DHL vor Hermes, äh Hèrmes

DHL vor Hermes, äh Hèrmes.

Gesehen in Zürich am 15. August 2018.

10 Fakten über das alte Bonn-Center

  1. Auf ehemaligen Schrebergärten begannen 1968 die Bauarbeiten für das Bonn-Center, das am 25. November 1969 eröffnet wurde. Vorbild war das Berliner Europa-Center. Es sollte abends eine belebende Wirkung auf das Regierungsviertel haben.
  2. So gab es dort anfänglich ein Steigenberger Hotel (300 Betten), im obersten Stockwerk das Restaurant Ambassador, eine Ladenzeile, zahlreiche Banken, ein Kulturforum und Büros, die von Botschaften und politischen Einrichtungen genutzt wurden.
  3. So schrieb “Der Spiegel”: “Wie New York sein Rockefeller Center (259 Meter), Berlin sein Europa-Center (86 Meter), so soll die Residenz am Rhein binnen zwei Jahren ihr Bonn-Center (55 Meter) bekommen.”. Den ganzen Artikel kann man noch hier nachlesen.
  4. Von 1991 bis 1999 beherbergte das Bonn Center in der 7. und 8. Etage die Bundestagsabgeordneten der PDS, da im “Langen Eugen” und den umliegenden Gebäuden kein Platz mehr für sie war. Vorher hatten auch Bundesministerien im Bonn Center ihren Sitz.
  5. Der wohl prominenteste Mieter war das Pantheon Theater, das 1987 einzog und bis Mitte 2016 blieb. Hier traten nicht nur viele bekannte Kabarettisten – die alternative Karnevalssitzung (Pink Punk Pantheon) und die zahlreichen Parties wurden vom Autor dieser 10 Fakten gerne besucht.
  6. Viele Bonner werden sich auch noch an das dortige Bowling-Center erinnern können und andere besuchten dort den Tanzunterricht.
  7. Besonders nach dem Auszug des Steigenberger Hotels 1988 veränderte sich die Nutzung stark. Ein Bürocenter zog ein, die Ladenzeile wurde zurückgebaut. Das Bonner Studio von n-tv war noch einmal ein Highlight in der Nutzung. Nachdem 2011 auch DHL ausgezogen war, standen über 70% der Fläche leer und es wurden nur noch wenige Etagen genutzt.
  8. Das BonnCenter bestand im wesentlichen aus dem 18-geschossigen Hochhaus, das das 5-höchste in Bonn war, sowie einem Nebengebäude, das fünf Stockwerke hatte. Die Nutzfläche betrug rund 25.000 m².
  9. Das Wahrzeichen des Bonn-Centers – und auch des Berliner Europa-Centers – war der große Mercedes-Stern auf dem Dach. Er drehte sich pro Minute zwei mal um sich selbst.
  10. Die Abrissarbeiten begannen im September 2016 und fande ihren Höhepunkt am 19. März 2017 um 11h mit der Sprengung des Gebäudes; der Bonner General-Anzeiger und der WDR berichteten live. Danach gehen die Arbeiten mit dem Abtransport des Bauschutts weiter. Ab 2018 soll ein neues Bonn Center entstehen, das 2020 fertiggestellt werden soll.

Bild: DT / pixabay

Hier gibt es mehr über Bonn.

Der Fotobeweis: der Weihnachtsmann ist rot/gelb

Gesehen in Bonn Röttgen am 24. Dezember 2016.

Open your Eyes

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DHL Paketmarke mit Botschaft.

Meine Erfahrungen mit dem Lenovo Kundenservice

Die Vorgeschichte – mein Yoga ist tot

Mein wenige Tage altes Lenovo IdeaPad Yoga S11 versagte plötzlich seinen Dienst – beim Starten blieb der Bildschirm schwarz, lediglich die Power LED ging noch an, weiter tat sich aber nichts. Auch Versuche, das Gerät “kalt zu starten”, indem man, nachdem es ausgeschaltet wurde, den Powerschalter 20 Sekunden drückt, führten zu keiner Besserung. Und auch der Versuch, mittels der kleinen Taste neben dem Powerschalter ins BIOS zu kommen, führten nicht weiter.

