Liste: eingestellte Google Dienste und Produkte

eingestellte-google-dienste

Hinweis: diese Seite ist noch nicht vollständig und daher – um mit Googles Worten zu sprechen – im Beta Stadium. Ich selbst werde auf sie erst aufmerksam machen, wenn die Liste eine “kritische Größe” erreicht hat.

Google hat in der Vergangenheit schon viele Dienste gestartet – aber auch schon viele eingestellt. Hier finden Sie einen kleine Auswahl, absteigend sortiert nach der Lebensdauer des Dienstes. Ist ein Datum mit einem * versehen, konnte der genaue Tag nicht ermittelt werden.

Inbox by Gmail

eingestellt: 2. April 2019
gestartet: 22. Oktober 2014

Mail Client mit innovativen Funktionen.

Google plus

eingestellt 2. April 2019
gestartet: 28. Juni 2011

Soziales Netzwerk.

goo.gl

eingestellt: 30. März 2019
gestartet: 14. Dezember 2009

URL Shortener.

Google Allo

eingestellt: 14 März 2019
gestartet: 21. September 2016

Messaging Service, einer der zahlreichen gescheiterter Versuche.

Google Notification Widget

eingestellt: 2019
gestartet: 2015

Auch Mr. Jingles genannt

Youtube Video Annotations

eingestellt: 2019
gestartet: 2008

Chromecast Audio

eingestellt: 2019
gestartet: 2015

Google Search Appliance

eingestellt: 2018
gestartet: 2002

Enterprise Search Service.

Google Nearby Notifications

eingestellt: 2018
gestartet: 2015

Google News and Weather App

eingestellt: 2018
gestartet: 2016

Reply

eingestellt: 11. Oktober 2018
gestartet: Februar 2018

App für smarte Antworten in Messengern.

Tez

eingestellt: 2018
gestartet: 2017

Mobile Payment in Indien. In Google Pay aufgegangen.

Google Goggles

eingestellt: 2018
gestartet: 2010

Save to Google Chrome Extension

eingestellt: 2018
gestartet: 2016

Encrypted Search

eingestellt: 2018
gestartet: 2010

qpx-Express API

eingestellt: 2018
gestartet: 2010

Google Site Search

eingestellt: 2018
gestartet: 2008

Project Tango

eingestellt: 2017
gestartet: 2014

Augmented und Virtual Reality, aufgegangen in ARCore.

Google Chrome Apps

eingestellt: 2017
gestartet: 2010

Google Portfolios

eingestellt: 2017
gestartet: 2006

YouTube Video Editor

eingestellt: 2017
gestartet: 2010

Trendalyzer

eingestellt: 2017
gestartet: 2007

GlassOS

eingestellt: 2017
gestartet: 2013

Google MapMaker

eingestellt: 2019
gestartet: 2015

Chromebook Pixel

eingestellt: 2017
gestartet: 2013

High End Chromebook mit Intel i5 Prozessor und 12,85″ Display.

Google Spaces

eingestellt: 2017
gestartet: 2016

Google Hands Free

eingestellt: 2017
gestartet: 2016

Kontaktloses Bezahlen

Panoramio

eingestellt: 2016
gestartet: 2005

Google Showtimes

eingestellt: 2016
gestartet: 2005

Pixate

eingestellt: 2016
gestartet: 2012

Google Nexus Familie

eingestellt: 2016
gestartet: 2010

Google Hangouts on Air

eingestellt: 2016
gestartet: 2012

Project Ara

eingestellt: 2016
gestartet: 2013

Moduares Smartphone Konzept

Web Hosting in Google Drive

eingestellt: 2016
gestartet: 2012

 

Reader

eingestellt: zum 1. Juli 2013
gestartet: 7. Oktober 2005
Lebensdauer: 2.824 Tage

webbasierter Reader für RSS Feeds, eingestellt wegen rückläufiger Nutzerzahlen. Ein direkter Ersatz seitens Google wird nicht angeboten, andere Dienste wie z.B. feedly bieten sich aber als Alternativen an.

Wave

eingestellt: 30. April 2012
gestartet: 27. Mai 2009
Lebensdauer: 1.069 Tage

Wave sollte E-Mails ersetzen und sinnvolles Zusammenarbeiten an Informationen ermöglichen. Der Dienst wurde ohne Begründung eingestellt. Bestehende “Waves” konnten immerhin in Google Docs übernommen werden. Die Idee wird von der Apache Foundation in anderer Form als “Wave in Box” fortgeführt.

Checkout

eingestellt: 19. September 2011
gestartet: 28. Juni 2006
Lebensdauer: 1.909 Tage

Bezahlservice der zum 19. September 2011 in Google Wallet integriert wurde.

