Amazon startet eigenen Android-Appstore

Amazonalt wird einen eigenen Appstore für Android Apps starten.

Die Regeln werden dort strenger als im völlig offenen Android Market sein: so werden Apps dort erst geprüft und Pornografie ist nicht zugelassen – Satire anders als bei Apple aber schon.

Apps sollen innerhalb einer Woche geprüft werden, Entwickler erhalten 70% des Listenpreises der App, wobei es hier aber abweichende Regeln bei Sonderaktionen geben soll.

Derzeit verzichtet Amazon für die 99 US$ Gebühr für die Anbieter. Hier der Link für Android-Entwickler.

Android überholt in den USA iPhone – und einige Prognosen zum Smartphone Markt

Inzwischen benutzen in den USA mehr Vertragskunden Smartphones mit dem Android Betriebssystem als mit iOS (iPhone). Hier die Zahlen, basierend auf den absoluten Nutzungszahlen von Vertragskunden:

OS 06.-08.2010 09.-11.2010 Änderung
Blackberry 37,6% 33,5% -4,1
Android 19,6% 26,0% +6,4
iOS 24,2% 25,0% +0,8
Windows 10,8% 9,0% -1,8
PalmOS 4,6% 3,9% -0,7

Quelle der Daten ist Comscore Mobilens.

Tatsächlich dürfte der iPhone Anteil noch niedriger sein, da hier nur Vertragskunden berücksichtigt wurden und geade bei Prepaid Kunden Android deutlich verbreiteter sein dürfte.

Beim Windows-Marktanteil ist zu berücksichtigen, dass das neue Windows Phone 7 erst im November verfügbar war und damit hier faktisch noch nicht berücksichtigt ist. Man darf hier auf die nächsten Zahlen gespannt sein.

Ich gehe von folgendem aus:

  • Blackberry wird konstant Marktanteile verlieren.
  • Android wird sich sehr stark steigern können.
  • Apple wird mit iOS langsam zunehmend verlieren.
  • Microsoft wird sich mit Windows Phone 7 langsam im Markt etablieren.
  • PalmOS wird keine große Rolle mehr im Smartphone Markt spielen. Wahrscheinlich sehen wir es als embedded-OS bei HP-Systemen.

An Microsofts Stelle würde ich übrigens nicht über eine Nokia Übernahme nachdenken, sondern RIM kaufen und Blackberry User auf Windows Phone 7 migrieren.

bild.de mal wieder mit den wichtigen News

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Der zweite Niedergang von Apple am Horizont

Die diesjährige CES (2011) wird als Beginn des zweiten Niedergangs von Apple in die Geschichte eingehen.

Gab es bislang im Smartphone Bereich zwar Konkurrenzprodukte zum iPhone, die diesem ebenbürtig waren (z.B. das HTC Desire HDalt), wurden jetzt deutlich innovativere und leistungsstärkere Androiden vorgestellt: herausragend z.B. das Motorola Atrix 4G. Und auch das konventionellere LG Optimus 2x ist dem iPhone technisch weit überlegen. Die Honeycomb-Tablets (Android) überflügeln das iPad deutlich und vom unteren Segment her greifen Android-basierende Systeme wie der Samsung Galaxy Player den iPod Touch an.

Android entwickelt sich zur wahren Erfolgsgeschichte und wird iOS in jeglicher Hinsicht überflügeln – bei der Zahl der täglichen Neuinstallationen hat es das schon längst.

Im Business-Bereich zeichnet sich – freilich deutlich schwächere – Konkurrenz durch Blackberry und Windows Phone 7 ab. Und am Horizont erscheint ein neues Windows, das aus faktisch jeder Hardware-Plattform das beste herausholt.

Bisher haben sich im Markt immer die Systeme durchgesetzt, die offen und bedienerfreundlich sind. Und damit ist Apple mit seinem rigiden Ansatz bei iOS mittelfristig wieder zum Nischendasein verurteilt.

Gespannt darf man allenfalls sein, wer der nächste Retter sein wird. Allen, die sich nicht erinnern können oder wollen, sei folgendes Video empfohlen:

Kleine Startups

Auf der einen Seite gibt es die Startups, die im Focus des Web stehen – entweder weil sie viele Millionen VC bekommen haben, die Samwers dahinter stehen oder einfach eine genial verrückte Idee dahinter steht.

Auf der anderen Seite gibt es viele kleine ambitionierte Webprojekte, die nicht die Aufmerksamkeit haben, die sie eigentlich verdient hätten. Und solchen Startups wollen wir hier die Möglichkeit bieten, sich zu präsentieren.

