Heizmöglichkeiten für laue Herbsttage im Garten

Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, wird es schnell kühler. Damit Sie sich dennoch weiter im Garten aufhalten können gibt es mehrere Heizmöglichkeiten. Entweder setzen Sie auf Heizstrahler oder gemütliche Gartenkamine. Beide haben Vor- und Nachteile.

Vorteile von Heizstrahlern

  • Sie benötigen kein Brennholz
  • Lassen sich leicht verschieben
  • Elektrische Heizstrahler nur mit Strom bedienbar

Nachteile von Heizstrahlern

  • Sie brauchen eine Gasflasche
  • Das Ausleihen und das Auffüllen kostet Geld

Lassen Sie uns jetzt einen Blick auf Kamine werfen.

Vorteile von Kaminen

  • Sie brauchen keine Gasflasche
  • Die Gefahren, die eine Gasflasche mitbringt bestehen nicht
  • Fast keinen Pflege- und Reinigungsaufwand

Nachteile von Kaminen

  • Für einen Kamin brauchen Sie immer genug Holz

Neben den Heizstrahlern und Kaminen gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit sich einfach dicker anzuziehen…

Wenn Sie lieber mit Holz heizen wollen, dann eignet sich definitiv ein Gartenkamin besser. Wenn Sie noch mehr über Heizstrahler für den Garten, Balkon oder die Terrasse erfahren möchten, oder sich generell für Wärmequellen für draußen interessieren, dann schauen Sie doch unter http://heizpilz-kaufen.com vorbei.

Wie hoch sind die Kosten für Heizstrahler?

Angefangen bei der Anschaffung eines Heizstrahlers bis hin zu den Kosten für die Gasflasche kommen einige Kosten auf einen zu. Heizstrahler kosten in der Regel im unteren dreistelligen Bereich.

Tipp: Preise vergleichen lohnt sich! Auf der Suche nach dem günstigsten Preis sollte man allerdings nicht die Qualität aus den Augen verlieren.

Anhand von Kundenbewertungen können Sie einen Einblick über die Qualität bekommen. Besonders wenn ein Artikel große Qualitätsmangel aufweist, teilen dass gerne Kunden.

Bei gasbetriebenen Heizstrahlern kommen immer wieder anfallende Kosten durch die Gasflasche zustande. Für jede Füllung wird ein gewisser Betrag berechnet. Gasflaschen werden sehr oft mit einer Art Pfand ausgeliehen.

Es gibt auch noch elektrische Heizstrahler. Je nach den Stromkosten kann es sich also lohnen auf elektrische Heizpilze zu setzen. Außerdem müssen Sie keine schweren Gasflaschen mehr tragen.

Darauf sollten Sie achten

Abends wird es meist nicht nur kühler, sondern man wird auch müder. Achten Sie darauf, dass Sie den Heizstrahler bevor Sie wieder nach drinnen gehen ausschalten. Falls Sie vergessen sollten die Gaszufuhr zum Heizpilz auszuschalten, kann es passieren, dass sich die gesamte Gasflasche entleert und Sie am nächsten Abend den Heizpilz nicht mehr anschalten können.

3 kleine Tricks, wie Sie besser daran denken:

Falls Sie sich einfach nicht behalten können, dass der Heizpilz am Abend ausgeschaltet werden muss, bevor Sie wieder rein gehen, finden Sie hier 3 Ideen, wie Sie leichter daran denken.

  • Schreiben Sie sich eine kleine Notiz und hängen Sie diese an Ihre Balkon oder Terrassentür
  • Stellen Sie sich einen Wecker
  • Binden Sie sich eine kleine Schleife um das Handgelenk

Diese 3 Punkte sind zwar sehr simple, können aber dazu beitragen, dass Sie den Heizpilz immer wieder ausschalten.

