10 Fakten zur Walpurgisnacht

  1. Als Walpurgisnacht bezeichnet man die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai. Der Name rührt daher, dass der 1. Mai bis ins Mittelalter der Festtag der heiligen Walburga, einer englischen Äbtissin. Walpurgis gilt als Schutzheilige gegen Pest, Husten und Tollwut.
  2. Andere Namen der Nacht sind Hexenbrennen, Walpurgisabend, Walper-Abend oder auch Walper-Nacht. In dieser Nacht sollen nach altem Glauben die Hexen auf den Blocksberg fliegen. Zum Schutz vor diesen Hexen wurden früher die Kirchenglocken geläutet, was man “walpern” nannte.
  3. In anderen Teilen Deutschlands – z.B. in der Eifel – bezeichnet man als “walpern” das Durchführen von Streichen. Damit zeigen sich auch bei der Walpurgisnacht Parallelen zu Silvester und den Karnevalstagen – es geht um das Vertreiben von bösen Mächten.
  4. Oft werden auch Maifeuer angezündet, mit denen die Hexen vertrieben werden sollen; manchmal werden auch nachgebildete Holzhexen verbrannt. Sind die Feuer heruntergebrannt, springen verliebte Paare beim “Maisprung” durch die Feuer.
  5. Damit ergibt sich auch eine Nähe zu alten Fruchtbarkeitsriten. So wurden in vorchristlicher Zeit rituelle Liebesakte auf den Feldern durchgeführt, damit sich die menschliche Fruchtbarkeit auf den Ackerboden überträgt.
  6. Im Wendland gibt es sog. “Brautsteine”. Das sind Monolithen, die man als versteinerte Brautpaare ansah. Mädchen rutschten in der Walpurgisnacht mit entblößten Genitalien über diese Steine rutschten, um sich dabei ihren Liebhaber oder ein Kind zu wünschen.
  7. Beim Brauch des Maistrichs werden in der Nacht Linien mit Kreide, Kalk oder Häckseln bei heimlich Verliebten vom Haus des einen zum Haus des anderen gezogen, wodurch die Liebe öffentlich gemacht werden soll.
  8. Auch das Aufstellen des Maibaums in der Dorfmitte soll die Fruchtbarkeit in die Mitte der Menschen bringen. In Süddeutschland sind dies meist Tannenbäume oder bemalte Stämme, in anderen Teilen Deutschlands meist Birken. Im Rheinland – vornehmlich Köln, Bonn und Umland – ist es Brauch, dass Jungen Ihrer Angebeteten einen Maibaum, eine geschmückte Birke, stellen. In Schaltjahren sind die Rollen inzwischen verkehrt: Mädchen stellen den Jungen einen Baum.
  9. Die Birken symbolisieren auch den Weltenbaum, wodurch sich auch wieder heidnische Ursprünge der Bräuche rund um die Walpurgisnacht zeigen. Die Walpurgisnacht ist auch mit dem keltischen Beltane Fest verwandt.
  10. Heute ist es in ganz Europa Brauch, in den Mai zu tanzen.

Bild: Von Johannes Praetorius – Johannes Praetorius: Blockes-Berges Verrichtung, Leipzig u.a. 1668 (VD17 3:015601X), Gemeinfrei, Link

Liste: Deutsche Raumfahrer

Folgende Deutsche waren bisher im Weltraum:

  • Reinhold Ewald
  • Klaus-Dietrich Flade
  • Reinhard Alfred Furrer
  • Alexander Gerst
  • Sigmund Jähn
  • Ulf Merbold
  • Ernst Willi Messerschmid
  • Abdul Ahad Momand
  • Thomas Reiter
  • Hans Wilhelm Schlegel
  • Gerhard Julius Paul Thiele
  • Ulrich Walter

Sigmund Jähn war zum Zeitpunkt des Raumflugs im Jahre 1978 Staatsbürger der DDR, Abdul Ahad Momand war 1988 afghanischer Staatsbürger.

Sojus TM-32 – der erste Weltraumtourist startet

Am 28. April 2001 startet die Sojus Mission TM 32 in den Weltraum.

Neben dem Kommandanten Talghat Mussabajew (Kasachstan, 3. Raumflug Kommandant) und dem Ingenieur Juri Michailowitsch Baturin (Russland, 2. Raumflug) ist der US-Amerikander Dennis Tito an Bord, der erste private  Weltraumtourist in der Geschichte der Raumfahrt. Er bezahlte wahrscheinlich 20 Millionen US$ für den Flug.