Einfach eine E-Mail mit einer Projetvorstellung an severint@live.de senden – und wenn es passt, veröffentliche ich diese hier.

1,5 Millionen Windows Phone 7 Smartphones in 6 Wochen

Microsoft hat in den ersten 6 Wochen 1,5 Millionen Windows 7 Smartphones verkauft, dies gab Achim Berg bekannt. Die Verkaufszahlen sind damit besser, als von vielen Analysten erwartet.

Zum Vergleich: vom iPhone wurden in den ersten 3 Wochen 3 Millionen Einheiten verkauft – aber da steht ja auch Apple drauf…

facebook auf 50 Milliarden US$ bewertet

Ohne viele Worte: Goldman Sachs und die russische Internetbeteiligungsgruppe Digital Sky Technologies sind bei facebook eingestiegen. Aus den Konditionen ergibt sich eine Bewertung des Netzwerks auf 50 Milliarden US$.

Marc Zuckerberg kann sich freuen!

Mehr dazu bei SPON.

Mein Vorsatz fürs neue Jahr 2011

Wie so viele andere auch habe ich mir fürs neue Jahr 2011 einiges vorgenommen. Das meiste ist privat und gehört nicht hierher – einen Vorsatz möchte ich aber öffentlich machen.

Meine Seite rund um ein gesünderes und bewussteres Leben (umstellung.info) hat derzeit im Schnitt rund 175 Besucher am Tag. Und diese Zahl möchte ich verzehnfachen: im Dezember 2011 sollen die Besucherzahlen bei 1.750 pro Tag liegen.

Dabei gilt natürlich kein gekaufter Traffic, BlackHat SEO und sonstiges. Ich baue ganz auf Content, natürlichen Linkaufbau und Mundpropaganda. Über Fortschritte und Rückschläge werde ich hier berichten.

Und natürlich wünsche ich allen ein gutes, erfolgreiches und besonders gesundes Jahr 2011 und dass alle guten Vorsätze erfolgreich umgesetzt werden!

iPhone verschläft das neue Jahr

Mit der Zeit scheint Apple ja wirklich Probleme zu haben – jedenfalls hat der Wecker bei iOS 4 am heutigen 1. Januar 2011 nicht funktioniert, wie zahlreiche Medien berichten.

Aber wie immer – für wahre Apple Fans ist es wahrscheinlich kein Bug sondern ein Feature: Steve Jobs in seiner unendlichen Weisheit will sie am Neujahrstag ausschlafen lassen…

Die Krise der vierten Gewalt

Konstantin Neven DuMont stellt auf seinem Facebook-Profil die Frage, inwieweit der Journalismus seiner Rolle als "vierte Gewalt" noch gerecht wird. Tatsächlich kann man auch nach meinem Gefühl von einer Krise des investigativen Journalismus sprechen. Die Ursachen hierfür sind sicher vielfältig – hier einige kurze Gedanken zum Thema.

Im wesentlichen müssen vier Dinge zusammenkommen: Thema, Publikum, Geld und Qualität.

Schon beim Thema sehe ich das erste große Problem: ich glaube, dass Politik und Wirtschaft im großen und ganzen heute skandalfreier sind, als noch vor 20/30/40 Jahren. Zudem ist die Kommunikation der Institutionen heute professioneller und Probleme werden besser aufgegriffen. Des weiteren sind nahezu allen Bereichen Fakten und Hintergrundinformationen heute durch das Internet viel besser und für jedermann verfügbar, als in der Vergangenheit.

Zudem scheint mir das Publikum bei komplexen politischen Themen nicht mehr so interessiert zu sein, wie früher. Sicher, Stuttgart 21 und Castor sind Aufreger, werden aber von der breiten Masse eher oberflächlich und beiläufig aufgenommen. Die intensiv betroffenen Wutbürger informieren sich über andere Kanäle.

Damit wird es auch schwieriger, investigativen Journalismus zu monetarisieren. Stichworte sind rückläufige Werbeeinahmen im Print-Bereich und Kostenlos-Kultur im Internet. Jeder Verleger wird sich die Frage stellen müssen, wieviel hochwertigen Journalismus er sich leisten kann und will. Von möglichen Einflussnahmen der werbetreibenden Wirtschaft will ich gar nicht anfangen.

Letztlich müssen gerade bei investigativen Journalismus höchste Ansprüche an die Qualität gestellt werden. Ob diese angesichts des zunehmenden Zeit- und Kostendrucks immer erfüllt werden, vermag ich nicht zu beurteilen.

Dass sich anspruchsvoller Journalismus neuen Herausforderungen stellen muss, dürfte unbestritten sein.