Was ist eine Doula?

Der Begriff Doula kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet dort Magd oder Dienerin.

Doulas sind heute Unterstützerinnen in verschiedenen Bereichen.

Doulas als Unterstützerinnen für schwangere und gebärende Frauen sowie junge Mütter

Meist ist eine Doula eine nichtmedizinische Geburtshelferin, also gerade keine Hebamme.

Die heutige Rolle der „Doula“ in der Basisbewegung für natürliche Geburten in den USA in den 1960er Jahren, als Frauen begannen, sich Geburten ohne Medikamente und mit wenigen Eingriffen zu wünschen, und anfingen, sich während der Schwangerschaft von Freunden und anderen Personen mit praktischen Kenntnissen über Geburten unterstützen zu lassen. Der Begriff Doula wurde erstmals 1969 in einer anthropologischen Studie von Dana Raphael verwendet, einer Protegé von Margaret Mead, mit der sie in den 1970er Jahren das Human Lactation Center in Westport, Connecticut  mitbegründete.

Die Doula unterstützt Frauen – und ggf. ihren Partner – während der Schwangerschaft, bei der Geburt – statt oder ergänzend zu einer Hebamme – und nach der Geburt in der ersten Zeit mit dem Kind, z.B. beim Stillen.

Weitere Bereiche, in denen Doulas aktiv sind

Insbesondere in den USA sind Doulas auch in anderen Bereichen aktiv.

  • Doulas als Sterbebegleiterinnen
  • Doulas für Menschen in Sinn- und Lebenskrisen

Offener Brief: Liebe Netzgemeinde, Ihr seid betriebslind. Ein Beitrag zur Neuland Debatte.

Liebe Netzgemeinde,

die Neuland-Diskussion hat wieder einmal schön gezeigt, dass Ihr betriebsblind und selbstgefällig seid und von der Welt da draußen wenig Ahnung habt. Ihr Digital Natives geriert Euch als die einzigen Netz-Versteher und macht Euch über „die Anderen“ lustig.

Doch das Internet und die Digitalisierung sind schon lange in Deutschlands Alltag angekommen – nur anders als Ihr denkt und wollt.

Sicher, einige sind nach wie vor nicht online. Doch die sind entweder zu jung, zu alt, haben vielleicht Angst vor Barcodes oder nehmen auch so kein Buch in die Hand und schauen stattdessen lieber den ganzen Tag RTL2.

Doch die anderen nutzen online Banking, buchen Ihre Reisen auf Preisvergleichsportalen, lesen Nachrichten im Web, bestellen bei Zalando und Amazon, schließen Ihre Stromverträge papierlos ab, schauen sich Videos auf Youtube an und sind bei facebook und halten dort Kontakt zu ihren Freunden in aller Welt.

Sitze ich im morgens im Zug sehe ich nicht wie noch vor wenigen Jahren Zeitungs- und Bücherleser. Nein, fast alle Mitfahrer sind in ihre Smartphones, Tablets, Notebooks oder Kindles vertieft. Diese Menschen benutzen das Netz und die neuen Medien ganz einfach, so wie Sie es für sie sinnvoll ist und wie sie wollen. twitter, google+, app.net brauchen und möchten sie einfach nicht, Whatsapp, Angry Birds und facebook reichen ihnen aus. Von facebook sind viele inzwischen schon genervt und wandern ab – aber nicht zu Google + wie Ihr, sondern ganz weg von den „sozialen Medien“. Viele Jugendliche fangen damit inzwischen erst gar nicht mehr an.

Oder gerade das Thema twitter – für mich ist es als Informationsmedium nicht mehr wegzudenken und hin und wieder bin ich dort auch aktiv. Aber wisst Ihr, wie viele Menschen ihre ersten Gehversuche auf twitter entnervt abgebrochen haben, da sie von Euch nicht „aufgenommen“ wurden? Ein des deutschen mächtiger Brite meinte zu mir, er hätte noch kein Land erlebt, in dem die die twitter Gemeinde so abweisend zu Neulingen wäre, wie in Deutschland. Kein Wunder, dass hierzulande nur 6% der Internetnutzer auf twitter sind. Ihr macht Euch lustig über neue User, die die Regeln dort noch nicht direkt verstanden haben? Aber ist Euch eigentlich klar, wie lächerlich Ihr auf manche aus der Distanz mit Euren Flauschs, Hachs und Selbstgesprächen mit Euren Zweitaccounts wirkt?

Wenn Ihr vom digitalen Graben sprecht, ist es der großen Mehrheit ganz egal, weil sie gar nicht auf die andere Seite des Grabens will. Das Netz ist für sie nämlich anders als für Euch nicht Selbstzweck, sondern ganz einfach Mittel zum Zweck. So manches Forum über die Zucht von Kleinkanichen und belgischen Riesenrammlern hat mehr Traffic als 24 von Euren gehypten Social-Media-Internet-Apple-SEO-Medien-Experten-Blogs zusammen.

Mit der gleichen Berechtigung, mit der Ihr vom digitalen Graben sprecht, können Menschen, die sich mit gesunder Ernährung gut auskennen vom Ernährungs-Graben sprechen, Autobastler über den Tuning-Graben in der Gesellschaft klagen und Experten für Medizinethik bedauern, wie wenig Gedanken sich die Menschen über das Klonen machen.

Versteht mich nicht falsch, Netzpolitik ist wichtig. Aber muss deswegen jeder ein Experte für Acta, Prism, Netzneutralität, Urheberrecht und das Bundesdatenschutzgesetz sein? Ist doch super, wenn Ihr das macht. Denn das ist fast so gut und wichtig, wie wenn sich andere Menschen gegen die Patentierung von Saatgut engagieren, für den Erhalt von Streuobstwiesen einsetzen oder in der freiwilligen Feuerwehr aktiv sind.

Und in einer Sache könnt Ihr Euch auch sicher sein – sobald die Netzpolitik den eigenen Geldbeutel betrifft, interessieren sich die Deutschen dafür. Ansatzweise hat man das bei der „Drosselkom“-Debatte gesehen. Wie sagte schon mein alter Geschichtslehrer: „In Deutschland gibt es nur Revolution, wenn man unzulässigerweise die Bierpreise erhöht.“ Inzwischen würde er wohl die Breitbandkosten ergänzen.

Ihr habt Euch eine Parallelwelt mit Euren MacBooks, iPhones, google+, Instagram, tumblrs und Amen geschaffen und so oftmals den Blick auf das verloren, was wirklich zählt.

Die Digitalisierung der Gesellschaft wird immer weitergehen. Doch wie die Gesellschaft das aufnimmt, entscheidet immer noch sie. Und nicht Ihr allein.

Geht lieber einfach offen auf die Menschen in Neuland zu, macht Euch nicht über sie lustig und akzeptiert, dass sie andere Erwartungen an das Netz stellen als Ihr.

Nichts für ungut,

severin

Köpfe: Charles Warren Wickline

Charles Warren Wickline war ein weißer Mann (46), der am 21. Juni 2013 in Coal City (WV) von der Polizei erschossen wurde. Er selbst war mit einer Schusswaffe bewaffnet.

Dokumentiert: Trump auf twitter – 21. Juni 2013

Der 21. Juni 2013 war ein Freitag und der 1510. Tag von Donald Trump auf twitter. Er schrieb an diesem Tag 15 Tweets, die zusammen insgesamt 1.492 Likes sowie 2.550 Retweets erhielten. Die tweets finden Sie hier bald.