Fazit

Im Herbst kann es draußen mindestens genauso schön wie im Sommer sein – nur leider etwas kühler. Mit einem Heizpilz oder einem Ofen können Sie sich gut aufwärmen und noch länger Zeit draußen verbringen. Damit Sie aber die richtige Wärmequelle für sich finden, gilt es auf verschiedene Punkte zu achten. Heizen Sie lieber mit Strom, Gas oder sogar mit Holz? Welche Farbe haben die anderen Gartenmöbel von Ihnen und passt der gewünschte Heizstrahler zu deren Aussehen? All diese Fragen sollten Sie im Vorfeld klären.

Biergischt

Biergischt ist ein altes Synonym für Bierschaum.

Das Butterbrottütenmonster des Tages informiert: Wochenende fällt aus

butterbrotmonster-wochenende

#wochenendausfall #wissterbescheid

Kurzkritik: Wenn das Führer wüßte

Irgendwann in den 1960er Jahre. Hitler hatte den 2. Weltkrieg gewonnen. Europa, Afrike und große Teile Asiens gehören zum Deutschen Reich. Amerika wird vom befreundeten Klu Klux Clan beherrscht. Es gibt nur noch die gelbe Gefahr…

Hauptfigur des Romans ist Albin Totila, der Erdstrahlensucher ist – auch die germanisch-esoterischen Aspekte haben sich in Deutschland durchgesetzt. Aus seiner Perspektive erleben wir, wie sich Deutschland unter Hitlers Nachfolger Ivo Köpfler drastisch verändert… wenn das der Führer wüßte.

Mehr möchte ich hier zur Handlung nichts sagen.

Und fast hätte ich das Buch nicht zuende gelesen, denn anfangs geht es doch zu viel ums Pendeln, Erdstrahlen und andere Esoterik. Da müssen Sie durch, lieber Leser. Denn danach zeigt sich in einem rasanten Roman, wie sich das Deutsche Reich entwickelt hätte, hätten sich die Nazis durchgesetzt: SS Ordensburgen allenthalben, neue Superwaffen (auch mit Laser…) und Hitler wird in die christliche Dreifaltigkeit aufgenommen.

Die 1966 erschienene Dystopie des österreichischen Autors Otto Basil ist nicht immer leichte Kost. Und man sollte das Buch zwei mal lesen, um alle Andeutungen zu sehen und zu verstehen. Die überspitzte satirische Darstellung eines möglichen 1000-jährigen Reiches und die Erlebnisse von Totila sind jedoch absolut lesenswert. Verschwörungen, schwülstige Landser-Erotik, Frontberichte… hier wird nichts ausgelassen, was man mit dem dritten Reich in Verbindung bringen kann.

Ein absolutes Muss für alle Fans alternativer Geschichtsschreibung und Dystopien.

Gibt es für den Amazon Kindle (ASIN: B00DVPMM6Q) oder auch als gedrucktes Buch (383 Seiten;
Milena Verlag; ISBN-10: 3852861977; ISBN-13: 978-3852861975)

Microsoft Lumia 640 – das (fast) perfekte Handy für mich

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Das Lumia 640 DS in der Praxis

In Sachen Smartphone bin ich dieses Jahr etwas vom Pech verfolgt. Nachdem das Display meines geliebten Lumia 920 plötzlich schwarz blieb und das als Ersatz ausgewählte Lumia 630 auf dem Boden des Röttgener EDEKA Markts zerschellte, musste Ersatz her. Eigentlich zur Unzeit, denn Anfang Oktober wird Microsoft neue Lumias vorstellen, die dann nicht nur direkt mit Windows 10 kommen, sondern auch endlich Flaggschiff-Spezifikationen haben werden.

Dass es wieder ein Windows Phone werden sollte, war klar. Ein äußerst interessantes Windows Smartphone ist dabei das BLU Win HD LTE, das mit recht guter Ausstattung weniger als 130 Euro kostet.  Da ich mich aber bereits an Windows 10 mobile gewöhnt habe, muss es wieder ein Lumia sein, da die Technical Preview nur auf Microsofts eigenen Geräten läuft. Mehr zu möglichen Alternativen dann übrigens weiter unten.

