Fotografie: La table servie

Das obige Bild namens La table servie, auch Table prête, wurde von Joseph Nicéphore Niépce wahrscheinlich 1832 erstellt, es handelt sich dabei um eine Physautotypie.

Die Physautotypie war eines der ersten fotografischen Verfahren überhaupt, entwickelt um 1832 von Joseph Nicéphore Niépce und Louis Daguerre. Statt Silbersalzen verwendeten sie eine dünne Schicht aus Rückständen von Lavendelöl, die sie auf eine Metall- oder Glasplatte auftrugen. Nach dem Verdunsten des Alkohols blieb ein feiner Film zurück, der auf Licht reagierte. Diese beschichtete Platte wurde dann viele Stunden lang in einer Camera obscura belichtet. Das Licht veränderte die Lavendelrückstände chemisch – die belichteten Stellen härteten aus, die unbelichteten blieben löslich und wurden später ausgewaschen.

Das Ergebnis war ein direkt positives Bild, das erst beim richtigen Lichteinfall sichtbar wurde: Die belichteten Bereiche erschienen durchsichtig, die anderen milchig weiß. Betrachtete man die Platte vor einem dunklen Hintergrund, leuchtete die Szene wie ein geisterhaftes Relief – halb Fotografie, halb Alchemie. Die Physautotypie war technisch unpraktisch, aber ästhetisch faszinierend: das erste Verfahren, bei dem Licht selbst Spuren auf einer empfindlichen Oberfläche hinterließ – das Urbild der Fotografie.

Verschiedentliche Behauptungen, das Bild sei von 1822, sind wohl nicht zutreffend; das Verfahren wurde erst um 1832 entwickelt.

Rabatte mit Haltung – warum Transparenz das beste Verkaufsargument ist

Rabatte locken, Vertrauen hält. In einer Welt, in der wir mit jedem Klick ein Schnäppchen finden können, wird der ehrliche Umgang mit Rabatten zum Marktfaktor. Wer seine Rabatte offen kommuniziert, stärkt nicht nur sein Markenimage, sondern minimiert auch Gefahren, wenn es um Recht und Gesetz geht.

Verbraucher sind sensibler, als man oftmals denkt. Sie vergleichen Preise, hinterfragen Deals und merken schnell, wenn ein Rabatt mehr verspricht, als er halten kann. Wer offen und ehrlich mit seinen Preisen umgeht, sammelt somit nicht nur Langzeit-Kunden, sondern auch ein gutes Stück Glaubwürdigkeit.

Vertrauen stiften statt Druck aufbauen

Rabatte sollen locken, nicht manipulieren. Doch der Grat zwischen echten Vorteil und einem psychologischen Kniff ist schmal. Nachvollziehbar und begründet, wirkt ein Rabatt authentisch. Wird dagegen ein Nachlass allein über Schnelligkeit oder Verknappfung „verkauft“, schadet dies auf Dauer der Marke.

So setzen viele Händler bspw. auf einen Countdown, ein knalliges Banner oder Call-to-Action-Formulierungen wie „nur heute“ und erzielen so eine schnelle Reaktion. Nur ist dieses Vertrauen auf Dauer zerstört, denn irgendwann hält kaum ein Kunde eine derartige Aktion für wirklich ehrlich gemeint. Stattdessen gewinnt schlussendlich, wer offen und ehrlich erläutert, warum der Preis mal wieder runter geht. Der Kunde merkt, wenn etwas authentisch ist.

Rechtssicherheit schafft Klarheit und bewahrt vor Problemen

Mit der EU-Omnibus-Richtlinie und der neuen Preisangabenverordnung gilt: Wer Rabatte verteilt, muss den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage offenlegen. Das soll Verbraucher vor falschen „vorher“-Preisen schützen und soll Unternehmen zu „ehrlichen“ Preisangaben zwingen.

Wer heute beispielsweise einen Artikel mit 20% Rabatt anbietet, muss beweisen können, dass der Preis nicht erst kurz vor der Aktion nach oben gegangen ist. Kann er diesen Beweis nicht führen, drohen Abmahungen. Gerade im Online-Handel ist hier ein Auge drauf zu werfen, denn digitale Spuren machen hier alles transparent.

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Mein Abendessen: Slavink mit Sahnerosenkohl

Slavink – auch Slavinken – sind mit Speck umwickelte Hackfleischröllchen aus der niederländischen Küche. Schweinehack wird mit wenig Semmelbröseln vermischt (ca. 40g Semmelbrösel auf 400g Hack), mit etwas Pfeffer, Muskat und Salz gewürzt. Es werden je 100g schwere Würstchen geformt und dann fest mit Speck umwickelt.

Von allen Seiten in Öl scharf anbraten und ca. 15 Minuten in der Pfanne garen lassen, alternativ im Airfryer.

Dazu passt Sahnerosenkohl: Rosenkohl putzen, vierteln, in Butter kurz andünsten, mit Sahne angießen, einen Esslöffel Senf dazu, mit etwas gekörnter Brühe und Pfeffer würzen, Sahne etwas einkochen lassen und in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln zugeben.

