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Lesenswertes 15

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Hier ist die 15. Ausgabe meiner lesenswerten Links.

  1. Girl who lost parents in fire wants Christmas Cards
    So, lesen und dann eine nette Weihnachtskarte abschicken!
  2. Wie man die AfD mit einer Spende ärgern kann
    …und das wird nicht nur bei der AfD funktionieren, sondern bei allen, für die man online spenden kann.
  3. Zwei lebendige Puppen in London
    Gut gemacht – ich bekäme aber ein bisschen Angst.
  4. Live Writer wird Open Source
    Früher habe ich den Live Writer von Microsoft tatsächlich zum Bloggen genutzt. Jetzt wird der Veteran Open Source.
  5. Wortakrobatik
    Die Talk-Show Kritiken in der FAZ sind immer lesenswert, weswegen ich mir gar keine Talk Shows mehr ansehe. Hier geht es um Terror und Flüchtlinge.
  6. Exklusiv: Apple iPhone 8
    Sascha Pallenberg macht sich mal wieder gekonnt über die deutsche Techblogger Szene lustig.
  7. Photo 282
    Mit diesem Link möchte ich auf einen ansehenswerten Bonner Blog Aufmerksam machen.
  8. Wendelstein 7 erzeugt erstes Plasma
    Der Stellerator hat seinen Betrieb aufgenommen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich als 14-Jähriger den damaligen Forschungsminister Riesenhuber fragte, ob wir 2020 unsere Energie aus Fusionsreaktoren gewinnen werden. Wird wohl länger dauern…
  9. Große Weihnachtsverlosung
    …bei Sandras Kochblog. Und da ich gerne koche und gerne regionale Blogs unterstütze, mache ich mal darauf aufmerksam.
  10. Neuseelands neue Flagge
    Neuseeland hat über eine mögliche neue Flagge abgestimmt. Nächstes Jahr wird dann entschieden, ob die bestehende Flagge tatsächlich ausgewechselt werden soll.

Bild: Hausnummer 15 in der Bonngasse in Bonn.

 

Lesenswertes 12

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Hier wieder meine neuen lesenswerten Links.

  1. 5 Gründe, warum das Surface Pro 4 besser ist als das iPad Pro
    …gut begründet von den Mobilegeeks.
  2. Apples Marktanteil bricht zusammen
    passend zum vorigen Artikel.
  3. Are cars in cities a becoming a thing from the past?
    Autos in Städten sind definitiv schon jetzt nicht mehr zeitgemäß.
  4. Deutschland zahlt – oder der Euro explodiert
    Über Abhängigkeiten in der Währungsunion.
  5. Christians Krieg
    Ein junger Deutscher kämpft(e) gegen den IS.
  6. To Do Liste für die Woche
    OK, andere kämpfen mit ähnlichen Problemen wie wir…
  7. Wir brauchen weniger Empörung – und mehr Grautöne
    Genialer Kommentar von Carsten Drees! Ich hab dazu übrigens ziemlich genau vor einem Jahr auch mal was ähnliches geschrieben.
  8. Drachenfütterung im Winter
    Aktuelles vom Bundesamt für magische Wesen. Die meisten Tipps lassen sich auch auf die Vogelfütterung übertragen.
  9. Bill Gates, Jeff Bezos and other tech titans form the Breakthrough Energy Coalition to invest in zero-carbon energy technologies
    Ob Raumfahrt oder Klimarettung – immer mehr wird von den Milliardären übernommen…
  10. Zusammen wird’s ein Fest
    IKEA will einsame Weihnachtsesser zusammenbringen. Gute Sache!

Bild: 12 Eurocent, die ich in meiner Hosentasche gefunden habe und mangels eines besseren Motivs spontan zur Bebilderung dieses Beitrags verwendet habe. Das Foto wurde mit einem Microsoft Lumia 640 erstellt.

AdWare Schutz beim Windows Defender aktivieren

Der Windows Defender ist ein ziemlich gutes Virenschutzprogramm, das nicht nur kostenlos ist, sondern auch nur wenig Ressourcen verbraucht.

Eine versteckte Funktion schützt Sie auch vor dem Herunterladen von AdWare. Dieser zusätzliche Schutz ist eigentlich für Enterprise Kunden vorgesehen, kann aber auch in normalen Versionen aktiviert werden.