Entschieden habe ich mich dann für das Lumia 640, das es in zwei Versionen gibt: einmal eine Dual-SIM Variante (ab ca. 135 Euro), einmal eine mit LTE, die meist ca. 30 Euro mehr kostet. Auch wenn ich Dual SIM an sich nicht brauche, habe ich mich für diese Ausführung entschieden. Beim 630er habe ich gemerkt, dass für meine Anwendungen LTE nicht unbedingt notwendig ist und 30 Euro sind 30 Euro. Die Wahl fiel dann auf die blaue Variante. Orange war nicht vorrätig, schwarz gefällt mir nicht und meine Frau hat das weiße Modell, so dass es eine gewisse Verwechslungsgefahr gegeben hätte.

Da das Handy nur 8 GB internen Speicher hat, empfehle ich, gleich eine 32GB microSD Speicherkarte dazu zu kaufen. Effektiv stehen einem dann rund 36GB freier Speicher zur Verfügung, was für mich ausreichend ist. Wenn Sie mehr brauchen: auch 128 GB Karten werden unterstützt.

Ansonsten ist die Installation wie bei Windows Phone gewohnt einfach: mit der Microsoft ID anmelden, fertig. In meinem speziellen Fall dann noch die Windows Insider App drauf und das Update auf Windows 10 mobile installieren. Die Technical Preview läuft auf dem 640 sehr glatt und ich konnte bisher im Produktivbetrieb keine Probleme feststellen; 1 GB Ram und der Snapdragon 400 Quadcore Prozessor bieten genug Leistung für Microsofts nächstes mobiles Betriebssystem. Und da bereits angekündigt wurde, dass Windows 10 mobile für dieses Modell schon bald nach Start verfügbar sein wird, ist man auf der sicheren Seite.

Ansonsten überzeugt das Gesamtpaket im Alltagseinsatz bei den Dingen, die für mich wichtig sind: Telefonieren, Whatsapp, Messenger, Surfen, twitter, facebook, Spotify, E-Mail, mal ein Spiel und natürlich die mobile Hotspot Funktion. Die Hauptkamera macht ordentliche Bilder und löst schnell aus – einzig den Kamera Button vermisse ich, weswegen es für mich auch nur das “fast” perfekte Smartphone ist. Ansonsten gibt es nichts, was ich im Alltagseinsatz vermisse oder was störend wäre. Obwohl ich das Smartphone wirklich sehr intensiv nutze (telefoniere sehr viel damit und nutze die mobile Hotspot Funktion ca. 2 Stunden täglich) komme ich sehr gut durch den Tag.

Kurzum: im Paket mit einer ordentlichen microSD Karte bekommt man für weniger als 150 Euro ein Smartphone, das einen im Alltag sehr gut begleitet. Für mich daher eine klare Kaufempfehlung. Das 640er gibt es z.B. bei Amazon.

Und sonst so

  • OnScreen Tasten statt Hardware-Tasten: hier sind ja viele skeptisch, aber im Praxiseinsatz finde ich ich sie inzwischen praktischer als Hardware-Tasten
  • Glance Screen – im Standby werden Benachrichtigungen und die Uhrzeit auf dem Display angezeigt
  • Double Tap to Wake up – zwei mal auf das Display tippen, und das Lumia 640 schaltet sich ein.

Alternativen

Android ist wegen der Sicherheitsmängel und der Update Politik keine Alternative für mich. Und in der gleichen Preisklasse bieten die Androiden auch nicht die Leistung, die vergleichbare Windows Phones haben.

Das Apple iPhone 5S bietet im Alltagseinsatz auch nicht mehr, ist aber dafür mehr als drei mal so teuer.

