10 Tipps, wie Sie Schmetterlingen helfen können

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Mehr und mehr Schmetterlinge verschwinden. Hier sind 10 Dinge, die Sie tun können, um den Schmetterlingen zu helfen! Einige davon richten sich in erster Linie an Gartenbesitzer, aber auch wenn Sie nur einen Balkon haben, können Sie viele davon umsetzen. Und andere kann jeder machen!

  1. Wilde Ecken im Garten – was es bei Schmetterlingen so schwierig macht ist, dass man gleich doppelt auf sie achten muss. Einmal im Raupenstadium, einmal als eigentlicher Schmetterling. Viel getan ist schon, wenn Sie in Ihrem Garten wilde Ecken zulassen, in denen sich die Raupen ungestört entwickeln können. So sind z.B. der Admiral, der Kleine Fuchs oder auch das Tagpfauenauge auf Brennnesseln angewiesen. Lassen Sie diese Pflanzen in Ihren wilden Ecken stehen. Meistens siedeln sich dann von selbst die Pflanzen an, die ohnehin in das jeweilige Ökosystem passen wie z.B. Disteln – und das sind dann die, die auch die heimischen Schmetterlinge brauchen. Tipp: “Verstecken” Sie ihre Schmetterlingsecke hinter einem Schlehenbusch, den auch viele Raupenarten mögen.
  2. Schmetterlingswiese – gut, sie müssen nicht Ihren ganzen Golfrasen in eine Schmetterlingswiese verwandeln. Aber es sieht schön aus, wenn Sie z.B. im Übergangsbereich zur wilden Ecke oder einem anderen Gartenbereich einen Wiesenstreifen mit schmetterlingsfreundlichen Wiesenblumen anlegen. Passende Saatmischungen gibt es hier. Sie haben keine Möglichkeit, eine eigene Schmetterlingswiese anzulegen? Vielleicht gibt es in Ihrer Nähe verwilderte Grünstreifen, die Sie noch ein bisschen mit dem Aussäen von entsprechenden Samen aufpeppen können.
  3. Schmetterlingsfreundliche Blumen pflanzen – mit einer wilden Ecke im Garten hat der ein oder andere vielleicht Probleme, mit schönen Blumen aber sicher nicht. So lieben Schmetterlinge z.B. Flieder, blühenden Salbei (geht auch gut auf dem Balkon, wie alle anderen blühenden Kräuter), Ringelblumen, Petunien, Fette Henne… Eine Liste mit schmetterlingsfreundlichen Pflanzen finden Sie hier.
  4. Auf Pestizide verzichten – das sollte klar sein. Verzichten Sie im Garten auf Pestizide und andere Gifte. Und auch auf dem Balkon sollten Sie nicht mit irgendwelchen Insektensprays herumhantieren.
  5. Bombardieren Sie – Sie haben keinen Garten? In Ihrer Gegend gibt es aber Brachflächen? Besorgen Sie sich Seedbombs mit speziell für Schmetterlinge geeigneten Pflanzen, z.B. hier. So sorgen Sie dafür, dass ansonsten ökologisch tote Ecken Schmetterlingen helfen – und damit auch anderen Pflanzen.
  6. Ein Schmetterlingshaus aufhängen – auch, wenn Sie nur einen Balkon haben. Hängen Sie ein Schmetterlingshaus auf, in dem die Schmetterlinge bei Bedarf Schutz suchen können.
  7. Eine kleine Tränke aufstellen – auch das funktioniert auf dem Balkon: sie können eine kleine Tränke für Schmetterlinge im Vorbeiflug aufstellen. Das kann z.B. ein flacher Stein mit einer Mulde sein, in der Sie einen Naturschwamm befestigen, den Sie mit Wasser (ggf. leicht gezuckert) befeuchten. Damit helfen Sie auch Hummeln! “Offenes” Wasser in so einer Tränke ist übrigens für Schmetterlinge gefährlich, da sie hier leicht ihre Flügel beschädigen können. Verschiedentlich werden im Handel auch spezielle Schmetterlingstränken angeboten, der Stein mit dem Schwamm ist aber ausreichend.
  8. Bio kaufen – kaufen Sie Bio und regional. In der Bio Landwirtschaft werden weniger Pestizide eingesetzt. Das hilft auch den Schmetterlingen. Wenn Sie beim Bauern vor Ort kaufen (möglichst auch ökologisch) können Sie ihn vielleicht überzeugen, bestimmte Flächen mit schmetterlingsfreundlichen Blumen zu bepflanzen oder die Brennnesseln am Wegesrand stehen zu lassen. Und noch etwas: kaufen Sie Honig beim Imker vor Ort. Denn was der für seine Bienen tut, hilft in der Regel auch den Schmetterlingen.
  9. Organisationen unterstützen – es gibt viele Organisationen, die auch den Schmetterlingsschutz unterstützen. Dies kann z.B. der B.U.N.D. sein oder aber auch Vereine, die sich für den Erhalt von Streuobstwiesen und anderen Wildflächen einsetzen. Wenn Sie hier aktiv werden oder finanziell unterstützen, sorgen Sie dafür, dass Lebensräume für Schmetterlinge erhalten bleiben.
  10. Weitersagen – je mehr Menschen mitmachen, desto mehr Effekt gibt es. Erzählen Sie weiter, was man für Schmetterlinge tun kann und teilen Sie diese Seite hier!

