Kindle Fire HD – ein kurzer Erfahrungsbericht

Warum das Kindle Fire HD?

Schon seit einiger Zeit ist bei uns zuhause der Amazon Kindle Fire HD im Einsatz. Und endlich ist die Zeit gekommen, einen kurzen Erfahrungsbericht zu schreiben, für wen sich dieses Tablet eigentlich lohnt, wofür es geeignet ist und wofür nicht. Eines vorab – es ist in meinen Augen ein reines Entertainment Gerät, aber ein richtig gutes. Wer jedoch auch produktiv arbeiten will, muss gar nicht weiterlesen und sollte zu einem Surface greifen. Für alle Interessierten gibt es hier noch meinen ausführlichen MS Surface RT Testbericht – das MS Tablet ist bei uns inzwischen tatsächlich der primäre “Familiencomputer”.

Warum dann aber noch ein zweites Tablet? Einfach, weil der familieninterne Konkurrenzkampf um das Surface schlicht zu groß wurde. Ein weiteres Surface hätte das Budget gesprengt und dessen Funktionsumfang wird bei einem Zweittablet mE auch nicht benötigt. Zudem kann man das kleine kompakte Fire HD auch gut auf eine Autofahrt oder in den Urlaub mitnehmen – es wiegt nur 395g, ist mit 10,3 mm zwar minimal dicker als das Surface (9,4 mm) aber aufgrund des  7″ Displays ansonsten deutlich kleiner. Die weiteren Maße und kompletten technischen Daten gibt es bei Amazon.

Entschieden haben wir uns für die Variante mit 16 GB, die regulär 199 Euro kostet. 32 GB erhält man für 229 Euro. Das ist der Preis für den Kindle Fire HD “mit Spezialangeboten”, d.h., dass Werbung auf dem Lockscreen eingeblendet wird. Gibt man 15 Euro mehr aus, ist das Gerät werbefrei. Allerdings ist die Werbung nicht wirklich störend.

Übrigens, kauft man ein Kindle, erhält man wenig später oft Gutscheine für Freunde, mit denen diese das Tablet dann günstiger erwerben können. Zudem gibt es immer wieder Sonderaktionen, bei denen die Amazon direkt rabattiert – oft 30 EUR. So erhält man ein aktuelles 7″ Tablet für 169 EUR.

Inbetriebnahme und ein erster Eindruck

In der Packung findet man außer dem Tablet noch ein USB Ladekabel. Ein Ladegerät selbst ist nicht vorhanden, wird bei uns dank vieler weiterer Geräte mit Micro USB Anschluss auch nicht benötigt. Wer aber noch keinen USB Ladegerät hat, sollte gleich das Schnelladegerät von Amazon mitbestellen, das es bei gleichzeitiger Bestellung mit dem Kindle meist günstiger gibt – obacht, der Rabatt wird erst ganz am Ende des Bestellprozesses abgezogen! Ein gesondertes Ladegerät ist insoweit empfehlenswert, als dass das Aufladen damit nur 4 Stunden dauert gegenüber  gute 10 Stunden beim Aufladen über den PC.

Das Tablet liegt gut in der Hand und wirkt auch haptisch sehr angenehm. Nicht so wertig wie das Surface oder das iPad, aber irgendwie wärmer und sympathischer, die abgerundeten Ecken unterstreichen diesen Eindruck.

Die Inbetriebnahme ist erfreulich unkompliziert. Nach der Verbindung mit dem WLAN meldet man sich mit seinem Amazon Account an und hat dann bereits vorhandene Kindle E-Books und Musik aus der Amazon Cloud direkt verfügbar.

Ansonsten würde ich bei der Ersteinrichtung noch direkt die Kindersicherung aktivieren, damit die lieben Kleinen nicht direkt den Amazon App-Store leer kaufen. Mit aktivierter Kindersicherung ist der Bezug von Apps, Büchern und Musik dann nur noch mit einem Kennwort möglich.

Amazon setzt zwar auf Android, passt es allerdings extrem an, so dass es gar nicht als Android erkennbar ist:

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Alle Apps und Inhalte sind über große Symbole zugreifbar, zwischen denen man einfach “durchblättert”. Über alle Inhalte ist eine Suche möglich und man kann sich auch nur einzelne Bereiche – z.B. Musik, Kindle, Apps – anzeigen lassen. Die Bedienung ist jedenfalls sehr intuitiv und macht richtig Spaß.

