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Nokia Lumia 800 – mein erster Eindruck

Seit nun gut zwei Wochen ist das Nokia Lumia 800 auf dem deutschen Markt. Ich hatte die Gelegenheit, es einem kurzen Test zu unterziehen und kann davon – um es gleich vorwegzunehmen – ein durchaus positives Fazit ziehen. Sehr schöne Haptik, ein brillantes Display und das schnell reagierende Windows Phone Betriebssystem.

Vor einiger Zeit hatte ich ja ein LG Optimus 7, ein anderes Smartphone mit WP, gegen mein HTC Desire HD getestet – und bin seitdem “addicted”, was die Metro Oberfläche angeht. Und beim Lumia dürfte die überragende Nokia-Hardware in Kombination mit dem Microsoft Betriebssystem eine für den Alltagseinsatz perfekte Kombination ergeben. Ich werde mich auf jeden Fall bemühen, ein Testgerät für den Dauereinsatz aufzutreiben und dann hier berichten.

Mein Rat an alle, die ein neues Smartphone suchen: Sich nicht von Vorurteilen (Windows ist Bäh) leiten lassen, sondern einfach einmal das Lumia 800 ausprobieren…

Bild: (c) Amazon

Schicksalstag für Nokia – und Microsofts Windows Phone

Heute ist Schicksalstag für Nokia, denn der finnische ehemalige Handy-Star stellte seine neuen Smartphones auf Basis von Windows Phone vor, dem mobilen Betriebssystem von Microsoft, das seit etwas über einem Jahr im Markt ist, bislang aber noch keine außerordentlich großen Marktanteile erobern konnte.

Mit dem Nokia Lumia 800 und dem Lumia 710 sind jetzt zwei Windows Phones von Nokia vorgestellt worden. Beide haben im Grundsatz eine WP-typische Ausstattung (800*480er Displays; 1,4 GHz Prozessor), das 800er überzeugt aber mit einem AMOLED Display, einem Unibody Gehäuse und wohl auch mit einer besseren Kamera. Kosten wird das Windows Phone 7 Flaggschiff um die 500 Euro. Das 710er hat augenscheinlich ein einfacheres Display, ein günstigeres Gehäuse und wahrscheinlich eine schlechtere Kamera sowie weniger Speicher – soll dafür aber auch nur 320 Euro kosten.

Ich bin mir sicher, dass damit traditionelle immer-Nokia-Käufer erreicht werden können. Doch was spricht sonst für Windows Phone?

  • Das Betriebssystem selbst: Windows Phone ist einfach zu bedienen – und kann damit auch die Nutzer zufriedenstellen, denen iOS und Android zu kompliziert sind – Android 4 hat sicht durchaus an der Metro-Oberfläche orientiert. Gleichzeitig bietet es seit Mango (WP 7.5) im wesentlichen alles, was ein modernes Smartphone-Betriebssystem braucht.
  • Die Apps: Von der reinen Menge her ist der Windows Phone Marketplace mit 35.000 Angeboten noch weit von Android (500.000) und iOS (600.000) weg, ist aber von Blackberry (ca. 45.000) nicht mehr weit entfernt. Letztlich ist die Zahl der Apps auch nicht so entscheidend – die 1.000 Furz-Anwendung braucht kein Mensch. Viel wichtiger ist, dass wichtige Apps wie Evernote, der Bahn Navigator, WhatsApp oder Angry Birds verfügbar sind – und das ist gegeben. Und wenn es dann auch noch Wunderlist für Windows Phone gibt, bin ich ganz glücklich.
  • Die zusehende Schwäche von RIM (Blackberry).
  • Auch Samsung bindet sich wieder etwas stärker ins Windows Phone Lager, was das gesamte Ökosystem weiter stärkt.
  • Windows 8, das zu mehr Schnittmengen mit Windows Phone führt.

Weitere Gründe gibt es bei meinem alten Artikel “10 Gründe warum Windows Phone ein Erfolg wird” – die sind im wesentlichen immer noch aktuell.