Kochen mit Resten: 6 Tipps für die schnelle Küche von Cornelia

Jeder kennt es, es bleibt beim Essen eine Menge übrig und wegwerfen möchte man es nicht unbedingt. Also was soll man mit den Resten kochen? Die Ideen fehlen oft, doch dies muss nicht mehr so ein. Diese Tipps helfen, um aus Resten eine Menge leckerer Dinge zu kochen. Der Kühlschrank gibt oftmals auch noch eine Menge her und kochen mit Resten kann richtig viel Spaß bereiten.

Gemüse

Im Kühlschrank liegen seit Tagen Karotten, Sellerie, Blumenkohl und man weiß einfach nicht was man zubereiten soll oder wie die Reste verwertet werden können. Eine leckere Gemüsesuppe kann aus diesen Zutaten in nur wenigen Minuten gekocht werden. Sind in der Tiefkühltruhe noch Erbsen oder Blumenkohl? Einfach mit hineinwerfen. Abschmecken mit ein wenig Kräutern, Salz und Pfeffer und schon ist die leckere Gemüsesuppe fertig. Das Ganze funktioniert auch mit Paprika oder Spargel. Ein kleines Cremesüppchen ist blitzschnell zubereitet.

Obst

2 Äpfel, Birnen oder eine Handvoll Kirschen sind noch übrig? Jedoch möchte man sie nicht mehr so verzehren? Kein Problem. Pfannkuchen schmecken mit Kompott richtig lecker. Das Obst einfach klein schneiden und in Wasser und Zucker kochen, anschließend pürieren und fertig ist das leckere Kompott. Zutaten für Pfannkuchen hat eigentlich jeder immer zu Hause und in ca. 30 Minuten steht ein fertiges Mittagessen auf dem Tisch. Das Kompott kann natürlich auch in Einweggläser gefüllt werden und so hat man auch längere Zeit etwas davon.

Reis

Mal wieder zu viel Reis gekocht? Gar kein Problem. Der Reis kann in jeder Suppe wiederverwendet werden und auch ein Salat kann mit Reis zubereitet werden. Ein paar TK-Erbsen, Karotten, Oliven und was man sonst noch zu Hause hat. Einfach vermischen, mit ein wenig Dressing verrühren und schon hat man einen frischen und leckeren Salat auf dem Tisch stehen. Eignet sich auch wunderbar als Ersatz für Nudelsalat.

Nudeln

Nudeln hat man oftmals übrig, doch was macht man damit? Ganz einfach: einen leckeren Nudelsalat. Die Nudeln können im Kühlschrank aufbewahrt, auch Tage später noch verwendet werden. Gab es an einem Tag Nudeln mit Tomatensoße, so können am nächsten Tag Schinkennudeln in nur wenigen Minuten zubereitet werden. Einfach ein paar Eier verquirlen, Schinken schneiden und zusammen mit Nudeln und Ei in der Pfanne braten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und schon steht ein leckeres und schnelles Gericht auf dem Tisch.

Kartoffeln

Oftmals werden einfach zu viele Kartoffeln gekocht und man weiß einfach nicht was am anderen Tag mit den Resten gemacht werden soll. Bratkartoffeln passen zu fast allem und sind blitzschnell zubereitet. Auch ein Bauernfrühstück ist schnell fertig. Einfach nur Eier schlagen, Speck schneiden, eine Zwiebel klein schneiden und alles zusammen in einer Pfanne braten. Innerhalb weniger Minuten hat man eine leckere und deftige Mahlzeit für die ganze Familie zubereitet.

Altes Brot

Altes Brot haben wir alle mal übrig. Hier können sehr schnell arme Ritter gemacht werden. Eier schlagen und ein wenig Zucker und Vanillezucker hinzugeben. Die Brotscheiben darin wenden und in der Pfanne mit viel Butter braten. Wer möchte, kann frische Früchte oder einfach Zimt und Zucker dazu essen. Es besteht auch die Möglichkeit, das Brot klein zu reiben und später als Panade für Schnitzel oder Ähnliches zu verwenden.

Gastbeitrag von Cornelia aus Neuss.

