10 Fakten zum 20. Januar

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  1. An einem 20. Januar um 12h Mittags werden traditionell die US-Präsidenten vereidigt. So 1937 erstmals Franklin D. Roosevelt, der auch noch 1941 und 1945 vereidigt wird, dann Harry S. Truman (1949), Dwight D. Eisenhower (1953, 1957), John F. Kennedy (1961), Lyndon B. Johnson (1965), Richard Nixon (1969, 1973), Jimmy Carter (1977), Ronald Reagan (1981, 1985), George Bush (1989), Bill Clinton (1993, 1997), George W. Bush (2001, 2005) und Barack Obama (2009, 2013). Ausnahmen gab es 1945, wo Harry S. Truman nach Roosevelts Tod am 12. April vereidigt wird, 1963, als Lyndon B. Johnson am 22. November nach Kennedys Ermordung und Gerald Ford am 9. August 1974 nach Nixons Rücktritt.
  2. Fabian und Sebastian haben heute Namenstag.
  3. 1885 wird die erste Achterbahn patentiert.
  4. Das Hoftheater in Stuttgart brennt 1902 nieder.
  5. 1942 beginnt die Wannsee Konferenz, bei der die Organisation der “Endlösung der Judenfrage” besprochen wird. Einberufen wird sie von Reinhard Heydrich, Protokoll führt Adolf Eichmann.
  6. Der SC Lokomotive Leipzig wird 1966 Jahren gegründet.
  7. An diesem Tag im Jahr 1969 kommt es zum Soldatenmord von Lebach. Dabei werden vier der fünf wachhabenden Soldaten des Munitionsdepots Landsweiler getötet, einer schwer verletzt, Waffen und Munition werden erbeutet. Der Tat werden schließlich drei junge homosexuelle Männer überführt, nachdem nach einem Aufruf in “Aktenzeichen-XY” die Wahrsagerin Buchela den entscheidenden Hinweis gibt – zwei der Täter hatten sich im Vorfeld der Tat von ihr beraten lassen. Die Tat führt zu einer neuen Diskussion über die Todesstrafe und später zum Lebach Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das dem ZDF das Senden einer Dokumentation zu dem Fall wegen der Persönlichkeitsrechte der Täter untersagt.
  8. Die Geiselnahme in der US-Botschaft im iranischen Teheran endet 1981, nachdem die Geiseln 444 Tage festgehalten wurden. Die Botschaft wurde am 4. November 1979 von angeblichen iranischen Studenten besetzt, die damit die Auslieferung des abgesetzten Schah von den USA erzwingen wollen. Am 25. April 1980 scheitert die Operation Eagle Claw zur Befreiung der Geiseln. Zur Freilassung führen schließlich lange Verhandlungen.
  9. Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond, wird an diesem Tag im Jahr 1930 geboren.
  10. Regisseur David Lynch (Blue Velvet) kommt 1956 auf die Welt.

Bild: Public Domain

Bonner: Johann Peter Salomon


Johann Peter Salomon wurde am 20. Februar 1745 in Bonn getauft, er wurde wohl an diesem oder wenige Tage davor geboren. Er war Geiger, Komponist, Dirigent sowie Musikimpresario und ist heute noch in erster Linie als Veranstalter von Konzerten bekannt.

Seine Familie lebte in der Bonngasse in der Nachbarschaft der van Beethovens, mit denen die Salomons auch befreundet waren. Zwar verließ Salomon Bonn bevor Ludwig van Beethovens Geburt, die beiden lernten sich aber später kennen, u.a. bei Besuchen Salomons in Bonn.

Von 1758 bis 1764 war Salomon Geiger im kurfürstlichen Bonner Hoforchester. Seine nächste Station war Konzertmeister im Orchester des Prinzen Heinrich von Preußen in Rheinsberg in der Mark Brandenburg. Als dieses aufgelöst wurde, ging er 1781 nach London, wo er insbesondere als Konzertunternehmer Berühmtheit erlangte. So besuchte er 1790 Joseph Haydn in Wien auf und organisierte dessen beide Aufenthalte (1791/92 und 1794/95) in London. 1815 wandte Beethoven sich an Salomon mit der Bitte, ihm für seine Werke einen Londoner Verleger zu vermitteln.

Er starb am 25. November 1815 in London.

Dieser Artikel ist in der Serie Bonner erschienen. Ziel ist es, möglichst viele Bonner Köpfe vorzustellen.