Ausgetrunken: Mönchshof Naturtrüb’s Alkoholfrei

Wer auf der Suche nach alkoholfreien Bieren ist, ist ja meist auf Weizen und Pils beschränkt. So freut man sich über jede Abwechslung wie hier das “Original Naturtrüb’s Alkoholfrei” von Mönchshof, das in einer schönen 0,5l Bügelflasche daherkommt.

Im Glas ist es leicht trüb und eher hell. Feine Perlung, keine sonderlich starke Schaumbildung. Leicht süßlicher Geruch mit leichten sauren Untertönen, aber nicht unangenehm.

Leichte Süße im Antrunk, die von einer leicht sauren Fruchtigkeit begleitet wird. Der Eindruck bleibt auch im Mittelteil vorherrschend, im Abgang setzen sich feine Hopfennoten dazu.

Für alle, die gerne Alkoholfrei trinken und auf der Suche nach Abwechslung sind, eine gute Wahl. Ich kann es mir gut zu einem asiatischen Essen vorstellen.

Erfreulich ist, dass es nur wenig Kalorien und Zucker hat!

  • Alkoholgehalt: unter 0,5%
  • kcal je 100ml: 21
  • Kohlenhydrate: 4,7g
  • Zucker: 1,8g

Ausgetrunken: Wonderleaf – alkoholfreier “Gin”

Alkoholfreies Bier, alkoholfreier Sekt und sogar alkoholfreier Wein – alles nichts neues. Als ich dann aber im Supermarkt über den alkoholfreien Gin “Wonderleaf” stolperte, war ich dann aber doch etwas überrascht.

Na gut, Gin nennen darf er sich nicht, denn der muss in Deutschland mindestens 37,5% Alkohol enthalten. Nennen wir es also Gin-Ersatz. Hergestellt wird er von “Rheinland Distillers” aus Bonn, die schon den herausragenden Siegfried Gin herstellen.

Wonderleaf besteht aus Wasser, Zitronensäure sowie den Extrakten aus 18 Kräutern und Gewürzen sowie Kaliumsorbat als Konservierungsstoff. Alkohol ist nicht enthalten und auch nur 2kcal pro 100ml.

Empfohlen wird er für Mixgetränke wie alkoholfreien “Gin Tonic”: 40ml Wonderleaf und 140ml Tonic Water sollen die perfekte Mischung ergeben. Ich persönlich mag Gin Tonic nicht – jetzt bitte nicht lachen, er ist mir zu süß, aber ich bin da auch speziell – aber meine Testperson meinte, dass die vorgeschlagene Wonderleaf Mischung durchaus Ähnlichkeiten mit dem Original habe.

Ich selber habe – auch wenn Wonderleaf dafür nicht konzipiert wurde – gut gekühlt pur probiert. Der Geschmack ist durchaus interessant, allerdings fehlt einfach die Substanz und Fülle, für die sonst der Alkohol sorgt.

Allerdings habe ich eine Mischung gefunden, die auch mir durchaus schmeckt: Wonderleaf und frisch gepressten Zitronensaft zu gleichen Teilen gemischt schmeckt richtig gut und ist die ideale Mischung, wenn man einen Shot, Schnaps oder Drink braucht, aber auf Alkohol verzichten möchte. Besonders gut schmeckt es, wenn man noch ein paar Blätter Minze oder Basilikum dazu gibt.

Wonderleaf gibt es im gut sortierten Getränkehandel oder online direkt bei den Rhineland Distillers.

 

Ausgetrunken: Hofbräu Weiße Alkoholfrei

Auch die Münchener Hofbräu setzt bei ihrem Alkoholfreien auf Weißbier. Und das ist gar keine so schlechte Entscheidung gewesen.

Schöne Blume im Glas, leichter Geruch nach Banane und Nelken, genau wie ein Weizen riechen muss. Der Antrunk bestätigt diesen ersten Eindruck. Im Mittelteil dann etwas wässrig und metallisch. Die Hefe und die leichte Hopfenbittere im Abgang fangen das aber wieder auf.

Fazit: ein richtig gutes Hefeweizen, auch wenn es keinen Alkohol enthält.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • Stammwürze: 12,7°
  • Bittereinheiten: 14
  • kcal je 100ml: 16
  • Kohlenhydrate: 2,88g
  • Zucker: 0,1g

Im gut sortierten Getränkefachhandel verfügbar.

Hacker Pschorr Hell Alkoholfrei

In München im “Donisl” habe ich das helle Alkoholfreie von Hacker Pschorr getrunken.