Was sagt das Lenovo Servicemanual für diesen Fall? Richtig – wenden Sie sich an den Kundendienst. Und mit den Erfahrungen mit der Garantieabwicklung von Lenovo möchte ich hier berichten.

Tag 1 – einschicken

Über die Lenovo  Website machte ich schnell die richtige Servicerufnummer von Lenovo ausfindig. Derzeit (Stand April 2014) ist das die 01805-366-869 und kostet 14 ct pro Minute, Mobilfunk maximal 42 ct. Immerhin, die Warteschleife ist kostenlos. Beim ersten Anruf geht innerhalb von 2 Minuten keiner dran, so dass ich – wie angekündigt – aus der Leitung geworfen werde und nochmals anrufen muss. Diesmal habe ich direkt einen Mitarbeiter, der ziemlich kompetent wirkt. Wir gehen nochmals die geschilderten Schritte durch, leider auch mit der telefonischen Unterstützung ohne Erfolg. Ok, der muss eingeschickt werden.

Adressdaten und Seriennummer werden angefragt. Ich soll das Notebook mitsamt Netzteil einschicken, eventuelle Passwörter (BIOS, Windows) sollen auf einem Zettel beigelegt werden, ebenso die Rechnung.

Das Retoureneticket kommt auf Wunsch per Post oder per E-Mail, wobei ich mich natürlich für die E-Mail Variante entscheide. Ich frage noch, wie lange das dauert, worauf mich die Antwort zunächst schockt: Das könne bis zu 24 Stunden dauert, das würde vom SAP System automatisch verschickt und er hätte leider keinen Einfluss darauf. Fuck – 24 Stunden auf das DHL Retoureneticket warten, das hieße einen Tag länger ohne meinen geliebten Yoga. Er beruhigt mich aber – meist wären sie deutlich schneller da. Zum Abschluss bekomme ich noch eine Kundennummer und werde darauf hingewiesen, dass vielleicht alle Daten weg sein könnten. Das wäre nicht so schlimm, ist eh alles mit OneDrive gesyncht.

Aus Ungeduld rufe ich unter dem fadenscheinigen Grund, ich hätte vorher vielleicht die falsche E-Mail Adresse durchgegeben, nach 10 Minuten nochmals an. Auch diesmal keine Wartezeit und direkt ein netter Ansprechpartner. Die Lenovo Hotline ist bis jetzt nicht schlecht. Kundennummer genannt, E-Mai Adresse abgeglichen, stimmt. Ich frage noch, wie lange die Reparatur dauert, es heißt maximal 10 Tage. Abwarten.

Zumindest das Rücksendeeticket ist dann eine Stunde nach dem Telefonat da, Absender ist übrigens Medion. Stimmt – Lenovo und Medion, da war doch was. Ausgedruckt, auf das Paket geklebt und ab zu DHL. Dort erhalte ich noch eine Tracking Nummer.

Tag 2 – warten

Jetzt heißt es warten. Die Kontrolle des Tracking Codes mit der Post App zeigt immerhin, dass mein Notebook bereits im Lenovo Servicecenter eingetroffen ist.

Ziemlich genau 24 Stunden nach meinem ersten Anruf bei Lenovo erhalte ich eine E-Mail, bei der ich darauf vorbereitet werde, dass ich in den nächsten Tagen gebeten werde, an einer Kundenumfrage teilzunehmen. Zudem werde ich gebeten, jetzt schon eine Frage zu beantworten – nämlich wie zufrieden ich mit dem bisherigen Kontakt bin. Das beantworte ich auf einer Skala von 10 (sehr zufrieden) bis 0 (nicht zufrieden) mit einer 9. Denn zwischenzeitlich erhielt ich eine weitere E-Mail, die mir mitteilt, dass mein Auftrag in Bearbeitung sei. Als zeitliche Obergrenze werden mir zwar 15 Werktage genannt, aber man bemühe sich, schneller zu sein.