Wenn es um den Bezug von Apps geht, so ist kein Zugriff auf den Google Play Store möglich, stattdessen setzt Amazon auf seinen eigenen AppStore. Dieser bietet zwar nicht so viele Apps, dafür aber auch weniger “SchrottApps” – Amazon scheint hier strenger bei der Zulassung zu sein. Über mangelnde Auswahl muss man sich jedenfalls nicht beschweren und anders als bei Google Play sind alle Apps für das Tablet optimiert. Abgerechnet wird direkt über den eigenen Amazon-Account. Der Bezug von Apps, Musik und eBooks ist also tatsächlich ein Kinderspiel. Noch ein Tipp – es gibt jeden Tag eine andere an sich kostenpflichtige App zum kostenlosen Download.

Für Videos benötigt man einen Lovefilm Account, den man als Kindle Nutzer die ersten 30 Tage kostenlos nutzen kann, was wir allerdings noch nicht ausprobiert haben.

Das Fire HD im Alltag

Im Alltagseinsatz weiß das Fire HD positiv zu überraschen. Das Display mit 1280*800 Pixel ist sehr kontraststark, spiegelt mäßig und hat satte Farben. HD Videos – z.B. über die Youtube App – werden mit 720p wiedergegeben, Ruckler gibt es dabei keine. Besonders positiv überrascht dazu der Sound, der für ein so kleines Gerät verblüffend viel Bass liefert. Ich würde damit zwar keine Party beschallen, aber um Filme zu sehen, für Hörspiele und sogar als leichte Hintergrundmusikberieselung auf der Terasse oder beim Picknick ist er wirklich richtig gut.

Die Benutzeroberfläche ist für die tagtäglichen Aufgaben sehr gut geeignet, allerdings suche ich manchmal nach spezielleren Einstellungen – es ist halt anderes als das Standard-Android.

Die Bildschirmtastatur ist gut, reagiert aber nicht ganz so schnell und flüssig, wie man es von High-End Tablets gewohnt ist. Allein schon wegen der dem 7″ Format geschuldeten kleineren virtuellen Tasten würde ich damit keine langen Texte schreiben. Für kurze Mails reicht es aber allemal. Persönlich nutzen wir dieses Tablet dazu jedoch gar nicht dazu.

Interessant ist noch die Kindle eBook Reader App, die hier auch farbige Bilderbücher und andere Werke, die auf Illustrationen setzen. schön bunt darstellen kann. Für das Lesen längerer Texte halte ich aber die ePaper Displays der reinen Kindle Lesegeräte für deutlich besser geeignet und augenfreundlicher.

Ach ja, surfen kann man damit natürlich auch – das funktioniert auch ganz gut und ist nicht viel schlechter als auf dem iPad, dem Surface oder High-End Androiden, aber deutlich besser als auf den meisten 100 Euro Tablets aus Asien.

Und, soll man es kaufen?

Wie schon eingangs gesagt – sucht man ein Tablet, mit dem man auch arbeiten will, kommt man am Surface oder anderen Windows 8 Tablets kaum vorbei. Will man aber auf der Couch im Web surfen, schnell E-Mails checken, spielen und einfach Medien konsumieren, ist das Kindle Fire HD ein unschlagbares Angebot, wenn einen die enge Verzahnung mit der Amazon Welt nicht stört, die ich hier aber als Vorteil sehe. Mir ist aber auch klar, dass dies einige als störend empfinden werden.

Sind einem diese Einschränkungen bewusst und man kann damit leben, gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung.

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Bild: (c) Amazon

Ein paar andere Gedanken zu Snowden

Thrilling Spy Stories - Pulp Poster, 1939Ich habe noch keine Meinung, was ich von Edward Snowden halten soll. Held oder Verräter? Wahrscheinlich ist er beides. Ganz einfach, weil die Welt nicht so einfach Schwarz/Weiß ist, wie wir das oft gerne hätten.

Spionage gab es schon immer. Sascha Lobo macht in seiner Kolumne bei SPON auf einen Spiegel Artikel von 1989 über die NSA aufmerksam, in dem ich besonderen Absatz bemerkenswert finde:

Daß in Bad Aibling, ähnlich wie in anderen NSA-Stationen auf deutschem Boden, offenbar mit Wissen und Billigung der Bundesregierung jeder Piepser abgehört wird, gilt zumindest unter amerikanischen Geheimdienstexperten als sicher. “Warum auch nicht, ihr hört uns doch auch ab”, sagt Autor Richelson.