Dagegen spricht:

  • iOS und Android haben schon beeindruckende Marktanteile aufgebaut – fraglich ist, ob ein drittes Smartphone-Ökosystem da noch wachsen kann.
  • Die derzeitigen Hardware-Vorgaben seitens Microsoft sind nicht mehr ganz zeitgemäß: 800*480er Auflösungen und kein Dualcore sind sowas von 2010…

Jedenfalls gibt es frischen Wind im Smartphone Markt.

Samsung wird weitere Smartphones mit Windows Phone bringen – Patentabkommen mit Microsoft

Im Rahmen des mit Microsoft abgeschlossenen Patentabkommens hat Samsung angekündigt, weiter Smartphones mit Windows Phone herzustellen und Microsoft direkt bei der Weiterentwicklung des Betriebssystems zu bringen.

Vor kurzem kursierten noch Gerüchte, dass sich Samsung aus dem Geschäft mit Windows Phone zurückziehen wird. Derzeit wird auf dem deutschen Markt nur Samsung Omnia 7 I8700 angeboten, das zZt unsubventioniert ab ca. 270 Euro angeboten wird. In Kürze wird auch das Omnia W in den Handel kommen, das mit einem schnelleren Prozessor, einem schlankeren Design und Mango überzeugt – auf der anderen Seite aber auch weniger Speicher (8 GB statt 16GB) und ein kleineres Display (3,7″ statt 4″) mitbringt.

Mit dem Patentabkommen stellt sich Samsung ein Stück weit gegen Google und macht sich unabhängiger vom Suchmaschinen-Konzern.

HTC Desire HD vs. LG Optimus 7 – mein persönlicher Test: Fazit

In zwei Teilen habe ich das HTC Desire HD und das LG E900 Optimus 7 verglichen. Sieger nach Punkten ist das HTC Modell mit 129:123. Den Sieg hat das LG Smartphone dadurch verschenkt, dass es kein Tethering kann, also keine Nutzung als Modem für den Notebook möglich ist.

Und sicher, das DHD mit Android bietet mehr Möglichkeiten als das LG mit Windows Phone 7 – doch die Metro Oberfläche von Microsofts mobilem Herausforderer macht einfach Spaß und alles funktioniert. Wobei mir persönlich insbesondere Telefonie, E-Mail, Webzugang, facebook und twitter wichtig sind. Hier kann lediglich die twitter App nicht überzeugen.

Wer also nicht unbedingt auf Tethering angewiesen ist und damit leben kann, dass man zum Datenaustausch mit dem Smartphone nicht an der Zune Software vorbeikommt, ist mit dem LG E900 Optimus 7 gut bedient.

Das gilt um so mehr, wenn man auf den Preis schaut…

Ich werde jedenfalls bei meinem nächsten Smartphonekauf das LG Optimus 7 oder ein anderes Windows Phone in die sehr enge Wahl einschließen…

HTC Desire HD vs. LG E900 Optimus 7 – mein persönlicher Test, Teil 2

Nachdem ich in Teil 1 des HTC DHD gegen LG Optimus 7 Tests mehr auf die harten Fakten geachtet habe, heute der zweite Teil, der noch subjektiver gehalten ist, als der erste – denn es geht darum, wie sich die beiden Smartphones in den Disziplinen schlagen, in denen ich sie wirklich nutze.

Texteingabe

Dieser Punkt ist übergeordnet – denn bei vielen Anwendungen muss man notwendigerweise Texte eingeben. Meist kürzere, gerne aber auch längere: z.B. bei E-Mails oder spontanen Blogbeiträgen. Eine gute Bildschirmtastatur mit guter Fehlerkorrektur/Vorschlägen ist also für mich ein Muss.

Der Punkt geht ganz klar an das LG Phone mit Windows Phone 7. Zumindest mit meinen Fingern treffe ich die Tasten deutlich zielgenauer als beim Konkurrenten von HTC. Und auch die Wortvorschläge sind wesentlich besser als beim Androiden. Nur kleine Details stören das Bild, so z.B., dass bei der Eingabe von Webadressen der Slash (“/” – Schrägstrich) nicht direkt verfügbar. ist. 4 Punkte ans LG, 2 ans HTC mit einer Gewichtung von 3.