Tag 3 – schon fertig

An diesem Tag habe ich eigentlich keine Neuigkeiten erwartet – um so überraschter bin ich, als ich am Nachmittag eine Mail erhalte, in der mir mitgeteilt wird, dass die Reparatur abgeschlossen sei. Dabei ist dann auch gleich eine DHL Tracking Nummer, der ich entnehmen kann, dass die Auftragsdaten elektronisch an DHL übermittelt wurden.

Schade – versendet wird das Ultrabook am nächsten Tag aber nicht.

Tag 4 – warten auf den Versand

Mit der Post App tracke ich immer wieder, ob das Paket im Versand ist – am späteren Nachmittag ist es dann endlich soweit. Die Mail, mit dem Link zur Umfrage, ob ich zufrieden bin, ist aber schon da…

Tag 5 – endlich wieder da. Und ein Fazit

Am fünften Tag klingelt dann endlich der DHL Mann mitsamt meinem Notebook. Ausgetauscht wurde die Hauptplatine – und leider sind alle meine Daten weg. Ein Testnutzer wurde seitens des Medion Service angelegt, weswegen ich das Yoga komplett resette und nochmals jungfräulich installiere. Ansonsten wurde das Yoga anscheinend nochmals gründlich gereinigt.

Letztlich lief alles glatt und ich hatte damit gerechnet, dass es länger dauert. Ganz optimal wäre es gewesen, wenn das Paket auch gleich am dritten Tag physikalisch in den Versand gegangen wäre. Aber dank der permanenten Überwachung der Tracking Nummer wusste ich ja, dass es länger dauern würde.

Daher gebe ich dem Lenovo Service insgesamt die Schulnote 1-.

Ihre Erfahrungen sind gefragt!

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Kundendienst von Lenovo gemacht? Schreiben Sie es uns als Kommentar!

Kurztest HTC Desire HD

Langsam kommen mehr und mehr Desire HD Smartphones von HTC (DHD) auch ungebrandet auf den Markt. Mein Testgerät wurde von der PC-Welt über Telbay geordert und war einen Tag später da. Danke also an den IDG Verlag, das Telbay-Team und DHL.

Hier möchte ich meine ersten Eindrücke zu den am meisten diskutierten Kritikpunkten äußern, ein ausführlicher Test folgt noch.

Nimmt man das DHD zum ersten mal in die Hand, ist man überrascht, wie flach es ist. Auch das Gewicht ist für ein Smartphone dieser Größe (4,3" Display) mit 164g durchaus noch im Rahmen. Es passt gut in eine Hostentasche, ohne zu sehr aufzutragen.

Die Verarbeitung meines DHD ist tadellos: kein Staub unter dem Glas und auch keine Spaltmaße. Auch die Abdeckung zur SD-und SIM-Karte sind zwar friemelig, schließen aber sauber ab. Die gesamte Haptik ist sehr angenehm.

Auf ganzer Linie kann das Display überzeugen: mit 480*800 Pixel hat es zwar nicht die Auflösung des iPhone 4 und ist auch nicht ganz so kraftvoll, die Größe macht das aber wett. Im direkten Vergleich kann man nur schwer sagen, welches Display das bessere ist.

Die Bedienung geht dank der HTC Sense Oberfläche und des leistungsstarken Prozessors (1 GHz Qualcomm 8255 Snapdragon) flink von der Hand und lässt keine Wünsche übrig.

Der oft kritisierte interne Lautsprecher klingt nicht so schlecht, wie immer wieder behauptet wird – zumindest für die Signalisierungen ist er mehr als ausreichend, m.E. lassen sich auch kleine Videos damit ohne Probleme ansehen- und hören.

Ein oft geäußerter Kritikpunkt ist die Lebensdauer des Akkus: bei intensiver Nutzung kann es sogar knapp werden, über den Tag zu kommen. Hier verstehe ich nicht, warum HTC statt des doch recht schwachbrüstigen 1.230mAh Akkus keinen stärkeren mitliefert. Vermutlich soll damit in Zukunft der Zubehörverkauf angekurbelt werden…

Nach den ersten drei Tagen kann ich das DHD dennoch nahezu uneingeschränkt empfehlen.