterhalb der Kamera einen Fingerabdrucksensor. In den Slot für die SIM passt übrigens noch eine Speicherkarte.

Beim Einschalten fällt das 5,5″ Full-HD Display direkt positiv auf. Es ist schön scharf, das Betrachten von Videos macht Spaß. Lediglich bei starker Sonneneinstrahlung spiegelt es etwas zu sehr und die automatische Helligkeitsregelung stellt es manchmal für meinen Geschmack zu dunkel. Ansonsten gibt es nichts zu meckern und man hat den Eindruck, ein deutlich teureres Modell vor sich zu haben.

Schnell die Nano SIM eingesetzt und mit dem WLAN verbunden. Neben einem neuen Google Account habe ich auch gleich den bestehenden Microsoft Account meiner Mutter aktiviert – so sind z.B. alle bestehenden Kontakte und dank OneDrive wenig später auch alle alten Fotos direkt da. Es lebe die Cloud.

Ausgeliefert wurde das vorliegende Gerät mit Android Oreo, das Update auf Android Pie steht aber schon zur Verfügung, also die neueste Version. Etwas, worauf man bei der Konkurrenz noch lange warten kann – wenn man es überhaupt bekommen wird…

Neben OneDrive installiere ich Outlook als Mail Programm und Edge als Browser – um den Umstieg von Windows Phone einfacher zu gestalten. Auch SwiftKey erinnert sehr an die Tastatur des gewohnten Lumia und wird daher als Standardtastatur installiert – übrigens etwas, was ich aus mehreren Gründen auch bei meinen Smartphones immer mache. Dann kommt noch WhatsApp drauf und in Sachen Software ist alles eingerichtet.

Mit 3GB RAM und Snapdragon 630 Prozessor ist es für diese Auswahl auch mehr als schnell genug, App-Wechsel laufen glatt und schnell ab.

Die Kamera mit 16MB und Zeiss Optik ist bei Tageslicht – besonders mit aktiviertem HDR – sehr ordentlich. Lediglich der Fokus könnte deutlich schneller sein. Aber hey, wir sprechen hier über ein günstiges Mittelklasse Smartphone. Bei Nachtaufnahmen sollten sich die Objekte nicht bewegen und mit einem Google Pixel kann sich das günstige Nokia in dieser Disziplin nicht messen. Aber für übliche Schnappschüsse ist es mehr als gut geeignet, bei guten Lichtbedingungen sieht man auch keinen Unterschied zu deutlich teureren Smartphones.

Ach ja, telefonieren kann man auch: der Empfang ist gut, die Klangeigenschaften ebenfalls. Und wo wir schon beim Alltagseinsatz sind: mit dem 3.000mAh Akku kommt man bei normalen Einsatz mehr als gut durch den Tag.

So wie es aussieht, was das Nokia 6.1 also eine gute Wahl.

Ach ja, standardmäßig war die Rufnummernunterdrückung für ausgehende Anrufe aktiviert – in den Einstellungen der Telefon-App lässt sich das aber schnell ändern.

Nachruf auf mein Lenovo Ideapad “Yoga” S11

Anfang 2014 entschied ich mich nach langer Suche für einen Lenovo Ideapad Yoga S11 als Notebook – in Orange.

Der damals entscheidende Grund für die Entscheidung: ein Touch Display, das sich um 360° drehen lässt, so dass sich das Notebook schnell in ein Tablet verwandeln ließ. Und auch Neigungswinkel dazwischen waren möglich, z.B. der Tent-Mode (Zelt Modus) – perfekt, um gemeinsam Präsentationen durchzugehen oder Filme zu schauen: “Nachruf auf mein Lenovo Ideapad “Yoga” S11″ weiterlesen

Drei Betriebssysteme in einer Woche: oder mein subjektiver Blick auf Windows 10 mobile, Android und iOS

Ein unfreiwilliger Selbstversuch

Es ist kein Geheimnis, dass ich in den letzten Jahren auf Windows Phone als Smartphone-Betriebssystem gesetzt habe. Um so größer war der Schock, als mein Lumia 950XL plötzlich nicht mehr funktionierte – der Sturz war zu tief und es ist eben kein Lumia 920…