Websurfen

Schnell sind sie, die beiden Browser. Doch sind beim Desire HD Websites wie Spiegel Online auf einen Blick lesbar, muss man beim WP7 Konkurrenten erst hineinzoomen – die Schrift wird zu pixelig dargestellt, was sich erst beim Zoom bessert. Zudem wird beim Internet Explorer viel Platz durch Steuersymbole oben und unten verschenkt, die erst verschwinden, wenn man ins Querformat wechselt – dann ist die Darstellung aber sehr gut. Der Android-Browser stellt darüberhinaus auch Flash-Inhalte dar, stürzt aber öfter ab. Der Punkt geht alles in allem an HTC: 4 zu 3 auch bei einer Gewichtung von 3.

E-Mail

Meine primäre E-Mail Adress ist eine von Windows Live. Beim Mail Client des DHD kann man diese auch sehr gut einrichten, da sich Hotmail/Windows Live nach außen hin auch als Exchange Server ausgeben können. Praktisch: so hat man immer einen einheitlichen “Mailstand” auf dem Smartphone, in seinem Outlook und natürlich auch über das Webfrontend. Schade nur, dass HTML in den Mails nicht dargestellt werden.

Noch einfacher geht es auf dem Optimus 7: Windows Live Logindaten eingeben und das wars. Der Mailclient ist schnell, schlank, stellt HTML dar und sieht einfach nur “sexy” aus.

Wenn man wie ich also eine Hotmail Adresse nutzt, geht der Punkt sehr klar an das LG Windows Phone: 4 zu 2, gewichtet mit 3.

facebook

Als facebook Fan ist mir natürlich eine gute facebook-App wichtig. In beiden Fällen habe ich die Original Apps genutzt, die auch recht gut machen, was mir bei facebook wichtig ist. Anders als bei der Android App unterstützt die Implementierung auf Windows Phone 7 keinen Chat, den ich unterwegs eh nicht nutze…

Ansonsten ist facebook beim LG einfach sehr gut und tief mit den Kernfunktionen des Telefons verknüpft und die App ist einfach eleganter. 4:3 für Windows Phone, gewichtet mit 3.

twitter

Ganz anderes Bild bei twitter. Die Android App lässt keine Wünsche übrig und ist schnell, elegant und einfach smart. Dahingegen wirkt die Windows Phone 7 Anpassung wie hingerotzt. 4:2 fürs Desire HD, gewichtet mit 3.

WordPress

Die WordPress App für Windows Phone 7 lehnt sich hingegen wieder an den Metro Look (so heißt die Benutzeroberfläche von WP7) an und macht daher einfach nur Spaß. Außerdem ist die App stabiler als das Android-Variante, die recht oft mit Fehlermeldungen nervt.

4 zu 3 bei einer Gewichtung von 1.

Apps allgemein

Bei Android gibt es eine ungleich größere Auswahl an Apps als bei Windows Phone 7 (rund 400.000 gegen rund 12.000), es gibt mehr kostenlose Apps und die kostenpflichtigen sind meist günstiger. Allerdings: die für mich wichtigsten Apps gibt es von wenigen Ausnahmen abgesehen auch bei WP7. 4:2 für Android bei einer Gewichtung von 2.

Synchen/Kontakte/Kalender/Notizen/Wunderlist

Beide Telefone synchen Kontakte und andere Daten mit Windows Live oder Google und haben einen ordentlichen Kalender an Bord.

Beim HTC Desire HD kann ich außerdem direkt über das Kabel mit meinem Outlook synchronisieren, was beim LG Phone nicht möglich ist. Auch ein direkter Zugriff auf die Speicherkarte ist bei letzterem nicht möglich, man muss zum Datenabgleich die doch etwas schwerfällige Zune Software verwenden.

Bei Notizen sind bei Windows Phone 7 mit OneNote sehr schön gelöst, bei Android muss man sich eine entsprechende App erst herunterladen, wobei mich keine so recht überzeugt hat. Dafür gibt es für WP7 keine Wunderlist App.

Unterm Strich tun sich beide nicht viel: Je 4 Punkte bei einer Gewichtung von 2.

Tethering

Tethering nennt man die Verwendung des Phones als Modem für den Notebook. Und das funktioniert beim HTC Desire HD einfach tadellos, sowohl per Kabel als auch per Bluetooth. Windows Phone 7 kann kein Tethering. Daher ganz klar 5:0 bei einer Gewichtung von 2.

