Tucholsky: Was darf die Satire?

Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.

Satire scheint eine durchaus negative Sache. Sie sagt: „Nein!“ Eine Satire, die zur Zeichnung einer Kriegsanleihe auffordert, ist keine. Die Satire beißt, lacht, pfeift und trommelt die große, bunte Landsknechtstrommel gegen alles, was stockt und träge ist.

Satire ist eine durchaus positive Sache. Nirgends verrät sich der Charakterlose schneller als hier, nirgends zeigt sich fixer, was ein gewissenloser Hanswurst ist, einer, der heute den angreift und morgen den.

Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.

Die Satire eines charaktervollen Künstlers, der um des Guten willen kämpft, verdient also nicht diese bürgerliche Nichtachtung und das empörte Fauchen, mit dem hierzulande diese Kunst abgetan wird.

Vor allem macht der Deutsche einen Fehler: er verwechselt das Dargestellte mit dem Darstellenden. Wenn ich die Folgen der Trunksucht aufzeigen will, also dieses Laster bekämpfe, so kann ich das nicht mit frommen Bibelsprüchen, sondern ich werde es am wirksamsten durch die packende Darstellung eines Mannes tun, der hoffnungslos betrunken ist. Ich hebe den Vorhang auf, der schonend über die Fäulnis gebreitet war, und sage: „Seht!“ – In Deutschland nennt man dergleichen ‚Kraßheit‘. Aber Trunksucht ist ein böses Ding, sie schädigt das Volk, und nur schonungslose Wahrheit kann da helfen. Und so ist das damals mit dem Weberelend gewesen, und mit der Prostitution ist es noch heute so.

Der Einfluß Krähwinkels hat die deutsche Satire in ihren so dürftigen Grenzen gehalten. Große Themen scheiden nahezu völlig aus. Der einzige ‚Simplicissimus‘ hat damals, als er noch die große, rote Bulldogge rechtens im Wappen führte, an all die deutschen Heiligtümer zu rühren gewagt: an den prügelnden Unteroffizier, an den stockfleckigen Bürokraten, an den Rohrstockpauker und an das Straßenmädchen, an den fettherzigen Unternehmer und an den näselnden Offizier. Nun kann man gewiß über all diese Themen denken wie man mag, und es ist jedem unbenommen, einen Angriff für ungerechtfertigt und einen anderen für übertrieben zu halten, aber die Berechtigung eines ehrlichen Mannes, die Zeit zu peitschen, darf nicht mit dicken Worten zunichte gemacht werden.

Übertreibt die Satire? Die Satire muß übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten.

Aber nun sitzt zutiefst im Deutschen die leidige Angewohnheit, nicht in Individuen, sondern in Ständen, in Korporationen zu denken und aufzutreten, und wehe, wenn du einer dieser zu nahe trittst. Warum sind unsere Witzblätter, unsere Lustspiele, unsere Komödien und unsere Filme so mager? Weil keiner wagt, dem dicken Kraken an den Leib zu gehen, der das ganze Land bedrückt und dahockt: fett, faul und lebenstötend.

Nicht einmal dem Landesfeind gegenüber hat sich die deutsche Satire herausgetraut. Wir sollten gewiß nicht den scheußlichen unter den französischen Kriegskarikaturen nacheifern, aber welche Kraft lag in denen, welch elementare Wut, welcher Wurf und welche Wirkung! Freilich: sie scheuten vor gar nichts zurück. Daneben hingen unsere [44] bescheidenen Rechentafeln über U-Boot-Zahlen, taten niemandem etwas zuleide und wurden von keinem Menschen gelesen.

Wir sollten nicht so kleinlich sein. Wir alle – Volksschullehrer und Kaufleute und Professoren und Redakteure und Musiker und Ärzte und Beamte und Frauen und Volksbeauftragte – wir alle haben Fehler und komische Seiten und kleine und große Schwächen. Und wir müssen nun nicht immer gleich aufbegehren (‚Schlächtermeister, wahret eure heiligsten Güter!‘), wenn einer wirklich einmal einen guten Witz über uns reißt. Boshaft kann er sein, aber ehrlich soll er sein. Das ist kein rechter Mann und kein rechter Stand, der nicht einen ordentlichen Puff vertragen kann. Er mag sich mit denselben Mitteln dagegen wehren, er mag widerschlagen – aber er wende nicht verletzt, empört, gekränkt das Haupt. Es wehte bei uns im öffentlichen Leben ein reinerer Wind, wenn nicht alle übel nähmen.

So aber schwillt ständischer Dünkel zum Größenwahn an. Der deutsche Satiriker tanzt zwischen Berufsständen, Klassen, Konfessionen und Lokaleinrichtungen einen ständigen Eiertanz. Das ist gewiß recht graziös, aber auf die Dauer etwas ermüdend. Die echte Satire ist blutreinigend: und wer gesundes Blut hat, der hat auch einen reinen Teint.

Was darf die Satire?

Alles.

Diesen Text schrieb Kurt Tucholsky unter dem Pseudonym Ignaz Wrobel im Berliner Tageblatt Nr. 36 am 27. Januar 1919.

Aktuell ist er immer noch.

