An die Netzgemeinde an den Datenempfangsgeräten…

…so hätte Ansgar Hevelings Brandschrift im Handelsblatt gegen "das Internet" wohl auch beginnen können. Ein im übrigen wirklich schlechter Text, der nur strotzt von floskelhaften Plattitüden, Bildungsbürger-Buzzwords, Halbwissen, Nichtwissen, mal mehr oder weniger unfreiwilliger Komik und viel selbstgefälliger CDU-Bräsigkeit.

Die "liebe Netzgemeinde" spielt erwartungsgemäß mit- #hevelingfacts, Hacken seiner Website, hämische Kommentar über den vermeintlichen Hinterbänkler – und Thomas Knüwer arbeitet sich mal wieder an seinem alten Arbeitgeber ab.

Man könnte sich entspannt zurücklehnen, das Popcorn auspacken und Peter Altmaier zustimmen, der dazu twittert: "GsD, seit langem mal wieder ein entspannter Tag. Die Kinder bewerfen sich begeistert mit Förmchen und haben einen Riesenspass. Alles i.O.!".

Könnte man, sollte man aber nicht. Denn Ansgar Hevelings wirres Geschwurbel sollte Stein des Anstoßes sein. Denn in einem hat Heveling sicher recht – er vertritt mit seinen Grundpositionen wohl tatsächlich eine schweigende Mehrheit in Deutschland. Eine Mehrheit, die sich auf Schützenfesten vergnügt, die zu Wulff hält, die den RTL einschaltet, dort zu Dieter Bohlen aufschaut und für die das Internet eBay, amazon, Diät- und Katzenforen und wenn es hochkommt noch MeinVZ oder schon facebook ist (und ganz heimlich youporn). Dagegen steht die "Netzgemeinde", die 18 Stunden am Tag auf twitter lebt, auf Google+ diskutiert, sich über tumbler mitteilt und facebook "sowas von 2010" findet – von MeinVZ ganz zu schweigen.

Und das ist eine Welt, die Ansgar Heveling nicht versteht, vor der er Angst hat. Weil sie Veränderungen mit sich bringt, die er nicht mehr kontrollieren kann. Weil die Netzgemeinde so vielschichtig ist und eher liberal und links. Das muss doch eingedämmt werden – mit PIPA, SOPA und ACTA. Durch Diskreditieren der anderen Seite mit einer martialischen Sprache. Durch das Hochhalten klassischer Werte und Werke – gleich, ob Bibel oder Marx. Und der Herr der Ringe geht sowieso immer. In seiner ganzen Argumentation zeigt Heveling, dass er "das Netz" eben gerade nicht verstanden hat.

Durch die Reaktionen auf ihn wird er sich bestätigt fühlen. Seht her ich hatte Recht – die böse digitale Avantgarde hat meine Homepage gehackt, verhöhnt mich und ist in den Krieg gegen mich den Bürger gezogen. Und in den Schützenzelten am Niederrhein werden sie ihm zustimmen.

Auf die Hevelings dieser Welt sollte man daher zugehen und ihnen die Angst nehmen – indem man ihnen erklärt, was "das Netz" eigentlich ist, wie es funktioniert und wie die "Netzgemeinde" tickt. Aber auch indem man ihnen zuhört und deren Ängste und Bedenken ernst nimmt.

Denn sonst hören wir vielleicht als nächstes "We are Heveling. We are Legion. We do not forgive. We do not forget. Expect us."

Was am 31. Januar in Bonn passiert ist

1974

  • Silke Bodenbender (Schauspielerin) wird geboren.

Was am 30. Januar in Bonn passiert ist

1828

Der Jurist und Abgeordnete Bernhard Franz Josef von Gerolt stirbt.

Was am 29. Januar in Bonn passiert ist

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7 sehr kurze Gedanken zur aktuellen twitter-Diskussion

Gestern sorgte auf twitter ein zugegebenermaßen sehr missverständlich formulierter Blogbeitrag des Unternehmens (Tweets must still flow), dass zukünftig einzelne tweets selektiv geblockt werden könnten, für einen Sturm der Entrüstung. Sofort war aufgeregt von Zensur die Rede und viele drohten für den heutigen Samstag nichts zu twittern – woooh.