Zwischenstand 2

HTC Desire HD LG E900 Optimus 7
Texteingabe 6 12
Websurfen 12 9
E-Mail 6 12
facebook 9 12
twitter 12 6
WordPress 3 4
Apps 8 4
Synch&Co 8 8
Tethering 10 0
Summe 74 67

Diese Runde geht ans HTC Desire HD, ausschlaggebend ist das fehlende Tethering bei Windows Phone 7. Würde dieses beim Optimus 7 möglich sein, würde es auch im zweiten Teil des Tests vorne liegen.

HTC Desire HD vs. LG E900 Optimus 7 – mein persönlicher Test, Teil 1

Wie der geneigte Leser dieses Blogs weiß, nenne ich ein HTC Desire HD mit Android mein eigen und bin andererseits ein großer Fan von Windows Phone 7 bin. Nun war LG so freundlich und hat mir ein LG E900 Optimus 7 zur Verfügung gestellt, dass ich ausführlich getestet habe. Im folgenden vergleiche ich die beiden Smartphones in den für mich wichtigen Kategorien, wobei ich jeweils zwischen 0 und 5 Punkten vergebe. Außerdem gewichte ich zwischen 1 und 3, wie wichtig die jeweilige Kategorie für mich ist.

1. Optik, Haptik, Maße, Gewicht und Verarbeitung

Das DHD ist größtenteils aus einem Aluminiumblock gefräst, hat aber einige Elemente aus Kunststoff wie z.B. die Abdeckung des Akkufach, optisch wirkt es etwas zerklüftet. Das LG Phone ist konventioneller vorwiegend aus Kunststoff gefertigt und hat hinten eine große Abdeckung aus Metall.

Beide liegen gut in der Hand, wobei sich das etwas schmalere LG etwas besser greifen lässt. Auch passt es besser in die Hosentasche. Das DHD wirkt durch das Aluminiumgehäuse etwas wertiger und ist von der Haptik her angenehmer. Auch vom Gewicht her tun sich die beiden Smartphones nicht viel und wiegen je um die 160g.

Die Verarbeitung ist bei beiden Geräten gut, beide leisten sich aber kleine Schwächen. Beim DHD sind es die seitliche Lautstärkewippe und nicht ganz optimale Spaltmaße zwischen Kunststoff und Metallteilen, beim DHD wirken die Menütasten und die Abdeckung des Micro-USB-Ports etwas schwach.

Bei beiden Geräten ist in etwa gleich viel Licht und wenig Schatten, so dass ich jeweils 4 Punkte vergebe und diese mit 3 gewichte.

2. Ausstattung und Lieferumfang

Beide werden mit Ladegerät, Micro-USB Kabel und Headset geliefert. Das LG Modell hat 16 GB internen Speicher, das DHD kommt mit 8 einer 8 GB Speicherkarte, die gegen eine größere getauscht werden kann, was beim Windows Phone nicht möglich ist. An Anschlüssen gibt es Micro-USB und den gewohnten Klinkenstecker für Kopfhörer und Headset. Unterm Strich liegen für mich hier beide wieder gleich: je 4 Punkte mit Gewichtung 2.

3. Display

Das Display des DHD ist größer (10,9cm) als das des LG (9,7cm), beide haben aber die gleiche Auflösung (800*480). Die Farben auf dem LG wirken kräftiger, auf dem DHD “echter”. Die einzelnen Pixel auf dem LG sind feiner, dafür ist die Größe des Desire-Displays einfach nur beeindruckend.

Daher hier: DHD 4 Punkte, LG 3, wobei ich mit 3 gewichte.

4. Akkulebensdauer

Das HTC Gerät wird nur mit einem 1270 mAh Akku ausgeliefert, das LG mit einem 1500 mAh Akku. In der Praxis merkt man das auch: bei intensiver Nutzung hält das HTC nur einen zweidrittel Tag durch, das LG einen ganzen. Auch mit einem optionalen 1500 mAh Akku beim Desire HD kommt man nicht ganz durch den Tag – aber die Investition in den zusätzlichen Akku lohnt sich.

Dennoch: 3 Punkte für LG, 2 beim DHD, Gewichtung 3.

