Michael Simon de Normiers Lindner Rant: “…just when I needed you most!”

Oder war es doch der Kubicki?

Christian Lindner gilt vielen als Lichtgestalt. Bis vergangenen Sonntagnacht, 19./20. November 2017, war das zumindest so. Lichtgestalten fordern heraus, genauer hinzusehen. Ohne sich blenden zu lassen, bitteschön!

Dabei fällt ins Auge, dass Lindner nicht zum ersten Mal das Handtuch geworfen hat. Ende 2011 suchte und fand Lindner, damals Generalsekretär der Liberalen, mit einem prophetischen „Auf Wiedersehen!” auf den schmalen Lippen, den Abgang auf maximaler Bühne. Die FDP hatte er mit dem Vorsitzenden Phillip Rösler im Regen stehen lassen.

Er kündigte eine Erneuerung „von Grund auf” an und setzt sie scheinbar seither in die Tat um. Skepsis bleibt geboten!

Plant so jemand tatsächlich für 6+4 Jahre und mehr? Geht es CL 10,7 wahrhaftig um die Liberalen, deren Werte und die Zukunft in Deutschland?

Neben dem, von ihm selbst antizipierten und einkalkulierten Shitstorm, werden nun allenthalben traumhafte Vorstellungen mit Team Lindner Kubickis Rückzug aus der designierten Regierungsverantwortung assoziiert und auf die „Neue FDP” projiziert: Von Idealen, Rückgrat und Geradlinigkeit ist da die Rede, in Hoffnung.

Hoffentlich geht das mal auf.

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THE REMAINS OF THE SWAY – oder: Was von Harvey hängen blieb… V

War noch was…?! – oder: Nachtrag (IIIb) – Was, wenn Dir die Förderchefin an die Wäsche will…

Wer beim “Vorleser” dabei war, hat vor Augen, wie sehr sich Kate Winslet freute, wenn ihr damaliger Mann, Sam Mendes, sie zusammen mit ihren Kindern von der Arbeit am Set abholte. Nicht nur deswegen war und bleibt Kate eine Frau, bei der sich niemand mehr erhofft hätte, als von ihr zu träumen und sie zu bewundern!

In Kapitel III habe ich hoffentlich vermitteln können, dass keine irgendwie geartete Absicht meinerseits dahinter stand, als meine Hände sich in einer schematischen Reaktion und beschwipst an Mrs. Winslet „vergriffen“. Schon gar nicht hätte ich mir irgendetwas – geschweige denn Positives – ausgerechnet mit so einem Fauxpas. Es gibt Männer, die tun das. Wieso das Hinterhof-hinterher-Pfeiffen der Bauarbeiter und solcher, die keine
besseren Rollenmodelle in ihrer Sozialisierung gefunden haben, nicht längst der Evolution zum Opfer gefallen ist, bleibt ein Rätsel. Es sei denn, man orientiert sich an einer längst degenerierten Raubkatze, dem Haustiger: Es heiß, eine landläufige Katze jage unabhängig vom Hunger, weil sie sonst verhungern würde. Als Jäger*In ist sie nicht gut genug-, und die sich anbietenden Beutetiere sind als Gelegenheiten zu selten, um sich darauf zu beschränken. Eine Katze/ein Kater m u s s zuschlagen, wann immer ein Mäuschen aufkreuzt, weil sonst einfach Ebbe herrscht…

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THE REMAINS OF THE SWAY – oder: Was von Harvey hängen blieb… IV

Gastbeitrag von Michael Simon de Normier – alle Beiträge im Überblick hier

Im Hintergrund: BELLA CHRISTINA – oder: „Wiki,Toph, Kristina – Duseldorfo..“

Eigentlich sollte auf #iHave die Offenbarung, dass ich selbst beiweiten nicht immer alles richtig mache, die Kehrseite der Medaille folgen: #metoo … (Stichwort: „Petra…“ ;)

Jede Medaille hat doch schließlich sogar drei Seiten:
Die eine sieht man,
die Kehrseite verbirgt sich,
die Dritte spiegelt sich im Auge des Betrachters.

