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Orte in Bonn gesucht

Im Rahmen eines meiner Internet-Projekte plane ich, besondere, Orte, Plätze, Locations, Kneipen, Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Häuser, Kirchen, Strassen, Bäume und was auch immer aus Bonn und der näheren Umgebung vorzustellen.

Damit das ganze jetzt nicht zu sehr aus meinem Blickwinkel geprägt ist, suche ich einfach vielfältige Tipps und Empfehlungen. Jeder Vorschlag wird auf einer eigenen Seite vorgestellt und der Tippgeber kann auf Wunsch auch gerne namentlich erwähnt werden.

Gesucht werden übrigens nicht nur die großen Sehenswürdigkeiten sondern gerade kleinere Geheimtipps.

Hier zur Anregung einige Vorschläge, die mir schon eingefallen sind:

Kreuzbergkirche
Wolfskreuz im Kottenforst
Jägerhäuschen im Kottenforst
Kurfürstliches Gärtnerhäuschen
Alter Zoll
Poppelsdorfer Schloss
Ringwall Venne
Bahnhof Kottenforst
Bönnsch
Waldau
Rheinisches Landesmuseum
Altes Rathaus
Alter Friedhof
Friedhof Beuel
Personenfähre
Haus der Geschichte
Pützchens Markt
Bröckemännche
Akademisches Kunstmuseum
Doppelkirche Schwarz-Rheindorf

Tipps bitte einfach als Kommentar hier posten oder per E-Mail an severint@live.de senden.

Integrationsprobleme vor der Haustür

Der Bonner Kindergarten Pusteblume hat in seiner Selbstdarstellung geschrieben, dass es unter den Kindern dort nur wenige mit Migrationshintergrund und nur wenige mit alleinerziehenden Eltern gebe. Seit gut drei Jahre ist dieser Text in der Welt und war lange Zeit sogar im städtischen Kindergarteninformationssystem (KIGAN) online – bis ein Redakteur der Lokalzeitung meinte, diesen Satz problematisieren zu müssen. Zu dem vermeintlichen Kindergartenskandal habe ich mich hier im Blog geäußert. Daraus ergab sich in der Folge ein kurzer Mailwechsel mit der Bonner Gleichstellungsbeauftragten Coletta Manemann, aus dem ich sie kurz zitieren darf:

Zu oft erlebe ich, dass einerseits Kitas keine Kinder mit Migrationshintergrund möchten (und Eltern Kitas mit wenig Migranten suchen), andererseits die städtischen Kitas oft kaum noch Kinder ohne Migrationshintergrund haben. Beides ist nicht in Ordnung. Eine gute Zusammensetzung hinzubekommen, daran müssen alle mitwirken.

Grundsätzlich stimme ich dem letzten Satz zu.

Nun muss man aber das Einzugsgebiet der “Pusteblume” kennen – die Bonner Stadtteile Röttgen und Ückesdorf. Früher lebten hier Roman Herzog und Hans-Jochen Vogel, Franz Müntefering traf man in der Dorfkneipe und heutzutage ist zumindest gefühlt jedes zweite Auto ein 5er BMW, der von der Telekom als Dienstwagen gestellt wird. Klar, es leben auch andere Menschen hier. Darunter auch die ein oder andere Familie mit Migrationshintergrund – das sind dann aber überwiegend iranische Herzchirurgen.

Um einmal kurz auf den Anfang der Diskussion zurückzukommen: Es ist hier also nicht so, als würde sich die “Pusteblume” von den benachbarten Kindergärten abgrenzen und um die Gunst konservativer Bildungsbürger mit dem Bonus der Migrantenfreiheit buhlen. Ganz im Gegenteil – wenn hier jemand einen Migrationshintergrund hat, geht sein Kind eher in die Pusteblume und nicht in den katholischen, den evangelischen oder den von einer privaten Initiative getragenen Kindergarten.

Es mag einem nun gefallen oder nicht, solche Gegenden gibt es in vielen Städten Deutschlands. Im Gegenzug gibt es auch Gegenden mit einer ganz anderen Bevölkerungsstruktur. Und da sind dann die Kitas, wo “kaum noch Kinder ohne Migrationshintergrund” sind – und das sind dann nicht die Kinder von persischen Akademikern. “Beides ist nicht in Ordnung”. Aber beides ist eben auch bundesdeutsche Realität. Und diese wird sich so schnell nicht ändern.

Was also tun um “eine gute Zusammensetzung hinzubekommen”? Morgendliche Kinderlandverschickung?

Auf Lösungen bin ich gespannt.

Sturm im Wasserglas um die Pusteblume in Bonn-Röttgen

Beim Bonner Generalanzeiger scheint schon die Saure-Gurken-Zeit ausgebrochen zu sein – macht er doch groß mit einem vermeintlichen Skandal um den Kindergarten Pusteblume in Bonn Röttgen auf. War doch in einer Selbstbeschreibung des Kindergartens zu lesen:

Die Kinder stammen fast ausschließlich aus Familien der Mittelschicht und gehobenen Mittelschicht. Die Zahl der alleinerziehenden Mütter und Väter ist, ebenso wie die der Familien mit Migrationshintergrund, minimal.