Dazu müssen Sie lediglich die Registry ändern. Am einfachsten geht das, indem Sie eine Textdatei mit dem Editor erstellen, die nur folgenden Inhalt hat:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender\MpEngine]

"MpEnablePus"=dword:00000001

Diese speichern Sie dann mit der Endung .reg ab und führen diese dann mit Doppelklick aus. Es gibt Warnungen, ob Sie diese Datei wirklich ausführen wollen und ob Sie wollen, dass diese die Registry verändert. Beides müssen Sie bestätigen. Alternativ können Sie den entsprechenden Schlüssel im Registry Editor manuell hinzufügen.

Der AdWare Schutz im Defender ist dann aktiviert, nachdem Sie Ihren PC neu gestartet haben.

Wenn Sie die Datei nicht selber erstellen wollen, können Sie sie hier direkt herunterladen:

registry-hack-download
adware-schutz-registrieren.reg

Wenn Ihnen nach dem Anklicken nur der Text angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol und wählen “Ziel speichern”.

Bilder und Videos bei Windows 10 mobile automatisch sichern

Es empfiehlt sich auf jeden Fall, seine Fotos und Videos auf dem Smartphone automatisch in die Cloud hochladen zu lassen, um sie im Fall der Zerstörung oder des Verlusts des Smartphones noch zur Hand zu haben.

Wenn man die automatische Sicherung bei Windows 10 mobile aktivieren will, muss zunächst die OneDrive App installiert und eingerichtet werden.

In der App tippt man dann auf das “Hamburger Menü” (die Striche oben links) und wählt ganz unten Einstellungen, gekennzeichnet durch das Zahnrad-Symbol. Dort wählt man dann Kamera Upload:

foto-sicherung-windows-10-mobile

Den entsprechenden Schalter stellt man dann auf Ein. Hat man mehrere OneDrive Konten eingerichtet, kann man wählen, welches für die  Sicherung verwendet werden soll.

Schließlich kann man noch einstellen, ob auch Videos hochgeladen werden sollen und ob der Upload auch bei getakteten Verbindungen erfolgen soll – typischerweise also Mobilfunktarife, die hinsichtlich des Volumens begrenzt sind.

Hat man den Upload bei getakteten Verbindungen deaktiviert, werden die Fotos nur gesichert, wenn man sich in einem WLAN befindet.

Möchte man seine Bilder auch über Mobilfunknetz sichern, empfehle ich zumindest das Hochladen der Videos zu deaktivieren, da dies doch sehr am Datenvolumen zehrt.

Stand: 26.11.2015. Gilt für die OneDrive App unter Windows 10 mobile und damit z.B. für folgende Smartphones:

  • Microsoft Lumia 550, Lumia 950, Lumia 950 XL
  • alle Microsoft/Nokia Smartphones, auf denen die Windows 10 mobile Insider Preview verfügbar und installiert ist; z.B. Microsoft Lumia 640

 

Lesenswertes 10

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Hier die 10. Ausgabe meiner “lesenswertes” Links:

  1. Bonner Münster
    Das obige Bild ist die römische Ziffer 10 bei der Station 10 im Kreuzweg im Bonner Münster (Jesus wird seiner Kleider beraubt). Und die Münsterpfarre hat eine sehr interessante Homepage, die daher diesmal auch die erste “lesenswertes” Empfehlung ist.
  2. Der Mars bekommt einen Ring
    …wird allerdings noch einige Jahre dauern. Rechnen Sie in Millionen.
  3. Es lag nicht am Shitstorm
    Warum Xavier Naidoo wirklich vom ESC zurückgezogen wurde.
  4. Über beschämte Bürger und die eigene Vortrefflichkeit
    Harald Martenstein über Journalisten mit Sendungsbewusstsein.
  5. Verwirrung um Zitate von Valls
    Was hat der französische Premierminister jetzt eigentlich gesagt?
  6. Die Schmach von Sindschar sitzt tief
    Über die aktuelle Lage in der Stadt der Yeziden.
  7. Nur mit Bodentruppen
    Wie der IS besiegt werden könnte – und warum die Sunniten das Problem sind – oder eben auch die Lösung.
  8. Astoria offline
    Microsofts Projekt Astoria ist tot. Und das ist auch gut so.
  9. Bowmore und Ardbeg
    Gleich zwei meiner liebsten Whiskys in einem Artikel? Lesenswert!
  10. Der Reservistenverband geht nach Berlin
    Noch ein Umzug nach Berlin. Dagegen zu kämpfen wie hier Ulrich Kelber ist aber falsch. Dazu schreibe ich bald was.

