Airport Jingle des Flughafens Köln Bonn

Der Airport Köln Bonn (Konrad Adenauer Airport) ist einer der wenigen, die über ein eigenes Jingle verfügen. In der Tat ist der Sound des Köln Bonner Flughafens ziemlich einzigartig, so erkennt man oft in Filmen oder bei Reportagen schon an dem Geräusch, dass diese dort gedreht wurden.

Der Sound scheint überdies ziemlich beliebt zu sein – anders kann ich mir nicht erklären, dass es sogar zum kostenpflichtigen (!) Download bei Amazon angeboten wird.

Wer also Reise- oder Ankunftsgefühle aufkommen lassen möchte, kann dann direkt hier zuschlagen:

 

Wird die #dcmadame noch zum Problem für Ted Cruz?

Die beiden entscheidenden Figuren im Vorwahlkampf der Republikaner in den USA sind Ted Cruz und Donald Trump. Aus meiner Sicht irgendwie die Wahl zwischen Pest und Cholera, wobei ich Ted Cruz für den deutlich gefährlicheren Kandidaten halte.

Und um diesen gibt es nun Gerüchte, die hier in Deutschland bislang noch nicht aufgetaucht sind, in den USA aber schon einige Tage brodeln.

Dreh und Angelpunkt ist die 2008 verstorbene Deborah Jeane Palfrey, die zwischen 1993 und 2006 in Washington DC einen Callgirl-Ring betrieben hat und daher als “D.C. Madame” bekannt war.

Deren ehemaliger Anwalt Montgomery Blair Sibley hat nach eigenen Aussagen eine Liste aus ihrem schwarzen Buch, das Telefonnummern, Namen und sogar Sozialversicherungsnummern ihrer ehemaliger Kunden enthalten soll. Und diese Liste wollte er veröffentlichen, da sie nach seiner Aussage großen Einfluss auf die US Wahlen haben könne. Da ein Gerichtsurteil ihm diese Veröffentlichung aber verbietet, hatte er nun den US Supreme Court angerufen, der dieses Gerichtsurteil aufheben solle. Am 5. April 2016 hat der SCOTUS diesen Antrag aber abgelehnt – eine legale Veröffentlichung der Klientenliste ist also derzeit ausgeschlossen.

Dennoch wird in den einschlägigen Blogs in den USA nach wie vor diskutiert, ob nicht Ted Cruz in diesen Skandal involviert sei – und ob die Listen nicht doch in irgendeiner Form leaken… Angeblich sollen Teile davon schon im Netz – z.B. bei Pastebin – aufgetaucht sein. Ob sie echt sind oder nicht, kann ich freilich nicht beurteilen. Wer bei diesen Quellen nun die Nase rümpft – auch die Lewinsky Affäre kochte hier zuerst hoch.

Ich persönlich gehe davon aus, dass an der Geschichte nichts dran ist – aber es bleibt jedenfalls spannend, wie schmutzig die Vorwahlen in den nächsten Tagen und Wochen noch werden.

 

Das übertriebene Getue rund um die Panama Papers

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Bumms – auf einmal sind sie überall. Die Panama-Papers. Enthüllungen rund um Briefkastenfirmen aus – Überraschung – Panama. Das größte Datenleak in der Geschichte. Die Mutter aller Bomben. 400 Journalisten aus 80 Ländern haben recherchiert. 2,6 Terabyte Daten*. Superlative ohne Ende. Und natürlich die unvermeidlichen “Oh wie schön ist Panama”-Schlagzeilen.

Eine gut vorbereitete orchestrierte Medien-Aktion mit zeitgleichen Talk-Shows, Zeitungsartikeln, einem Hintergrund-Buch, Blogbeiträgen, Sondersendungen… und schon erscheinen auch die ersten schnell zusammengeschusterten Trittbrettfahrer-e-Books. Die Jubel-Schlagzeilen werden schnell von den nicht involvierten Medien übernommen – wenngleich es Ausnahmen gibt, wie z.B. die New York Times.

Und der Erkenntnisgewinn? Eher gering. Sicher, der isländische Regierungschef ist zurückgetreten – das ist vielleicht schon die größte Überraschung, aber auch dem speziellen Umfeld nach der Finanzkrise dort geschuldet.

Ansonsten: Es gibt zehntausende Briefkastenfirmen in Panama. Petro Poroschenko kommt in der Ukraine unter Druck. Die FIFA wieder mittendrin. Putins Umfeld involviert. Formel 1 Star Rosberg versucht seine Steuern zu optimieren. 1.000e Deutsche haben Briefkastenfirmen – große Namen sind kaum darunter – und wenn, war dies schon vorher bekannt, wie beim CDU Schatzmeister Linssen. Jedenfalls kaum etwas, was einen wirklich wundert oder einen neuen Erkenntnisgewinn bringt. Dazu sehr lesenswert der kritische Beitrag bei Meedia.

Sicher andererseits auch: die ein oder andere Selbstanzeige wird kommen, über die sich die Finanzminister freuen werden. Es gibt eine neue Diskussion über Transparenz. Banken werden es sich zwei mal überlegen, ob sie ihre Kunden dabei unterstützen, Gelder nach Panama zu bringen – unabhängig davon, ob es im konkreten Fall legal ist oder nicht. Das alles ist gut so, aber eben nicht das große Ding.

Vielleicht kommt noch die große Überraschung. Allein mir fehlt der Glaube. Und so bleibt im wesentlichen eine große Selbstinszenierung der beteiligten Medien.

* Auf die reine Größe der Daten abzustellen halte ich übrigens für fragwürdig. Die “Paper” sollen sich aus 4.804.618 E-Mails, 3.047.306 Datenbankformate, 2.154.264 PDF-Dateien, 1.117.026 Bildern, 320.166 Text-Dokumente und 2.242 sonstigen Dokumenten zusammensetzen. Gerade PDF Dateien und Bilder können so abgespeichert werden, dass diese vergleichsweise wenig Informationen bei hohen Dateigrößen beinhalten.

10 Fakten zum 6. April

  1. Heute ist Welt-Olympiatag, an dem der Wiederkehr des ersten Tages der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen gefeiert wird. Aus dem gleichen Anlass hat die UNO den heutigen Tag zudem zum “Internationalen Tag des Sports für Entwicklung und Frieden” erklärt.
  2. Thailand feiert heute den Chakri Tag in Gedenken an die Thronbesteigung am 6. April 1782 von Phra Buddha Yodfa Chulalok (Rama I.), der die heute noch in Thailand herrschende Chakri-Dynastie begründete.
  3. William und Sixtus haben heute Namenstag.
  4. Die bislang im ersten Weltkrieg neutralen USA erklären dem Deutschen Reich 1917. Anlass ist die Zimmermann-Depesche.
  5. Der kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupéry wird 1943 in New York vorgestellt.
  6. Die Raumsonde Pioneer 11 startet 1973 zu ihrer Mission zu den Planeten Jupiter und Saturn.
  7. 1980 wird die Sommerzeit in der Bundesrepublik, Österreich und der “DDR” eingeführt.
  8. Red Bull übernimmt die “Salzburg Sport AG” zu 100 % und damit den SV Austria Salzburg, der zu Red Bull Salzburg wird.
  9. Hans W. Geißendörfer, Produzent der Lindenstraße, kommt 1941 auf die Welt.
  10. Michaeesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbunds, wird 1952 geboren.