10 Tipps zu sicheren Passwörtern

Immer wieder gibt es die Frage, was bei einem sicheren Passwort zu beachten ist.

Hier 10 Tipps, wie Sie mehr Sicherheit rund um Ihre Passwörter haben:

  1. Ein einfaches Standardpasswort ist OK  – für Standarddienste
    Das Passwort „1234567“ ist ok. Aber nur für Dienste und Seiten, bei denen nichts relevantes hinterlegt ist. Also z.B. bei Gewinnspielteilnahmen, Newsletterregistrierungen und anderen simplen Sachen, wo es um nichts geht.  Entlasten Sie also Ihr Gehirn und verwenden für unwichtiges immer das gleiche einfache Standardpasswort.
  2. Keine Wörter aus dem Lexikon und nichts zu persönliches
    Verwenden Sie ansonsten keine Wörter aus dem Lexikon, da diese bei sog. „Brute Force Angriffen“ oft automatisiert durchgefragt werden. Und auch persönliche Dinge wie das Geburtsdatum sollten nicht verwendet werden – diese können zu leicht erraten werden.
  3. Für alle wichtigen Dienste verschiedene Passwörter nehmen
    Für alle wirklich wichtigen Dienste sollten Sie jedoch unterschiedliche Passwörter verwenden! Also – nicht das gleiche Passwort für den Mailprovider, Facebook, twitter, Instagram, den Blogzugang oder gar den Webserver verwenden. Wird ein Dienst gehackt, haben Sie dann immerhin noch Sicherheit bei den anderen Passwörtern.
  4. Merksätze verwenden – oder verrückte Begriffe kombinieren
    Verwenden Sie als Vorlage für ein Passwort einen Merksatz. Zum Beispiel: „Am liebsten esse ich chinesische Frühlingsrollen und trinke dazu 3 Bier!“ – daraus wird dann „AleicFutd3B!“ oder „Meinen Hochzeitstag – am 17. Juli – vergesse ich zum Leidwesen meiner Frau regelmäßig.“ Wird „MH-a17J-vizLmFr.“ – letzteres hat den Vorteil, dass Sie dann auch immer an ihren Hochzeitstag erinnert werden.
    Oder doch alles zu kompliziert mit den Merksätzen? Dann kombinieren Sie verrückte Begriffe, die Sie sich gut vorstellen können. Mit einer Zahl und einem Sonderzeichen dazwischen, davor oder danach gibt es noch mehr Sicherheit. Beispiele gefällig? „2hippe-Hippopotamusse“, „5schnoddrige+Superhelden“ oder auch „Gute-n8-kuss“. Für mehr Vielfalt kombinieren Sie zusätzlich mit einem Kürzel für den verwendeten Dienst.
  5. Passwortvarianten verwenden
    Ja, aber – man soll doch Passwortvarianten verwenden. Auch da kann man den Überblick behalten! Bauen Sie sich ein Passwortsystem auf. Entscheiden Sie sich für ein Basiskennwort, z.B. „p08Ujd7$“, das Sie sich einprägen – oder Sie nehmen eben einen Merksatz. Und je nach Dienst, den Sie verwenden, variieren Sie es. Wenn Sie sich dann z.B. bei Facebook anmelden, nehmen Sie „p08Ujd7$Gn“. Warum gn am Ende? Weil das „G“ rechts vom „F“ auf der Tastatur ist und das „n“ rechts vom „b“. Bei Google nehmen Sie dann z.B. „p08Ujd7$Fp“. Sie verstehen? Wir verstehen uns!
  6. Besonders sichere Passwörter für kritische Systeme
    Für besonders kritische Systeme sollten Sie besonders sichere Passwörter verwenden. Dazu zählen Router, Webserver, online-Banking oder Datenbanken. Diese Passwörter sollten auch keinen Bezug zu anderen Passwörtern haben.
  7. Passwortmanager
    Sie verlieren leicht den Überblick bei den vielen Passwörtern, die Sie haben? Dann verwenden Sie einen Passwortmanager. Dieser verwaltet Ihre verschiedenen Passwörter sicher für Sie. Enpass ist eine gute Empfehlung, da es die App für viele Plattformen gibt. Seien SIe ansonsten vorsichtig beim Speichern von Passwörtern – es gibt Tools, mit denen die gespeicherten ***** in Eingabefeldern sichtbar gemacht werden können.
  8. Neue technische Möglichkeiten verwenden
    Verwenden Sie Alternativen zu Passwörten – z.B. FaceId bei Apple oder Windows Hello von Microsoft. In beiden Fällen werden die Anmeldeinformationen nur lokal gespeichert und gilt nur für das jeweilige Gerät, so dass sogar ein Windows Hello PIN im Zweifel sicherer ist, als ein Dienste-Passwort. Auch mit dem Thema Faktor-Zwei-Authentifizierung sollten Sie sich auseinandersetzen, wenn es Ihnen mit der Sicherheit wirklich Ernst ist!
  9. Passwörter nur im Notfall ändern
    Passwörter, die sicher sind, müssen und sollten Sie – anders als früher geraten – nicht regelmäßig ändern, sondern nur dann, wenn Sie erfahren, dass das Passwort in falsche Hände geraten ist oder ein Dienst kompromittiert wurde – ob dies der Fall ist, können Sie übrigens in Chrome oder Edge kontrollieren. Ansonsten gibt es dazu keine Notwendigkeit!
  10. Nie ein Passwort verraten oder aufschreiben
    Und wenn es der beste Freund, die beste Freundin oder wer auch immer ist – verraten Sie nie jemanden Ihr Passwort oder schreiben es auch nicht auf!

