Buch des Tages – 31.10.2011

Dieser Artikel ist umgezogen: Die Abenteuer des Sherlock Holmes

Buch des Tages – 30.10.2011

Universalgeschichte der Zeit

…da heute die Uhren von Sommerzeit auf Winterzeit umgestellt wurden und die Zeit ein ziemlich spannendes Thema sein kann.

Buch des Tages – 29.10.2011

Diese Seite ist umgezogen: Tagebücher von Joseph Goebbels.

Buch des Tages zum 28. Oktober


Über die Regierung: The Second Treatise of Government.; John Locke

…da John Locke am 28.10.1704 gestorben ist.

Nokia Lumia 710 Video und Basisdaten

Nokia Lumia 710

  • Windows Phone 7.5 (Mang0)
  • 3,7-Zoll Nokia ClearBlack TFT-LCD Display auf WVGA
  • 5-Megapixel Kamera mit LED, Autofokus, LED f/2.4
  • Abmessungen: 119mm hoch x 62mm bereit x 12mm dick; Gewicht: 126g
  • GSM / Quadband | GPRS / EDGE / UMTS / HSPA+ 14,4Mbit/s
  • Qualcomm Snapdragon MSM8255 1,4GHz Single-Core Prozessor
  • 8GB interner Speicher
  • Als Überraschung als erstes Windows Phone mit microSD Slot! Das war leider eine Falschmeldung…
  • 512MB RAM
  • Akku mit 1300mAh
  • Wechselcover

ca. 320 Euro, ab Anfang 2012 in Deutschland verfügbar

Nokia Lumia 800 Werbespot und Basisdaten

Nokia Lumia 800

  • Windows Phone 7.5 (Mango)
  • Nokia Drive (kostenlose sprachgesteuerte Navigation)
  • 3,7-Zoll AMOLED-Display mit WVGA-Auflösung
  • 1,4GHz Single-Core Qualcomm-Prozessor
  • Verfügbar in drei Farben: Cyan, Fuchsia und Schwarz
  • Carl Zeiss Kamera (8MP, 720p Video)
  • 16GB interner Speicher

Verfügbar ab November für 500 EUR.

Schicksalstag für Nokia – und Microsofts Windows Phone

Heute ist Schicksalstag für Nokia, denn der finnische ehemalige Handy-Star stellte seine neuen Smartphones auf Basis von Windows Phone vor, dem mobilen Betriebssystem von Microsoft, das seit etwas über einem Jahr im Markt ist, bislang aber noch keine außerordentlich großen Marktanteile erobern konnte.

Mit dem Nokia Lumia 800 und dem Lumia 710 sind jetzt zwei Windows Phones von Nokia vorgestellt worden. Beide haben im Grundsatz eine WP-typische Ausstattung (800*480er Displays; 1,4 GHz Prozessor), das 800er überzeugt aber mit einem AMOLED Display, einem Unibody Gehäuse und wohl auch mit einer besseren Kamera. Kosten wird das Windows Phone 7 Flaggschiff um die 500 Euro. Das 710er hat augenscheinlich ein einfacheres Display, ein günstigeres Gehäuse und wahrscheinlich eine schlechtere Kamera sowie weniger Speicher – soll dafür aber auch nur 320 Euro kosten.

Ich bin mir sicher, dass damit traditionelle immer-Nokia-Käufer erreicht werden können. Doch was spricht sonst für Windows Phone?

  • Das Betriebssystem selbst: Windows Phone ist einfach zu bedienen – und kann damit auch die Nutzer zufriedenstellen, denen iOS und Android zu kompliziert sind – Android 4 hat sicht durchaus an der Metro-Oberfläche orientiert. Gleichzeitig bietet es seit Mango (WP 7.5) im wesentlichen alles, was ein modernes Smartphone-Betriebssystem braucht.
  • Die Apps: Von der reinen Menge her ist der Windows Phone Marketplace mit 35.000 Angeboten noch weit von Android (500.000) und iOS (600.000) weg, ist aber von Blackberry (ca. 45.000) nicht mehr weit entfernt. Letztlich ist die Zahl der Apps auch nicht so entscheidend – die 1.000 Furz-Anwendung braucht kein Mensch. Viel wichtiger ist, dass wichtige Apps wie Evernote, der Bahn Navigator, WhatsApp oder Angry Birds verfügbar sind – und das ist gegeben. Und wenn es dann auch noch Wunderlist für Windows Phone gibt, bin ich ganz glücklich.
  • Die zusehende Schwäche von RIM (Blackberry).
  • Auch Samsung bindet sich wieder etwas stärker ins Windows Phone Lager, was das gesamte Ökosystem weiter stärkt.
  • Windows 8, das zu mehr Schnittmengen mit Windows Phone führt.

Weitere Gründe gibt es bei meinem alten Artikel “10 Gründe warum Windows Phone ein Erfolg wird” – die sind im wesentlichen immer noch aktuell.

Dagegen spricht:

  • iOS und Android haben schon beeindruckende Marktanteile aufgebaut – fraglich ist, ob ein drittes Smartphone-Ökosystem da noch wachsen kann.
  • Die derzeitigen Hardware-Vorgaben seitens Microsoft sind nicht mehr ganz zeitgemäß: 800*480er Auflösungen und kein Dualcore sind sowas von 2010…

Jedenfalls gibt es frischen Wind im Smartphone Markt.

Buch des Tages – 26.10.2011

Dieser Artikel ist umgezogen: Buch des Tages 26. Oktober

Diese HTC Smartphones bekommen das Android 4 Update

Laut der Aussage des HTC Entwicklers Samarth Rasiwasia sollen die folgenden HTC Modelle ein Update auf Android 4 Ice Cream Sandwich bekommen.

