Pölter, der

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Pölter, der – Wenn der Abend sich irgendwann zu fortgeschrittener Stunde zur Schlafenszeit hinüberschlich, war es für viele Schulkinder Zeit die Jeans und den Pullover gegen eben jenes Kleidungsstück zu tauschen.

Zum Glück gab es neckische Motive zur Auswahl: Von “Regina Regenbogen” bis “Tyrannosaurus Rex” blieb kein Wunsch offen.

Ich bin nicht Istanbul – hupps

Man könnte jetzt einen Artikel darüber schreiben, warum diesmal nicht wie bei anderen Anschlägen millionenfach Facebook Profilbilder mit türkischen oder deutschen Fahnen eingefärbt sind oder als Profilbild der Spruchbanner “Ben İstanbul değilim” gewählt wird.

Moment, wird jetzt der ein oder andere sagen: “Ben İstanbul değilim.” heißt doch “Ich bin nicht Istanbul. Kann gar nicht sein, mag man mit Verweis auf Google Translate erwidern:

ich-bin-istanbul-google

Doch hier liegt Google falsch, die Konkurrenz von Microsoft weiß es in dem Fall besser:

ich-bin-istanbul-bing

Woran das liegt?

Bei Google kann man sehr leicht angeben, dass ein Übersetzungsvorschlag nicht gut ist und auf Wunsch auch gleich die “richtige” Übersetzung vorgeben. Ich gehe hier einfach einmal davon aus, dass vermeintliche Spaßvögel oder interessierte Gruppen in diesem Fall manipulierend eingegriffen haben. Ich gehe aber auch weiter davon aus, dass dies in den nächsten Tagen wenn nicht gar Stunden korrigiert wird.

Was lehrt uns das in diesem Fall? Automatischen Übersetzern nicht blind vertrauen – besonders, wenn es um politisch möglicherweise heikle Aussagen geht.

Was ist dran am Freitag den 13.?

Die 13 gilt als Unglückszahl und der Freitag als Todestag Jesu, was eine besonders unglückliche Kombination darstellt.

Untersuchungen zeigen aber, dass z.B. an einem “13. Freitag” nicht mehr Unfälle geschehen, als an anderen Tagen. Allerdings kommt in der 400-Jahres-Periode unseres Kalenders ein “Freitag, der 13.” am häufigsten vor: 688 mal. Einen Mittwoch den 13. gibt es hingegen nur 398 mal in den 400 Jahren.

 

Verkimmeln

verkimmeln

Verkimmeln – Leider reichte fudeln nicht immer, um den Sieg nach Hause zu tragen, oder wurde sogar entdeckt und geahndet.

Umso schadenfroher reagierte Oma nämlich wenn man trotz fudelns dann auch noch verkimmelte.

Nachtrag zu den Silvesterzetteln von Köln

Die Silvesterzettel von Köln haben für einige Aufregung in den deutschen Medien und Diskussionen geführt, einen der Zettel habe ich hier dokumentiert.

Für die größte Aufregung sorgte der Satz “Ich töte sie ficken”. Allein, grammatikalisch macht dieser nur wenig Sinn. Michael Simon de Normier vermutete daher in einem Gastbeitrag hier, eigentlich sei “ich täte sie ficken” gemeint.

BILDblog und Der Postillon (!) sorgten nun aber für die Aufklärung. “Ich töte sie ficken” sei die etwas ungelenke wortwörtliche Übersetzung von “Ich besorg es dir richtig”. Der BILDblog nutzt die Gelegenheit dazu, lautstark gegen die etablierten Medien zu wettern, die den Satz alle unkommentiert übernommen hätten.

Ich persönlich sehe das zweischneidig.

Einerseits muss ich gerade von großen Redaktionen erwarten können, dass diese in so einem Fall gleich die besten Graphologen, die der arabischen Schrift und Sprache mächtig sind, zusammentrommeln und für eine akribische Analyse und Übersetzung der Zettel sorgen. Es ist bezeichnend für die Lage der Medien hierzulande, dass ausgerechnet eine Satire-Seite und ein Blog für entsprechende Aufklärung sorgen.

Andererseits macht es die Frauen verachtende Intention des Zettels auch nicht besser.

So oder so: letztlich bleiben die Zettel nur eine Randnotiz der Diskussion rund um die Kölner Silvesternacht.

10 Fakten zum 13. Januar

  1. Heute ist St. Knut Tag. In Schweden, Norwegen und Finnland ist dies der 20. und letzte Tag der Weihnachtszeit. Die letzten Süßigkeiten werden gegessen (julgransplundring), der Schmuck vom Baum entfernt und der Baum selbst entsorgt. St. Knut wird dabei durchaus als kleines Abschlussfest der Weihnachtszeit zelebriert. IKEA hat “Knut” leider kommerzialisiert.
  2. In Solothurn in der Schweiz beginnt heute traditionell die Fasnachtszeit – es ist Hilari-Tag. Die Stadt nennt sich jetzt bis Aschermittwoch “Honolulu” und die Rathausgasse wird “Eselsgasse” genannt.
  3. Immer Afghanistan: 1842 unterliegen die Briten in der Schlacht von Gandamak gegen afghanische Kämpfer (Bild). Von 690 britischen und 2.840 verbündeten indischen Soldaten sowie rund 12.000 zivilen Begleitern überleben zunächst 6 britische berittene britische Offiziere. Von diesen erreicht aber nur einer, der Militärarzt William Brydon, das eigentliche Ziel des Trupps, Dschalalabad.
  4. 1957 werden die ersten “Pluto-Platten” produziert, die als Frisbee-Scheiben ihren Siegeszug um die Welt antreten.
  5. Johnny Cash nimmt 1968 im Folsom State Prison in Kalifornien zusammen mit June Carter und den Tennessee Three das Album “At Folsom Prison” auf. Es wird eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte.
  6. 1980 konstituiert sich in Karlsruhe auf ihrer ersten Bundesversammlung die Partei “Die Grünen”.
  7. 1993 gehen Margot und Erich Honecker ins Exil nach Chile.
  8. Die “Costa Concordia” unter dem Kommando von Kapitän Francesco Schettino läuft in der Nähe der Insel Giglio auf Grund und kentert, da der Kapitän um diversen Leuten zu imponieren zu nah an der Insel vorbeifährt.
  9. Musikerin Inga Humpe (2raumwohnung) wird 1956 geboren.
  10. Schauspieler Orlando Bloom (Der Herr der Ringe) kommt 1977 auf die Welt.