Trachten am Bodensee

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Zwei junge Männer in Tracht am Bodenseeufer in Hard (Harder Bucht).

Ich spiele gern

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Geständnis des Tages: ich spiele gern – am PC, auf der Xbox One, besonders aber auf dem Smartphone.

Bevorzugt schnelle, einfache Spiele, in die man sich nicht lange einarbeiten muss, bei denen man aber nachdenken muss. Eine Runde dauert im Idealfall nur wenige Minuten.

Ich stehe an der Bushaltestelle und es lohnt sich nicht, den Notebook zum Bloggen aufzuklappen? Zeit für Threes! ist immer. Mir fällt der erste Satz zu einem Text nicht ein, den ich schreiben soll? Ein Level geoDefense macht den Kopf frei für neue Ideen. Verregneter Sonntag Nachmittag? Max Curse of the Brotherhood mit oder FIFA 15 gegen Paul auf der Xbox sorgen für Abwechslung.

Klar, ich bin kein Power-Gamer – im Halo Universum würde ich keine Minute überleben und bei Forza versägt mich jeder Achtjährige. Egal, darum geht es mir auch gar nicht. Ich will mich einfach nur manchmal schnell ablenken.

Natürlich kann man es beim “computerspielen” übertreiben. Und passenderweise ist das Bild von Spielern ist in Deutschland zu sehr von Typen geprägt, wie sie hier von den Lochis parodiert werden:

Und wenn ich in der Bahn sitze und auf meinem Smartphone spiele, werde ich von vielen Anzugträgern schräg angesehen. “Kann der nicht was sinnvolles machen?” drückt ihr Blick aus. Auch egal. Denn wahrscheinlich leben die gleichen Typ das ganze Wochenende ihre Phantasien in GTA 5 aus.

Nirgends in Europa werden mehr Umsätze mit Spielen gemacht. Gespielt wird aber im verborgenen. Der Deutsche geht eben nicht nur zum Lachen in den Keller. Da lobe ich mir CDU Generalsekretär Peter Tauber, der öffentlich dazu steht, seine Freizeit nicht nur im Wald mit Joggen, sondern auch in der Welt von Skyrim zu verbringen.

Es wird Zeit, dass Spiele auch hierzulande im positiven Sinne ernst genommen werden – nicht zuletzt sind sie ein nicht unwesentlicher Wirtschaftsfaktor, der viel Potential in sich birgt.

Inn dem Sinne werde ich ab jetzt hier Spiele vorstellen, die ich mag – zu finden unter dem Tag gamevorstellung. Und über Tipps und Anregungen freue ich mich in den Kommentaren.

Threes!

Einer meiner aktuellen Spielfavoriten ist Threes!. Das Prinzip ist sehr einfach: Es erscheinen Blöcken mit verschiedenen Zahlenwerten. Anfangs nur rote Blöcke mit dem Wert 1, blaue mit dem Wert 2 und weiße mit dem Wert 3. Durch wischen auf dem Bildschirm werden die Blöcke bewegt und können zusammengeschoben werden: Rote und blaue passen zusammen und ergeben dann zu weißen 3er Blöcken. Werden diese zusammengeschoben, verdoppeln sie ihren Wert: zwei Dreier werden zu Sechsern, zwei Sechser zu Zwölfern, zwei Zwölfer zu Vierundzwanzigern und so weiter und so weiter:

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Hört sich einfach an? Ist es auch. Ist aber auch sehr packend. Dazu schön schlicht aufgemacht und mit einem guten Soundtrack, den man freilich auch abschalten kann. Und jeder der höheren Werte hat einen eigenen Charakter – einfach überraschen lassen.

Zum Start hilft ein Tutorial, das einen gut in das Spiel einführt. Hier noch einige Tipps von mir:

  • Während des Swipens wird angezeigt, in welche Richtung sich die Zahlen verschoben werden und wo sich neue Lücken auftun. Merkt man, dass dies ungünstig werden könnte, einfach den Swipe nicht zu Ende führen.
  • Oben wird immer angezeigt, welcher Stein als nächstes erscheint.
  • Neue Steine erscheinen in Reihen, die sich beim letzten Zug bewegt haben.
  • Möglichst viele Steine bei einem Zug zusammenführen.
  • Nicht zwingend jedes Paar sofort zusammenführen.
  • Sobald ich einen hohen Wert erreicht habe, versuche ich unmittelbar daran, den passenden nächsten hohen Wert zu erreichen.
  • Versuchen, immer alle vier Swipe Richtungen zur Verfügung zu haben.
  • Schachbrettmuster vermeiden – es sollten also keine hohen Werte neben niedrigen Werten stehen, also z.B. 3 | 24 | 1 | 48.

Threes! gibt es u.a. für Windows Phone, iOS, Android und die Xbox One.