Das Bundesverfassungsgericht über den Entzug des elterlichen Sorgerechts

Der Entzug des elterlichen Sorgerechts für Kinder ist nur in sehr engen Schranken möglich. Das Bundesverfassungsgericht führt aus:

Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG garantiert den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Der Schutz des Elternrechts erstreckt sich auf die wesentlichen Elemente des Sorgerechts, ohne die die Elternverantwortung nicht ausgeübt werden kann (vgl. BVerfGE 84, 168 <180>; 107, 150 <173>). Eine räumliche Trennung des Kindes von seinen Eltern gegen deren Willen stellt den stärksten Eingriff in das Elterngrundrecht dar, der nur unter strikter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes erfolgen beziehungsweise aufrechterhalten werden darf (vgl. BVerfGE 60, 79 <89>). Art. 6 Abs. 3 GG erlaubt diesen Eingriff nur unter der strengen Voraussetzung, dass das elterliche Fehlverhalten ein solches Ausmaß erreiche, dass das Kind bei den Eltern in seinem körperlichen, geistigen oder seelischen Wohl nachhaltig gefährdet wäre (vgl. BVerfGE 60, 79 <91>; 72, 122 <137 f.>; 136, 382 <391 Rn. 28>; stRspr). Eine solche Gefährdung des Kindes kann nur angenommen werden, wenn bei ihm bereits ein Schaden eingetreten ist oder sich eine erhebliche Gefährdung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 19. November 2014 – 1 BvR 1178/14 -, juris, Rn. 23, m.w.N.).

Quelle: Beschluss vom 27. April 2017 – 1 BvR 563/17 (Volltext).

Der Hase und der Igel

Am 26. April 1840 erscheint im “Hannoverschen Volksblatt” die von Wilhelm Schröder überarbeitete niederdeutsche Tierfabel “Dat Wettlopen twischen den Haasen un den Swinegel op de lütje Haide bi Buxtehude” (Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel auf der kleinen Heide bei Buxtehude). Im Gegensatz zur alten Überlieferung verlegte Schröder den Ort des Geschehens von Bexhövede in der Nähe von Bremerhaven nach Buxtehude.

Das Märchen ist sozialkritisch zu sehen: der Igel steht für den armen Bauern, der Hase für den arroganten Großgrundbesitzer.

Die Brüder Grimm übernahmen das Märchen in die 5. Auflage ihrer “Kinder und Hausmärchen“. Dies hier ist die ursprüngliche Fassung:

Disse Geschicht is lögenhaft to vertellen, Jungens, aver wahr is se doch, denn mien Grootvader, van den ick se hew, plegg jümmer, wenn he se mie vortüerde (mit Behaglichkeit vortrug), dabi to seggen „wahr mutt se doch sien, mien Söhn, anners kunn man se jo nich vertellen.“ De Geschicht hett sick aver so todragen.

Et wöor an enen Sündagmorgen tor Harvesttied, jüst as de Bookweeten bloihde: de Sünn wöor hellig upgaen am Hewen, de Morgenwind güng varen över de Stoppeln, de Larken süngen inn’r Lucht, de Immen sumsten in den Bookweeten, un de Lühde güngen in ehren Sündagsstaht nah’r Karken, un alle Creatur wöor vergnögt, un de Swinegel ook.

