7 sehr kurze Gedanken zur aktuellen twitter-Diskussion

Gestern sorgte auf twitter ein zugegebenermaßen sehr missverständlich formulierter Blogbeitrag des Unternehmens (Tweets must still flow), dass zukünftig einzelne tweets selektiv geblockt werden könnten, für einen Sturm der Entrüstung. Sofort war aufgeregt von Zensur die Rede und viele drohten für den heutigen Samstag nichts zu twittern – woooh.

Daniel Bröckerhoff ist es zu verdanken, für Aufklärung gesorgt zu haben und somit zumindest die denkenden Geister etwas beruhigt zu haben. Auf den Punkt bringt das sein Beitrag "twitter verbessert sich und alle schreien Zensur".

Der Vorfall bringt mich spontan auf folgende ungeordnete Gedanken:

  1. Banale Hausfrauenkalenderweisheit bewahrheitet sich wieder: Erst denken, dann tweeten.
  2. Grenzenlose Meinungsfreiheit für alle in einem globalen öffentlichen Kommunikationsmedium dieser Dimension ist im Prinzip wünschenswert.
  3. Grenzenlose Meinungsfreiheit für alle in einem globalen öffentlichen Kommunikationsmedium dieser Dimension scheitert aber an unterschiedlichen moralischen Vorstellungen, rechtlichen Regelungen und wohl im Einzelfall auch an der Würde des betroffenen Individuums.
  4. International tätige Unternehmen haben keine andere Möglichkeit, als auf diese Herausforderungen zu reagieren, wollen Sie nicht riskieren, in bestimmten Ländern gar nicht mehr aktiv sein zu dürfen.
  5. Es ist besser, dass einzelne tweets durch twitter regional geblockt werden, als dass diese global gelöscht werden.
  6. …ob das den Chinesen aber auf Dauer ausreicht, ist fraglich.
  7. Trotzdem heiß ich zur Zeit bei twitter Loretta – aber das ist eine andere Geschichte.

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