Bildquelle: pixabay

Aufgegessen: Der Long McB – geht doch, McDonalds

Über den ersten “Bio Burger” von McDonalds habe ich ja schon geschrieben. Das Fleisch war gut, der Rest war wirklich – uhm, ja… schlecht. Besonders negativ aufgefallen war mir der hohe Zuckeranteil von 4,4g pro 100g, insgesamt bei der Portion 13g. Dementsprechend unangenehm süß hat er auch geschmeckt.

Jetzt ist also der zweite McB da – der Long McB. Und ich nehme es vorweg: hier hat McDonalds wirklich alles richtig gemacht. Klar, auch hier ist nur das Fleisch Bio und nicht der Rest- aber das Fleisch ist bei einem Burger auch das wichtigste.

Kommen wir also zum Geschmack: Das Fleisch hat die gleiche gute Qualität wie beim ersten McB. Aber anders als bei diesem wird es eben nicht komplett von Schaumgummi-Brot und süßen Gurken überdeckt. Zum Vergleich: Der McB Long hat nur 2,4g Zucker pro 100g, insgesamt 6,2g – deutlich besser, als beim Vorgänger.

Geschmacklich ist dieser Burger so ausgewogen, wie man es auch bei einer Burgermanufaktur kaum besser erhält (und auch zuhause nicht immer so schafft): Das Brot ist fast so knusprig, wie es auf den Bildern aussieht. Rucola und Zwiebeln sorgen für eine frische, leicht scharfe und leicht bittere Note, die wiederum von den Tomaten, der Sauce und dem Käse gut abgefedert wird. Hier ist wirklich eine gute Balance gelungen.

Dass McDonalds so gut Burger kann, hätte ich nicht gedacht.

So sieht der Burger übrigens im Original aus – mein Foto wird ihm leider nicht gerecht.

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Aufgegessen: Der McB

McDonalds macht nun auch auf Bio und hat für einige Wochen zunächst zum Test den McB im Programm. Und da dabei nur das Rindfleisch aus Bio-Qualität stammt, heißt er auch nicht McBio, sondern einfach nur McB. Ich persönlich finde dass jetzt nicht soooo schlimm, da das Rindfleisch die Komponente bei einem Burger ist, bei der Bio am meisten Sinn macht, ein bisschen blöd finde ich nur, dass es in der Werbung auf den ersten Blick so aussieht, als wäre der ganze Burger aus Bio Zutaten gemacht. Ist er aber nicht.

Da ich leider mein Smartphone nicht zur Hand hatte, als ich den McB gegessen habe, muss ich auf das Pressebild von McDonalds zurückgreifen:

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Ganz so schön wie auf dem Bild sieht er natürlich nicht aus, aber das von mir gegessene Exemplar kommt dem schon recht nahe. Auch wird er in der praktischen Papiertasche serviert – und die braucht man auch, da einem sonst der halbe Inhalt herausfallen würde.

Und das ist auch das Problem des McB: es ist von allem zu viel. Wie beschreibt McDonalds den McB so schön:

Herzhaftes dunkles Brötchen, saftige Tomaten, würzige rote Zwiebelringe, frischer Lollo Bionda Salat und eine Scheibe Edamer Naturkäse mit gleich zwei leckeren Saucen, rustikaler Tomatensauce und cremiger Senf-Sauce, und extralange Gewürzgurkenscheiben. Und das alles kombiniert mit 100% saftigem Bio-Rindfleisch.

Das Fleisch auf dem Burger ist von richtig guter Qualität – jedenfalls schmeckt es so. Leider aber eben auch nur, wenn man sich mal bewusst ein Stück Fleisch herauspickt. Denn isst man den McB im ganzen, schmeckt man vor allem eins: Gewürzgurken. Eigentlich sollte man lieber sagen “Zuckergurken” – es sind die mit Abstand süßesten Gewürzgurken, die ich jemals gegessen habe. Und des sind richtig richtig richtig viele drauf.