Doch aus gegebenem Anlass – nunmehr vieler ausführlicher Telefonate mit dem Dezernat 15 im LKA-NRW, zur Korruptionsbekämpfung (!) – ziehe ich diese Geschichte vor, die in meinem „Vorgarten“ seit Jahren wie welkes Laub liegt, das entfernt werden muss, damit der Rasen wieder atmen und strahlen kann:

Die “Bella Martha”-Veruntreuung von letztlich mind. 400.000 € – Christina, als Förderreferentin im Amt einer landeseigenen GmbH, begünstigte gezielt ihren eigenen Mann, Christoph; mitverantwortliche Produzentin ist ausgerechnet die heutige Herrin über FFA & DFFF (~60 Mio p.a.), eine Christine (damals für Kinowelt)-, ist zwar juristisch verjährt. (Mehr dazu in einem kommenden Kapitel) Aber sie ist nur ein Beispiel dafür, wie es seit bald 20 Jahren und weiterhin läuft, seitdem Christoph nicht mehr selber bei der Filmstiftung arbeitet, sondern bei Verleih & Produktion PANDORA Film, die er noch selber mit öffentlichen Mitteln aufgebaut hat.

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THE REMAINS OF THE SWAY – oder: Was von Harvey hängen blieb… III

Gastbeitrag von Michael Simon de Normier. Teil 3. Hier geht es zur Artikelübersicht.

SONDER- ODER SÜNDENFALL? KATE , PETRA & ich , oder: Wie ich mich einmal buchstäblich an Kate Winslet vergriffen habe und mir eine führende Filmförderin an den Kragen ging – um nicht zu sagen: an die (Ober-)Wäsche!

Vorweg: Ich bin kein Kind von Traurigkeit! Das gilt allerdings nur im übertragenen Sinne.

Tatsächlich habe ich mich im Kampf gegen Depressionen, die eigenen Dämonen, Verlust und Trauer durchaus behaupten müssen. Ich bin nachdenklich. Das sei mir nachgesehen.

Meine Stärken sind meine Schwächen und meine Schwächen sind meine Stärken.

Ich bin also kein Vorbild!

Aber ich frage mich, wie sich eines Verhalten würde…

Ein Vorbild von mir, ganz anschaulich, ist Kate Winslet. Eine tolle Frau! So liebreizend wie pfundskerlig. Stark und schlau und sanftmütig und voller positiver Energie – sogar dann, wenn sie soeben ein menschliches Monster vor der Kamera verkörpert hat…

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THE REMAINS OF THE SWAY – oder: Was von Harvey hängen blieb… II

Gastbeitrag von Michael Simon de Normier – Teil 2. Zu Teil 1 und zur Übersicht aller Folgen.

WAS KÖNNEN WIR DARAUS LERNEN? #menmakemistakes #metoo #Frauenebenso

Gibt es ein verbindliches Richtig- und ein allgemein Falsch im Umgang zwischen Frauen und Männern? Das ist die Frage…

Auf jeden Fall ist Harvey Weinstein ein allerkrassestes Beispiel von FALSCH !!!

Doch die Zwischentöne zu erörtern, scheint mir viel fruchtbarer für unsere eigene Zukunft – und natürlich die unserer Art.

Unabhängig von Weinstein musste ich immer wieder an wiederum drei Erfahrungen des Kennenlernens mit eingangs erwähnter, bekannter, deutscher Schauspielerin denken: “THE REMAINS OF THE SWAY – oder: Was von Harvey hängen blieb… II” weiterlesen

THE REMAINS OF THE SWAY – oder: Was von Harvey hängen blieb…

Gastbeitrag von Michael Simon de Normier. Hier ist die Übersicht der Artikelserie.

Eine der Frauen, die ich toll finde, hat bereits in der Zeitung drüber gesprochen. Sensibel, schlau und einflussreich. Freilich spricht sie nicht über mich – oder: Gott sei Dank..!? Eine Schauspielerin bildhübsch und auch sexy ist sie, anstrengend sei das manchmal für sie, sagt sie da. Und ich wollte sie ohnehin schon kontaktieren, um etwas zu klären, was lange auf mir lastete. Vor drei, vier Wochen dachte ich das letzte Mal daran. Behaupte ich jetzt. Wahrscheinlich war es erst vor zwei Wochen, als das alles losging mit den Harvey-Enthüllungen…

Aber mal von Anfang. Vor rund zehn Jahren habe ich mir durch Näschen, Händchen und vorhandene Kontakte, die ich natürlich – da komme mir jetzt keiner mit Neid, Missgunst oder Häme – mit puritanischer Gewissenhaftigkeit erarbeitet hatte, eine Chance eröffnet und bei den Hörnern gepackt.

