Ich habe aus gegebenem Anlass eine neue kleine Seite gebaut, bückbürgertum.de, auf der kann man in 13 Fragen herausfinden kann, ob man Bückbürger, Shitbürger oder doch etwas ganz anders ist…
Das ist natürlich kein wissenschaftlicher Test. Es ist eher eine kleine Spielerei an der Schnittstelle von politischer Typologie, Selbstdiagnose und gepflegter Beleidigung.
Ausgangspunkt ist Ulf Poschardts Buch „Bückbürgertum“. Der Begriff ist stark, weil er sofort ein Bild erzeugt. Man sieht nicht nur eine politische Haltung, sondern eine Körperhaltung. Jemanden, der sich vorsorglich klein macht. Der schon nachgibt, bevor überhaupt Druck kommt. Der sich mit Macht arrangiert und das dann auch noch Haltung nennt.
Mich interessiert daran weniger die Frage, ob nun jeder einzelne Befund stimmt. Mich interessiert, dass der Begriff offensichtlich etwas trifft.
Denn dieses Milieu gibt es ja: Menschen, die Freiheit im Munde führen, aber bei der ersten Zumutung sofort nach Regeln, Verboten, Zuständigkeiten und moralischer Aufsicht rufen. Menschen, die sich für kritisch halten, aber immer nur in die Richtung kritisch sind, in die man gefahrlos kritisch sein darf. Menschen, die glauben, sie seien mutig, weil sie mit der Herde gegen den Zaun laufen.
Daraus ist der kleine Test entstanden:
13 Fragen.
6 Typen.
Ein Ergebnis.
Man kann das alles nicht zu ernst nehmen. Aber vielleicht auch nicht gar nicht.
Wichtiger Hinweis: bückbürgertum.de ist keine offizielle Seite von Ulf Poschardt und keine offizielle Seite des Westend Verlags. Es ist ein unabhängiges, spielerisches Projekt, inspiriert vom Begriff und vom Buch.
Wer wissen will, ob er vielleicht doch mehr bückt, als ihm lieb ist:
Und wer sich über das Ergebnis ärgert, sollte es vielleicht besonders ernst nehmen.