Früher wurden Brieftauben abgefangen, Funksprüche entschlüsselt, Briefe heimlich gelesen, Wanzen installiert, Telefonate abgehört und Menschen mit schießenden Kugelschreibern, Gift oder radioaktivem Material getötet. Heute wird eben zusätzlich der Internet-Verkehr gescannt und statt des Agenten eine Drohne losgeschickt. Die Dimension ist allein schon angesichts der Möglichkeiten eine andere, rechtlich und moralisch sind die Fragestellungen aber immer gleich geblieben.

Jeder, der jetzt überrascht ist, ist naiv. PRISM, Tempora und Co sind nur konsequente Fortsetzungen dessen, was es eigentlich schon immer gab und was man an sich schon immer wusste.

Zwischen den Staaten scheint es das stillschweigende Abkommen zu geben “Ich spionier Dich aus, weil Du es andersrum genau so machst.” Und manchmal rumpelt es halt und Spione werden – wie jetzt gerade in Stuttgart – verurteilt. Das meiste wird aber stillschweigend abgewickelt.

Letztlich ist dies ein mehr weniger ausbalanciertes System. Wer mag ernsthaft bezweifeln, dass Russland oder China nicht ihre eigenen groß angelegten Überwachungssysteme haben und Ihre Verbündeten mit Informationen versorgen. Wie groß und mächtig deren Überwachungsapparate sind, wissen wir nicht. Eben weil es in diesen repressiveren Ländern keine Snowdens gibt.

Er hat ohne Zweifel diese “Balance of Power” für den Moment durcheinandergewirbelt. Und wahrscheinlich alle, die dieses Spiel mitspielen, haben kein wirkliches Interesse daran, den bisherigen Status Quo grundsätzliches zu ändern. Das zeigt schon Putins Reaktion auf Snowdens Asylantrag.

Es ist immer problematisch, wenn ein Recht absolut verteidigt wird. Auch in unserem Grundgesetz begrenzen und kontrollieren sich Grundrechte gegenseitig. Und so wie die USA bei der Verteidigung ihrer Sicherheit zu weit gegangen sind, ist Snowden möglicherweise bei der Verteidigung der Freiheit an sich zu weit gegangen – jedenfalls soweit er dadurch seinerseits Menschenleben gefährden sollte.

Weiter befürchte ich, dass das Bekanntwerden von Prism, Tempora und Co. zu einem weiteren Hochrüsten der Spionagesysteme auf allen Seiten führen wird, womit der Freiheit ein Bärendienst erwiesen worden wäre.

Die Zukunft wird es zeigen.

Bild: (c) Allposters

Ein Blick auf die Windows Phone Marktanteile zur Jahresmitte 2013

Red Squirrel, Sat on Ground in Leaf Litter, Lancashire, UKDie Hälfte des Jahres 2013 ist vorbei und es ist eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die Entwicklung der Marktanteile von Windows Phone zu werfen.

Zunächst einmal nach Deutschland. Seit Beginn des Jahres tracke ich ja wöchentlich die Anteile der Betriebssysteme im mobilen deutschen Internet. Windows Phone ist hier stabil mit leichtem Wachstum, während iOS leicht verliert, Android weiter auf dem Vormarsch ist und sonstige wie Blackberry und Symbian rapide an Bedeutung verlieren. 2,2% des mobilen Traffics dürften von Windows Phone Geräten kommen. Das hört sich nicht viel an, aber Blackberry, Symbian, Bada, Series 40 und weitere kommen zusammen auf nur noch 3,5% (Zahlen KW 26/2013). Auch bei den Neuverkäufen sieht es ganz gut aus. Laut Kantar sind 6,1% aller aktuell verkauften Smartphones Windows Phones. Damit liegt WP nur noch 8,9 Prozentpunkte hinter iOS (15%). Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 11,3 Prozentpunkte – iOS lag damals bei 17,8%, Windows Phone bei 6,1%. Ja, das sind 0,4 Prozentpunkte bei den Neuverkäufen weniger als vor einem Jahr. Woran das liegt? Im Erhebungszeitraum (März 2013 bis Mai 2013) gab es in Deutschland kein aktuelles Flagship Phone. Das Lumia 925 kommt gerade erst auf den Markt, während das HTC One und das Samsung Galaxy S4 schon länger zur Android Marktbeherrschung – 76,7% der Neuverkäufe – beitragen konnten. Interessant wird es, wenn das schlanke Lumia 925 in die Erhebung einfließt und das noch nicht vorgestellte Lumia 1020 mit seiner 41 MP Kamera hierzulande verfügbar ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Windows Phone dann die 8% Marke knacken wird. Wenn sich dann noch herumspricht, dass das Lumia 520 das nahezu perfekte Einsteiger-Smartphone ist, könnte es mittelfristig sogar für 10% reichen.