Ersatz war aber schnell zur Hand: ein Sony Xperia E5 mit Android 6.0. Als dieses dann vier Tage plötzlich nicht mehr laden wollte, dann der Wechsel zu einem iPhone 6. Drei Betriebssysteme in einer Woche… Ein guter Anlass, die drei mit reichlich zeitlichem Abstand rein subjektiv zu vergleichen…

Was mir bei einem Smartphone wichtig ist

Nun erwartet jeder etwas anderes von einem Smartphone, für mich kommt es auf folgendes an:

  • Telefonieren (ach) und damit verbunden die Verwaltung der Kontakte
  • Messaging Dienste – in erster Linie WhatsApp, Facebook Messenger und SMS
  • HotSpot
  • E-Mail, Terminverwaltung, Wunderlist (Aufgabenverwaltung)
  • Webbrowser
  • ein bisschen Social Media Apps – twitter und Facebook
  • Fitbit Alta Synchronisation und Verwaltung
  • die Kamera
  • hin und wieder Mediennutzung: Netflix, Groove Music, Youtube
  • selten Casual Gaming

Unter diesen Gesichtspunkten – und dem Gesamteindruck – will ich die drei Betriebssysteme an dieser Stelle kurz beleuchten.

Telefonie

Auch wenn viele die Telefon-Apps am liebsten von ihrem Smartphone löschen würden – ohne geht es für mich leider nicht.

Die Empfangs- und Sprachqualität hängt ja von der Hardware ab, weswegen ich hier nur kurz drauf eingehen möchte. Es ist ja durchaus ein Unterschied, ob ich einen ZTE 99 Euro Androiden oder ein Google Pixel benutze… Nur soviel: die Gesprächsqualität beim iPhone ist erstaunlich gut, gerade auch wenn man den Lautsprecher benutzt – dagegen klingen alle anderen blechern. Die Empfangseigenschaften empfand ich dann eher als unterdurchschnittlich, gerade wenn man den Bahnhof Brühl (Rheinland) als Referenz nimmt.

Noch schlechter ist aber die Telefonie App des iPhone… Hallo Apple – wir haben 2017… Es stört schon immens, dass ich beim Dialer nicht einfach 0228 eintippen kann und mir die zuletzt gewählten Kontakte aus Bonn vorgeschlagen werden. Standard bei Windows mobile und bei Android. Letztere sind beide auf der Höhe der Zeit und wirken recht ähnlich.

Auch eine Katastrophe bei Apple: Die Kontaktverwaltung. Aus historischen Gründen speichere ich meine Adressen teils in der Google, teils in der Microsoft Cloud. Kein Problem bei Android und Windows mobile, die beides schön zusammenführen und verknüpfen. Bei iOS habe ich viele der Kontakte mehrfach.

Was die Telefonie anbelangt geht der Punkt insgesamt an Android und Windows Phone, Apple liegt hier klar hinten (abgesehen von der Gesprächsqualität, um die es in diesem Vergleich ja aber eigentlich gar nicht geht).

Messaging

Als nächstes geht es in die Kategorie Messaging, wobei ich hier in erster Linie den facebook Messenger und WhatsApp nutze. Beide Apps gibt es auf allen drei Plattformen.

WhatsApp ist auf allen dreien sehr gut umgesetzt, wobei mir die Windows Variante am besten gefällt, die auf dem iPhone mit Abstand am wenigsten.

Anders sieht es es beim Messenger aus: der ist auf Windows langsam, clumsy und mit eingeschränktem Funktionsumfang, auf iOS schick und schnell. Bei Android auch, hier ist er aber ein ziemlicher Resssourcenfresser.

Was beim Messaging auch noch wichtig ist sind Notifications und die virtuelle Tastatur.

Das Benachrichtigungssystem ist bei Windows für meinen Geschmack wieder am besten gelöst, gefolgt von iOS. Bei Android wirkt es recht unübersichtlich, dazu später mehr.

Das Killer Feature von Windows ist aber die virtuelle Tastatur. Ob mit Tippen oder Wischen – nirgends bin ich schneller. Und auch nach Monaten konnte ich mich an das iPhone Keyboard nicht gewöhnen – auch nicht an SwiftKey. Und auch die originale Android Tastatur sowie diverse Drittanbieter Keyboards konnten mich nicht überzeugen – wobei ich hier zugeben muss, dass ich bei Android vielleicht auch einige Monate hätte testen sollen.