Warum es gut ist, wenn Projekt Astoria eingestellt wird

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Windows und Apps

Apps und Windows Phone bzw. jetzt Windows 10 Mobile sind ein Dauerthema. Immer wieder wird als Argument gegen das Betriebssystem angeführt, dass es im Vergleich zu den beiden anderen Plattformen zu wenig Apps gäbe.

Für mich persönlich – und wahrscheinlich 90% der Smartphone Anwender – dürfte das Angebot in Microsofts Appstore ausreichend sein, gibt es doch von den meisten Flagship Apps offizielle Anwendungen (Facebook, Instagram, Twitter, Flipboard, Instagram, WhatsApp, Tumbler…) oder zumindest gute Alternativen von Drittanbietern (6Tin für Tinder um ein Beispiel zu nennen). Das größte Manko dürfte sein, dass es keinen Snapchat Client gibt und sich Snapchat beharrlich weigert, einen eigenen Client herauszubringen und Entwickler zu unterstützen.

Fakt ist weiter auch, dass die Windows Apps oft noch nicht den gleichen Funktionsumfang bieten wie die entsprechenden iOS oder Android Versionen und dass gerade einige angesagte Spiele nicht Apps schlicht nicht für die Plattform verfügbar sind.

Was Microsoft tut

Microsofts Ansatz sind im wesentlichen die Universal Apps. Also Anwendungen, die gleichermaßen auf dem Windows PC (in den unterschiedlichsten Formfaktoren vom Tablet bis hin zum Server) wie auch auf dem Smartphone und bald auch auf der Xbox laufen. Dabei passen sich die Apps auch dem jeweiligen Formfaktor an, wodurch spannende Funktionen wie Continuum ermöglicht werden.

Gleichzeitig will MS Entwickler dabei unterstützen, bestehende Apps auf die Windows Plattform zu portieren. Dazu wurden zwei Lösungen vorgestellt, Projekt Astoria und Islandwood.

Islandwood heißt offiziell Windows Bridge for iOS und ermöglicht es iOS Entwicklern, ihre Apps relativ einfach in Universal Apps für Windows 10 umzuwandeln. Das Projekt ist noch aktiv, wenngleich noch in einem frühen Stadium.

Projekt Astoria ist anders positioniert. Hierbei geht es um eine Brücke von Android zu Windows Phone. Anders als bei Islandwood war hier ein Android Subsystem in Windows 10 Mobile integriert, wodurch sogar das Ausführen von unveränderten Android Apps auf Windows Smartphones möglich war. Nur wenn bestimmte Funktionen benötigt wurden – z.B. Zugriff der App auf die Positionsbestimmung, mussten die entsprechenden Aufrufe im Quellcode angepasst werden.

In den neueren Builds fehlt Astoria jedoch wieder. Und so wie es aussieht, wird es auch nicht wiederkommen.

Die Nachteile von Astoria

Und das ist auch gut so.

  • Zunächst wären “Astoria” portierte Apps ein Fremdkörper im Windows App Ökosystem gewesen: es waren eben keine für Windows optimierten Universal Apps, sondern eben Android Apps, die letztlich in einem Emulator laufen sollten – und das nur auf Windows 10 mobile und nicht den anderen Varianten von Windows.
  • Wenn Entwickler aber einfach mehr oder weniger unveränderte Android Apps in den Store hätten bringen können, wäre das Interesse für sie geringer, native Windows Apps zu entwickeln. Dies würde dann zur Schwächung des gesamten Windows App Ökosystems beitragen.
  • Zudem hätten sich Android Apps mit ihrer anderen UI sowie nur emuliert für den Benutzer “fremd” angefühlt und so das Windows-Feeling verfälscht (gut, die UI von W10m ist sowieso immer noch nicht optimal, aber das ist ein anderes Thema).
  • Auch hinsichtlich der Performance gab es Probleme: immerhin musste ein ganzes Android Subsystem in Windows 10 mobile integriert werden. So war dieses maßgeblich für die Akku-Laufzeit-Probleme in den entsprechenden Windows Builds verantwortlich.
  • Zuletzt eröffneten sich Sicherheitslücken, so konnte z.B.  Android nativ auf Windows Handsets gebootet werden.

Letztlich wäre es also wünschenswert, wenn Astoria wirklich nicht weiter verfolgt würde. Ein echter Verlust wäre es ohnehin nicht: Denn faktisch alle relevanten Android Apps gibt es auch für iOS. Und an dieser Bridge wird ja weiter gearbeitet.