Neben Deutschland ist übrigens Australien der einzige von Kantar beobachtete Markt, bei dem der Windows Phone Anteil an den Neuverkäufen im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist: derzeit nur 5,6% im Gegensatz zu 6,7% im Vorjahr. Da dieser Markt aber hinsichtlich der Kaufkraft und der Ansprüche ähnlich ist wie Deutschland, rechne ich auch hier wieder mit einer baldigen Zunahme.

Anders in den USA, wo Windows Phone zum ersten mal langsam aber sicher anzieht. 4,6% im Gegensatz zu 3,7% im Vorjahr. Geschuldet sein dürfte der Erfolg dem Lumia 928, das seit Mai bei Verizon verfügbar ist. Für noch mehr Masse dürfte das Nokia Lumia 520 gesorgt haben, das als Lumia 521 in den Staaten zum Kampfpreis von oft nur wenig mehr als 120US$ verfügbar ist. Von diesem Einsteigermodell soll es bald noch eine Variante bei AT&T geben und das Lumia 925, das vom sonst sehr MS kritischen TechBlog “The Verge” besser bewertet wurde als das Galay S4, kommt am 10 Juli zu T-Mobile USA. Daneben wird Sprint als letzter großer US Carrier Windows Phone promoten und hat ein neues Samsung ATIV und ein HTC 8XT angekündigt. AT&T wird zudem das 41 Megapixel Lumia haben, das ja am 11. Juli vorgestellt wird. Windows Phone ist endlich in den Staaten angekommen.

In anderen Märkten performt es schon jetzt besser, hier die aktuellen Kantar Zahlen und die Veränderung zum Vorjahr in Prozentpunkten:

  • Italien 9,7% (+2,8%)
  • Großbritannien 7,8% (+3,7%)
  • Frankreich 7,4% (+5,4%)
  • Mexiko 6,6% (+4,4%)

Niedrig sind die Marktanteile noch in Spanien (1,9%) und in China (2,9%). Doch auch dort ist die Entwicklung positiv.

Mühsam nährt sich zwar das Eichhörnchen – aber inzwischen bin ich mir sehr sicher, dass ich meine Windows Phone Wette mit Tomi Ahonen gewinnen werde.

Bild: (c) Allposters

Adblockgate geht in Runde 2

Kalifornische SchopfwachtelEine kurze Zusammenfassung zu dem Skandal um AdBlock Plus gibt es jetzt auch hier im Blog. Und die Geschichte geht munter weiter – nachdem die Eyeo GmbH, die hinter AdBlock steht, und YieldKit ihre Sicht der Dinge dargelegt haben, hat Sascha Pallenberg in Sachen Adblockgate nachgelegt und hat rund um die beteiligten Unternehmen noch einiges gefunden. Aber nach der letzten Woche wundert man sich hier über nichts mehr…

Bemerkenswert aber -ich erhielt Mails von Ben Williams, der jetzt anscheinend Krisenkommunikation für AdBlock Plus macht, sowie von Philipp Bethge, seines Zeichens Pressesprecher von YieldKit, Diese sind der Ansicht, Sascha würde weitgehend lügen und verweisen auf Ihre Sicht der Dinge. Fairerweise hier die Links von Bethge und Ben Williams. Fairerweise muss man dann aber auch sagen, dass diese Stellungnahmen letztlich ziemlich inhaltsleer sind, wie man bei Sascha gut erklärt nachlesen kann.

Ich bin gespannt, was in den nächsten Tagen noch rund um Adblock Plus herauskommt. Das PopCorn hab ich jedenfalls schon herausgeholt.