Im Windows Phone Lager habe ich mir noch das eingangs erwähnte BLU Win HD LTE angesehen, das noch günstiger ist und sogar LTE bietet, dafür aber zur Zeit noch kein Windows 10 (Preview) unterstützt.

Eine etwas günstigere Alternative ist das Lumia 535, das aber ein schwächer auflösendes Display und einen nicht so leistungsstarken Prozessor hat. Windows 10 mobile wird darauf laufen, die Frage ist aber, ob so schnell wie auf dem 640.

Vergleichbare Hardware wie das 640 hat das etwas teurere Lumia 730; dieses bietet auch ein etwas schickeres Gehäuse und eine etwas bessere Kamera (Zeiss Optik, aber auch ohne Button). Das günstigste aktuelle Modell mit Kamera Button ist das Lumia 830, das mir aber vom Design her nicht so gut gefällt und aktuell auch fast 300 Euro kostet.

Hier noch die wichtigsten technischen Eckdaten des Lumia 640DS

  • Qualcomm Snapdragon 400 Prozessor (Quad-Core) mit 1,2 GHz
  • 1 GB RAM, 8 GB Speicher, erweiterbar um 128 GB (MicroSD)
  • 5 Zoll HD720 Display (1280*720 Pixel); entsprechend 294 ppi
  • Hauptkamera mit 8 MP, Autofokus, 1/4 Zoll Sensor, Blende 2.2 und Brennweite 28 mm; LED-Blitzlicht; 1080p Videoaufzeichnung
  • Frontkamera 0,9 MP; Blende 2.4; 720p Video
  • 2 microSIM Slots; microSD; USB 2.0; Kopfhöreranschluss
  • WLAN WLAN IEEE 802.11 b/g/n; Bluetooth 4.0; Navigation mit A-GLONASS, A-GPS, BeiDou; DLNA
  • 141,3mm*72,2mm*8,8mm und 145 g Gewicht
  • Farben: Weiß, Schwarz, Cyan, Orange

Continuum for Phones – rettet es Windows 10 mobile?

Windows Continuum für Phones ist ein neues Feature beim kommenden Windows 10 mobile.

Über eine kleine Docking Station oder auch drahtlos kann sich das Smartphone mit einem Monitor, Tastatur und Maus verbinden und verwandelt sich dann in einen kleinen PC – kein Problem, da unter Windows 10 mobile die gleichen Universal Apps laufen können, wie auf dem Windows 10 Desktop. Die mobile, für den kleinen Smartphone Screen optimierte, Darstellung verwandelt sich dann einfach in die Desktop Ansicht.

Joe Belfiore von Microsoft stellt das hier im Video vor.

Microsoft will damit in erster Linie Business User erreichen, doch könnte sich Continuum gerade im Consumer Bereich als Killer Feature erweisen.

Telefonieren, SMS, Whatsapp, Skype, E-Mail, facebook, twitter, Instagram, spielen, Musik hören, Videos ansehen, Fotografieren, online-Banking, Surfen… – all das machen viele Anwender faktisch nur noch mit einem Gerät, ihrem Smartphone. Auch Office Apps gibt es inzwischen für Smartphones, doch ist es lästig, Dokumente auf dem kleinen Screen zu bearbeiten. Und wenn dann mal ein Brief geschrieben werden oder eine EXCEL Tabelle erstellt werden muss, geht es daher idealerweise an den PC. Gerade aber viele jüngere Leute haben aber gar keinen PC mehr. Man greift dann schnell auf den Rechner am Arbeitsplatz, das Notebook des Freundes oder den Desktop der Eltern zurück.

Wenn stattdessen aber einfach das Smartphone in einen PC verwandelt werden kann, braucht man diese Ausweichmöglichkeiten gar nicht mehr, bzw. muss kein zweites Gerät mehr haben.