Die OneDrive Speicher Diskussion

onedrive-speicher

Ich halte OneDrive für den besten Cloud Speicherdienst, den es derzeit gibt. Drei Argumente sprachen aus meiner Sicht besonders dafür:

  • 15 GB kostenlos für jeden
  • 15 GB zusätzlich, wenn man den Fotoupload nutzt
  • unbegrenzter Speicher mit einem Office 365 Abo

Nun, die meisten Nutzer haben den unbegrenzten Speicher noch nicht erhalten und werden ihn auch nie erhalten, denn Microsoft hat angekündigt, dass es beim ursprünglich zugesagten TB bleiben wird. Das halte ich auch nicht für das Problem – denn 1 Terabyte sollten für die meisten Anwender ausreichen.

Ärgerlich finde ich aber zwei weitere Ankündigungen von MS: Der kostenlose Speicher wird auf 5GB reduziert und zwar sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden. Und auch die weiteren 15GB für die Fotos fallen weg.

Gerade aber diese 30 kostenlosen GB waren für mich der ausschlaggebende Punkt, mich für OneDrive zu entscheiden. Und wäre ich davon nicht so überzeugt gewesen, wäre ich wohl auch kaum bei Office 365 gelandet. Die 30 GB waren damit die ideale “Einstiegdroge” in Microsofts Cloud Welt – und das nicht nur bei mir.

Wenn dieser Vorteil nun weg fällt, gibt es z.B. für Apple Nutzer keinen so großen Anreiz mehr, sich zusätzlich einen Microsoft Account zuzulegen um auf dem iPhone für die Fotosicherung OneDrive zu nutzen.

Von der Verärgerung bei den Bestandskunden einmal ganz zu schweigen.

Wie gesagt, dass es bei Office 365 “nur” ein Terabyte inklusive ist, ist aus meiner Sicht nicht das Problem. Und auch mit den neuen Preisplänen für mehr zusätzlichen Speicher habe ich als Office Abonnent kein Problem.

Den kostenlosen Speicher aber so drastisch zu kürzen, halte ich für einen riesigen Fehler von MS, der alsbald korrigiert werden sollte.

Wer seinem Unmut darüber Luft machen will, kann das übrigens unter anderem bei change.org oder auch bei Microsofts Uservoice.

Sag mal, Du kennst Dich doch mit diesen Lumias aus… was man zu Continuum wissen muss

Continuum?

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Die Frage nach den Lumias wird mir hin und wieder gestellt. Heute überraschend häufig, immerhin vier mal. Und alle vier wegen Continuum.

Wenn Sie noch nichts von diesem Feature gehört haben: die neuen High-End Smartphones mit Windows 10 Mobile können mit einem Adapter mit einem großen Monitor, Tastatur und Maus verbunden werden. Entsprechend ausgelegte Universal Apps – man kennt sie schon von Windows 10 her – verwandeln sich dann auf dem großen Screen sozusagen in Desktop Anwendungen. Und die mobilen Versionen von Word, EXCEL, PowerPoint und Onenote sind schon dabei.

Klar – man kann auf den Lumias keine x86 Anwendungen ausführen, sondern “nur” die Universal Apps. Aber die die mobilen Office Apps sind hinsichtlich des Funktionsumfangs für die meisten Anwender mehr als ausreichend: Briefe oder lange E-Mails schreiben, einfache Präsentationen, kleine EXCEL Tabellen – um diese zu bearbeiten, braucht man keinen PC mehr, das geht jetzt komfortabel auf dem mit dem großen Screen verbundenen Smartphone. Gewohnte Tastenkombinationen wie ALT-TAB, STRG-C oder STRG-V funktionieren natürlich auch.

Ich habe schon vor einigen Wochen geschrieben, dass Continuum das Feature sein könnte, dass die mobile Windows Plattform rettet – nicht nur im Business Bereich oder in Emerging Markets, sonder da viele User aus der mobilen Generation dann wirklich nur noch das Smartphone bräuchten. Bei den dreien, die mich angesprochen haben, war das auch die Intention.

An dieser Stelle möchte ich eine Fragen und Antworten rund um Continuum sammeln.

Fragen und Antworten rund um Continuum

Werden alle Windows 10 Phones Continuum unterstützen?

Nein, nur bestimmte Modelle.

Werden die “alten” High-End Smartphones Continuum haben?