So (zwei Buchstaben, die noch einmal viel Strategie und eine wilde Phase spannender Verhandlungen erforderten) wurde ich Associate Producer der bislang bedeutendsten internationalen Filmproduktion, die jemals im Bundesland NRW stattfand – bzw. Koproduzent (gem. FFG – für die Experten!).
Und nun bin ich, nach zwei Publikationen, in denen ich mich einerseits oute, dass am Ende für mich eine „rote Null“ und ein Klinikaufenthalt mit jahrelanger Anschlusstherapie (Diagnose: schwere Depressionen) stand und andererseits Weinstein bezichtige, seine Geschäftspartner, wie mich, über den Tisch gezogen zu haben – gezielt und unter den Augen der hiesigen Wirtschaftsprüfung, die möglicherweise von den FilmfördererInnen, auch aus Staatsräson, gar nicht anders instruiert waren – in der Situation, noch einmal nachzulegen. Denn Letzteres zum Beispiel habe ich bislang nur angedeutet.

Und so möchte ich dieses und jenes noch einmal ausführen und mit meinen persönlichen Erinnerungen und losen Gedanken ergänzen.

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Für jeden Flüchtling ein Smartphone? Michael Simon de Normier antwortet Aras Bacho

Der syrische Flüchtling Aras Bacho fordert, dass jeder Flüchtling in Deutschland ein Smartphone bekommen solle. Nachzulesen ist dies in der Huffington Post. Der Produzent Michael Simon de Normier antwortet ihm.

Lieber Aras, guten Tag und willkommen in Deutschland!

Dein Beitrag im Blog der Huffington Post gefällt mir, weil er in exzellentem Deutsch verfasst ist. Hast Du ihn tatsächlich selbst geschrieben? Das wäre fantastisch.

Bitte betrachte es nicht als Unhöflichkeit oder mangelnden Respekt meinerseits, dass ich Dir nicht in Deiner Muttersprache antworten kann, sondern der hiesigen Landessprache, die – wie Du ja bereits erkannt hast – hierzulande Integrationssprache ist.
Ich zähle zu denjenigen, die sich aus Überzeugung stark dafür gemacht haben, Dir und sehr vielen weiteren Menschen auf der Flucht, nicht nur Schutz für Leib und Leben zu bieten, sondern Euch auch herzlich willkommen zu heißen! Es war eine mitreißende Erfahrung, dass sich so extrem viele Deutsche (unter ihnen viele, deren Vorfahren – so wie meine – auch mal auf der Flucht waren, oder Migrationshintergrund haben) so enthusiastisch und vor allem zupackend zeigten, als der Notstand am dringendsten war.

Seitdem ist vieles geschehen.

Wie Du vermutlich auch in den Medien (hoffentlich mehr dort, als in Deinem unmittelbaren Umfeld!) mitbekommen hast, sind die Deutschen mittlerweile verunsichert, von den Folgen dieser massiven Zuwanderung. Was in der Silvesternacht in Köln und anderswo geschehen ist und weitere schreckliche Einzelerfahrungen die unser ganzes Land (!) mit Flüchtlingen verbindet, hat uns emotional stark erschüttert und stellt unseren Optimismus, was die Integrationsfähigkeit etlicher Migranten betrifft, auf eine harte Probe. Ich sage es bei aller Höflichkeit ganz offen: es prüft sogar meine Toleranz sehr, wenn ich mitbekomme, mit welchen Vorstellungen Menschen mit muslimischen Wurzeln hier und heute in Deutschland über unsere freiheitlich demokratische Grundordnung hinweg gehen, unsere Werte von Toleranz und Gleichberechtigung und – nur ein Beispiel – den einigermaßen fortgeschrittenen Grad an Emanzipation von Homosexuellen mit Füßen treten.

(Die Verachtung, die meinen homosexuellen Freunden aus dieser Richtung entgegegen schlägt, und der massive Antisemitismus, den viele Deiner Landsleute mitbringen, macht mich regelrecht sprachlos. Deswegen möchte ich hier auch nicht weiter auf diese beiden Aspekte eingehen.)