Unterm Strich fällt es schwer, hier einen Sieger zu küren. Wäre die facebook Messenger App unter Windows ordentlich gelöst, wäre die Sache klar. So geht der Punkt angesichts der wirklich hässlichen WhatsApp Umsetzung auf iOS insgesamt aber knapp an Google.

HotSpot

Das ist inzwischen fast die wichtigste Funktion für – das Smartphone als HotSpot. Klarer Punkt an Windows und Android. Hotspot mit einem Wisch und einem Klick aktivieren. Beim iPhone ist das etwas umständlicher und braucht oft mehrere Versuche, bis er erkannt wird.

E-Mail, Terminverwaltung, Wunderlist

Dieser Punkt ist schnell abgehakt: Auf allen drei Systemen habe ich Microsofts Outlook App für Termine und Kalender genutzt, die auch auf allen recht ordentlich umgesetzt ist.  Gleiches gilt für Wunderlist, das ja zu Microsoft gehört.

Eigentlich Gleichstand, doch dank besserer Notifications und der Tastatur vergebe ich den Punkt an Microsoft.

Webbrowser

Hier liegen iOS (Safari) und Google (Chrome) vorne, was das Rendering angeht. Klar, alle optimieren ihre Seiten auf den Marktführer. Als langjähriger Nutzer des mobilen Internet Explorer (und dann Edge) habe ich mich gewundert, wie gut mobiles Surfen aussehen kann… Vorteil beim Edge: die Adressleiste ist unten auf dem Screen; das war’s dann aber auch schon…

Alles in allem bietet Safari aber das schönere Surferlebnis und daher ist der Sieger diesmal Apple.

Social Media Apps – twitter und Facebook

Derzeit nutze ich in der Tat nur diese beiden sozialen Netze. An Instagram (gibt es für alle Plattformen) habe ich irgendwann die Lust verloren, SnapChat (nur Android und iOS) ist für Jugendliche oder für solche, die sich mit dem Erwachsenwerden nicht abfinden können.

Das Bild ist hier ähnlich wie bei den Messengern. twitter liefert auf allen drei Plattformen eine ordentlich App, Facebook ist auf Windows schlecht umgesetzt und bietet nicht alle Funktionen. Bei Android gibt es diese Nachteile nicht, dafür ist es ein Batteriefresser. Unter iOS ist das Facebook Erlebnis perfekt.

Da hier die gute Windows Tastatur nicht so wichtig ist wie bei den Messengern geht die Wertung klar an das iPhone, gefolgt von Android und dann Windows.

Fitbit Alta Synchronisation und Verwaltung

Bekanntlich bin ich begeisterter Nutzer eines Fitbit Alta Trackers. Und auch hier gibt es auf allen drei Plattformen die passende App.

Große Überraschung aber: die iOS Version ist den Windows und Android Pendants dann doch weit voraus, die beide nicht so elegant und gut umgesetzt sind.

Und da Windows (derzeit) auch keine Benachrichtigungen des Smartphones auf dem Tracker unterstützt, haben wir hier aus meiner Sicht die gleiche Reihenfolge wie in der vorigen Kategorie: iPhone top, gefolgt mit einigem Abstand von Android und dann Windows.

Kamera

Im Rahmen eines Betriebssystemvergleichs kann man zur Kamera nicht so viel sagen.

Nur soviel: beim iPhone sind Hardware und Software perfekt aufeinander abgestimmt – die Kamera ist wirklich gut und macht schöne Bilder; die Benutzeroberfläche ist freilich etwas altbacken.

Noch bessere Bilder macht das Lumia 950XL, jedenfalls, wenn man sich mehr Zeit nimmt; die App startet deutlich langsamer und auch das Fokussieren dauert länger. Dafür ist die Benutzeroberfläche der App moderner und bietet mehr Möglichkeiten.

Das Sony lag dann irgendwo dazwischen.