Überhaupt schmeckt der ganze McB sehr süß: pro 100g hat er 4,4g Zucker, auf die gesamte Portion hochgerechnet sind das 13g Zucker. Damit hat man schon mehr als die Hälfte der von der WHO empfohlenen täglichen Maximalmenge an Zucker zu sich genommen. Mit einem Burger.

Auch Brötchen ist zu viel. Zumal es nicht so schmeckt, wie man vom Pressebild her vermuten könnte. Es hat eine unangenehme, schaumstoffartige Konsistenz. Süßer Schaumstoff – das ist das vorherrschende sensorische Gefühl im Mund, wenn man in diesen Burger beißt. Beim Kauen verwandelt es sich in einen nicht weniger unangenehmen teigig-klebrigen Brei.

Die beiden Saucen scheinen es jedem recht machen zu wollen und vermischen sich zu einem süßen Einheitsgeschmack, der Käse geht völlig unter. Wahrscheinlich würde es kaum jemand schmecken, würde er weggelassen. Die Tomate sorgt für etwas Frische, ist aber zu dick geschnitten und schmeckt nach Wasser. Und auch der Salat ist zu viel – er sorgt dafür, dass die Zutaten leicht vom Burger fallen.

Alles in allem hat McDonalds hier eine Chance vertan. Wenn ich schon einen Burger mit richtig gutem Fleisch herstelle (und das schmeckt wirklich gut), dann sollte ich auch dafür sorgen, dass man das auch schmeckt. Doch beim McB geht das Fleisch unter – in einem Meer aus Süßgurkengeschmack und Schaumstoffbrötchen.

Warum auch ello kein facebook Killer ist

Eine neue Sau wird durchs Dorf gejagt

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Es haben schon so viele versucht: app.net, Path, Diaspora, das neue myspace. Und doch sind sie alle irgendwie gescheitert, sogar Google. Den von so vielen herbeigesehnten facebook Killer hat bisher noch keiner entwickelt.

Und auch ello wird es nicht werden.

Ich habe in den letzten Tagen ein wenig mit ello herumgespielt und für Einsteiger eine kurze ello Anleitung erstellt, wobei ich mich dabei auf die technischen Aspekte konzentrierte – jeder soll sich erst mal selbst ein Bild machen. Meine Meinung gibt es dafür hier… für alle, die nicht lange lesen wollen meine Einschätzung vorab: ello wird nicht das “next big thing” im Netz, kann aber mit etwas Glück seine Nische finden.

Es hätte es vielleicht sogar werden können, hat aber zu früh zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Auch in den Mainstream Medien ist es auf einmal die “ehrliche” Alternative zu facebook, Anti-facebook oder gar gleich der nächste facebook Killer. 30.000 Anmeldungen gäbe es pro Stunde – dabei sind es “nur” 30.000 Bewerbungen um Invites… Aber mit solchen Details muss man sich ja nicht aufhalten.

Doch was will ello eigentlich sein – und wie?

Das große Versprechen von ello ist eben, dass es werbefrei ist und nicht mit den Daten der Nutzer gehandelt wird. Das Credo von ello ist dann auch

You are not a product.

nachzulesen ist das alles im ziemlich schwülstig daherkommenden ello Manifest. Es präsentiert sich tatsächlich als das Anti-facebook oder auch Anti Google+, deren Geschäftsmodell ja gerade die Werbung ist. Dazu dann noch kein Klarnamenzwang und mehr Freiheiten bei den Inhalten – sogar porn-friendly.

Hört sich alles erst mal interessant an. Nicht nur für die LGBT Szene, Künstler, Hipster und Deutsche. Letztere wahrscheinlich wegen des Datenschutzversprechens.

Aber die Hosting Rechnungen wollen natürlich bezahlt werden. Und auch der VC-Investor, der sich an ello beteiligt hat, wird Geld verdienen wollen. Finanziert werden soll ello dann durch kostenpflichtige Zusatzfunktionen. Soweit die Theorie. Für die Praxis halten sich die ello AGB dann doch Möglichkeiten für die Datenweitergabe frei.

Scheitert ello langfristig an den eigenen Ansprüchen?

Die Frage ist, ob ello das alles so durchziehen kann. Allein schon, dass nun Venture Capital in ello steckt, wird von einigen als Sündenfall gesehen. Andere stören sich gar daran, dass standardmäßig Informationen über die jeweilige Sitzung gesammelt werden – auch wenn man dies deaktivieren kann. ello hat es eben mit einer sehr kritischen und sensiblen Nutzerschaft zu tun.