(c) 2013 Allposters.de

10 Fakten zum Monat Juli

  1. Der Juli ist der siebte Monat des Jahre.
  2. Er hat 31 Tage.
  3. Benannt ist er nach Julius Cäsar, auf den auch die Kalenderreform von 46 v.Chr. zurückgeht (Julianischer Kalender).
  4. Alte deutsche Namen für den Juli sind Heuet, Heuert, Heumonat, Bärenmonat und Honigmonat. Viele Bauernregeln weisen auf die Bedeutung hin.
  5. Um ihn besser vom Juni unterscheiden zu können, wird er oft auch “Julei” ausgesprochen.
  6. Im Juli beginnt die zweite Hälfte des Jahres.
  7. Der Juli ist im Durchschnitt der wärmste Monat in Deutschland und der wärmste auf der Nordhalbkugel.
  8. Er ist auf der Südhalbkugel das Äquivalent zum Januar; dort ist er der durchschnittlich kälteste Monat.
  9. In “normalen” Jahren beginnt der Juli mit dem gleichen Tag wie der April und kein anderer Tag endet mit dem gleichen Wochentag.
  10. In Schaltjahren beginnt der Juli mit dem gleichen Wochentag wie der Januar und endet auch mit dem gleichen Wochentag.

Foto: Feld am Rand des Kottenforst in Bonn Röttgen.

10 Bauernregeln zum Juli

  1. Wenn Juli fängt mit Tröpfeln an, so wird man lange Regen han.
  2. Trübe Aussicht an den Hundstagen, trübe Aussicht das restliche Jahr.
  3. Fällt kein Tau im Julius, Regen man erwarten muss.
  4. Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten.
  5. Juli schön und klar, gibt ein gutes Bauernjahr.
  6. Ein tüchtig’ Juligewitter ist gut für Winzer und Schnitter.
  7. Baut im Juli die Ameis’ groß den Hauf’, folgt ein strenger Winter drauf.
  8. Wenn großblumig im Juli wir Disteln erblicken, will Gott gar guten Herbst uns schicken.
  9. Legst du im Juli nochmals Bohnen, wird sich im Herbst die Ernte lohnen.
  10. So golden die Sonne im Juli strahlt, so golden sich der Roggen mahlt.

Sie suchen noch mehr Bauernregeln?

Microsofts Joker: Windows Apps auf der Xbox One (sowie einige Gedanken zu Konsolen im allgemeinen und natürlich dem Apple Fernsehdings)

JokerMicrosofts Vorstellung der Xbox One war ja zuletzt etwas von der Always On und der Gebrauchtspiel-Debatte überschattet. An sich war das System genial und hätte den Nutzern mehr Vorteile als Nachteile geboten, aber anscheinend ist der Markt noch nicht reif genug dafür, Microsoft hat zurückgerudert. Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen.

Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Jahren ein Comeback der Konsolen erleben werden und mehr oder weniger in jedem digitalen Haushalt mindestens eine Konsole zu finden sein wird. Gaming ist dabei ein Aspekt, aber noch mehr werden die Konsolen allgemeine Mediencenter sein und auf kurz oder lang auch die zusätzlichen Digital Reciever, wie man sie z.B. bei Telekom Entertain braucht, ersetzen. Außer Microsoft ist auch Sony mit der Playstation 4 am Start, Google bereitet angeblich eine Konsole auf Android Basis vor, die kleine OUYA Konsole wird bald verfügbar und ist Vorreiter zahlreicher Low-Cost Devices in dem Segment. Nicht zuletzt habe ich das Gefühl, dass der Apple Fernseher eher eine Art Konsole sein wird, so eine Art aufgebohrtes Apple TV.

In dem sich abzeichnenden Konsolenkrieg hat Microsoft mit der Xbox One aber einen Joker im Ärmel. Denn eines der drei Betriebssysteme, die die Xbox One verwalten, hat einen Windows 8 Kernel. Und auf der Build 2013 hat Microsoft jetzt angedeutet, dass Modern UI Apps, ja die mit der Kacheloptik, auch als native Anwendungen auf der Konsole laufen können. Inwieweit bestehender Quellcode angepasst werden muss, ist zwar noch unklar, allzu aufwendig dürfte es aber nicht werden.

Aus Nutzersicht ließen sich mit Kinect 2.0 die an sich touch-optimierten Apps auch gut mit Gesten bedienen. Und bei einigen Apps kann es durchaus sinnvoll sein, die auch auf dem großen Schirm, aka Fernsehr, zu haben.