Da die eigentliche Kameraperformance aber von der Hardware abhängig ist und es für alle drei Plattformen auch noch eine große Auswahl an weiteren Fotografie-Apps gibt, ist hier Gleichstand.

Mediennutzung: Netflix, Groove Music, Youtube

Was Medien angeht nutze ich im wesentlichen zwei Dienste: Groove Music und Netflix, gelegentlich YouTube.

Die Groove App ist auf Windows am besten, stammt sie doch auch von Microsoft. Die iOS und Android Varianten werden laufend weiter entwickelt, sind aber noch nicht ganz auf dem Stand. Sehr schön gelöst sind bei Windows auch einige kleine Details rund um die Lautstärke- und Musiksteuerung allgemein.

Auch von Netflix gibt es originäre Apps für alle drei Plattformen, wobei unter Windows noch kein offline Video unterstützt wird.

Ganz anders sieht es dann bei YouTube aus. Da Google hier keine offizielle Windows App anbietet und alles tut, um Drittanbietern das Leben schwer zu machen, ist YouTube unter Windows mobile doch eine recht traurige Veranstaltung. Die iOS und Android Umsetzungen sind jedoch hervorragend.

Unterm Strich sind hier objektiv iOS und Android vorne. Da bei mir die offline Funktion von Netflix und Youtube an sich nicht ganz so wichtig sind, ist für mich hier Windows die beste Wahl. Die meisten anderen werden diesen Punkt aber anders sehen.

Gaming

Der Punkt geht klar ans iPhone. Unter Windows gibt es viele Spiele erst gar nicht (Pokemon Go…) oder erst viel später. Und unter Windows und auch unter Android sind diese oft nicht so gut umgesetzt wie auf dem iPhone. Im Play Store gibt es zudem viel Schrott und Fake-Versionen.

Der Gesamteindruck

Fangen wir bei iOS an. Die größte Stärke hier ist das wirklich gute Zusammenspiel zwischen Hardware und Betriebssystem, alles wirkt wie aus einem Guss. Überragend ist auch die Qualität der meisten Apps, die viel besser umgesetzt sind, als bei Android oder Windows. Der größte Schwachpunkt ist für mich der Dialer, der wirklich nicht auf der Höhe der Zeit ist. Dass der Hotspot nicht immer sofort funktioniert ist ärgerlich.  Der Startscreen mit seiner Icon Wüste ist auch nicht mehr wirklich zeitgemäß. Die Qualität der Apps reißt aber vieles heraus.

Anders Android. Mit den Widgets und mehr Freiheiten bei der Anordnung der Icons wirkt es deutlich moderner. Durch zahlreiche Launcher kann sich jeder sein System so einrichten, wie er will. Doch dieses “wie aus einem Guss Gefühl” wie bei iOS kommt dadurch nicht auf. Das Benachrichtigungssystem ist unübersichtlich. Und auch die  Qualität der Apps ist durchwachsen. Zudem ist es das unsicherste Smartphone OS. Irgendwie ist es wie das Windows der 1990er Jahre.

Mit seinen Live Tiles ist Windows 10 mobile das innovativste der drei Systeme. An die Tastatur kommt keine der originären und alternativen Tastaturen unter iOS und Android heran. Das Betriebsystem selbst reagiert schnell und zuverlässig. Das Hauptroblem sind die Apps – viele gibt es erst gar nicht, andere sind schlecht umgesetzt und langsam. Dass es auch anders geht, zeigen z.B. WhatsApp oder twitter.

Mein persönliches Fazit

Man hat es sicher gemerkt – Windows 10 mobile gefällt mir an sich am besten – trotz der mangelnden und schlecht umgesetzten Apps. Es wäre das System meiner Wahl. Das Problem: es gibt derzeit kein aktuelles High-End Windows Smartphone mit einer guten Kamera.

Android ist mir zu zusammengewürfelt, die Qualität der Apps schwankt recht stark. Außerdem muss ja nicht alles Google sein…

Und das ist der Grund, warum ich derzeit beim iPhone gelandet bin. Nicht aus Überzeugung, aber es ist derzeit die für mich beste Lösung.

Amazon echo dot – ein erster Eindruck

Amazon – vorne dabei bei den intelligenten Lautsprechern

Das nächste große Ding im Tech Bereich dürften Smart-Speaker werden, also Lautsprecher, mit denen sich mittels Sprache kommunizieren lässt, mehr dazu gibt es hier.

