Serienmörder: Christman Gniperdoliga

Christman Gniperdoliga ist auch unter den Namen Groperunge aus Kerpen, Christman Knipperdolling und Christman Genipperteinga bekannt.

Geboren wurde er in Kerpen bei Köln, das Geburtsdatum ist nicht überliefert.

Gniperdoliga soll in einem Bergwerk oder einer Höhle im Fraßberg an den Moselhöhen unweit von Bernkastel-Kues gelebt haben, von wo aus er einen guten Blick auf damalige wichtige Handelsstraßen hatte. Dementsprechend überfiel er bevorzugt Händler, die zwischen Deutschland und Frankreich unterwegs waren. Er bediente sich dabei Komplizen, die er oftmals nach seinen Raubzügen in seiner Höhle vergiftet und dann in einem Schacht entsorgt haben soll.

Mit ihm lebte die Tochter eines Küfers aus Boppard, die er bei einem Überfall als Sklavin erbeutete. Verließ er die Höhle, kettete er sie an. Sie soll ihm während sieben Jahren insgesamt sechs Kinder geboren haben. die er alle direkt nach der Geburt tötete, ausweidete und in Bäumen aufhing. Wenn sie durch den Wind bewegt wurden, soll er gesungen haben:

Tanzt liebe Kindlein tanzt, Gnipperteinga euer Vater macht euch den Tanz.

Dass er seine Kinder tötete, wurde ihm der Überlieferung nach zum Verhängnis: Seine von ihm versklavte Frau schwor ihm, dass sie ihn nicht verrate würde, wenn sie die Stadt besuchen dürfe. Als sie dort spielende Kinder sah, wurde sie von ihren Gefühlen hingerissen und sie klagte ihr Leid einem Stein. Letztlich wurde sie dann überzeugt, dass sie den Eid brechen könne. Sie legte eine Spur mit Bohnen zu seinem Versteck und wog ihn in Sicherheit. Am 31. Mai 1581 wurde er dann in seiner Höhle während er schlief festgenommen.

Er wurde am 17. Juni 1581 gerädert und soll dies um neun Tage überlebt haben.

Bild: Public Domain. Zeitgenössische Darstellung des Räderns (um 1586).

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