Der 1. Februar ist der „Ändere Dein Passwort Tag“. Daher ist dieser Artikel auch einer der Artikel des Tages, die auf der „heute Seite“ erscheinen.

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Dieser Artikel wurde am 18. April 2022 aktualisiert.

10 Fakten zum 1. Februar

  1. Heute beginnt mit dem Februar ein neuer Monat – der Februar hat nur 28 Tage, in Schaltjahren 29.
    Bulgarien begeht heute den Gedenktag für die Opfer des Kommunismus. Es wird daran erinnert, dass am 1. Februar 1945 große Teile der Elite des Landes durch kommunistische Volksgerichte zum Tode verurteilt wurde. Darunter waren 67 Parlamentsabgeordnete, alle Mitglieder der Regierungen zwischen 1941 und 1944, die Verleger der großen Zeitungen und Zeitschriften, zahlreiche Intellektuelle und 47 hohe Militärs.
    Außerdem ist heute der „Ändere Dein Passwort Tag“. Hier finden Sie 10 Tipps zu sicheren Passwörtern und Brigitte hat heute Namenstag.
  2. 1933 löst Reichspräsident Paul von Hindenburg auf Wunsch Adolf Hitlers den Reichstag auf – zwei Tage, nachdem er diesen zum Reichskanzler ernannt hat. Für NSDAP ist dies ein weiterer wichtiger Schritt zum Ausbau ihrer Macht in Deutschland.
  3. 1959 führt Waadt als erster Schweizer Kanton das Frauenstimmrecht ein.
  4. Der Polizeichef von Saigon Nguyễn Ngọc Loan tötet vor Reportern den festgenommenen Vietcong Nguyễn Văn Lém im Jahr 1968 durch einen Kopfschuss. Ein Foto dieser Exekution ist eines der bekanntesten Bilder des 20. Jahrhunderts.
  5. Ajatollah Ruhollah Chomeini kehrt 1979 aus dem 15-jährigen Pariser Exil in den Iran zurück. Schah Mohammad Reza Pahlavi hatte das Land vorher wegen der islamischen Revolution verlassen.
  6. Intel stellt 1982 den 80286 Prozessor vor, der abwärtskompatibel zum im IBM PC XT verbauten 8086 Prozessor ist. Die ersten Systeme mit 286ern sollten aber unter UNIX laufen, die erste PC Plattform mit dem 16 Bit Prozessor sollte 1984 der IBM PC AT sein.
  7. Ernst Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Motoren- und Turbinen-Union (MTU), wird 1985 in seinem Haus von der RAF erschossen.
  8. Das Space Shuttle Columbia bricht beim Wiedereintritt in die Erdatmosphöre ca. 60km über Texas im Jahr 2003 auseinander. Die Besatzungsmitglieder Rick Husband, Kalpana Chawla, William McCool, David Brown, Laurel Clark, Michael Anderson und Ilan Ramon sterben. Ursache des Unglücks ist ein Schaden am Hitzeschild, der bereits beim Start entsteht. Das Bild zeigt die letzte Aufnahme des Space Shuttles beim Wiedereintritt.
  9. Hugo von Hofmannsthal kommt 1874 auf die Welt.
  10. Clark Gable wird 1901 geboren.