Ganz vorne in diesem neuen Segment ist Amazon mit seinem echo Lautsprecher und seinem kleinen Bruder, dem echo dot. Während der echo Speaker in der Lage ist, auch einen größeren Raum mit Musik zu beschallen, sieht der echo dot eher aus wie ein Puck – den Klang des größeren Exemplars kann er also nicht liefern. Dafür kostet er derzeit auch nur rund 60 Euro.

Auf beiden läuft aber Amazons Assistentin, Alexa.

Wozu braucht man Amazon echo?

Vorab werden sich aber viele die Frage stellen – was kann so ein echo System? Braucht man das überhaupt? Hier einige Anwendungsgebiete: “Amazon echo dot – ein erster Eindruck” weiterlesen

Erfahrungsbericht: Panasonic RP-HJE125E-K InEar-Kopfhörer

InEar Kopfhörer haben bei mir die seltsame Eigenschaft, irgendwie nach einiger Zeit immer zu verschwinden. Und so stand ich vor einigen Tagen wieder vor der Entscheidung, welche ich mir nun neu kaufen soll.

Kopfhörer gehören für mich zu den Dingen, um die viel zu viel Gewese gemacht wird. Ja, ich habe Beats ausprobiert – außer hässlich, teuer und zu basslastig sind die mE nichts. Aber jeder soll nach seiner Façon selig werden.

Ich persönlich bevorzuge In-Ears, da sie einfach weniger Platz benötigen. Die müssen dann aber auch gut sitzen und einen einigermaßen guten Sound liefern. Wenn sie dazu nicht zu teuer sind, ist das noch besser.

Gelandet bin ich dann relativ schnell bei den Panasonic RP-HJE125E-K (was für ein schrecklicher Name) in schwarz, die es bei Amazon schon für weniger als 9 Euro gibt, Prime Versand inklusive.

Nach einigen Tagen im Einsatz am iPhone 6 und Lenovo Yoga Convertible lautet mein Urteil: ich würde sie immer wieder kaufen,

Im Lieferumfang sind drei auswechselbare Ohrstücke, von denen das mittlere bei mir perfekt passt. Auch bei schnellen Bewegungen fällt nichts raus und sie sitzen fest. Die Soundqualität ist für mich persönlich sehr gut. Die Bässe sind präsent, aber nicht zu überbordend. Mitten und Höhen sehr sauber. Auch wenn man laut Dance/Electro hört (Ode to the Bouncer…) wird nichts unangenehm.

Die Verarbeitungsqualität ist gut, das Design ist angenehm unauffällig. Neben schwarz werden sie übrigens in vielen anderen Farben angeboten, vielleicht schaffe ich mir noch die orange Ausführung an.

Die Panasonic In-Ears würde ich z.B. klar den Apple EarPods vorziehen, sowohl was Klangqualität als auch Tragekomfort angeht. Lediglich bei Design, Haptik und Verarbeitungsqualität liegt das weiße Original vorne. Hinsichtlich Preis-/Leistungsverhältnis gibt es wahrscheinlich nichts besseres als diese Panasonic Modelle.

Hier noch die wichtigsten Daten:

Panasonic RP-HJE125E-K (klick zu Amazon)

  • Anschlussart: 3,5mm Klinke (abgewinkelt)
  • Lieferumfang: Ohrkanal Hörer mit 3 Pass-Stücken S/M/L
  • Farben: schwarz, weiß, orange, blau, gelb, pink, rot, violett (leicht unterschiedliche Preise ja nach Farbe)

Meine Erfahrungen mit dem Fitbit Alta – der Tracker für den Alltag

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10.000 Schritte am Tag – Tracker helfen

Die meisten von uns bewegen sich viel zu wenig. Insbesondere die 10.000 Schritte am Tag, die man laut zahlreicher Empfehlungen täglich gehen sollte, schaffen die wenigsten von uns. Die beste Methode, dieses Ziel zu messen – und sich zu, motivieren es zu erreichen – ist ein Fitnesstracker, von denen es inzwischen ja dutzenden wenn nicht 100e, Modelle gibt.