Die Aufregung ist groß: beim GA, der das in einem Kommentar die vermeintlich abgehobene Einstellung der Röttgener Elternschaft geißelt, bei der Stadt, die angeblich von dem Text auf den Webseiten der Stadt Bonn nichts wusste und natürlich auch bei der Integrationsbeauftragten Coletta Maneman, die hier gleich Diskriminierung wittert.

Zufälligerweise war meine Tochter auf diesem Kindergarten und mein Sohn geht dort immer noch hin. Und zufälligerweise habe ich mitbekommen, wie dieser Text seinerzeit 2009 entstanden ist. Und der ist nichts anderes als eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation.

Denn wer Röttgen, Ückesdorf und das nähere Einzugsgebiet der “Pusteblume” kennt, weiß, dass es dort eben auch nur sehr wenige Migranten und Alleinerziehende gibt. Daher sind dort auch nicht viele. Punkt. Nicht mehr.

Ganz im Gegenteil: von den vier Kindergärten in Röttgen/Ückesdorf ist die Pusteblume der, der den höchsten Migrantenanteil hat, sich am meisten um die Integration dieser kümmert und alleinerziehende Eltern bestmöglich unterstützt. Und die beiden angesprochenen Gruppen werden bei der Platzvergabe tatsächlich bevorzugt, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

Sicher, die Formulierung kann etwas unglücklich verstanden werden. Falsch gemeint ist sie sicherlich nicht.

Surfen zwischen Köln und Bonn

Ich fahre häufiger mit dem Zug zwischen Bonn und Köln – und ärgere mich jedesmal über die auf dieser Strecke relativ schlechte Netzabdeckung, insbesondere was Daten angeht.

Früher schob ich das auf BASE, doch auch der Wechsel zur Telekom brachte keine Besserung. Testfahrten einer Vodafone und einer O2 Karte brachte ebenfalls nur Ernüchterung.

So weit so gut. Doch angesichts der laufenden Telekom Werbung “O2 can’t do.” meldete ich mich über twitter mit dem Hinweis bei @telekom_hilft, das die Telekom es ja wohl auch nicht kann. Daraufhin erhielt ich den Link zur interaktiven Netzabdeckungskarte, derzufolge die gesamte Bahnstrecke Köln bis Bonn zumindest ein stabiles 3G Netz zur Verfügung stehen sollte.

Hier aber das Protokoll einer Zugfahrt, Freitag (2.12.11) zwischen 16:32h und 17h von Köln nach Bonn. Sitzdend im RE5 oben im Doppeldecker, also beste Empfangsvoraussetzungen. Testgerät HTC Desire HD, Telekom.de Karte. Ich gebe wieder, was das Smartphone als Netz angab. Traffic durch twitter, facebook und Surfen.

  • Abfahrt Köln Hauptbahnhof bis Köln Süd: Alles gut – sehe ein H für HSDPA und drei bis vier Balken.
  • Ab und in Köln Süd (Zug hält): ganz schwaches Netz (1 Balken) immer wieder Wechsel zwischen EDGE und 3G (UMTS). Daten sehr langsam.
  • Nach Köln Süd dann recht stabil EDGE. Daten OK.
  • Vor Hürth Wechsel zu HSDPA, dann wieder schwach 3G, dauernde Wechsel. Schlechte Übertragung.
  • Zwischen Hürth und Brühl Verbindungsabbrüche, obwohl der Zug langsam fährt. Zeitweise keine Abdeckung.
  • In Brühl Bahnhof (Zug hält) Anzeige 3G, aber kein Balken. tweets können nicht abgerufen werden, keine facebook Aktualisierungen, Website wird nicht gefunden.
  • Bei Ausfahrt Brühl Bahnhof kurz stabiles EDGE, dann wieder kein Netz und keine Datenübertragung möglich.
  • So geht es sehr wackelig weiter – mal EDGE schwach, dann 3G Versuch, dann wieder gar nichts – und wir sind hier nicht mit 250kmh im ICE sondern in der langsamen Regionalbahn.
  • Kurz nach Roisdorf dann wieder auf ein bis Bonn Hbf sehr stabiles 3G und HSDPA Netz.

Fazit: zwischen Hürth und Roisdorf ist es Glücksache, ob man eine stabile Datenverbindung hat – wenn man denn überhaupt eine hat. Die Erfahrung mache ich mehrfach wöchentlich und habe sie auch mit anderer Hardware (Nokia E7, LG Optimus 7) verifiziert.

Schafft die Hauptstadt ab

Vor einigen Tagen war ich zum ersten mal seit fast 10 Jahren wieder in Berlin. Man mag die Stadt nun mögen oder nicht, sie zieht einen in ihren Bann.