Daniel Bröckerhoff ist es zu verdanken, für Aufklärung gesorgt zu haben und somit zumindest die denkenden Geister etwas beruhigt zu haben. Auf den Punkt bringt das sein Beitrag "twitter verbessert sich und alle schreien Zensur".

Der Vorfall bringt mich spontan auf folgende ungeordnete Gedanken:

  1. Banale Hausfrauenkalenderweisheit bewahrheitet sich wieder: Erst denken, dann tweeten.
  2. Grenzenlose Meinungsfreiheit für alle in einem globalen öffentlichen Kommunikationsmedium dieser Dimension ist im Prinzip wünschenswert.
  3. Grenzenlose Meinungsfreiheit für alle in einem globalen öffentlichen Kommunikationsmedium dieser Dimension scheitert aber an unterschiedlichen moralischen Vorstellungen, rechtlichen Regelungen und wohl im Einzelfall auch an der Würde des betroffenen Individuums.
  4. International tätige Unternehmen haben keine andere Möglichkeit, als auf diese Herausforderungen zu reagieren, wollen Sie nicht riskieren, in bestimmten Ländern gar nicht mehr aktiv sein zu dürfen.
  5. Es ist besser, dass einzelne tweets durch twitter regional geblockt werden, als dass diese global gelöscht werden.
  6. …ob das den Chinesen aber auf Dauer ausreicht, ist fraglich.
  7. Trotzdem heiß ich zur Zeit bei twitter Loretta – aber das ist eine andere Geschichte.

Was am 28. Januar in Bonn passiert ist

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Was am 27. Januar in Bonn passiert ist

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Was am 26. Januar in Bonn passiert ist

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10 Fakten über Pac-Man

  1. Pac-Man ist ein Computerspiel, bei dem die gleichnamige Spielfigur Pac-Man Punkte in einem Labyrinth fressen muss, während sie von Geistern verfolgt wird, die ihn fressen wollen. Kraftpillen ermöglichen es Pac-Man, kurzzeitig seinerseits die Geister zu fressen. Hat Pac-Man alle Punkte gefressen, kommt man einen Level weiter. Die Spielgeschwindigkeit wird höher und die Geister werden intelligenter.
  2. Pac-Man erschien erstmals im Juli 1980 in Japan zunächst auf einem Arcade-Automaten unter dem Namen Puck Man. 1981 kommt es in die USA, wo es in Pac-Man umbenannt wird, da die Sorge besteht, dass aus “Puck Man” auf den Automaten “Fuck Man” gemacht wird.
  3. Es wird das beliebteste und erfolgreichste Arcade Spiel aller Zeiten; in der Folge entwickeln sich Versionen, Varianten und Klone für faktisch alle Betriebssysteme und Plattformen.
  4. Entwickelt wurde es von vom Spieledesigner Tōru Iwatani, der angeblich von einer angeschnittenen Pizza zu der Spielfigur inspiriert wurde.
  5. Der Name lehnt sich an die japanische Lautmalerei “paku paku” an, was für „wiederholt den Mund öffnen und schließen” steht. Außerdem erinnert die Spielfigur an einen Puck.
  6. An sich gibt es endlos viele Level. Im Original ist aber in Level 256 Schluss, da es zu einem Buffer Overflow kommt – die 8 Bit Architektur lässt grüßen. Die rechte Hälfte des Labyrinths war nur mit Zahlen und Buchstaben gefüllt, wie das Bild oben zeigt.
  7. Dementsprechend liegt der maximale High Score beim klassischen Pac Man bei 3.333.360 Punkten, er wird als Perfect Game bezeichnet. Das erste belegte Perfect Game erreichte Billy Mitchell am 3. Juli 1999.
  8. Pac Man hatte großen Einfluss auf die Popkultur. So gibt es Lieder, die das Spiel thematisieren und viele Kunstwerke. Jüngst kam PacMan im Film Pixels vor.
  9. Auch kommerziell zählt Pac-Man zu den erfolgreichsten Videospielen aller Zeiten.
  10. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Pac-Man online zu spielen. So hat z.B. auch Google zum 30. Geburtstag ein spielbares Doodle erstellt.

Was am 25. Januar in Bonn passiert ist

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