Heute möchte ich kurz über meine Erfahrungen mit dem Fitbit Alta berichten, den ich nun seit etwas über einem halben Jahr im Dauereinsatz habe und der meinen Fitbit Charge abgelöst hat.

Der Fitbit Alta Tracker – Fitnessaufzeichnung mit Stil

Der Alta ist kein Nachfolger des Charge sondern ein ganz neues Modell, das eine andere Zielgruppe anspricht: den modebewussten Nutzer, dem es wichtig ist, in Bewegung zu bleiben und bewusster zu leben.

Deutlich wird das schon am Design: der Charge sieht mit seinem in silbernem Metall (chirurgischer Edelstahl) “Technik-Modul”, dem großen nachtschwarzen OLED Display und den wechselbaren Armbändern einfach gut aus. Ich habe mich für die Version mit dem dunkelblauen original-Armband von Fitbit entschieden. Die Grundvariante ist auch noch in schwarz, pflaume, türkis und lila; alle Varianten sind in zwei Größen (S und L) erhältlich. Für Frauen dürfte in der Regel die kleinere Variante passen, für Männer die größere. “Meine Erfahrungen mit dem Fitbit Alta – der Tracker für den Alltag” weiterlesen

Erfahrungsbericht: Venta Luftwäscher

Die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen sollte ja idealerweise zwischen 50% und 60% liegen. Testet man dies mit einem Hydrometer, wird man – besonders im Winter – feststellen müssen, dass dieser Wert nicht erreicht wird.

Die trockene Luft führt u.a., dass die Schleimhäute trocken werden, was nicht nur unangenehm ist, sondern auch ein Einfalltor für Bakterien.

So machte ich mich auf die Suche nach einem Luftbefeuchter und bin dann aber recht schnell bei einem Luftwäscher gelandet, konkret dem Venta LW 25, der nach folgendem System funktioniert: “Erfahrungsbericht: Venta Luftwäscher” weiterlesen

Meine Erfahrungen mit dem Lenovo Kundenservice

Die Vorgeschichte – mein Yoga ist tot

Mein wenige Tage altes Lenovo IdeaPad Yoga S11 versagte plötzlich seinen Dienst – beim Starten blieb der Bildschirm schwarz, lediglich die Power LED ging noch an, weiter tat sich aber nichts. Auch Versuche, das Gerät “kalt zu starten”, indem man, nachdem es ausgeschaltet wurde, den Powerschalter 20 Sekunden drückt, führten zu keiner Besserung. Und auch der Versuch, mittels der kleinen Taste neben dem Powerschalter ins BIOS zu kommen, führten nicht weiter.

Was sagt das Lenovo Servicemanual für diesen Fall? Richtig – wenden Sie sich an den Kundendienst. Und mit den Erfahrungen mit der Garantieabwicklung von Lenovo möchte ich hier berichten.

Tag 1 – einschicken

Über die Lenovo  Website machte ich schnell die richtige Servicerufnummer von Lenovo ausfindig. Derzeit (Stand April 2014) ist das die 01805-366-869 und kostet 14 ct pro Minute, Mobilfunk maximal 42 ct. Immerhin, die Warteschleife ist kostenlos. Beim ersten Anruf geht innerhalb von 2 Minuten keiner dran, so dass ich – wie angekündigt – aus der Leitung geworfen werde und nochmals anrufen muss. Diesmal habe ich direkt einen Mitarbeiter, der ziemlich kompetent wirkt. Wir gehen nochmals die geschilderten Schritte durch, leider auch mit der telefonischen Unterstützung ohne Erfolg. Ok, der muss eingeschickt werden.

Adressdaten und Seriennummer werden angefragt. Ich soll das Notebook mitsamt Netzteil einschicken, eventuelle Passwörter (BIOS, Windows) sollen auf einem Zettel beigelegt werden, ebenso die Rechnung.