  • HTC Sensation (XL,XE,Original)
  • HTC EVO 3D
  • HTC Incredible S
  • HTC Desire HD
  • HTC Flyer
  • HTC Rhyme
  • HTC Desire S
  • HTC Salsa
  • HTC Desire Z
  • Google Nexus One

Nicht dabei ist das HTC Desire, das für die neueste Android Version zusammen mit HTC Sense zu wenig Speicher hat. Beim schon etwas älteren von HTC hergestellten Google Nexus One ist das kein Problem, da dieses als reines “Google Phone” keine Sense Anpassung hat.

Spannend ist noch die Frage, ob bei dem Update auch auf die die neueste Sense Version hochgerüstet wird. Auch nicht sicher ist, wann die Updates kommen werden.

Update 8.11.2011:

Inzwischen hat sich HTC offiziell geäußert: Das Nexus One soll kein Update auf Android 4.0 erhalten. Zunächst sollen nur die Smartphones aus der Sensation Serie sowie das EVO 3D und einige nur in den USA erhältliche Modelle in den Genuß von Ice Cream Sandwich kommen – das aber schon Anfang 2012. Später sollen weitere Smartphones dazukommen, fraglich ist aber noch welche und wann.

Gadowski gegen Reber – oder ab wann ist Copycat

Christian Reber, CEO der 6Wunderkinder, hat in seinem Unternehmensblog zu einer Anti-Copycat Initiative aufgerufen, wovon sich Lukasz Gadowski gehörig auf den Schlips getreten fühlt und sich seinerseits in seinem Blog recht despektierlich über die Wunderkinder äußert. Wörtlich schreibt er von einer “assozialen Hetzkampagne von 6wunderkindern in Berliner Start-Up Szene” – wobei hier noch anzumerken wäre, dass man “asozial” nur mit einem “s” schreibt, aber sei’s drum.

Gadowksi sieht den erwähnten Blogbeitrag also als Teil einer Gesamtkampagne der Wunderkinder gegen ihn und seine Investmentgesellschaft Team Europe. Ob es eine Kampagne gibt oder nicht vermag ich nicht zu beurteilen, denn ich bin in der Berliner Start-Up Szene nicht verwurzelt und strebe das auch nicht an. Insoweit fehlt mir das Insider-Wissen.

Die Frage ist für mich viel mehr: ab wann ist ein Start-Up innovativ oder bis wohin ist es ein Copycat, also ein Nachahmer eines anderen bestehenden Geschäftsmodells

Denn In seinem erwähnten Blogbeitrag zieht Gadowski über Wunderlist, die von mir sehr geschätzte Aufgabenverwaltung, recht heftig her:

Für die, die die Kinder nicht kennen, sie machen eine recht erfolgreiche Online und mobile ToDo Liste. Genial. Isaac Newton und Albert  Einstein ziehen gleichzeitig ihren Hut. Eine digitale ToDo Liste! Der Nabel der Innovation, gab es noch nie vorher! hatte nie jemand versucht! Die Wunderkinder haben die ToDo-Liste wohl sehr gut umgesetzt, das sei ihnen unbenommen und ist eine sehr schöne Leistung.

Grundsätzlich stimmt das. Aufgabenlisten gibt es mindestens, seitdem es Tontäfelchen und so etwas wie Schrift gibt. Wahrscheinlich sogar noch früher. Man könnte also sagen, dass jedes Notizbuch und jetzt jede 2do-App eine billige Kopie von Tontäfelchen mit Keilschrift sind. Könnte man, muss man aber nicht.

Der Punkt ist: Sobald es ein Produkt gibt, wird es dazu Konkurrenz geben. Und von wenigen Dingen abgesehen ist alles Evolution statt Revolution. Und ganz pragmatisch gesehen: für den normalen Nutzer wird es in vielen Fällen gar nicht erkennbar sein, wer zuerst da war. Nur bei ganz dreisten Plagiaten ist er sofort offensichtlich. Ich denke hier an chinesische iPhone Clones oder an StudiVZ.

Grundsätzlich ist der Unterschied zwischen “innovativem Start-Up” und “Copycat”  ein anderer. Denn Copycat oder nicht liegt vereinfacht gesprochen in der Herangehensweise an ein Projekt und in der Einstellung dazu:

  • “Wie kann ich schnell reich werden?” gegen “Wie kann ich die Welt besser machen (und damit bestenfalls noch reich werden)?”
  • “Welches Geschäftsmodell funktioniert in den USA gut und kann schnell transferiert werden?” gegen “Welchen Bedarf haben die Kunden und wie kann ich ihnen geben, was sie brauchen?”
  • “Hoffentlich merkt keiner, dass unter der Oberfläche alles wackelig ist.” gegen “Ich will die beste Lösung liefern.”
  • Bloße Effizienz gegen kompetente Leidenschaft
  • Agent Smith gegen Neo
  • Hermes gegen Athene

Man merkt einem Unternehmen und seinen Produkten an, ob es diesen göttlichen Funken in den Genen hat oder nicht – darum ist Wunderlist eine so erfolgreiche Aufgabenverwaltung, darum wurde das WWW auf einem Next-Computer entwickelt und ja, auch wenn ich das jetzt nicht gerne schreibe, darum beherrscht das iPad den Tablet Markt.

Auch Copycats können erfolgreich sein. Doch wer Kompetenz mit Leidenschaft verbindet, kann Märkte und Menschen verändern.