Skeptisch bin ich, ob die Finanzierung durch kostenpflichtige Funktionen klappt. Bei app.net hat es jedenfalls nicht gereicht. Und das wird es bei ello auch nicht.

Finanzierungsmodelle zu finden, die dem eigenen Anspruch gerecht werden und die Kernzielgruppe nicht verprellen, wird zumindest schwierig.

…doch ello hat schon jetzt ganz grundlegende Probleme

Vorerst hakt es an ganz anderen Dingen. ello ist buggy ohne Ende. Um mich anzumelden und mein Profil einzurichten, musste ich zwei unterschiedliche Browser nutzen, da einiges im Chrome nicht ging, anderes nicht im MSIE.

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Hat man es geschafft, sieht ello tatsächlich sehr übersichtlich aus. Aber auch nur, solange man weniger als sagen wir mal 16 Kontakte hat. Danach wird es zusehends wirr und unübersichtlich. Vielleicht hat facebook mit seinen Algorithmen im Feed doch einiges richtig gemacht.

Dann die Funktionen: Außer seinen zu Status posten, Kontakten auf unterschiedliche Art und Weise folgen und Kommentieren geht nicht viel mehr. Die Suchfunktion funktioniert mal, mal nicht, aber niemals gut.

Mit Erreichbarkeitsproblemen hat ello auch ohne Hackerangriffe zu kämpfen.

Die Entwickler werden in nächster Zeit mehr als genug mit Bugfixing und Performance-Optimierung zu tun. Das Hinzufügen der angekündigten weiteren Features wird da auf sich warten lassen.

Wirklich nutzbar ist ello im derzeitigen (Anfang Oktober 2014) Status nicht. Besonders nicht für die breite Masse.

SEO, Porno, Sascha Lobo und die deutsche Attitüde

In Teilen ähnelt die deutsche ello Gemeinde den ersten Mitgliedern bei Google+ – viele SEOs, Consultants und Sascha Lobo.

Sicher wird es jetzt erst mal ganz wichtig, Links in seine öffentlichen ello Profile zu setzen, da das ganz toll fürs Google Ranking ist. In einem Jahr werden diese dann panisch entfernt, da Matt Cutts wieder etwas gesagt hat. Sie kennen das.

Zu befürchten ist weiter, dass aufgrund der Offenheit von ello auch viel Porno dabei sein wird, was es bei facebook und Google+ ja nicht gibt. Hierzulande könnte das ein Problem werden.

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In Deutschland stark vertreten sind dann auch schon Privacy Verfechter. Und natürlich der Menschenschlag, der #Ellosprech schon jetzt ganz toll findet, sich als Elloist bezeichnet und sich einen schwarzen Smiley ins Profilbild setzt. Also ganz genau die Teile der “Netzgemeinde”, die mit ihrer Attitüde dafür gesorgt haben, dass twitter in Deutschland nie so erfolgreich werden konnte.

Zu viel Hype führt zur nächsten Geisterstadt

ello wurde von den Medien in eine Rolle hineingeschrieben, der es noch lange nicht gerecht werden kann, allein schon technisch nicht. Die Bedürfnisse des normalen Nutzers werden nicht erfüllt, der bleibt dann doch bei facebook.

Schon jetzt gibt es Parallelen zu Google+ – viele Profile ohne Profilbilder, einem “Hallo ich war schon ganz früh mal hier” Post (wenn überhaupt) und mit einem Kontakt. Dass es eine kleine Nische für ello geben wird, will ich gar nicht ausschließen – die gibt es schließlich auch bei Google+, was ja eine weitere Parallele wäre.

Das “next big thing” ist ello jedenfalls nicht.

ello-geisterstadt

Ich bin gespannt, wen die Medien als den nächsten Königsmörder sehen.

Und das sagen die andern…

Zum Abschluss hier noch weitere interessante Links zum Thema ello:

Interessante Tweets zu ello

<blockquoteclass=”twitter-tweet” lang=”de”>

Elloist wie eine stetig wachsende Schlange vor einem Laden, von dem niemand weiß, was es dort zu kaufen gibt.

— Harald Link (@haraldlink) 1. Oktober 2014

<scriptasyncsrc=”//platform.twitter.com/widgets.js” charset=”utf-8″>

<blockquoteclass=”twitter-tweet” lang=”de”>

“Wirhaben uns auf ellokennen gelernt” — niemand

— Sebastian Michaelsen (@s_michaelsen) 30. September 2014

<scriptasyncsrc=”//platform.twitter.com/widgets.js” charset=”utf-8″>