Das Abendessen habe ich auch auf X in meiner Serie „Wer kommt?vorgestellt.

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Auch wenn man sich im ersten Augenblick erschreckt: Solche Nachrichten sollte man nie gedankenlos aus Panik anklicken:

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Gibt es noch Menschen, die auf solche Nachrichten hereinfallen?

Hello

I hope this message finds you well. Can I trust you? Because I am seeking for a trustworthy individual for a transaction involving an inheritance claim left behind by the late Mr.Burhan, tragically passed away from COVID-19 on March 2, 2020, at the age of 71. He left behind a substantial deposit of $15 million (Fifteen Million United States Dollars) in his account with our firm. Despite his passing, no one has come forward to claim these funds. The bank’s board of directors has instructed Mr. Burhan’s special account officer to locate his next of kin in order to release the deposit. However, as Mr. Burhan did not specify a next of kin in his security file with the bank, I am reaching out to you for assistance.

I propose to share the proceeds from this transaction based on a percentage ratio that I believe will be agreeable to you. Upon successful completion of the transaction, you will receive 40%, while I will retain 50%, and 10% will be allocated for any incurred expenses. I will provide you with further details upon receiving your satisfactory response via my personal.

Best regards,
Mr. Akeem Ghiath

Was bedeutet Foodstagrammer?

„Foodstagrammers“ (singular Foodstagrammer) ist ein Kofferwort aus „food“ (Essen) und „Instagrammers“ (Menschen, die auf Instagram posten). Es bezeichnet also Leute, die ihr Essen fotografieren und auf Instagram teilen – oft sehr stilisiert, mit Hashtags wie #foodporn, #instafood oder #foodie.

Im engeren Sinn sind Foodstagrammers eine Art Untergruppe der „Influencer“: Sie kuratieren ihr Profil um kulinarische Ästhetik – vom Streetfood bis zum Haute-Cuisine-Teller.

Interessant ist, dass diese Kultur die Wahrnehmung von Essen verändert hat: Essen wird nicht nur konsumiert, sondern inszeniert, fast wie ein Kunstobjekt. Die Bildsprache folgt oft gewissen Trends – Top-Down-Shots, mattierte Farben, Latte-Art-Nahaufnahmen.

Kurz gesagt:

Foodstagrammers = Instagram-User, die Essen zu einem ästhetischen Erlebnis machen.

Oder, poetischer formuliert: die das Abendessen erst genießen, nachdem es genügend Likes bekommen hat.

Wenn Sie dem Herausgeber dieses Blogs, Severin Tatarczyk, auf Insta folgen wollen, klicken Sie hier. Seine Essenfotos gibt es aber auf X unter der Frage „Wer kommt?„.

Was bedeutet Pali-Mulle?

Eine Pali-Mulle, auch Palimulle, ist eine westliche, meist junge Frau, die sich lautstark und demonstrativ mit der palästinensischen Sache solidarisiert – oft mit Tuch, Parolen und moralischem Eifer –, dabei aber oberflächlich oder naiv ist.

Vergleiche auch Mulle allgemein.

 

Rezept: Irisches Kartoffelpüree

Inspiriert von Jamie Oliver

Auf irisches Kartoffelpüree bin ich im Kochbuch „Zu Gast bei Jamie“  von Jamie Oliver gestoßen,

Bei ihm werden 1 kg mehlige Kartoffeln in Salzwasser weich gekocht. Parallel dazu Lauch und Frühlingszwiebeln fein geschnitten, in etwas Butter angedünstet und anschließend mit 150 ml Milch sowie einem Lorbeerblatt 7–8 Minuten geköchelt.

Die abgegossenen Kartoffeln werden gestampft; die Milchmischung wird nach und nach eingerührt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Eine Handvoll gehackte Brunnenkresse wird untergehoben und das Püree kurz erhitzt.

Zum Schluss werden gehackte Petersilie und Sellerieblätter (oder Liebstöckel) untergerührt; etwas davon wird als Dekoration obenauf gestreut.

Ich habe das Rezept etwas angepasst: Statt Milch habe ich Sahne genommen und die Frühlingszwiebel nicht mit gekocht, sondern zusammen mit der Petersilie und Kresse untergehoben und nicht mehr erhitzt. Außerdem habe ich nur Kresse als Deko genommen, aber das ist ja Geschmackssache.

Weitere Varianten

Nachdem ich das Rezept in meiner Serie „Wer kommt?“ als Beilage zu Tafelspitz in Worcestershire Sauce vorstellte, kamen viele Fragen und ich recherchierte noch etwas weiter.

Jamies Rezept ist eine etwas verbesserte „Champ“ Variante – bei Champ werden ursprünglich nur Frühlingszwiebeln verwendet.

Daneben gibt es „Colcannon“ – cremiges Kartoffelpüree mit fein geschnittenem Kohl (Weißkohl oder Grünkohl), viel Butter, warmer Milch oder Sahne, Salz, Pfeffer; oft noch mit Lauch oder Frühlingszwiebeln dazu. Oben kommt meist eine Buttermulde drauf.

So oder so: Es schmeckt sehr gut und ist mal eine Abwechslung zum normalen Kartoffelstampf.