Sicher, auf dem Smartphone laufen keine klassischen Desktop Anwendungen, sondern die Universal Apps. So verfügen die mobilen Office Anwendungen nicht über alle Funktionen, die die “großen” Office Anwendungen für den Windows Desktop bzw. OS X bieten. Für die meisten Privatanwender dürfte das aber ausreichend sein.

Und einen zweiten großen Markt sehe ich: in Ländern wie Indien ersetzt schon jetzt das Smartphone für viele Menschen den PC. Wenn diese in einem Gerät auch gleich einen kleinen PC integriert haben, ermöglicht es ihnen ganz neue Möglichkeiten.

Die beiden anderen mobilen Plattformen – Android und iOS – gibt es ein vergleichbares Feature noch nicht. Und insbesondere für Apple wird es mit dem bisherigen Ansatz, ein Betriebssystem für den mobilen Bereich (iOS) und eines für den Desktop (OS X) zu haben, schwieriger, hier zu kontern (auch wenn das iPad Pro zeigt, dass man auch bei Apple inzwischen in eine neue Richtung denkt…).

Damit könnte Continuum for Phones das Feature sein, das Windows 10 mobile aus dem Tal der niedrigen Marktanteile führen könnte.

Und wenn es dann ein Surface Phone mit Intel Prozessor gibt, auf dem auch Desktop Apps laufen, werden die Karten nochmals ganz neu gemischt.

Kurzkritik: Engramm

In der Charts der kostenlosen Kindle Bücher bin ich auf “Engramm” von Philipp Brettfeld gestoßen.

Die Handlung des Science Fiction Thrillers spielt in London in der nicht zu fernen Zukunft. Der Polizei steht über ein privates Unternehmen ein System namens EES (Engramm Extraction System) zur Verfügung, mit dem die Erinnerungen von Toten ausgelesen werden können, was die Aufklärung von Morden naheliegenderweise enorm erleichtert. Detective Inspector Aiden McDonald ist spezialisiert auf Gewaltverbrechen gegen Kinder, lässt sich aber zur Terrorismusbekämpfung versetzen, da ihn seine bisherige Arbeit zu sehr belastet. Sein erster Fall ist der Mord an einem der führenden Köpfe des Engramm Programms, der offensichtlich politisch motiviert ist. Und es sollte nicht der letzte bleiben.

…und mehr will ich an dieser Stelle auch gar nicht verraten.

Fast hätte mich übrigens der folgende Hinweis vom Lesen abgehalten: “Dieses Werk wurde von einem Hobby-Autor geschrieben, ist nicht professionell lektoriert und daher kostenlos erhältlich. Es besitzt keine Verlagsqualität.” Nichts stört mich mehr, als schlampig lektorierte Bücher.

Doch keine Sorge: das Buch hat weniger Fehler als viele (angeblich?) lektorierte Texte. Auch der Schreibstil ist flüssig, man kann sich kaum von dem Buch lösen. Brettfeld sollte hier ruhig selbstbewusster auftreten.

Gut gezeichnete Charaktere, eine packende Story und dazu eine logische Aufklärung. Leider war es viel zu schnell vorbei.

Klare Leseempfehlung. Ach ja, kostenlos ist es auch noch.

Format: Amazon Kindle
Dateigröße: 1732 KB
Entsprechend Print-Seiten (ca): 132
Verlag: BookRix (20. Juli 2015)
ASIN: B012A6DU0S

Kriegen wir es hin, dass mindestens ein Erstligaverein nicht bei der Bild-Wir-helfen-Trikot-Aktion mitmacht?

Weiter unten sind Links zu weiteren Artikeln rund ums Thema.

Bekannterweise hat die die Bild Zeitung (zusammen mit Hermes) angeregt, dass alle Vereine der ersten und zweiten Fußballbundesliga statt des Hermes Logos auf dem Trikot das “Wir helfen” Symbol der Bild tragen sollen. Diese – auch von der “Bild”-Zeitung – initiierte Aktion unterstützt Flüchtlinge (das sind übrigens neuerdings #refugees, aber das ist ein anderes Thema).