Liste: Märkte in ausgewählten Städten

Soviele Märkte gibt es in folgenden Städten:

  1. Istanbul: 601
  2. Paris: 550
  3. London: 280
  4. Los Angeles: 263
  5. Shanghai: 262
  6. Seoul: 198
  7. New York: 144
  8. Rom: 127
  9. Moskau: 125
  10. Sydney: 118
  11. Singapur: 107
  12. Buenos Aires: 104
  13. Hong Kong: 101
  14. Amsterdam: 95
  15. Tokio: 87
  16. Kapstadt: 58
  17. Madrid: 50
  18. Toronto: 41
  19. Lagos: 27

Quelle: World Cities Culture Forum, 2018

FoodHack: Pulled Pork aus dem Kochtopf

Es gibt inzwischen von vielen Herstellern vorbereitetes Pulled Pork, das man auf dem Grill oder im Backofen zubereiten kann, was allerdings meist recht lange dauert.

Ich bereite es im Kochtopf zu, was nicht mehr als 15 Minuten dauert.

Einfach das Fleisch mitsamt der Flüssigkeit in einen Kochtopf geben, Deckel drauf, kurz auf höchste Stufe erhitzen bis es dampft, dann die Temperatur reduzieren und das Fleischstück vierteln. Dann nach insgesamt 10 Minuten grob zerteilen und weitere fünf Minuten garen lassen. Darauf achten, dass nichts anbrennt!

Fertig.

Getestet mit Rasting (EDEKA) Pulled Pork sowie Tulip Pulled Pork, Pulled Chicken und Pulled Turkey.

Anleitung: Seedbombs selber machen

Was Sie brauchen, um Seedbombs selbst zu basteln:

  • Samen (1 Teil)
  • Erde (2 Teile)
  • Kompost (1 Teil)
  • Tonerde aus dem Baumarkt, Terrarienbedarf oder aus der Apotheke (5 Teile)
  • Wasser

Wenn Sie keinen Kompost haben, können Sie auf diesen verzichten, nehmen Sie dann etwas mehr Erde. Wenn Sie keine Tonerde finden, nehmen Sie Lehm oder alternativ Katzenstreu aus reinem Betonit.

Mischen Sie die Zutaten unter Zugabe von Wasser gut zusammen und formen Sie daraus ca. walnussgroße Kugeln und lassen Sie diese trocknen.

Bei der Auswahl der Samen sollten Sie folgendes beachten:

  • verwenden Sie regionale Pflanzen
  • verzichten Sie auf giftige Pflanzen
  • nehmen Sie robuste, unempfindliche Pflanzen
  • ein Mix aus ein- und mehrjährigen Pflanzen ist ideal

Gut geeignet sind:

  • Brennnessel (gut für Schmetterlinge)
  • Lupinen
  • Lavendel
  • Fette Henne
  • Efeu
  • Farne (für schattige Plätze, in der Stadt)
  • Strauchrosen
  • Gräser
  • Tagetes
  • Kapuzinerkresse
  • Gänseblümchen
  • Klee (gut für Bienen, für große Brachflächen)
  • Minze
  • Zitronenmelisse
  • Rosmarin

Was bedeutet 805?

805 ist der Anfang der Vorwahl u.a. von Santa Barbara und steht im Internet oft als Synonym für diese Orte in Kalifornien und/oder kalifornischen Lifestyle.

The 805 is the place to be!

Liste: Vegane Proteinquellen

Hier finden Sie eine Liste mit veganen Proteinquellen, angegeben ist jeweils auch der Proteingehalt auf 100g.

Erdnüsse – 25g
Linsen – 9g
Erbsen – 7g
Weiße Bohnen
Haferflocken
Spaghetti
Sojadrink
Kartoffeln
Seitan
Tofu

Köpfe: Hans-Jürgen Brockers

Hans-Jürgen Brockers, geboren am 24. Januar 1945, ist Sparkassenbetriebswirt und Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Hans-Jürgen Brockers ist Mitglied der CDU. Er ist für seine Partei Bezirksvorsteher des Bezirks Ost und Ratsmitglied in Krefeld. Er war Mitglied des Aufsichtsrates des Klinikums Krefeld. Brockers ist Mitglied der Fluglärmkommission beim Flughafen Düsseldorf.

Der Sparkassenbetriebswirt erhielt im Juni 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Vorgeschlagen wurde er vom Präsidenten des Landgericht Krefeld und vom Direktor des Amtsgerichtes in Krefeld, weiter empfohlen von der Stadtverwaltung Krefeld, dem Polizeipräsidenten in Krefeld, vom Verein Bürger und Polizei.

Er ist verheiratet und hat drei Töchter.

Mein Abendessen: Diverse kalte Kleinigkeiten

Gurke, Tomate, Paprika, spanische Salami, Käsewürfel – dazu vielleicht noch ein Baguette. Mehr muss es für ein Abendessen nicht sein.

Rezept: Kräutersalat mit Radicchio

Einfacher schneller Beilagensalat: Einen Kopf Radicchio in Streifen schneiden, einen Bund Koriander, Petersilie, Minze sowie ein Salatherz klein schneiden und mit etwas Olivenöl, Balsamico, Zitronensaft und Sojasauce marinieren.

Gut geeignet für die Sirtfood Ernährung.

Dokumentiert: Twitter-Blockliste von #ReconquistaInternet

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