10 Fakten zum Monat Februar

  1. Der Februar ist der zweite Monat des Jahres und hat nur 28, in Schaltjahren 29 Tage. Schaltjahre sind alle vier Jahre, außer es handelt sich um Säkularjahre, die durch 400 geteilt keine natürliche Zahl ergeben (z.B. 1700, 1800, 1900, 2100…). 2000 war dementsprechend ein Schaltjahr, dann wieder 2004, 2008, 2012, 2016, 2020 und das nächste dann 2024. Ursprünglich wurde der Schalttag nach dem 23. Februar eingeschoben, so dass sich danach kirchliche Feiertage und Namenstage verschoben; dies ist seit 2001 aber nicht mehr der Fall. Bis 153 vor Christus war der Februar der letzte Monat des römischen Kalenders, an den dann die Schalttage angehängt wurden, diese Tradition hat sich bis heute gehalten.
  2. Bei der Zinsberechnung hat der Februar 30 Tage, so dass auf Zinsabrechnungen der „30. Februar“ auftauchen kann.
  3. Der Februar ist nach dem römischen Reinigungsfest Februa benannt, das in engem Zusammenhang mit den Lupercalien stand, das ein Fruchtbarkeitsfest war. In beiden Festen sind Ursprünge des heutigen Karnevals zu sehen, dessen wichtigste Tage in den meisten Jahren im Februar stattfinden.
  4. In Österreich und Teilen Süddeutschlands wird der Februar auch Feber genannt. Andere Namen sind Hornung, Hintester, Rebmonat/Rebmond, Schmelzmond, Taumond, Narrenmond und letzter Wintermonat. Hornung bezieht sich darauf, dass der Hirsch sich im Februar hörnt, die anderen Bezeichnungen oft auf das Wetter, was auch in zahlreichen Bauernregeln deutlich wird.
  5. Der Februar beginnt in normalen Jahren mit demselben Wochentag wie der März und der November, in Schaltjahren wie der August. Er beginnt immer mit dem gleichen Wochentag wie der Juni des Vorjahres.
  6. In einem Rhythmus von 6/11/11 Jahren beginnt der Februar mit einem Montag und endet nach genau vier Wochen mit einem Sonntag (1965, 1971, 1982, 1993, 1999, 2010, 2021…). Dieser Ablauf wird erst wieder 2100 unterbrochen.
  7. Der Februar ist in den USA der „National Bird Feeding Month“, da Wildvögel in diesem letzten echten Wintermonat besonders auf zusätzliche Nahrung angewiesen sind.
  8. Im angelsächsischen Raum ist der Februar oft der LGBT Monat (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender); es soll dann auf die besonderen Lebensumstände dieser Personengruppen hingewiesen werden. In den USA und Kanada ist er zudem „Black History Month“.
  9. Die Sternzeichen des Monats Februar sind bis zum 19. der Wassermann und danach die Fische.
  10. Blumen des Monats sind Veilchen und Schlüsselblume, der Stein des Monats ist der Amethyst.

Bild: Rosenmontagszug in Bonn im Jahr 2015 mit Prinz Jürgen und Bonna Nora.

10 Bauernregeln zum Februar

  1. Der Feber muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.
  2. Ein nasser Februar bringt ein fruchtbar Jahr.
  3. Je nasser ist der Februar, desto nasser wird das ganze Jahr.
  4. Ist der Februar trocken und kalt, kommt im März die Hitze bald.
  5. Lässt der Februar Wasser fallen, so lässt’s der März gefrieren.
  6. Nebel im Februar – Kälte das ganze Jahr.
  7. Heftiger Nordwind im Februar vermelden ein fruchtbar Jahr.
  8. Wenn der Nordwind doch nicht will, so kommt er sicher im April.
  9. Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.
  10. Kalter Februar gibt ein gutes Roggenjahr.