10 Fakten über den Thomastag

  1. Am 21. Dezember ist der traditionelle Thomastag, der immer noch begangen wird, auch wenn das Fest des heiligen Thomas durch die katholische Kirche 1970 auf den 3. Juli verlegt wurde.
  2. Es ist der Gedenktag des Apostels Thomas, der einer der zwölf Jünger Jesu war.
  3. Die Thomasnacht ist die erste Rauhnacht. Um den Tag gibt es daher viele Bräuche und Aberglauben, die oft in vorchristlicher Tradition verwurzelt sind, da der Thomastag oft mit der Wintersonnenwende zusammenfällt.
  4. In einigen Regionen und bei vielen Studentenverbindungen wird heute abend heftig gefeiert, worauf z.B. die Bezeichnung “Durchspinn-Nacht” hinweist. Im Schwarzwald wird der Morgen nach der Thomasnacht “Kotzmorgen” genannt.
  5. In Bayern gibt es den Aberglauben, dass sich eine ledige Frau vor ihrem Bett nackt auf einen Schemel stellen und den Spruch “Betschemel i tritt di, heiliger Thomas i bitt di, lassmi sehn den Herzallerliebsten mein, in dieser heiligen Nacht!” aufsagen soll, sie sehe dann ihren künftigen Ehemann.
  6. Oft schlachten die Bauern heute das Weihnachtsschwein (Mettensau, Weihnächter), das speziell für die Weihnachtstage gemästet wurde.
  7. Manche germanische Neuheiden und Hexen feiern heute das Julfest, das aber auch am 25. Dezember oder dem tatsächlichen Tag der Wintersonnenwende begangen werden kann. Das Julfest, das aus dem Norden kommt, ist der vorchristliche Vorläufer des Weihnachtsfests. Gefeiert wird das Wiedererstarken der Sonne, da die Tage ab der Sonnenwende wieder länger werden. Es beginnt eine zwölftägige Friedenszeit, die Häuser werden mit immergrünen Zweigen geschmückt und auch Geschenke verteilt sowie Julfeuer angezündet. Leider wird das Fest in Deutschland oft von Rechtsextremen missbraucht, die sich damit dem “Germanentum” zuwenden wollen.
  8. In einigen westfriesischen und ostdeutschen Gemeinden beginnt am Thomastag ein zwölf Tage anhaltendes Glockengeläut, das ursprünglich die bösen Geister vertreiben sollte.
  9. In einigen Gemeinden in der Lüneburger Heide zogen Kinder und Jugendliche bis vor kurzem im “Thomsen” oder “Thomsen gehen” genannten Brauch musizierend und singend von Haus zu Haus und erhalten dafür Süßigkeiten. Dieser Brauch ist analog zum Martinssingen, dass in diesen Gemeinden nicht begangen wird. Das Thomsen ist in den letzten Jahren durch Halloween verdrängt worden und wird heute nur noch selten praktiziert.
  10. Rund un den Thomastag gibt es viele Bauernregeln wie “Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt’s ein schönes neues Jahr.”, “Sankt Thomas bringt die längste Nacht, weil er den kürzesten Tag gebracht.” oder “Am Thomastag wächst der Tag nur einen Hahneschritt.”

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