Ich finde es gut, wenn Flüchtlinge im Rahmen privater Aktionen unterstützt werden. Ich finde es nicht gut, wenn alles, was die Bild Zeitung oder Kai Diekmann schreiben oder sagen, pauschal verurteilt wird. Und so fand ich auch diese Trikot-Logo-Idee zuerst nicht schlecht – auch wenn man die Rolle der Bild in der Vergangenheit in Hinblick auf Ausländer durchaus kritisch sehen darf… Im Gegenzug hat sich die Springer Zeitung aber auch immer sehr gegen Antisemitismus engagiert. Und nichts und niemand ist nur gut oder schlecht. Und alles kann man so oder so sehen.

In diesem Fall bin ich aber gegen die Aktion. Warum?

Der FC St. Pauli wollte eben nicht mitmachen. Dafür kann man viele gute Gründe haben. Und wenn man sich schon so für Flüchtlinge eingesetzt, wie St. Pauli, muss man sich deswegen auch nicht in die rechte Ecke drängen lassen. Macht Kai Diekmann aber:

Und das finde ich überhaupt nicht gut. Und immerhin: Auch Union Berlin, SC Freiburg, 1. FC Nürnberg und der VfL Bochum machen bei der Bild Aktion nicht mit – eben wegen Diekmanns Tweet.

Man muss ja nun nicht unbedingt fordern, die ganze Aktion abzublasen. Aber es wäre gut, wenn mindestens ein Verein der ersten Bundesliga auch “Nein” sagt.

Liebe Fußballfans, twitter User, Vereinsmitglieder, facebook Nutzer, google+Nerds und wer auch immer – kriegen wir das hin? Schreibt Euren Verein an, tweetet, schreibt es in jedes Netzwerk – und dann wird es klappen!

Update 18. September 2015: Auch der 1. FC Kaiserslautern wird nicht mit dem BILD Badge antreten, wie der Verein auf facebook schrieb.

nichtmitmachen

Links rund um die Aktion

Kontra Bild

#BILDnotwelcome bei twitter

Die Schwarzgelbe Ecke

Die Blogrebellen

Werder Ultras

Übersteiger Blog

11 Freunde

Bildblog I

Bildblog II

Der Wochenendrebell

Angedacht

Kiezkicker

Schwatzgelb

Effzeh.com

Ultras1894

Supporters Mainz

Nachdenkseiten

Perspektive FCK

Hertha BSC Blog

Weitere Infos

Übersicht, wie sich Fangruppen und Vereine positionieren.

 

10 Tipps, was man selbst für mehr Demokratie tun kann

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Am 15. September ist der internationale Tag der Demokratie. Dieser Aktionstag wurde 2007 von der UN Vollversammlung eingeführt und hat das Ziel, die Entwicklung vom Demokratien zu fördern und die Grundsätze der Demokratie zu verteidigen.

Ein guter Anlass, sich einige Gedanken über die Lage der Demokratie in Deutschland zu machen. Mit dem Grundgesetz haben wir wahrscheinlich eine der besten Verfassungen der Welt, wie sich in den letzten Jahrzehnten bewiesen hat. Dennoch resignieren viele Bürger und nutzen ihre demokratischen Rechte nicht. Bei der Oberbürgermeisterwahl 2015 in Bonn sind nur rund 45% der Wahlberechtigten an die Urnen gegangen. Statt nur gegen “die da oben” zu wettern, sollte man aber selber aktiv Demokratie leben.

Und daher sind hier 10 Dinge, über die man nachdenken sollte – nicht nur heute!