Es entwickelt wenig Schaum, der sich zudem schnell verflüchtigt, hat aber eine schöne goldhelle Farbe. Es ist unfiltriert, was man ihm aber nicht unbedingt ansieht.

Der Geruch ist sehr malzig, im ersten geschmacklichen Eindruck leichte Honignoten und ein volles Gefühl im Mund, das getreidig, maischig, honigsüß im Mittelteil bleibt. Leichte Frucht- und Hopfentöne im Abgang.

So schmeckt das Hacker Pschorr Hell Alkoholfrei gar nicht mal so schlecht, wenn man gerne Helles mag.

Aber Obacht: Das Bier baut im Glas recht schnell an und wird zusehends gärig-maischiger. Daher lieber schnell und gut gekühlt trinken.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • kcal je 100ml: 18
  • Kohlenhydrate: 4,1g
  • Zucker: 2,9g

Im Großraum München gut erhältlich; sonst im sehr gut auf Bayern spezialisierten Getränkefachhandel.

 

Ausgetrunken: Riedenburger Dolden Null IPA

Und noch ein alkoholfreies IPA, diesmal von Riedenburger das Dolden Null. Wie bei dieser Brauerei gewohnt: natürlich Bioland. Und wie von der Dolden Serie gewohnt ein schönes, modern gestaltetes Etikett.

Im Glas sieht das Bier aus wie ein normales IPA mit schönen Orangetönen. Zu bemängeln ist allenfalls, dass der anfangs sehr schöne Schaum vergleichsweise schnell abbaut. Aber das IPA ist ja auch zum trinken da…

Die Blume ist typisch IPA: Hopfig, mit fruchtigen Noten. Ich bemerke dezente Zitrone, etwas Orange, leichte Anflüge von Multivitaminsaft, aber von dem guten. Leicht maischige Ansätze, aber sehr im Hintergrund.

Der überaus positive Eindruck setzt sich beim Trinken fort. Direkt eine gewinnende IPA typische Bittere mit frischen Hopfentönen, begleitet von Orange, Zitrone, jetzt etwas Grapefruit. Die hintergründige und überhaupt nicht aufdringliche Restsüße sorgt dafür, dass das Dolden Null nicht wässrig wirkt. Sehr schöner hopfiger Abgang.

Das Riedenburger gehört zu den besten Alkoholfreien, die ich bisher getrunken habe. Das Kehrwieder alkoholfreie IPA ist einen Tacken “bieriger” und komplexer, eben mehr IPA. Dafür ist das Riedenburger alltagstauglicher; es ist ein Bier, das man einfach so, aber auch gut zum Essen trinken kann.

Klare Empfehlung.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • Bittereinheiten: 42
  • Stammwürze: 6°
  • kcal je 100ml: 19
  • Kohlenhydrate: 4,3g
  • Zucker: 4,3g

Erhältlich in vielen Bio-Märkten.

Ausgetrunken: Salzburger Weissbierbauerbrei – die Bio Weiße Alkoholfrei

Hier haben wir es mit einem Weißbier aus Österreich zu tun, das von der Salzburger Biermanufaktur gebraut wird.

Das verkostete kommt in einer 0,33l Bügelflasche daher, die nett modern gestaltet ist. Und zum Glück habe ich auch ein kleines Weizenglas zur Hand.

Das Einschenken gestaltet sich aber als schwierig: Obwohl ausweislich des Etiketts das Bier pasteurisiert ist, scheint der Schaum zu leben… mit großen Blasen sieht er aus, als würde er nochmal das Bier vergären wollen. Mit etwas Geduld ist aber auch das Einschenken geschafft.

Auffällig und untypisch für ein Weizen: es findet sich keine Hefe in der Flasche. Und so wirkt das Bier, nachdem sich der Schaum beruhigt hat, etwas tot im Glas.

Die Blume hat auch keine typischen Weißbieraromen, riecht aber durchaus gut. Leichte Malznoten, kaum maischig, etwas Hopfen. Im Antrunk leichte Frucht – aber weniger wie ein Weizen, eher wie ein zu leicht geratenes IPA. Im Mittelteil baut es etwas ab, bleibt aber dank leichter Malznoten erstaunlich stabil. Im Abgang etwas mehr Hopfen, begleitet von feinen Fruchtaromen. Alles in allem eine runde Sache.

Mit einem klassischen (alkoholfreien) Weizen hat das für mich nicht viel zu tun, ist aber ein sehr gut trinkbares alkoholfreies Bier “sui generis”.