Nein, Smartphones wie das Lumia 930 verfügen nicht über die erforderliche Hardware.

Welche Smartphones werden Continuum ermöglichen?

Derzeit (Stand 7. Oktober 2015) sind das folgende Smartphones:

  • Acer Jade Primo
  • Microsoft Lumia 950
  • Microsoft Lumia 950 XL

Benötige ich zusätzliche Hardware, um Continuum zu nutzen?

Es werden spezielle Docks und Adapter angeboten, mit denen das Smartphone mit Tastatur, Maus, Monitor und anderer Hardware verbunden werden kann.

Bestimmte Continuum Funktionen sollen aber auch kabellos funktionieren. Sobald es hier weitere Informationen gibt, werde ich diese ergänzen.

Wird das Microsoft Lumia 550 Continuum haben?

Nein, darauf ist dieses Smartphone nicht ausgelegt.

Laufen alle gewohnten Windows Anwendungen im Continuum Modus?

Nein, es muss sich um entsprechende Universal Apps aus dem Windows 10 Store handeln. Dazu zählen z.B. Word mobile, EXCEL mobile, Powerpoint mobile.

Gibt es ein Smartphone, auf dem alle Windows Anwendungen laufen?

Es gibt Gerüchte, dass Microsoft an einem Surface Phone arbeitet, auf dem ein vollwertiges x86 Windows 10 läuft.

Was passiert, wenn ich angerufen werde, während ich mein Smartphone als PC nutze?

Das Telefon kann auch im Continuum Modus wie gewohnt genutzt werden.

Was ist der Microsoft Display Dock HD 500?

Mit dem Display Dock können Continuum kompatbible Lumia Smartphones über USB-C mit Monitor, Tastatur und Maus verbunden werden. Es verfügt über folgende Anschlüsse:
AV-Anschlüsse: DisplayPort, HDMI-Anschluss
Systemanschlüsse: DisplayPort über USB-C
USB-Anschluss: 2 x USB 2.0, USB 2.0 Ladeanschluss (hohe Stromaufnahme)

Microsoft Lumia 640 – das (fast) perfekte Handy für mich

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Das Lumia 640 DS in der Praxis

In Sachen Smartphone bin ich dieses Jahr etwas vom Pech verfolgt. Nachdem das Display meines geliebten Lumia 920 plötzlich schwarz blieb und das als Ersatz ausgewählte Lumia 630 auf dem Boden des Röttgener EDEKA Markts zerschellte, musste Ersatz her. Eigentlich zur Unzeit, denn Anfang Oktober wird Microsoft neue Lumias vorstellen, die dann nicht nur direkt mit Windows 10 kommen, sondern auch endlich Flaggschiff-Spezifikationen haben werden.

Dass es wieder ein Windows Phone werden sollte, war klar. Ein äußerst interessantes Windows Smartphone ist dabei das BLU Win HD LTE, das mit recht guter Ausstattung weniger als 130 Euro kostet.  Da ich mich aber bereits an Windows 10 mobile gewöhnt habe, muss es wieder ein Lumia sein, da die Technical Preview nur auf Microsofts eigenen Geräten läuft. Mehr zu möglichen Alternativen dann übrigens weiter unten.

Entschieden habe ich mich dann für das Lumia 640, das es in zwei Versionen gibt: einmal eine Dual-SIM Variante (ab ca. 135 Euro), einmal eine mit LTE, die meist ca. 30 Euro mehr kostet. Auch wenn ich Dual SIM an sich nicht brauche, habe ich mich für diese Ausführung entschieden. Beim 630er habe ich gemerkt, dass für meine Anwendungen LTE nicht unbedingt notwendig ist und 30 Euro sind 30 Euro. Die Wahl fiel dann auf die blaue Variante. Orange war nicht vorrätig, schwarz gefällt mir nicht und meine Frau hat das weiße Modell, so dass es eine gewisse Verwechslungsgefahr gegeben hätte.

Da das Handy nur 8 GB internen Speicher hat, empfehle ich, gleich eine 32GB microSD Speicherkarte dazu zu kaufen. Effektiv stehen einem dann rund 36GB freier Speicher zur Verfügung, was für mich ausreichend ist. Wenn Sie mehr brauchen: auch 128 GB Karten werden unterstützt.