De Swinegel aver stünd vör siener Döhr, hett de Arm ünnerslagen, keek dabi in den Morgenwind hinut, un quinkeleerde en lütjet Leedken vör sick hin, so good un so slecht as nu eben am leven Sündagmorgen en Swinegel to singen pleggt. Indem he nu noch so half liese vör sick hin sung, füll em up eenmal in he künn ook wol, mittlerwiel sien Fro de Kinner wüsch un antröcke, en beeten in’t Feld spazeeren, un tosehn wie sien Stähkröwen stünden. De Stähkröwen wöoren aver de nöcksten bi sienem Huuse, un he pleggte mit siener Familie davon to eten, darüm sahg he se as de sienigen an. Gesagt gedahn. De Swinegel makte de Huusdöor achter sick to, un slög den Weg nah’n Felde in. He wöor noch nich gans wiet von Huuse, un wull jüst um den Stähbusch (kleines Gebüsch), de dar vör’m Felde liggt, nah den Stähkröwenacker hinup dreien, as em de Haas bemött, de in ähnlichen Geschäften uutgahn wöor, nämlich um sienen Kohl to besehn. As de Swinegel den Haasen ansichtig wöor, so böhd he em en fründlichen go’n Morgen. De Haas aver, de up siene Wies en vornehmer Herr was, un grausahm hochfahrtig dabi, antwoorde nicks up den Swinegel sienen Gruß, sondern seggte tom Swinegel, wobi he en gewaltig höhnische Miene annöhm, „wie kummt et denn, dat du hier all bi so frohem Morgen im Felde rumlöppst?“ „Ick gah spazeeren“ segt de Swinegel. „Spazeeren?“ lachde de Haas, „mi ducht du kunst de Been ook wol to betern Dingen gebruuken.“ Disse Antword verdröot den Swinegel ungeheuer, denn alles kunn he verdreegen, aver up siene Been laet he nicks komen, eben weil se von Natuhr scheef wöoren. „Du bildst di wol in,“ seggt nu de Swinegel tom Haasen, „as wenn du mit diene Been mehr utrichten kannst?“ „Dat denk ick“ seggt de Haas. „Dat kummt up’n Versöok an,“ meent de Swinegel, „ick pareer, wenn wie in de Wett loopt, ick loop di vörbi.“ „Dat is tu’m Lachen, du mit diene scheefen Been,“ seggt de Haas, „aver mienetwegen mach’t sien, wenn du so övergroote Lust hest. Wat gilt de Wett?“ „En goldne Lujedor un’n Buddel Branwien“ seggt de Swinegel. „Angenahmen,“ spröok de Haas, „sla [458] in, un denn kann’t gliek los gahn.“ „Nä, so groote Ihl hett et nich,“ meen de Swinegel, „ick bünn noch gans nüchdern; eerst will ick to Huus gahn un en beeten fröhstücken: inner halwen Stünd bün ick wedder hier upp’n Platz.“
Damit güng de Swinegel, denn de Haas wöor et tofreeden. Ünnerweges dachde de Swinegel bi sick „de Haas verlett sick up siene langen Been, aver ick will em wol kriegen. He is zwar ehn förnehm Herr, aver doch man’n dummen Keerl, un betahlen sall he doch.“ As nu de Swinegel to Huuse anköom, spröok he to sien Fro „Fro, treck di gau an, du must mit mi nah’n Felde hinuut.“ „Watt givt et denn?“ seggt sien Fro. „Ick hew mit’n Haasen wett’t üm’n golden Lujedor un’n Buddel Branwien, ick will mit em inn Wett loopen, un da salst du mit dabi sien.“ „O mein Gott, Mann,“ füng nu den Swinegel sien Fro an to schreen, „büst du nich klook, hest du denn ganz den Verstand verlaaren? Wie kannst du mit den Haasen in de Wett loopen wollen?“ „Holt dat Muul, Wief,“ seggt de Swinegel, „dat is mien Saak. Resonehr nich in Männergeschäfte. Marsch, treck di an, un denn kumm mit.“ Wat sull den Swinegel sien Fro maken? se mußt wol folgen, se mugg nu wollen oder nich.

As se nu mit enander ünnerwegs wöoren, spröok de Swinegel to sien Fro „nu pass up, wat ick seggen will. Sühst du, up den langen Acker dar wüll wi unsen Wettloop maken. De Haas löppt nemlich in der eenen Föhr un ick inner andern, un von baben fang wi an to loopen. Nu hast du wieder nicks to dohn as du stellst di hier unnen in de Föhr, un wenn de Haas up di andere Siet ankummt, so röppst du em entgegen „ick bün all hier.“

Damit wöoren se bi den Acker anlangt, de Swinegel wiesde siener Fro ehren Platz an, un gung nu den Acker hinup. As he baben anköm, wöor de Haas all da. „Kann et losgahn?“ seggt de Haas. „Ja wol“ seggt de Swinegel. „Denn man to!“ Un damit stellde jeder sick in siene Föhr. De Haas tellde „hahl een, hahl twee, hahl dree,“ un los güng he wie en Stormwind den Acker hindahl. De Swinegel aver löp ungefähr man dree Schritt, dann dahkde he sick dahl in de Föhr, un bleev ruhig sitten.

As nu de Haas in vullen Loopen ünnen am Acker anköm, röp em den Swinegel sien Fro entgegen „ick bün all hier.“ De Haas stutzd un verwunderde sick nich wenig: he menede nich anders als et wöor de Swinegel sülvst, de em dat toröp, denn bekanntlich süht den Swinegel sien Fro jüst so uut wie ehr Mann.
De Haas aver meende „datt geiht nich to mit rechten Dingen.“ He röp „nochmal geloopen, wedder üm!“ Un fort güng he wedder wie en Stormwind, datt em de Ohren am Koppe flögen. Den Swinegel sien Fro aver blev ruhig up ehren Platze. As nu de Haas baben anköm, röp em de Swinegel entgegen „ick bün all hier.“ De Haas aver ganz uuter sick vör Ihwer schreede „noch mal gelopen, wedder üm!“ „Mi nich to schlimm,“ antwoorde de Swinegel, „mienetwegen so oft as du Lust hast.“ So löp de Haas noch dree un söbentig mal, un de Swinegel höhl et ümmer mit em uut. Jedesmal, wenn de Haas [460] ünnen oder baben anköm, seggten de Swinegel oder sien Fro „ick bün all hier.“
Tum veer un söbentigsten mal aver köm de Haas nich mehr to ende. Midden am Acker stört he tor Eerde, datt Blohd flög em uutn Halse, un he bleev doot upn Platze. De Swinegel aver nöhm siene gewunnene Lujedor un den Buddel Branwien, röp siene Fro uut der Föhr aff, un beide güngen vergnögt mit enanner nah Huus, un wenn se nich storben sünd, lewt se noch.