  1. Informieren Sie sich! Urteilen und entscheiden kann nur, wer informiert ist. Lesen Sie Zeitungen und Zeitschriften, ob gedruckt oder online. Informieren Sie sich in regionalen, überregionalen und internationalen Blogs. Melden Sie sich bei twitter an. Finden Sie interessante Youtube Channels oder facebook Gruppen. Lesen Sie komplizierte Sachverhalte nach. Wie wollen Sie sonst über Flüchtlinge, Eurokrise, Gleichberechtigung, Energiewende, Bildungspolitik oder städtische Bauvorhaben mitreden und darüber abstimmen können?
  2. Kennen Sie die Standpunkte! Sie haben schon immer die CDU / SPD / FDP / Grüne… gewählt, selbst wenn diese einen Kartoffelsack aufgestellt haben? Lösen Sie sich von ideologischen Mustern und verkrusteten Strukturen. Lesen Sie nach, wofür “Ihre” Abgeordneten wirklich stehen. Oder überprüfen Sie mit dem Wahl-O-Mat, mit welche Partei sie wirklich übereinstimmen.
  3. Reden Sie mit ihrem Abgeordneten! Ihr Abgeordneter – egal ob im Rat, Land oder Bund – hat wahrscheinlich ein Problem. Er lebt in einer Filterblase und bekommt viele Probleme, Sorgen und auch positive Dinge gar nicht mit. Sagen Sie ihm also, was sie umtreibt und was Sie gut finden. Ob bei Bürgersprechstunden oder wenn Sie ihn auf der Straße treffen. Oder schreiben Sie ihm einfach eine E-Mail. Übrigens können Sie sich bei der Gelegenheit auch ruhig für sein Engagement bedanken.
  4. Informieren Sie andere! Sie haben einen interessanten Artikel gefunden? Teilen Sie ihn in ihren sozialen Netzen. Und damit sind nicht nur twitter, facebook oder Google+ gemeint – sie können anderen auch davon erzählen, einen Link per WhatsApp oder E-Mail weiterleiten oder die Zeitungsseite kopieren und weitergeben. Oder Sie fangen an, selbst zu bloggen oder bei einem Blog mitzuschreiben.
  5. Gehen Sie wählen! Das Argument, meine Stimme zählt doch eh nicht. In Bonn haben 2015 nur 60 Stimmen darüber entschieden, wer Oberbürgermeister wird. Und wenn Ihnen keine der großen Parteien und keine der Protestparteien zusagt, machen Sie Ihren Stimmzettel ungültig. So zeigen Sie wenigstens, dass Ihnen die Demokratie so wichtig ist, dass Sie zum Wahllokal gehen.
  6. Treten Sie einer Partei bei! Sie schimpfen über die verkrusteten Strukturen in den Parteien? Dann ändern Sie das! Indem Sie Mitglied in einer Partei werden und frischen Wind in den Ortsverband bringen. Sie müssen ja nicht direkt eine Funktion übernehmen.
  7. Treten Sie an! Ja, richtig gelesen. Treten Sie zu Wahlen an. Ob kommunal, landespolitisch oder zum Bundestag… Ob im Rahmen einer Partei oder als unabhängiger Kandidat. Selbst wenn Sie als letzterer vielleicht keine Chance haben: Sie bringen Ihre Gedanken und Ideen in die öffentliche Diskussion ein.
  8. Wirken Sie mit! Politik findet nicht nur in den Parteien, Ratssitzungen und Parlamenten statt. Es gibt viele andere Bereiche, in denen Sie demokratisch mitwirken können. Sei es in der Schulpflegschaft, in der Kirchengemeinde, Bürgerinitiativen, Vereinen, Verbänden und wo gerade Not am Mann ist. Eine interessante Möglichkeit ist zudem, als Wahlhelfer aktiv zu sein.
  9. Bleiben Sie fair! Zur Demokratie gehört auch, dass man sich mit dem eigenen Standpunkt nicht immer durchsetzt und es Kompromisse und Niederlagen gibt. Kämpfen Sie für Ihre Ideen und Überzeugungen, aber nicht unter der Gürtellinie. Akzeptieren Sie, wenn sich die Mehrheit endgültig durchgesetzt hat.
  10. Motivieren Sie andere! Ein einzelner kann schon viel bewirken. Viele können noch viel mehr bewirken. Motivieren Sie andere, sich zu informieren und zu engagieren! Am besten jetzt sofort.