Ansonsten ist die Installation wie bei Windows Phone gewohnt einfach: mit der Microsoft ID anmelden, fertig. In meinem speziellen Fall dann noch die Windows Insider App drauf und das Update auf Windows 10 mobile installieren. Die Technical Preview läuft auf dem 640 sehr glatt und ich konnte bisher im Produktivbetrieb keine Probleme feststellen; 1 GB Ram und der Snapdragon 400 Quadcore Prozessor bieten genug Leistung für Microsofts nächstes mobiles Betriebssystem. Und da bereits angekündigt wurde, dass Windows 10 mobile für dieses Modell schon bald nach Start verfügbar sein wird, ist man auf der sicheren Seite.

Ansonsten überzeugt das Gesamtpaket im Alltagseinsatz bei den Dingen, die für mich wichtig sind: Telefonieren, Whatsapp, Messenger, Surfen, twitter, facebook, Spotify, E-Mail, mal ein Spiel und natürlich die mobile Hotspot Funktion. Die Hauptkamera macht ordentliche Bilder und löst schnell aus – einzig den Kamera Button vermisse ich, weswegen es für mich auch nur das “fast” perfekte Smartphone ist. Ansonsten gibt es nichts, was ich im Alltagseinsatz vermisse oder was störend wäre. Obwohl ich das Smartphone wirklich sehr intensiv nutze (telefoniere sehr viel damit und nutze die mobile Hotspot Funktion ca. 2 Stunden täglich) komme ich sehr gut durch den Tag.

Kurzum: im Paket mit einer ordentlichen microSD Karte bekommt man für weniger als 150 Euro ein Smartphone, das einen im Alltag sehr gut begleitet. Für mich daher eine klare Kaufempfehlung. Das 640er gibt es z.B. bei Amazon.

Und sonst so

  • OnScreen Tasten statt Hardware-Tasten: hier sind ja viele skeptisch, aber im Praxiseinsatz finde ich ich sie inzwischen praktischer als Hardware-Tasten
  • Glance Screen – im Standby werden Benachrichtigungen und die Uhrzeit auf dem Display angezeigt
  • Double Tap to Wake up – zwei mal auf das Display tippen, und das Lumia 640 schaltet sich ein.

Alternativen

Android ist wegen der Sicherheitsmängel und der Update Politik keine Alternative für mich. Und in der gleichen Preisklasse bieten die Androiden auch nicht die Leistung, die vergleichbare Windows Phones haben.

Das Apple iPhone 5S bietet im Alltagseinsatz auch nicht mehr, ist aber dafür mehr als drei mal so teuer.

Im Windows Phone Lager habe ich mir noch das eingangs erwähnte BLU Win HD LTE angesehen, das noch günstiger ist und sogar LTE bietet, dafür aber zur Zeit noch kein Windows 10 (Preview) unterstützt.

Eine etwas günstigere Alternative ist das Lumia 535, das aber ein schwächer auflösendes Display und einen nicht so leistungsstarken Prozessor hat. Windows 10 mobile wird darauf laufen, die Frage ist aber, ob so schnell wie auf dem 640.

Vergleichbare Hardware wie das 640 hat das etwas teurere Lumia 730; dieses bietet auch ein etwas schickeres Gehäuse und eine etwas bessere Kamera (Zeiss Optik, aber auch ohne Button). Das günstigste aktuelle Modell mit Kamera Button ist das Lumia 830, das mir aber vom Design her nicht so gut gefällt und aktuell auch fast 300 Euro kostet.

Hier noch die wichtigsten technischen Eckdaten des Lumia 640DS

  • Qualcomm Snapdragon 400 Prozessor (Quad-Core) mit 1,2 GHz
  • 1 GB RAM, 8 GB Speicher, erweiterbar um 128 GB (MicroSD)
  • 5 Zoll HD720 Display (1280*720 Pixel); entsprechend 294 ppi
  • Hauptkamera mit 8 MP, Autofokus, 1/4 Zoll Sensor, Blende 2.2 und Brennweite 28 mm; LED-Blitzlicht; 1080p Videoaufzeichnung
  • Frontkamera 0,9 MP; Blende 2.4; 720p Video
  • 2 microSIM Slots; microSD; USB 2.0; Kopfhöreranschluss
  • WLAN WLAN IEEE 802.11 b/g/n; Bluetooth 4.0; Navigation mit A-GLONASS, A-GPS, BeiDou; DLNA
  • 141,3mm*72,2mm*8,8mm und 145 g Gewicht
  • Farben: Weiß, Schwarz, Cyan, Orange

Android Apps – Sideloading auf Windows 10 mobile