10 Tipps, was man gegen das Insektensterben tun kann

Es gibt in Deutschland immer weniger Insekten und Insektenarten. Hier sind 10 Tipps, was Sie gegen das Artensterben tun können:

  1. Kaufen Sie Bio
    Biologische Landwirtschaft heißt auch weniger Insektizide. Kaufen Sie daher “Bio”! Das ist übrigens auch schon fast der wichtigste Tipp: denn so bewegen Sie etwas “am großen Rad” Landwirtschaft!
  2. Leben lassen – und kein Gift versprühen
    Wespennest nah am Haus? Spinnenweben vor dem Fenster? Auch wenn es sie Überwindung kostet: lassen Sie Insekten und deren Nester in Ruhe. Verspritzen Sie selber keine Gifte, sondern setzen auf natürliche Hausmittel, wenn Sie Insekten fernhalten wollen.
  3. Beim Überwintern helfen
    Es gibt immer weniger natürliche Möglichkeiten, in denen Insekten überwintern können. Mit einem Insektenhotel helfen Sie! Hat auch Platz auf dem Balkon oder an der Hauswand.
  4. Einen Teich anlegen – oder Wassergefäße aufstellen
    Sie haben einen Garten? Dann legen Sie doch einen Miniteich an, der vielen Insektenarten einen Lebensraum bietet. Außerdem sieht er gut aus. Wenn Sie keinen Platz für einen Teich haben, können Sie auch Gefäße mit Teicherde und Wasser füllen und einige Wasserpflanzen hineinpflanzen, z.B. Wasserlilien – das macht sich auch gut auf Balkon und Terrasse.
  5. Laub und Totholz liegen lassen
    Abgefallenes Laub und Totholz sind wichtige Lebensräume für viele Insektenarten. Lassen Sie es liegen. Wollen Sie Laub nicht auf Ihrem Rasen herumfliegen haben, kehren Sie es zusammen und schaffen Sie es in andere Bereiche Ihres Gartens; Laubbläser sollten Sie nicht einsetzen.
  6. Wilde Ecken im Garten zulassen
    Lassen Sie in ihrem Garten “wilde Ecken” zu, in denen wachsen darf, was will. So sind z.B. Brennesseln wichtig für manche Schmetterlingsarten. Auch Laub und alte Äste können sie hier ablegen (siehe vor).
  7. Lehmpfütze anlegen (auch auf dem Balkon).
    Besorgen Sie sich etwas Lehm und bringen den in Ihrer wilden Ecke im Garten oder in einer Schale an. Bilden Sie eine Kuhle und füllen Sie etwas Wasser hinein. Das lohnt sich gleich doppelt – zum einen finden viele Insektenarten damit Baustoff für Ihre Nester, zum anderen können sie besonders im heißen Sommer Wasser tanken. Eine Schale mit etwas Lehm und Wasser kann man auch auf den Balkon, hinter die Garage oder in den Innenhof stellen.
  8. Heimische Arten anpflanzen – und/oder Seedbombs werfen
    Wenn Sie einen Garten haben, sollten Sie heimische Pflanzen anschaffen – auf diese sind die Insekten aber auch andere Tierarten wie z.B. Vögel am besten eingestellt. Eine Liste schmetterlingsfreundlicher Pflanzen gibt es z.B. hier. Haben Sie selber keinen Garten, können Sie z.B. die Betreuung einer Brach- oder Grünfläche übernehmen – Ihre Stadt und Gemeinde sind hier der richtige Ansprechpartner. Und wenn Sie nur wenig Zeit haben und auf die schnelle für mehr Pflanzenvielfalt in Ihrem Umfeld sorgen wollen: werfen Sie z.B. Seedbombs auf Brachflächen.
  9. Unterstützen Sie Umweltprojekte
    Es gibt viele Projekte, die sich direkt oder zumindest indirekt dem Schutz von Insekten widmen. Eine gute Möglichkeit ist z.B., sich für den Erhalt oder die Renaturierung von Streuobstwiesen einzusetzen. Das kann aktiv geschehen, indem Sie in entsprechenden Vereinen mitarbeiten oder auch durch eine Spende.
  10. Sagen Sie es weiter
    – indem Sie z.B. diesen Artikel teilen. Besonders aber auch im Gespräch mit anderen. Je mehr Menschen sich engagieren, um so mehr wirkt es sich aus!

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