Ausgetrunken: Schneider Weisse TAP 3 – Mein Alkoholfreies

Die Weißbiere von Schneider gehören zu meinen liebsten – und so bin ich gespannt, was das Alkoholfreie TAP 3 kann.

Im Glas ist es sehr dunkel, fast schon bräunlich. Schöner fester Schaum. Es riecht leicht hefig, malzig und nicht so maischig wie viele andere Biere ohne Alkohol.

Im Antrunk malzig und erfreulicherweise nicht so süß. Schöner würziger Mittelteil, der schon eine leichte Hopfigkeit hat. Angenehme Fruchtnoten, ich schmecke Pomelo. Der Hopfengeschmack wird zum Ende stärker und es gesellt sich ein angenehmer Hefeton dazu.

Super, so muss ein Weizen schmecken.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • Stammwürze: 6,8°
  • Bittereinheiten: 13
  • kcal je 100ml: 23
  • Kohlenhydrate: 5g
  • Zucker: 1,5g

Ausgetrunken: Löwenbräu Alkoholfrei

Das Löwenbräu Alkoholfrei gibt es seit 1985 und gehört damit schon fast zu den Pionieren in diesem Segment.

Im Glas sieht es aus wie ein typisches bayerisches Helles. Die Blume ist sehr gärig maischig. Im Mund viel Süße, Getreide und ein undefinierbarer hintergründiger Geschmack – ist es Zitronenlimo? Der Mittelteil bleibt gärig schwer, begleitet von einer Vielzahl Aromen, die das Bier aber leider unrund machen. Aggressive Kohlensäure. Hopfen findet man erst gegen Ende. Nach dem Trinken verbleibt eine Note von Sprite im Mund.

Leider für meinen Geschmack zu süß – und auch Biertrinker, die Süße mögen, werden das Löwenbräu Alkoholfrei für unrund halten.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • Stammwürze: 7,2°
  • kcal je 100ml: 28
  • Kohlenhydrate: 6,1g
  • Zucker: 3,8g

Im Großraum München gut erhältlich; sonst im sehr gut auf Bayern spezialisierten Getränkefachhandel.

Hacker Pschorr Hell Alkoholfrei

In München im “Donisl” habe ich das helle Alkoholfreie von Hacker Pschorr getrunken.

Es entwickelt wenig Schaum, der sich zudem schnell verflüchtigt, hat aber eine schöne goldhelle Farbe. Es ist unfiltriert, was man ihm aber nicht unbedingt ansieht.

Der Geruch ist sehr malzig, im ersten geschmacklichen Eindruck leichte Honignoten und ein volles Gefühl im Mund, das getreidig, maischig, honigsüß im Mittelteil bleibt. Leichte Frucht- und Hopfentöne im Abgang.

So schmeckt das Hacker Pschorr Hell Alkoholfrei gar nicht mal so schlecht, wenn man gerne Helles mag.

Aber Obacht: Das Bier baut im Glas recht schnell an und wird zusehends gärig-maischiger. Daher lieber schnell und gut gekühlt trinken.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • kcal je 100ml: 18
  • Kohlenhydrate: 4,1g
  • Zucker: 2,9g

Im Großraum München gut erhältlich; sonst im sehr gut auf Bayern spezialisierten Getränkefachhandel.

 

Ausgetrunken: Paulaner Hefe-Weißbier Alkoholfrei

Und hier wieder ein alkoholfreier Klassiker: Das Hefeweißbier von Paulaner.

Im Glas mit einer sehr schönen dunklen Farbe und feinporigem Schaum. Die erste Geruchsprobe ist aber recht mau: leicht malzig-maischige Töne, Frucht- oder Hefenoten riecht man kaum.

Beim Trinken geht es so weiter, überraschend dünner Körper, recht wenig Kohlensäure, leicht metallisch säuerlicher Beigeschmack besonders im Mittelteil, im Abgang wenig Hopfen.

Auch hier gilt: ein klassisches Weizen ist es vom Geschmack her nicht. Und um nach dem Sport wirklich erfrischend zu sein, hat es mir zu wenig Kohlensäure. Zu einem bayerischen Essen kann ich es mir noch vorstellen, aber auch hier gibt es bessere Alternativen.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • kcal je 100ml: 23
  • Kohlenhydrate: 4,9g
  • Zucker: 1,9g

Bundesweit in größeren Supermärkten und im Getränkefachhandel erhältlich.

Ausgetrunken: Clausthaler Extra Herb

Clausthaler war ja lange Zeit das alkoholfreie Bier in Deutschland schlechthin. Nun zählt das Clausthaler Original aber für den aktuellen Geschmacktrend etwas süß geraten. Damit man aber die Stammkundschaft nicht verschreckt, gibt es das Clausthaler Extra Herb.

Im Glas eine schwache leicht maischig-malzige Blume, was sich geschmacklich im Antrunk durchsetzt. Im Mittelteil wässriger als das normale Clausthaler, was wohl dem geringeren Zuckeranteil geschuldet ist. Im Abgang pulvrig hopfig.