Das Retoureneticket kommt auf Wunsch per Post oder per E-Mail, wobei ich mich natürlich für die E-Mail Variante entscheide. Ich frage noch, wie lange das dauert, worauf mich die Antwort zunächst schockt: Das könne bis zu 24 Stunden dauert, das würde vom SAP System automatisch verschickt und er hätte leider keinen Einfluss darauf. Fuck – 24 Stunden auf das DHL Retoureneticket warten, das hieße einen Tag länger ohne meinen geliebten Yoga. Er beruhigt mich aber – meist wären sie deutlich schneller da. Zum Abschluss bekomme ich noch eine Kundennummer und werde darauf hingewiesen, dass vielleicht alle Daten weg sein könnten. Das wäre nicht so schlimm, ist eh alles mit OneDrive gesyncht.

Aus Ungeduld rufe ich unter dem fadenscheinigen Grund, ich hätte vorher vielleicht die falsche E-Mail Adresse durchgegeben, nach 10 Minuten nochmals an. Auch diesmal keine Wartezeit und direkt ein netter Ansprechpartner. Die Lenovo Hotline ist bis jetzt nicht schlecht. Kundennummer genannt, E-Mai Adresse abgeglichen, stimmt. Ich frage noch, wie lange die Reparatur dauert, es heißt maximal 10 Tage. Abwarten.

Zumindest das Rücksendeeticket ist dann eine Stunde nach dem Telefonat da, Absender ist übrigens Medion. Stimmt – Lenovo und Medion, da war doch was. Ausgedruckt, auf das Paket geklebt und ab zu DHL. Dort erhalte ich noch eine Tracking Nummer.

Tag 2 – warten

Jetzt heißt es warten. Die Kontrolle des Tracking Codes mit der Post App zeigt immerhin, dass mein Notebook bereits im Lenovo Servicecenter eingetroffen ist.

Ziemlich genau 24 Stunden nach meinem ersten Anruf bei Lenovo erhalte ich eine E-Mail, bei der ich darauf vorbereitet werde, dass ich in den nächsten Tagen gebeten werde, an einer Kundenumfrage teilzunehmen. Zudem werde ich gebeten, jetzt schon eine Frage zu beantworten – nämlich wie zufrieden ich mit dem bisherigen Kontakt bin. Das beantworte ich auf einer Skala von 10 (sehr zufrieden) bis 0 (nicht zufrieden) mit einer 9. Denn zwischenzeitlich erhielt ich eine weitere E-Mail, die mir mitteilt, dass mein Auftrag in Bearbeitung sei. Als zeitliche Obergrenze werden mir zwar 15 Werktage genannt, aber man bemühe sich, schneller zu sein.

Tag 3 – schon fertig

An diesem Tag habe ich eigentlich keine Neuigkeiten erwartet – um so überraschter bin ich, als ich am Nachmittag eine Mail erhalte, in der mir mitgeteilt wird, dass die Reparatur abgeschlossen sei. Dabei ist dann auch gleich eine DHL Tracking Nummer, der ich entnehmen kann, dass die Auftragsdaten elektronisch an DHL übermittelt wurden.

Schade – versendet wird das Ultrabook am nächsten Tag aber nicht.

Tag 4 – warten auf den Versand

Mit der Post App tracke ich immer wieder, ob das Paket im Versand ist – am späteren Nachmittag ist es dann endlich soweit. Die Mail, mit dem Link zur Umfrage, ob ich zufrieden bin, ist aber schon da…

Tag 5 – endlich wieder da. Und ein Fazit

Am fünften Tag klingelt dann endlich der DHL Mann mitsamt meinem Notebook. Ausgetauscht wurde die Hauptplatine – und leider sind alle meine Daten weg. Ein Testnutzer wurde seitens des Medion Service angelegt, weswegen ich das Yoga komplett resette und nochmals jungfräulich installiere. Ansonsten wurde das Yoga anscheinend nochmals gründlich gereinigt.

Letztlich lief alles glatt und ich hatte damit gerechnet, dass es länger dauert. Ganz optimal wäre es gewesen, wenn das Paket auch gleich am dritten Tag physikalisch in den Versand gegangen wäre. Aber dank der permanenten Überwachung der Tracking Nummer wusste ich ja, dass es länger dauern würde.

Daher gebe ich dem Lenovo Service insgesamt die Schulnote 1-.

Ihre Erfahrungen sind gefragt!

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Kundendienst von Lenovo gemacht? Schreiben Sie es uns als Kommentar!