Ein paar Mißverständnisse allerdings möchte ich auch Dir und den Unterstützern Deiner Forderung gegenüber versuchen auszuräumen:

Deutschland ist ein Sozialstaat, dessen Wurzeln stark in der christlichen Soziallehre verankert sind und der jüdischen Suche nach Gerechtigkeit folgen. Solidaritäts- und Subidiaritätsprinzip bedeuten, dass die Gemeinschaft Notleidende mit Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt – nach Möglichkeit nicht zentral (vom Bundeskanzleramt aus) sondern nahe am Geschehen vor Ort, in jeweiligen Einheiten. Diese Vorstellung kennst Du sicherlich auch aus Deinen Gemeinden, Deiner Familie, Deiner Community: nicht der Staat ist dafür zuständig alles zu richten, sondern Du, Deine Familie, Deine Gruppe, Deine Kommune… jeweils möglichst nach eigenen Kräften!

Dabei wird hierzulande auch nur in begründeten Ausnahmefällen etwas verschenkt. Die Vorstellung, dass der Staat Smartphones austeilt, dürfte hierzulande keine wirklich integrierte Persönlichkeit unterstützen.

Das wäre uns fremd! Ich weiß, das kommt jetzt vielleicht überraschend. Du erfährst ja an allen Ecken und Enden, dass Dinge bereit gestellt werden. Und auch einige Deutsche gewöhnen sich zunehmend an diesen Zustand. Aber denk nur mal nach: Wäre Deutschland ein so reiches Land, wie Du es erlebst, wenn alles so laufen würde, wie am Flughafen BER und zudem jeder alles bekäme, unabhängig davon, was sie oder er dafür an Eigenbemühungen und Verdiensten in die Gesellschaft einbringt?

Wir haben unseren Sozialleistungen das Motto „Fördern und fordern“ verordnet. Vieles in dessen Ausgestaltung ist zu Recht im Gespräch und im Wandel. An zukünftigen Diskussionen bist Du mit Deinen Sprachkenntnissen natürlich eingeladen, teilzunehmen (Tipp zum Einstieg: google mal „Agenda 2010“ „Oswald von Nell-Breuning“ und „Grundeinkommen“ – dann wird es richtig spannend, Deine Meinung dazu kennen zu lernen…).

Allerdings gilt in unserer Diskussions- und Medienkultur auch allzumenschlicherweise die Empfehlung, das Timing zu beachten:

Ich habe nicht den Eindruck, dass es dieser Tage auf allzu viel Gegenliebe bei der Mehrheit des hierzulande höchsten Souveräns, dem Volk, stößt – sprich: mehrheitsfähig wäre – auch noch Smartphones aus Steuergeldern an Flüchtlinge zu verschenken.

Mein Vater und meine Schwiegermutter haben übrigens auch keines. Und ich kenne ne Menge Leute, die sich keines leisten (können oder wollen).

So oder so, wird es dabei bleiben, dass Leistung(sbereitschaft) herzlich willkommen ist, weil wir wollen, dass Deutschland ein starkes, modernes Land bleibt. Freiheitlichkeit ist allerdings noch mehr als das – nämlich eine Grundbedingung!

In diesem Sinne – und aus meiner Warte – eine gesegnete Adventszeit und ein erfolgreiches Jahr 2017!

Michael

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf Facebook.

“Tat’n Sie eventuell mit mir vögeln?”

Soeben hatte Sebastian Schneider seiner Lehrerin ins Ohr gebissen. Und ihm war wohl schon bewusst, keinen positive Bescheid für seine impertinente Anfrage zu erhalten. Nur ist er halt ein kleiner, wenn auch nicht ganz unschuldiger, Bub und Fiktion – als Hauptfigur der unsterblichen Komödie “Wer früher stirbt ist länger tot”.

Kein Vergleich!

Bloß eine kleine assoziative Hilfestellung für alle, deren sprachliche Fantasie nicht darauf kommen wollte, dass auf diesem wahrlichen Schmierzettel

ich täte sie ficken

steht -und nicht, so wie wir es “, halbblind vor Schock, lesen wollten:

ich töte sie… F I C K E N !!!

Ging es Ihnen wie mir? Als ich von dem Zettel las, wollte ich es kaum wahrhaben.

So etwas abstoßendes! Kann das denn Wirklichkeit sein?

Als Mensch und Poet war ich den ganzen Tag lang völlig verstört, von der vermeintlichen Kombination aus dem Wunsch nach Sex und allzeit bereiter Mordlust. Als es in der Tagesschau kam, wurde der Schmierzettel weltberühmt. Längst berichten auch internationale Medien.

Darf man nach so einem langen Tag der entsetzlichen Erkenntnisse und Enttäuschung auch mal ein bißchen schmunzeln, sich an “Schtonk” erinnert fühlen?