Aardvark

eingestellt: 02. September 2011
gestartet: 01. April 2009
Lebensdauer: 1.249 Tage

Komplexe soziale Frage-/Antwort-/Suchplattform, am 11. Februar 2010 von Google gekauft. Einen direkten Nachfolger gab es nicht, Aardvark Techniken sind wahrscheinlich in die normale Google Suche und in Google+ aufgegangen.

Base

eingestellt: 01. September 2009
gestartet: 01. November 2005
Lebensdauer: 1.400 Tage

Dienst, mit der strukturierte Daten an die Google Suche übergeben werden konnten. Anfangs bestand eine eigene Suchseite, die jedoch aufgegeben wurde. Der Dienst ist verschiedenen Services aufgegangen.

Answers

eingestellt: 28.November 2006
gestartet: 18. April 2002
Lebensdauer: 1.702 Tage

Dienst, bei dem Fragen gestellt werden konnten, die dann von anderen Nutzern gegen Bezahlung beantwortet wurden. Bestehende Fragen und Antworten können noch eingesehen werden.

Buzz

eingestellt: 15. Dezember 2011
gestartet: 9. Februar 2009
Lebensdauer: 674 Tage

Versuch Googles, eine Kombination aus s a sozialem Netzwerk, Mikroblogging-Dienst und Messaging Tool mit enger Gmail Anbindung zu schaffen. Ansätze von Buzz finden sich in google+ wieder.

Browser Sync

eingestellt: 1. Juni 2008
gestartet: 8. Juni 2006
Lebensdauer: 724 Tage

Firefox Extension, die es ermöglicht Bookmarks, Passwörter etc. zwischen verschiedenen Firefox Installationen auch zwischen verschiedenen Plattformen zu synchronisieren. Zugunsten von Chrome aufgegeben.

Audio Ads

eingestellt: 12. Februar 2009
gestartet: 15. Mai 2007
Lebensdauer: 609 Tage

Plattform für die Vermarktung von Radio-Werbespots.

google-xX

eingestellt: 16. Mai 2005
gestartet: 15. Mai 2005
Lebensdauer: 1 Tag

Google Suche mit Design-Elementen von Apples OS X.

Questions and Answers (2001)

eingestellt: August 2001*
gestartet: August 2001*
Lebensdauer: 1 Tag

Service, bei dem Fragen gestellt werden konnten, die dann kostenpflichtig von Agents beantwortet wurden. Wurde wegen des übergroßen Ansturms nach 24 Stunden eingestellt.

Blogger Web Comments

Plugin für Firefox, das den Nutzern verwandte Blogbeiträge von Googles Blogger Plattform anzeigte.

Catalogs

Suchmöglichkeit über rund 6.600 eingescannte und per OCR ausgewertete Kataloge. 2007 eingestellt.

Click-to-Call

Dienst, der es ermöglichte, sich direkt über eine Adwords Anzeige mit dem Werbetreibenden zu verbinden. 2007 eingestellt.

City Tours

Erweiterung zu Google Maps mit “Stadtführungen” zu interessanten Plätzen in Städten.

Docs

Ganz in Google Drive aufgegangen.

Comeback der Feature-Phones – als Smartphone-Companions

nokia-feature-phoneSmartphones werden heute für alles mögliche genutzt: zum Websurfen, beim Musik-Hören als MP3 Player Ersatz, zum Spielen, als E-Book-Reader, zum Fotografieren und Filmen sowieso und zusehends auch zur Erledigung von Office Aufgaben und anderen Anwendungen – so lassen sich mit einem großen Smartphone E-Mails, Blogbeiträge und andere nicht zu lange Texte schon leidlich gut schreiben.

Und je größer das Display, desto intensiver sind diese Nutzungsarten. 5″ Smartphones oder Phablets können dabei oft schon fast ein Netbook, meist aber zumindest ein kleines Tablet ersetzen.

Auch in den Wohnzimmern übernehmen Smartphones mehr und mehr Aufgaben. So lassen sie sich als Fernbedienungen für alles mögliche einsetzen oder streamen per NFC Musik auf die JBL Speaker.

Die ursprüngliche Hauptfunktion dieser Geräte – die Telefonie – tritt dabei mehr und mehr in den Hintergrund. Ganz im Gegenteil, diese sorgt sogar für Probleme:

  • Generell die Akkulaufzeit – während man auf die “Zusatzfunktionen” vielleicht noch verzichten kann, ist telefonieren oft essentiell.
  • Ein Anruf auf dem gleichen Gerät wird als störend empfunden, wenn man es gerade anderweitig intensiv nutzt. Das gilt nicht nur unterwegs, sondern z.B. gerade dann, wenn man das Smartphone zB als Musikzulieferer für eine Party benutzt und dann eine Unterbrechung durch einen eingehenden Anruf erfolgt. Auf der anderen Seite möchte man auch nicht verpassen, wenn währenddessen ein Freund anruft, um nach dem Weg zu fragen.
  • Gleichzeitiges telefonieren und recherchieren von Informationen ist oft schwierig.
  • Es ist oft unpraktisch oder riskant, ein über 700 Euro teures, großes und empfindliches Hight-Tech Gerät mitzunehmen. z.B. auf der Skipiste, beim Sport oder in der Disko.
  • Und nicht zuletzt sieht es lächerlich aus, mit einem Phablet zu telefonieren.