Einer meiner ersten Gedanken war, dass auch die letzten in Bonn verbliebenen Ministerien nach Berlin umziehen sollten – natürlich nicht ohne entsprechende Ausgleichsmaßnahmen für die Bundesstadt am Rhein. Anmerken sollte ich vielleicht noch, dass ich selber in Bonn lebe und selbst hoffentlich nicht mehr umziehen muss – ich will damit nur sagen, dass ich Bonn mag.

Je mehr ich darüber nachdachte, desto falscher fand ich den Gedanken. Denn eine Stadt prägt die Menschen, die in ihr leben mehr als dass die Menschen die Stadt prägen. Und damit prägt die Stadt auch die Denkweise der Menschen.

In der Politik gilt dies besonders für diejenigen, die tatsächlich die Arbeit machen, sprich die Gesetze formulieren. Die Referatsleiter, Ministerialdirigenten und Ministerialdirektoren. Nicht so sehr gilt das für die oberste Riege – denn diese lebt ohnehin in ihrem eigenen Kosmos: früher dem “Raumschiff Bonn”, heute in “Mitte”.

Mitte ist nicht Berlin. Und Berlin ist nicht Deutschland. Doch die “Berliner Denke” manifestiert sich in den Gesetzen und Entscheidungen derer und trägt damit zur zusehenden Entfremdung zwischen der Politik und den Bürgern bei. Jetzt schon ist die deutsche Bundespolitik urbaner, linker und protestantischer, aber auch preußischer geworden. Bonn hatte diese Prägungskraft nicht und konnte dem Land nicht seinen Stempel aufdrücken – und wollte das wohl auch gar nicht.

Letztlich setzt mit der Berlinisierung eine Entwicklung ein, die die in Deutschland nicht erst seit 1949 gewachsene föderale Struktur abschwächen und vielleicht sogar zerstören wird.

Daher: Schafft die Hauptstadt ab.

Denn was spricht in heutigen Zeiten dagegen, die Bundesministerien über die gesamte Republik zu verteilen? Das Außenministerium in Hamburg, das Wirtschaftsministerium in München, Justiz in Hannover, Finanzen in Dresden, Verkehr in Stuttgart, Verteidigung in Bonn, Landwirtschaft in Augsburg, Familie in Rostock, Arbeit und Soziales in Halle, Gesundheit in Lindau und der Kulturstaatssekretär in Berlin – um nur einige Beispiele zu nennen. Deutschland in seiner gesamten Breite und Vielschichtigkeit würde sich in die Gesetzgebung und Gestaltung der Politik einbringen können – ganz anders und viel stärker, als das über die Länder jetzt schon möglich ist.

Das Kanzleramt ist in Göttingen, das Präsidialamt in Weimar. Die Hauptsitze dienen aber beide in erster Linie reinen Verwaltungszwecken. Denn diese beiden Spitzen des Staates tagen grundsätzlich an verschiedenen Orten in Deutschland, ganz nach dem Vorbild der Kaiser- und Königspfalzen. Und dort wo der Kanzler dann auch gerade ist, finden die Kabinettssitzungen statt – reisende Herrschaft eben.

Der Bundestag sitzt aus verkehrstechnischen und historischen Gründen in Frankfurt am Main. Jedes Ministerium ist dort durch einen Staatssekretär vertreten, der die Verbindung zwischen den Staatsorganen verantwortet.

Der Bundesrat hat seinen Verwaltungssitz in Frankfurt an der Oder, tagt aber ansonsten immer in der Hauptstadt des Landes, das gerade den Vorsitz innehat.

Eine solche Dezentralisierung der obersten Organe des Bundes würde dem Föderalismus dienen, für mehr Volksnähe sorgen und letztlich auch die bestehende “Kungelei” in der Politik deutlich erschweren.

Noch ein paar Verfassungsänderung wie z.B. das Verbot von Fraktionen und wir haben die fast perfekte Demokratie…

doo.net hebt den Schleier – ein bisschen

Wie schon vor einigen Tagen auf facebook angekündigt, sind auf der Website des Bonner StartUps doo.net erste Informationen über den Service online – ohne allerdings in die Tiefe zu gehen.

Letztlich erfährt man nur, was man schon aufgrund der anderen kursierenden Infos ahnen konnte:

There are great digital solutions for everything today -
for music, videos, notes … for everything except documents!

We will change this. All your documents in one place -
digital, easy-to-use, secure, organized and always accessible.

Man darf also auf weitere Informationshäppchen gespannt sein…

doo.net – da kommt was neues in die Cloud

Seit gestern Abend ist eine Platzhalter-Seite für doo.net online, bei der man sich für einen Info-Newsletter anmelden kann. Anhand der Informationen, die man auf der Website, facebook und twitter (@doo_net) findet, wird das Bonner Start-Up einen Cloudservice anbieten, mit dem man seinen Papierkram verwalten kann. Clients scheint es für die üblichen Plattformen – Android, Windows, iOS und OSX zu geben und sicher auch einen plattformunabhängigen HTML 5 Client.

Hinter dem Bonner StartUp steckt anscheinend Frank Thelen, so dass man sich auf ein schönes UI freuen darf.

Stay tuned…