Die Krise, Arbeitslosigkeit und der Euro

Flaming CrisisSeit 2007 ist Europa in der Krise und aktuell wurden neue Rekordarbeitslosenzahlen gemeldet. Ich habe einmal ausgewertet, wie sich die Arbeitslosenquote seitdem in Europäischen Staaten verändert hat. Die Länder habe ich dabei in Gruppen zusammengefasst:

  • EU-Staaten mit dem Euro als Zahlungsmittel sowie Bosnien und Herzegowina (die Konvertible Mark ist fest an den Euro gekoppelt) und Montenegro (hat den Euro als Zahlungsmittel).
  • EU-Staaten ohne Euro, die sich dem Wechselkursmechanismus II (WKM II) unterworfen haben.
  • EU-Staaten ohne Euro, die  sich nicht dem WKM II unterworfen haben.
  • Europäische Staaten, die nicht in der EU sind und nicht den Euro als Zahlungsmittel haben.
  • Eine Vergleichsgruppe nicht Europäischer Staaten (im engeren Sinne).

Betrachtet man die Veränderung der Arbeitslosigkeit der einzelnen Gruppen in Prozentpunkten zwischen 2006 (vor der Krise) und 2012 hat man folgendes Ranking:

  1. 6,4 Prozentpunkte Anstieg in der WKM II Gruppe
  2. 3,6 Prozentpunkte Anstieg in der Euro Gruppe
  3. 1,0 Prozentpunkte Anstieg bei den EU-Ländern ohne Euro und ohne WKM II
  4. Keine Veränderung bei den Europäischen Ländern, die nicht in der EU sind
  5. 0,4 Prozentpunkte Rückgang bei der internationalen Vergleichsgruppe

Ranking nach durchschnittlicher Arbeitslosigkeit in den Gruppen 2006:

  1. 11,9% Europäische Länder, die nicht in der EU sind
  2. 9,9% Euro Gruppe
  3. 8,5% EU ohne Euro und ohne WKM II
  4. 6,3% Internationale Vergleichsgruppe
  5. 5,5% WKM II Gruppe

Ranking nach durchschnittlicher Arbeitslosigkeit in den Gruppen 2012:

  1. 13,5% Euro Gruppe
  2. 11,9% WKM II Gruppe
  3. 11,9% Europäische Länder, die nicht in der EU sind
  4.  9,6% EU ohne Euro und ohne WKM II
  5.  5,9% Internationale Vergleichsgruppe

Für mich sind diese Zahlen ein Beleg dafür, dass die Euro/WKM II Mechanismen ein bedarfsgerechtes Krisenmanagement eben erschweren. Genauer dargelegt habe ich das in meiner Euro Parabel von den Großmüttern und der Marmelade.

Hier noch die detaillierten Zahlen:


WKM II
2006 2012 Änderung
Litauen 5,2% 13,3% 8,1%
Lettland 7,3% 14,9% 7,6%
Dänemark 3,9% 7,5% 3,6%
Mittelwert 5,5% 11,9% 6,4%
Euro
2006 2012 Änderung
Spanien 8,5% 25,0% 16,5%
Griechenland 8,9% 24,3% 15,4%
Irland 4,5% 14,7% 10,2%
Portugal 8,6% 15,9% 7,3%
Zypern 4,6% 11,9% 7,3%
Estland 5,9% 10,2% 4,3%
Italien 6,8% 10,7% 3,9%
Frankreich 9,2% 10,2% 1,0%
Niederlande 4,4% 5,3% 0,9%
Luxemburg 4,6% 5,1% 0,5%
Finnland 7,7% 7,7% 0,0%
Montenegro* 19,0% 19,0% 0,0%
Bosnien
Herzegowina**
45% 45% 0,0%
Malta 6,9% 6,4% -0,5%
Österreich 4,8% 4,3% -0,5%
Belgien 8,3% 7,6% -0,7%
Deutschland 10,3% 5,5% -4,8%
Mittelwert 9,9% 13,5% 3,6%
EU, nicht WKM II
2006 2012 Änderung
Ungarn 7,5% 10,9% 3,4%
Bulgarien 9,0% 12,3% 3,3%
Slowenien 6,0% 8,9% 2,9%
Großbritannien 5,4% 7,9% 2,5%
Schweden 7,1% 8,0% 0,9%
Slowakei 13,5% 14,0% 0,5%
Tschechische
Republik
7,1% 7,0% -0,1%
Rumänien 7,3% 7,0% -0,3%
Polen 13,9% 10,1% -3,8%
Mittelwert 8,5% 9,6% 1,0%
Europa, nicht EU, kein
Euro
2006 2012 Änderung
Kroatien 11,4% 15,9% 4,5%
Island 3,0% 5,0% 2,0%
Serbien
21,0% 22,0% 1,0%
Norwegen 3,4% 3,2% -0,2%
Schweiz 3,3% 2,9% -0,4%
Liechtenstein 3,2% 2,4% -0,8%
Albanien
13,8%
13,0%
-0,8%
Mazedonien
36,0%
31,0%
-5,0%
Mittelwert 11,9% 11,9% 0,0%
Andere
2006 2012 Änderung
Türkei 8,7% 8,1% -0,6%
USA 4,6% 8,1% 3,5%
Japan 4,1% 4,3% 0,2%
Australien 4,80% 5,20% 0,4%
Kanada 6,3% 7,3% 1,0%
Russland
7,2%
6,0%
-1,2%
Brasilien
10%
6,0%
-4,0%
Mexiko
3,6%
4,8%
1,2%
Südkorea
3,5%
3,3%
-0,2%
Indonesien
10,3%
6,2%
-4,1%
Mittelwert
6,3%
5,9%
-0,4%

Bild: (c) Allposters.de

10 Fakten zum Monat Juni

  1. Der Juni ist der 6. Monat des Jahres.
  2. Er ist benannt nach der römischen Göttin Juno, die die Gattin von Jupiter, die Beschützer in der Ehe und Roms ist.
  3. Im Regelfall am 21. Juni, in wenigen Jahren auch am 20. oder 22.,  ist der Tag der Sonnenwende, der der längste Tag und die kürzeste Nacht auf der Nordhalbkugel ist.
  4. Ein alter Name deutscher Name für den Monat ist Brachet, Brachemond oder Brachemonat, da in der mittelalterlichen Dreifelderwirtschaft die Bearbeitung der Brachflächen begann. Übrigens gibt es viele Bauernregeln rund um den Juni.
  5. Ein anderer Name ist Rosenmonat, da die Rosenblüte im Juni am schönsten ist.
  6. Auch Johannismond wird er genannt, da am 24. Juni der oft mit viel Tradition begangene Johannistag gefeiert wird. So werden an diesem Johannisfeuer angezündet.
  7. Weiter waren die Bezeichnungen Weidemaent und Auswart gebräuchlich.
  8. Zur Unterscheidung vom Juli wird er auch oft Juno genannt.
  9. Kein anderer Monat des gleichen Jahres beginnt mit dem gleichen Wochentag wie der Juni. Dafür beginnt der Februar des Folgejahres immer mit dem gleichen Wochentag wie der Juni.
  10. Die Tierkreiszeichen des Monats Juni sind Zwilling (bis zum 20.) und dann Krebs.

10 Baurnregeln zum Juni

  1. Menschensinn und Juniwind ändern sich oft sehr geschwind.
  2. Ohne Tau kein Regen heißts im Juni allerwegen.
  3. Im Juni kühl und trocken, gibt’s was in die Milch zu brocken.
  4. Wenn im Juni der Nordwind weht das Korn zur Ernte trefflich steht.
  5. Gibt’s im Juni Donnerwetter, wird gewiss das Getreide fetter.
  6. Im Juni ein Gewitterschauer macht das Herz gar froh den Bauer.
  7. Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er das ganze Jahr.
  8. Ist der Juni warm und nass gibts viel Korn und noch mehr Gras.
  9. Im Juni viel Donner bringt einen trüben Sommer.
  10. Was im Juni nicht wächst, gehört in den Ofen.