5. Kamera

Die 8MP Kamera beim DHD liefert farbsatte Bilder, die einen leichten Gelbstich haben. Dagegen sind die 5MP Bilder beim LG etwas zu blass. Hier einmal zwei Vergleichsbilder. Für Schnappschüsse sind beide gut geeignet, bei schlechten Lichtverhältnissen sind beide gleichermaßen trotz zweier (DHD) resp. einer (LG Optimus 7) LED nur eingeschränkt verwendbar. Videos nehmen beide recht ordentlich mit 720p auf. Praktisch für Selbstportraits: das LG hat einen kleinen Spiegel neben der Linse, die auch besser geschützt ist.

Unterm Strich ist die HTC Kamera etwas besser, daher 4 zu 3 fürs DHD bei einer Gewichtung von 2.

6. Telefonieren, Sound allgemeine Handhabung

Beide Smartphones habe ich sowohl im T-Mobile als auch im eplus Netz getestet, wobei es beim Empfang keine großen Unterschiede zwischen den Modellen gibt. Auch die Sprachqualität ist bei beiden gut, ebenso die Ausgabe von Musik über Kopfhörer.

Die Handhabung beim telefonieren ist bei beiden gut. Das DHD reagiert beim Wählen etwas schneller, dafür kommt man manchmal auf Funktionen wie Stummschaltung oder Freisprechen, die man eigentlich nicht auslösen wollte.

Sehr ärgerlich: beim HTC-Modell kommt man sehr leicht an die Lautstärkewippe. Insgesamt hat hier LG die Nase leicht vorne.

3 zu 4 für LG bei einer Gewichtung von 3.

Zwischenstand

HTC Desire HD LG E900 Optimus 7
Optik, Haptik… 12 12
Ausstattung 8 8
Display 12 9
Akku 6 9
Kamera 8 6
Handhabung 9 12
Zwischenstand 55 56

Das LG hat also hauchdünn die Nase vorne, was hauptsächlich den leichten Schwächen des HTC geschuldet ist. Insbesondere die schlechte Akkuleistung und die Lautstärkewippe sind im täglichen Einsatz hier ein Ärgernis.

Weiter zu Teil 2 des DHD gegen Optimus 7 Tests

HTC Trophy 7 für weniger als 180 Euro

Wer derzeit auf der Suche nach einem Top-Smartphone zum kleinen Preis ist, sollte sich das HTC Trophy 7 näher ansehen, das es derzeit bei Amazon für weniger als 180 Euro gibt.

Die Variante hat dann zwar ein Vodafone Branding, dieses ist aber so dezent, dass es nicht weiter stört.

Die wichtigsten technischen Daten:

  • 9,6cm Display mit 480*800 Pixel Multitouchscreen
  • 1GHz Prozessor
  • 8 GB Speicher, 512MB ROM, 576 MB RAM
  • 5MP Kamera, Blitzlicht, 720p Video
  • GPS
  • 140g Gewicht
  • MS Windows Phone 7

Das Handy ist ideal für alle, die unterwegs im Internet surfen, Mailen, hin und wieder ein Foto oder Video aufnehmen wollen, Musik hören wollen – kurzum einfach ein “State-of-the-Art” Smartphone suchen.

Windows Phone 7 überzeugt mit einer intuitiven Bedieneroberfläche, einer guten Grundausstattung an Apps (insbesondere Office) und einem ausreichenden App-Angebot.

Nicht zulegen sollte man sich das Handy, wenn man auf Tethering, also die Nutzung des Phones als Modem für das Notebook, angewiesen ist. Das ist bei WP7 nämlich noch nicht möglich.

htc-tropy-7

10 Gründe, warum Windows Phone 7 ein Erfolg wird (und warum Microsoft RIM kaufen sollte..

Noch spielt Windows Phone 7, das neue Smartphone Betriebssystem von Microsoft, keine sehr große Rolle im Markt. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass WP7 ein Erfolg werden wird und sich als weitere starke Plattform im Markt etablieren wird.