Das Clausthaler Extra Herb ist in der Tat weniger süß als das Original und nach dem Sport sicherlich der bessere Durstlöscher. Allerdings wirkt auch diese Variante nicht rund. Andere Brauereien haben da inzwischen mehr drauf.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • kcal je 100ml: 20
  • Kohlenhydrate: 4,3g
  • Zucker: 2,2g

Bundesweit in größeren Supermärkten und im Getränkefachhandel erhältlich.

Ausgetrunken: Erdinger Weissbräu Alkoholfrei

Erdinger ist einer der Vorreiter bei den alkoholfreien Weizenbieren und so komme ich natürlich auch nicht umhin, dieses zu testen.

Sieht im Glas aus wie ein Hefeweizen und perlt auch sehr. Die Blume ist sehr maischig malzig, verhältnismäßig wenig Frucht und Hefe.

Im Antrunk direkt recht süßlich, die maischigen Töne setzen sich dann weiter durch und werden von einer leichten Säure begleitet. Im Abgang kommt dann noch eine Hopfennote dazu, die sich aber nicht gegen die Süße durchsetzen kann.

Kein schlechtes alkoholfreies Weizen, aber für meinen Geschmack etwas zu süßlich.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • kcal je 100ml: 26
  • Kohlenhydrate: 5,3g
  • Zucker: 2,6g

Bundesweit gut erhältlich.

Ausgetrunken: Krombacher Weizen Alkoholfrei

Krombacher kennt man ja eigentlich als Pils, seit einigen Jahren gibt es auch ein Weizen und natürlich auch eine alkoholfreie Variante.

Im Glas hat es eine schöne bernstein-Farbe und einen stabilen Schaum. Es riecht in der Tat leicht fruchtig hefig nach Weizen. Im Antrunk dann etwas maischig, im Mittelteil solider Körper mit leicht säuerlichen Tönen und hintergründiger Süße. Im Abgang kommt dann ein pulvriger Hopfenextraktgeschmack dazu.

Alles in allem aber ein ordentliches wenn auch nicht spektakuläres alkoholfreies Weizen.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • kcal je 100ml: 28
  • Kohlenhydrate: 6,4g
  • Zucker: 2,7g

Bundesweit in Supermärkten und im Getränkefachhandel erhältlich.

Ausgetrunken: Beck’s Blue Alkoholfrei

Beck’s Pils gehört für mich zu den unterschätzten Bieren und ich trinke es persönlich sehr gerne.

Das Beck’s Blue Alkoholfrei macht im Glas eine recht gute Figur: schöne goldgelbe Farbe, feiner Schaum und gute Kohlensäure. Es riecht sogar wie ein Pils, allerdings mit einer deutlich maischigen Note. Im Antrunk dann etwas süßer als erwartet und erhofft, leichte Malztöne und die Süße setzen sich im Mittelteil durch. Im Abgang dann hopfiger.

Das Beck’s Blue ist ein durchaus ordentliches Alkoholfreies, dürfte aber etwas herber sein. So kommt es nicht ganz an das Jever dran.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • kcal je 100ml: 23
  • Kohlenhydrate: 5,0g
  • Zucker: 2,4g

Bundesweit in Supermärkten und im Getränkefachhandel erhältlich.

Ausgetrunken: Unertl Weisse Alkoholfrei

Heute ist das “Weisse Alkoholfrei” von Unertl im Test.

Wirkt im Glas schön hefig, so wie ein Hefeweizen auch aussehen muss.

Schöne Blume mit leichten Frucht-, Nelke-, und Hefetönen. Hefiger Antrunk, nur leicht maischige Untertöne im Mittelteil, bleibt erstaunlich fruchtig und stabil. Im Abgang dann leichte Hopfennoten, die von einer frischen Säure umspielt werden.

Definitiv eines der besseren alkoholfreien Weißbiere, insbesondere, da es auch nicht zu süß schmeckt. Es könnte allenfalls ein wenig mehr Kohlensäure aufweisen.

Alles in allem jedoch eine absolute Empfehlung!

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • kcal je 100ml: 22
  • Kohlenhydrate: 5,0g
  • Zucker: 2,5g

Ausgetrunken: Oettinger Alkoholfrei

Die Oettinger Brauerei hat ein feinherbes alkoholfreies Schankbier im Angebot.

Schon die Blume ist gärig maischig mit einer künstlich wirkenden Fruchtnote – es riecht eher, als hätte jemand ein Malzbier mit etwas Zitronenlimo gestreckt.

Leider setzt sich dies fort: eine wässrige Basis mit chemisch wirkenden Fruchtnoten. Kein Hopfen feststellbar, auf der Zunge und am Gaumen ein pelziges pappiges Gefühl.

Eindeutig eines der alkoholfreien Biere, die mir so gar nicht geschmeckt haben.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • kcal je 100ml: 26
  • Kohlenhydrate: 6,6g
  • Zucker: 4,1g

Bundesweit in größeren Getränkemärkten und vielen Supermärkten erhältlich.