Letztlich wird es das dann wohl auch bei den Android Konsolen geben und bei dem Wasmitfernsehen Apple-Dingens. Sony kann hingegen bei der PS4 nicht auf so eine breite App-Basis aufbauen. Den Hardcore-Gamern wird das nur recht sein. In der breiten Masse könnte sich das aber zum Problem für Sony entwickeln.

(Und ja, ich weiß als Illustration hätte ein Spielkartenjoker irgendwie besser gepasst. Aber dieser Joker hat mir so gut gefallen und passt irgendwie ja auch zum Konsolenkrieg.)

Bild: (c) Allposters

Wieviele meiner Besucher nutzen einen Adblocker

Die Frage, wieviele meiner Blogleser einen Adblocker benutzen, hat mich schon immer interessiert. Adblockgate hat mich jetzt dazu gebracht, das WordPress Plugin BlockAlyzer zu installieren, das ersteinmal nur trackt, wieviele Blog-Besucher einen Adblocker einsetzen.

Nachdem man das Plugin installiert und aktiviert hat, aktiviert man unter EINSTELLUNGEN > BLOCKALYZER das Tracking und kann dann unter WERKZEUGE > ADBLOCK STATS die Echtzeitdaten einsehen.

Das Plugin ist hier sowie bei umstellung.info im Einsatz und ich werde in den nächsten Tagen über die Erfahrungen berichten.

Über weitere Erfahrungen freue ich mich hier in den Kommentaren.

Update 27.06.2013 – Erster Zwischenstand nach gut 14 Stunden: Bei umstellung.info nutzen rund 13% der Besucher einen Adblocker, hier bei severint.net rund 48%.

AdblockGate

The Godfather LogoZunächst eine Respektbezeugung an Sascha Pallenberg. Sein Artikel zu Adblock Plus, den dahinter stehenden Köpfen und Projekten ist Blogjournalismus erster Güte. Und ich kann jedem, der sich intensiver fürs Internet interessiert, die Lektüre nur empfehlen.

Für die, die nicht ganz so tief technisch einsteigen wollen, sei hier eine kurze Zusammenfassung:

AdBlock plus ist ein Adblocker, also ein Plugin für den Browser, das Werbung auf Webseiten ausblendet. Das ist angesichts ausufernder Werbung – z.B. nervige Layer – zwar einerseits verständlich, aber andererseits unfair gegenüber vielen Blogs, die Werbung nur dezent einsetzen und auf die Einnahmen angewiesen sind.

Was aber interessant ist – eng verbandelt mit der Kölner Eyos GmbH, die hinter Adblock steckt, ist anscheinend Yieldkit. Ein Werbeanbieter, der angeblich “akzeptable”  Werbung ausliefert, die dann von AdBlock Plus angezeigt wird. Nun empfinde ich persönlich Yieldkit Werbung als besonders nervig, aber das ist eine andere Geschichte. So oder so – Seitenbetreiter werden seitens AdBlock fast schon dazu gedrängt, Yieldkit Werbung aufzunehmen. Yieldkit trackt aber ebenfalls. Und mit Yieldkit verdienen Seitenbetreiber vergleichsweise wenig.

Dass Adblocker Plus dann auch noch Links verändert und seine eigene Amazon-Partnerprogramm ID einschleust fügt sich ins Bild. Dazu und weitere haarsträubende Details gibt es wie gesagt bei den MobileGeeks.

Also, wer noch Adblock Plus installiert hat, sollte die Software dringend deinstallieren. Und wenn es irgendwie geht, ganz auf einen Adblocker verzichten. Im Interesse aller, die gute Inhalte fürs Web erstellen und auf die Werbung angewiesen sind.

Bild: (c) Allposters

Der epische twitter Dialog zwischen @telekom_hilft und dem @Griesgraemer (und noch einigen mehr) – für die Nachwelt festgehalten

Das twitter Support Team der Telekom (@telekom_hilft) hat sich heute einen wahrhaft epischen Dialog mit dem @griesgraemer geliefert, bei dem dann plötzlich noch der Rossmann Drogerie-Markt, HTC Deutschland und noch einige andere dabei sind. Hier der direkte Link.

Und da man nie weiß, ob so etwas für die Ewigkeit bleibt, hier der XXL Screenshot der Anfangsdiskussion (grundlegende Gedanken zur Netzneutralität und den Telekom AG in Hinblick auf die Spotify Flatrate etc spare ich mir an dieser Stelle – ich finde es einfach nur gut):

telekom-hilft-griesgraemer

 

…es geht übrigens noch munter weiter.