Dass es nicht viel mit den klassischen Weizen zu tun hat, zeigen übrigens auch die Nährwerte: Nur 0,4g Zucker je 100ml. Ideal also auch als Durstlöscher mit Geschmack nach dem Sport.

  • Alkoholgehalt: 0,4%
  • Stammwürze 11,8°
  • kcal je 100ml: 22
  • Kohlenhydrate: 3,9g
  • Zucker: 0,4g

Erhältlich in Deutschland in Bio-Supermärkten, in Bonn z.B. bei Basic Bio.

Ausgetrunken: König Pilsener Alkoholfrei

KöPi Alkoholfrei – an sich ist das Königs Pilsener jetzt kein Bier, zu dem ich eine besondere Beziehung hätte. Und so begegne ich dem Alkoholfreien auch erstmal ohne große Erwartungen.

Gut gekühlt entwickelt es einen schönen Schaum im Glas und perlt auch ein bisschen. Leicht herbe Blume mit Hopfentönen und nur dezentem maischigen Tönen.

Geschmacklich ist es dann zunächst ohne große Höhen, aber dafür auch ohne Tiefen: Leichte Hopfenaromen, klar, glatt, aber nicht ganz so wässrig wie z.B. das Warsteiner. Lässt eine dezente Bittere auf der Zunge zurück.

Allerdings baut es schnell ab: schon nach wenigen Minuten im Glas wird es schal und entwickelt leicht muffige Aromen, die dann auch lange im Mund bleiben.

Das Alkoholfreie mit den zwei Gesichtern: Solange es gut gekühlt ist wirklich gut und erfrischend, danach eher im unteren Bereich des Genres.

Das Köpi empfehle ich nach dem Sport, wenn man richtig Durst hat und es schnell trinken wird. Immerhin ist es isotonisch und hat nur 2,5g Kohlenhydrate pro 100ml – und davon keinen Zucker.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • kcal je 100ml: 16
  • Kohlenhydrate: 2,5g
  • Zucker: 0g

Ausgetrunken: Kehrwieder Ü.NN – IPA Alkoholfrei

Ein alkoholfreies IPA (Indian Pale Ale) – kann das funktionieren? Die Kehrwieder Kreativbrauerei  probiert es mit dem Ü.NN (Über NormalNull) – und ich probiere den Versuch…

Schenkt man es ein, sieht es aus wie ein typisches IPA. Leicht trüb, mit orangenem Leuchten. Es baut im Probierglas sogar einen dezenten feinperligen Schaum auf. Die nächste große Überraschung ist der Geruch: Hopfig, deutliche Fruchtnoten, genau so, wie ein IPA riechen muss.

Die allergrößte Überraschung aber ist der Geschmack: Hopfiger Antrunk mit sehr guter Bittere, deutliche Noten nach Früchten, ich schmecke Mango, Orange, Ananas und etwas Papaya, aber das wird Ihnen vielleicht anders gehen.

Und nun die Sensation: Es behält auch im Mittelteil seinen Körper und seine Komplexität. Die Bittere bestimmt den Grundton, die Fruchtaromen sorgen für Stabilität, die nun von einer angenehmen nicht zu starken malzigen Süße begleitet wird. Unglaublich.

Im Abgang setzt sich die Hopfenbittere wieder durch und im Mund verbleibt ein angenehmer Geschmack nach Hopfen und Frucht.

Die verwendeten Hopfensorten sind Simcoe und Mosaic. Als Malz kommen dunkles böhmisches Tennenmalz und Caramelmalz zum Einsatz sowie eine Hefe, die diese eben nicht zu Alkohol vergären kann – das sorgt für den Geschmack, im Gegenzug aber natürlich auch für den etwas höheren Kaloriengehalt als bei den meisten anderen Alkoholfreien Bieren.

Ich hätte es bislang nicht für möglich gehalten, dass solch ein Geschmackserlebnis (fast) ohne Alkohol möglich ist. Auf der anderen Seite ist dies logisch: die Möglichkeiten, die einem die bei Craftbeeren eingesetzten Malze und Hopfe bieten, sorgen dafür, dass eben ganz andere Aromaspielräume auch ohne Alkohol möglich sind. Ich glaube, die Craftbeerszene wird uns in Zukunft noch überraschen, was in diesem Segment geht.

Das ist – auch angesichts des Preises von knapp 3 Euro je 0,33l Flasche – kein Bier, das man einfach so trinkt. Aber ein echter Biergenuss, auch wenn man auf Alkohol verzichten will.