Die OB Wahl in Bonn – eine kleine Nachlese

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Herzlichen Glückwunsch, Herr Sridharan!

Eins ist ziemlich sicher – der nächste Bonner Oberbürgermeister wird Ashok Alexander Sridharan heißen. Und das ist – siehe meine Einschätzung der Bonner OB Kandidaten – auch gut so.

Aber war’s das schon?

Aber warum nur ziemlich sicher?

Zum einen kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich das vorläufige amtliche Endergebnis noch ändert. Rund 60 Stimmen haben die Wahl entschieden. Schon wenige Stimmen mehr für seine Mitbewerber könnten also zum Verlust der absoluten Mehrheit führen und so den zweiten Wahlgang erzwingen.

Zum anderen ist davon auszugehen, dass die Wahl gemäß § 39 Kommunalwahlrecht NRW angefochten wird. “Die PARTEI” hat dies auf twitter bereits angekündigt, wobei deren Begründung wohl nicht zu einer Neuwahl führen dürfte:

PRO NRW hat die Anfechtung bereits vor dem Wahlsonntag angekündigt, da deren Kandidatin nicht zur Wahl zugelassen wurde. Dieser Antrag dürfte schon mehr Erfolgsaussichten haben, denn auch das Wahlamt der Stadt Bonn hielt die Entscheidung, Frau Susanne Kutzner nicht zur Wahl zuzulassen, für problematisch.

Zuletzt dürfte das knappe Ergebnis  den ein oder anderen Bürger auf den Plan rufen, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Aber auch wenn einer durchkommt – dass am Ende Sridharan im Bonner Rathaus das Zepter übernehmen wird, ist nach dem gestrigen Abend eine klare Sache.

Die niedrige Wahlbeteiligung

Traurig ist aber, dass nur 45,11% der Bonner Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben. Damit wurde der neue OB letztlich nur mit 22,6% der möglichen Stimmen gewählt.

Wer meint, die eigene einzelne Stimme sei eh nichts wert, der sei auf das knappe Ergebnis verwiesen.

Und wer sich mit keinem der drei aussichtsreichen Kandidaten identifizieren konnte, hätte z.B. Caroline Tepass aus Protest wählen, seinen Stimmzettel ungültig machen oder sich selbst zur Wahl stellen können.

Erstaunlich ist, wie groß die Unterschiede in den einzelnen Stimmbezirken sind -so haben in Neu Tannenbusch Mitte nur 7,86% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Es wird auf jeden Fall eine Herausforderung sein, bei zukünftigen Kommunalwahlen eine höhere Beteiligung zu erreichen.

Keine Chance für Extreme – und ein fairer Wahlkampf

Erfreulich hingegen: die beiden extremeren Kandidaten Pauqué und Yilmaz konnten mit 0,72% bzw. 0,82% der Stimmen keine nennenswerten Erfolge vorweisen. Anders hätte es vielleicht ausgesehen, wenn PRO NRW angetreten wäre, aber dies war ja nicht der Fall (s.o.).

Und auch der Wahlkampf wurde von allen Beteiligten fair geführt – eine gute Grundlage für die Zusammenarbeit der Parteien in der Stadt!

An die Arbeit

Und das ist auch notwendig. Bonn steht nach der Ära Nimptsch vor riesigen Herausforderungen. Ein CDU Bürgermeister kann zusammen mit der CDU/Grüne/FDP Koalition im Rat hier sicher mehr bewegen.

Also, an die Arbeit.