So begev et sick, datt up der Buxtehuder Heid de Swinegel den Haasen dodt lopen hatt, un sied jener Tied hatt et sick keen Haas wedder infallen laten mit’n Buxtehuder Swinegel in de Wett to lopen.

De Lehre aver uut disser Geschicht ist erstens, datt keener, un wenn he sick ook noch so förnehm dücht, sick sall bikommen laten, övern geringen Mann sick lustig to maken, un wöort ook man’n Swinegel. Un tweetens datt et gerahden is, wenn eener freet, datt he sick ’ne Fro uut sienem Stande nimmt, un de jüst so uutsüht as he sülwst. Wer also en Swinegel is, de mutt tosehn datt siene Fro ook en Swinegel is, un so wieder.

Bild: Leutemann or Offterdinger, photo by Harke – Mein erstes Märchenbuch, Verlag Wilh. Effenberger, Stuttgart, end of the 19th century. See Cover and title page, Gemeinfrei, Link

Isländisches Wort: Solarfri

Ist in Island das Wetter gut, kann es einem passieren, dass bei Firmen, Ämtern und Geschäften vor geschlossenen Türen steht. Dann ist “Solarfri” – ein ungeplanter Urlaub, der Mitarbeitern gewährt wird, damit sie die Sonne genießen können.

24. April bis 15. Mai 1703 – Belagerung von Bonn

Im Rahmen des Spanischen Erbfolgekriegs hatte der Kölner Kurfürst Bonn den mit ihm verbündeten Franzosen übergeben, für die die Stadt der einzige und damit ein wichtiger Stützpunkt in der Region war. In Bonn waren sechs französische, zwei spanische und zwei kurkölnische Bataillone stationiert, die unter dem Kommando des Marquis Yves d’Alègre standen.

Die gegnerischen Konfliktparteien – das Reich und die Vereinigten Niederlande – beschlossen, den Stützpunkt einzunehmen, um die Franzosen strategisch zu schwächen. Sie zogen ein Corps aus 40 Bataillonen Infanterie, 60 Eskadrons Kavallerie, 140 schwere Belagerungsgeschütze und 50 schwere Mörser unter dem Kommando von Menno van Coehoorn, Friedrich von Hessen-Kassel und Franz Nikolaus Fagel zusammen.

Am 24. April 1703 wurde begonnen, die Stadt auszukundschaften. Schon am 25. April kamen erste Truppen an, die ihr Feldlager in Graurheindorf und auf dem Kreuzberg einnahmen sowie sofort das vor den Stadtmauern gelegene Poppelsdorf eroberten.

Am 3. Mai begannen die Angriffe auf die Stadt, in der Folge auch durch massives Bombardement. Am 13. Mai wurden die Kämpfe intensiviert und am 15. Mai kapitulierte Bonn. Nach den Kapitulationsverhandlungen rückte die Bonner Garnison nach Luxemburg ab.

Wahlplakate #ltwnrw17: Für ein kraftloses NRW

Gewohnt doppeldeutig wirbt “Die PARTEI” in Nordrhein-Westfalen bei der Landtagswahl 2017.

Sonntagsfrühstücksvariationen: Türkisch

Das typische alltägliche Frühstück in der Türkei ist für den westlichen Europäer eher ungewohnt.

Traditionell gibt es Käse, Oliven, weißes Brot und oftmals auch noch Gemüse, dazu wird der unverzichtbare schwarze Tee getrunken. Wer es eher süß mag, isst Honig zum Brot, was dann schon wieder mehr dem westlichen Gaumen entspricht.

Hat man mehr Zeit oder etwas zum Feiern, kann das Frühstück aber auch umfangreicher ausfallen.

So sind inzwischen auch Eiergerichte wie Rührei sehr beliebt. Eine gehaltvolle Variante ist dabei das “Sucuklu Yumurta”, Rührei mit der typischen Sucuk Wurst. “Menemen” ist ein anderes Eiergericht, bei dem Tomaten, Paprika und Gewürze mit Ei verrührt und leicht gegart werden.

Auch diverse Blätterteiggebäcke wie Börek werden zu einem festlicheren Frühstück gereicht.