  1. Das Betriebssystem selbst: Auch wenn noch viele wichtige Funktionen fehlen (Copy&Paste…) – Windows Phone 7 kann durchaus überzeugen. Insbesondere die Benutzeroberfläche (Metro GUI) überzeugt mit einem innovativen Ansatz.
  2. Das Microsoft “Eco-System”: Microsoft Office, Exchange, Live, XBOX, bald auch Skydrive – MS hat ein beeindruckendes Ökosystem geschaffen, in das sich WP7 gut einbindet. Das überzeugt einerseits Unternehmen (Exchange, Office) wie Privatleute (XBOX, Live Dienste und auch Office).
  3. Apps: Auch wenn es noch viel weniger Apps als bei Android und iOS gibt sind schon viele wichtige Apps am Start: ob WordPress, Amazon, eBay, Evernote und jetzt auch AngryBirds – die Grundausstattung ist da. Zudem haben App-Entwickler mehr Freiheiten als bei Apple und müssen nicht so viel Rücksicht auf unterschiedliche Hardware- und OS-Versionen nehmen wie bei Android.
  4. Weniger “Zensur” bei Inhalten: Microsoft ist gut damit beraten, nicht so restriktiv bei Inhalten einzugreifen, wie Apple das tut. Auch wenn ich davon ausgehe, dass für Verleger bald Android die erste Wahl sein wird – irgendwann könnte WP7 die zweite sein.
  5. Dell und Microsoft setzen auf WP7: Dell migriert gerade zu WP7 – zehntausende Smartphones werden umgestellt. Und auch jeder Microsoft Mitarbeiter erhält ein Handy mit dem hauseigenen OS. Damit sammeln beide Unternehmen unmittelbar Erfahrungen mit WP7-Großprojekten im B2B Bereich. Zudem sorgen sie für Multiplikatoren, die die Plattform im Bekanntenkreis propagieren. Zudem bin ich mir sicher, dass der ein oder andere MS-Mitarbeiter in seiner Freizeit zum App-Programmierer wird.
  6. Nokia: Auch wenn der finnische Konzern derzeit ein taumelnder Riese ist, ist er noch nicht gefallen. Nokia hat nach wie vor glänzende Kontakte zu den Netztbetreibern und in breiten Kundenschichten einen hervorragenden Ruf. Wenn es dann noch eine gewisse Nokiafizierung der Smartphones geben wird, wird das dem Markterfolg nicht abträglich sein.
  7. RIM: Die derzeitige Schwäche von RIM ist ein Vorteil für Microsoft. Denn gerade Unternehmenskunden, die bei Smartphones in erster Linie auf E-Mail Lösungen setzen, werden dazu neigen, von Blackberry auf WP7 umzusteigen. Anroid ist zu heterogen, Apple in diesem Bereich nicht stark genug (zumindest was das Image angeht…).
    Es wäre ohnehin ein geschickter Schachzug Ballmers, RIM zu übernehmen und die Blackberry-Technologie und Exchange zusammenzuführen. WP7 Smartphones wären die ultimativen Business-Gadgets. Kartellrechtlich dürfte das so problematisch nicht sein: In den USA ist Nokia eher schwach aufgestellt. Und im Interesse des Marktes dürfte es liegen, neben Google und Apple einen dritten starken Player zu etablieren.
  8. Providerfreundlichkeit: “Wir wollen künftig den Ruf von Nokia als providerfreundlichster Hersteller übernehmen.” sagte Steve Ballmer in Barcelona. Und während Apple es sich zusehends mit den Mobilfunkbetreibern verscherzt und die Android-Welt uneinheitlich auftritt, könnte die Providerfreundlichkeit ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Erfolg sein.
  9. Gaming: WP7 Phones sind dank der Hardware-Vorgaben und der Verknüpfung mit der XBOX und Kinect wahre Gaming-Maschinen. Für (professionelle)Spielentwickler könnte WP7 damit bei entsprechender Verbreitung die Plattform der Wahl werden.
  10. Der lange Atem von Microsoft: Microsoft hat bei der XBOX vorgemacht, wie man sich mit einem neuen Produkt in einem Markt positionieren kann, der eigentlich schon verteilt ist. Aus dieser Erfahrung heraus wird Microsoft bei WP7 entsprechend langfristig denken. Ein Beleg dafür ist die Ankündigung des strategischen Partners Nokia, erste Hardware mit dem Microsoft Betriebssystem erst im Jahr 2012 auf den Markt zu bringen.