Sicher, einige dieser Kritikpunkte gelten nicht in dem Maße, wenn man ein (Bluetooth-) Headset nutzt, viele andere löst man damit aber eben nicht.

Mit einem zusätzlichen Feature-Phone könnte man viele dieser Probleme lösen. Das abgebildete Nokia Asha 206 kostet um die 60 Euro, unterstützt 2 SIM Karten und schafft über 20 Tage Standby. Noch günstiger ist z.B. das Nokia 109. Und mit einer TwinSim, MultiSim, TwinCard, UltraCard, FlexiCard oder wie auch immer Ihr Netzbetreiber zwei unter einer Nummer erreichbare SIM Karten nennt sind Sie nach Wunsch auf beiden Geräten gleichermaßen erreichbar.

Perfekt wäre es dann, wenn beide Geräte aufeinander abgestimmt wären. So dass man z.B. auf dem Smartphone angeben kann, dass Anrufe automatisch auf das Feature-Phone gehen. Auch ein einheitlicher Datenbestand beim SMS/MMS Messaging wäre wünschenswert. Und die Synchronisierung von Kontakten und Kalendereinträgen sollte über Bluetooth und/oder Cloud kein Problem sein. Ebensowenig wie die auf Wunsch möglichen Benachrichtigungen über neue E-Mails, tweets auf dem einfachen Handy.

Ein Feature-Phone als Companion zum Smartphone wäre aus meiner Sicht für viele User noch sinnvoller als eine SmartWatch, da es mit langer Akkulaufzeit autark die Verbindung zur digitalen Welt halten könnte – und nebenher komfortable Telefonie ermöglicht. Und die Smartwatch, Smart Clothing und andere Companions können sich zusätzlich in das Zusammenspiel einklinken.

Übrigens: Als weitere Geräteklasse wären Feature-Phones als Ergänzung zu Tablets (und Notebooks) besonders interessant. Ebenfalls einfache kompakte Smartphones, die aber über HSDPA/LTE verfügen und somit für andere (größere) Geräte als WLAN Hotspots fungieren können. Denn viele Tablets wie das Microsoft Surface, das Google Nexus 10 oder Kindle Fire (HD) sind erst gar nicht mit 3G/4G Modulen erhältlich. Durch eine Anbindung an das jeweilige Ökosystem (Microsoft, Amazon, Apple, Google) informieren sie über eingehende E-Mails, anstehende Termine und liefern andere Benachrichtigungen. Und hat man das “Hauptgerät” einmal nicht dabei, lassen sich die entsprechenden Informationen zumindest abrufen.

Es wäre nur zu erfreulich, würde die Idee aufgegriffen.

Bild (c) Nokia.

Google spielt mal wieder rum – Keep ist da

Gerüchte gab es schon lange, jetzt ist Google Keep da, ein Service um damit Notizen aller Art zu verwalten. Neben der Webanwendung unter drive.google.com/keep/ gibt es auch eine Android App.

Mit Keep kann man Notizen, Listen und Fotos ablegen und diese sortieren und verwalten, z.B. indem man sie z.B. farblich sortiert. Die Volltextsuche führt schnell zu den gewünschten Ergebnissen. Interessant bei Keep ist auch, dass Sprachnotizen in Text umgewandelt werden können. Die Android App ist sehr schick und erinnert mich mit ihrer Kachel Optik an Windows Phone und Windows 8 – ist für diese Betriebssysteme aber natürlich nicht verfügbar.

Werde ich Keep verwenden? Nein. Störend ist, dass Links – anders z.B. als bei Wunderlist – nicht anklickbar sind. Eine Kleinigkeit, die aber wahrscheinlich schnell behoben wird.

Entscheidend ist aber für mich, dass man sich gerade bei neuen Google Diensten nie sicher sein kann, wie lange sie bestehen werden. Und auch altgediente Dienste wie der Google Reader werden oft überraschend eingestellt – wie zuletzt der Google Reader.

Und so bin ich weiter auf der Suche nach der perfekten Notizverwaltung.

Nachtrag: Es gab schon mal ein Google Notizbuch – wurde aber eingestellt