  • Alkoholgehalt: 0,4% (gilt als alkoholfrei, ist im Rahmen der meisten Alkoholfreien Biere)
  • Bittereinheiten: 45
  • Stammwürze: 7,5°
  • kcal je 100ml: 32
  • Kohlenhydrate: 6,8g
  • Zucker: 3,4g

Erhältlich im sehr gut sortierten Getränkefachhandel, in Bonn z.B. bei EDEKA Mohr.

DISCLAIMER: Auch wenn es sich vielleicht so liest. Ich habe für diesen Beitrag keine Vergütung, keine Warenprobe und auch sonst nichts erhalten. Ich hatte nicht einmal mit der Brauerei Kontakt. Dieses Bier ist für ein alkoholfreies einfach nur unglaublich gut.

Ausgetrunken: Bitburger Alkoholfrei 0,0

Natürlich hat auch Bitburger mit dem “Bitburger 0,0 alkoholfreies Pils” ein alkoholfreies Bier im Angebot, das eines der wenigen alkohlfreien Biere sein soll, die wirklich gar keinen Alkohol enthalten.

Im Glas präsentiert es sich zunächst sehr hell und einer dezenten Schaumkrone. Es riecht sehr süß, leicht pappig, mit leichten Hopfenaromen, die aber sehr im Hintergrund bleiben.

Der erste Eindruck im Mund: Süß. Fast eher wie eine Fassbrause mit undefinierbarem Geschmack. Der Eindruck bleibt im Mittelteil, viel Süße, wenig Hopfen. Und so bleibt es auch im Abgang. Im Mund verbleibt schließlich ein fast schon klebriges Gefühl, man könnte meinen, ein Getränk mit Glucose-Fructose Sirup getrunken zu haben. Oder mit Kunsthonig.

Ohnehin ist der Zuckeranteil mit 4,4g je 100ml sehr hoch – mit einer Flasche nimmt man 22g Zucker zu sich, das sind rund 7 Stück Würfelzucker! Jever und Flensburger haben übrigens bei ihren alkoholfreien Pilsbieren 0g Zucker…

Mit einem Pils hat dieses Getränk von Bitburger meiner Meinung nach nur sehr wenig zu tun. Und da ich lieber herb trinke, trifft es meinen Geschmack nicht, wobei ich es jetzt nicht als untrinkbar bezeichnen würde. Auch bin ich mir sicher, dass es Menschen gibt, denen dieses Bier schmeckt – mögen Sie Radler und Fassbrause, könnten Sie es einmal probieren.

  • Alkoholgehalt: 0,0% (das ist außergewöhnlich)
  • Stammwürze: 8,8°
  • kcal je 100ml: 33
  • Kohlenhydrate: 7,8g
  • Zucker: 4,4g

Bundesweit erhältlich.

Ausgetrunken: Flensburger Frei

Das alkoholfreie von Flensburger nennt sich “Frei” und kommt in der typischen Flens-Flasche.

Es wird gebraut wie das normale Flensburger Pils, nachträglich wird ihm der Alkohol entzogen. Laut der Brauerei soll es daher schmecken wie das normale Flens.

Zumindest kann es eine schöne Schaumkrone aufbauen und riecht auch pilsig frisch, aber mit einer stärkeren Malznote als das normale Flensburger. Beim ersten Schmecken kommt die Hopfennote kurz durch, verschwindet aber recht schnell wieder, der Geschmack bleibt dann recht schwach, flach und leicht säuerlich, aber immer noch angenehm frisch und rund. Im Abgang ist es deutlich malziger als das normale Flensburger Pils, bei dem dieses Aroma wohl vom Alkohol verdrängt wird.

Es reicht also nicht an das Vorbild heran, gehört aber zu den besseren Alkoholfreien Bieren im Markt.

Schmeckt gut gekühlt aus der Flasche besser als aus dem Glas. Trinken würde ich es z.B. zu Fischbrötchen oder Bratwurst und anderem deftigen Gegrillten.

Bemerkenswert ist: Es hat pro 100ml nur 2,6g Kohlenhydrate und davon sage und schreibe 0,0g Zucker – es ist also durchaus auch als Bier geeignet, wenn man eine moderate Low-Carb Diät absolviert.

  • Alkoholgehalt: <0,5%
  • Stammwürze: 4,7°
  • kcal/100ml: 15
  • Kohlenhydrate: 2,6g
  • Zucker: 0g

Erhältlich bundesweit im gut sortierten Getränkehandel.