Was bringt eigentlich ein Mundschutz?

In Asien gehört er in Erkältungszeiten zum Straßenbild, in Europa und Deutschland ist er noch wenig zu sehen: Der Mundschutz.

Jetzt wird er aufgrund der Corona Pandemie 2020 auch hierzulande diskutiert. Doch was bringt er eigentlich?

Wenn man nicht mit Corona – oder einem anderen Virus – infiziert ist, ist der Nutzen eines einfachen Mundschutzes gering, da dieser nur einen geringen Filtereffekt hat und zudem die Atmung ja auch am Rand vorbei erfolgt, so dass mit Viren belastete Atemluft eingeatmet wird. Ein geringer Schutzeffekt, z.B. wenn man direkt angehustet wird, ist natürlich vorhanden und die Wahrscheinlichkeit einer Infektion wird gesenkt, aber man ist eben nicht vollumfänglich gesichert.

Anders sieht es aus, wenn man infiziert ist: Gerade wenn man hustet ist in ausgeworfenen Tröpfchen die Konzentration an Viren sehr hoch. Durch den Mundschutz werden solche Tröpfchen, um nicht zu sagen Tropfen, wirkungsvoll zurückgehalten. Das Risiko, dass man Flächen kontaminiert oder andere direkt infiziert, ist dadurch deutlich verringert. Und da man ja gerade am Anfang nicht sicher weiß, ob man infiziert ist oder nicht, ist es eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme, einen Mundschutz zu tragen.

Insoweit gibt es in Zeiten von Corona drei Argumente für das Tragen eines Mundschutzes:

  • Als Infizierter verringe ich das Ansteckungsrisiko für Dritte deutlich.
  • Als Gesunder minimiere ich mein Ansteckungsrisiko zumindest.
  • In beiden Fällen trage ich zur sozialen Akzeptanz des Mundschutzes bei.

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