Ewasack ist NICHT Haber Mondgerecht! Da wollen wir fair bleiben und nicht blind vor lauter Entsetzen, Wut und Sorge, oder?!

Der Jargon auf dem Blatt ist nicht meiner. In einem feministisch geprägten Haushalt wurde ich geimpft, im Salon und beim Anbahnungsverhalten auf Verben mit ‘ck’ und zweisilbige Substantive mit drei ‘t’s zur Beschreibung weiblicher Geschlechtsmerkmale ganz zu verzichten.

Ich darf es dem halbstarken Asylbewerber dennoch nicht verübeln, auf große Brüste abzufahren und zu hoffen, dass sein verbaler Frontalangriff (immerhin plante er seinen Wunsch nach einem Kuss – hoffentlich rechtzeitig – anzukündigen: “ich will [ähh..] täte sie küssen”) zum Erfolg führt. Dabei geht es mir auch nicht darum, herauszustellen, dass dieser Knilch in einer Turnhalle ohne Vorhänge, mit Gruppenduschen und Schlangestehen vorm WC, Schwierigkeiten damit haben dürfte, seinen Stau eigenhändig zu regulieren…

Nichts entschuldigt es, falls er handgreiflich gegenüber Frauen wurde!

Wenn diese – hoffentlich doch Ausnahmen -verschrobener Idioten schlussfolgern, die Frauen hierzulande seien leicht zu haben, weil sie sich – mehrheitlich nach eigenem Wunsch und Geschmack – leichter kleiden, als woanders, haben diese Typen eine wichtige Lektion schnellstens zu lernen.

Dieses drastische Missverständnisse ein- und für alle Male auszuräumen, ist übrigens eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, nicht diejenige ausschließlich der Frauen! Auch unsere selbstbewusste Kultur ist seit jeher eingeladen, einen Beitrag dazu zu leisten.

Integre Standpunkte vor!

Doch bitte werfen wir nicht alle und alles in einen Topf: in meinen essayistischen mit Tagestexten zur Integration, dem APP-reisskalender (weil er dieser Tage auch auf Arabisch als App erscheint) versuche ich mir bewusst zu machen, dass es einen deutlichen Unterschied macht, ob ich einem Gast einen Rat – z.B. in Stilfragen – gebe, -ob ich Richtlinien vorgebe, deren Missachtung gemeinschaftlich unerwünscht ist, -oder ob ich Regeln und Gesetze anführe, deren Befolgung nicht verhandelbar ist. Das Grundgesetz steht über Bibel und Koran. Aber auch weit oberhalb von Geschmacksfragen!

Hier gilt eine eindeutige Botschaft:

Du kannst auf Deinen persönlichen Spickzettel schreiben, was Du für angemessen hältst. Wie weit Du damit kommst, wirst Du sehen! Was wir von Dir halten, wenn es rauskommt ist – wie in der Schule! – Dein Problem.

Aber es ist eben ein ganz entscheidender Unterschied, ob Du planst, eine Frau blöd anzuquatschen – was sie, je nach Kontext, zur sexuellen Belästigung zählen könnte -, oder ob Du mit Händen, statt mit Worten gegen ihren Willen handelst. Geschweige denn, ob er vorhat, sie gezielt zu verletzen, gar zu töten!

Die Grenzen zwischen dem ein- und dem anderen mögen zwar in der Praxis leider fließend sein. Aus ethischer Betrachtung dürfen wir sie nicht verwischen!

Ich frage mich, ob der Typ, dem diese wenig schicken und unschicklichen Sprüche von seinem Übersetzer (offenbar ebensowenig Muttersprachler) auf den Weg mitgegeben wurden, sich an seinen mutmaßlichen Vorsatz, zu flirten, statt zu überfallen, in der betreffenden Nacht hielt, oder nicht…

Und zwei weitere Fragen stelle ich mir noch:

  1. Wie hört sich die betreffende Sprache heute – lange nach meiner Schulzeit – auf den Schulhöfen an?
  2. Wie war das in den Redaktionen?

Frei nach Schtonk?

Das kann ja sein, aber für mich ist der zweite Buchstabe da ein “ä” und kein “ö”. Und ditt macht ja ooch gar keinen Sinn!

Und dennoch wurde eine Schlagzeile daraus!

Gastbeitrag von Michael Simon de Normier.