Mein Abendessen: mal wieder kalt

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Schon wieder kalt… aber diesmal ein bisschen anders. Von oben im Uhrzeigersinn:

Gurke vom Bauern, Cocktail-Tomaten, Appenzeller, französischer Blauschimmelkäse dessen Namen ich immer vergesse, Schwarzbrot mit Rosmarin-Kassler, Kohlrabi in der Mitte Ei.

Dazu gab es Brottrunk.

Der Fall Dennis Cooper – und warum es wichtig ist, Blogs selber zu hosten

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Jahrelang hat der Schriftsteller Dennis Cooper einen Blog auf Googles Plattform Blogger.com betrieben – bis Google plötzlich alle Inhalte löschte, anscheinend sogar aus dem Google Cache, wie die F.A.Z. berichtet.

Und auch Coopers Bemühungen, den Blog wiederherzustellen, scheinen bislang erfolglos gewesen so sein. Kein Wunder, wer schon einmal eine speziellere Anfrage bei Google, Apple, Facebook oder Microsoft rund um deren Webdienste hatte, wird sich sehr schnell wie bei Kafka fühlen.

Über die Hintergründe im konkreten Fall will an dieser Stelle gar nicht weiter schreiben, spekulieren oder diskutieren – das tun genug andere Seiten. Vielleicht war die Löschung nach den Blogger AGB berechtigt, vielleicht Zufall, vielleicht Willkür. Ja es mag sogar sein, dass aufgrund der großen medialen Aufmerksamkeit Coopers Blog bald wiederhergestellt wird. Dann hätte er Glück.

Denn jeden Tag verschwinden auf den großen Blog-Plattformen Blogs aus vielfältigen Gründen. Echte oder vermeintliche Pornographie, Urheberrechtsverletzungen oder Anschwärzungen durch Wettbewerber. Die Inhalte sind dann weg, die Google Rankings auch.

Zudem kann es einem passieren, dass ein Dienst einfach eingestellt wird, so geschehen z.B. bei den Live Blogs von Microsoft.

Daher mein dringender Rat: Wer wirklich etwas mit seinem Blog vor hat und wem seine Inhalte lieb sind, der setzt von Anfang an auf eine selbst gehostete Lösung, kümmert sich also mehr oder weniger selbst um die Technik. Zu den verschiedenen Möglichkeiten habe ich schon mal was geschrieben.

Und in jedem Fall gilt: regelmäßig seine Inhalte sichern.

Tofu – oder: seid doch alle mal unvoreingenommen

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Ich – derzeit Strohwitwer – habe mir am Sonntag Abend ein veganes Abendessen gekocht. Soba Nudeln mit Tofu und vielen Kräutern. Rezept gibt’s hier. Hat sehr gut geschmeckt.

Anruf meiner Mutter: “Und, was gab es bei Dir zum Essen?”
Ich: “Buchweizen Nudeln mit Tofu.”
Mutter (irritiert): “…Warum isst Du Tofu?”

Und auch die Kommentare auf facebook zu dem geposteten Rezept sind eher skeptisch. Da wird verkündet, dass man Tofu generell nicht möge und andere stellen sich die Frage, ob man sich jetzt Sorgen um mich machen müsse.

Dabei hatte ich einfach nur mal Appetit auf Tofu. Ohne jeden Hintergedanken. Wahrscheinlich würde ich – würde ich mir wirklich intensiv Gedanken über mein Essen machen – auch keinen Tofu mehr essen. Von wegen Zerstörung von Regenwald für Sojaanbau, Abwässer bei der Tofuproduktion in Asien, Ausbeutung, lange Transportwege und so. Ob die Ökobilanz bei Tofu wirklich so viel besser ist als bei einem Stück heimischen Bio-Rinds ist nämlich die große Frage und eine gesonderte Betrachtung wert.

Aber darum geht es hier gar nicht.

Vielmehr scheint die Aussage, dass ich Tofu esse und gar selber koche bei Teilen meines näheren und ferneren Umfelds gleich akute Vorurteile auszulösen. Wird aus dem jetzt auch ein Öko? Hätte ich mir einen deftigen Gemüseeintopf (auch vegan gut kochbar) gemacht, wären diese Reaktionen wohl ausgeblieben.

Verkrampfte Reaktionen, was Nahrungsmittel angeht, kenne ich sonst auch mehr aus der vegetarischen und veganen Ecke. Scheint es aber nicht nur dort zu geben.

Oder vielleicht waren meine Kontakte einfach nur besorgt, ich könnte jetzt selber so unentspannt werden, was Essen angeht – dann könnte ich die Skepsis sogar nachvollziehen. Sei’s drum.

Wenn wir alle ein bisschen unvoreingenommener, entspannter und toleranter wären, wäre schon viel gewonnen.

Nicht nur in Sachen Essen.

10 Fakten zum 2. August

  1. Mazedonien feiert heute seinen Nationalfeiertag. Gedacht wird des Ilinden-Aufstands von 1903, bei dem die Bevölkerung gegen die osmanische Herrschaft aufbegehrte.
  2. Die berühmte Schlacht von Cannae fand am heutigen Tag im Jahr 216 v.C. statt. Hannibal besiegt dabei ein überlegenes römisches Heer (Bild). Sie gilt als Paradebeispiel einer Umfassungsschlacht und die Taktik wird heute noch an Militärakademien gelehrt. “Ein Cannae erleiden” ist ein geflügeltes Wort für eine vernichtende Niederlage.
  3. Noch eine berühmte Schlacht: 47 v.C, besiegt Julius Caesar in der Schlacht von Zela den König Pharnakes II. Er kommentiert seinen Sieg mit “Veni, vidi, vici” (Ich kam, sah, siegte).
  4. 1914 besetzt das Deutsche Reich Luxemburg. Es sind Deutschlands erste Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg.
  5. Reichspräsident Paul von Hindenburg stirbt 1934. Adolf Hitler nimmt den Titel “Führer und Reichskanzler” an.
  6. Albert Einstein unterschreibt 1939 einen Brief an US-Präsident an Franklin D. Roosevelt, in dem vor dem NS-Regime gewarnt und die Entwicklung von Kernwaffen angeregt wird.
  7. 1953 Jahren findet auf dem Nürburgring der “Große Preis von Deutschland” statt. Es ist das einzige Formel 1 Rennen, an dem auch ein Fahrer aus der “DDR” teilnahm: Edgar Barth fuhr einen EMW (Automobilwerke Eisenach).
  8. Die erste E-Mail Deutschlands wird 1984 an der Universität Karlsruhe empfangen.
  9. Am heutigen Tag im Jahr 1990 überfällt der Irak Kuwait, der zweite Golfkrieg beginnt.
  10. Die chilenische Schriftstellerin Isabel Allende kommt 1942 auf die Welt.