Meine Erfahrungen mit dem Fitbit Alta – der Tracker für den Alltag

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10.000 Schritte am Tag – Tracker helfen

Die meisten von uns bewegen sich viel zu wenig. Insbesondere die 10.000 Schritte am Tag, die man laut zahlreicher Empfehlungen täglich gehen sollte, schaffen die wenigsten von uns. Die beste Methode, dieses Ziel zu messen – und sich zu, motivieren es zu erreichen – ist ein Fitnesstracker, von denen es inzwischen ja dutzenden wenn nicht 100e, Modelle gibt.

Heute möchte ich kurz über meine Erfahrungen mit dem Fitbit Alta berichten, den ich nun seit etwas über einem halben Jahr im Dauereinsatz habe und der meinen Fitbit Charge abgelöst hat.

Der Fitbit Alta Tracker – Fitnessaufzeichnung mit Stil

Der Alta ist kein Nachfolger des Charge sondern ein ganz neues Modell, das eine andere Zielgruppe anspricht: den modebewussten Nutzer, dem es wichtig ist, in Bewegung zu bleiben und bewusster zu leben.

Deutlich wird das schon am Design: der Charge sieht mit seinem in silbernem Metall (chirurgischer Edelstahl) „Technik-Modul“, dem großen nachtschwarzen OLED Display und den wechselbaren Armbändern einfach gut aus. Ich habe mich für die Version mit dem dunkelblauen original-Armband von Fitbit entschieden. Die Grundvariante ist auch noch in schwarz, pflaume, türkis und lila; alle Varianten sind in zwei Größen (S und L) erhältlich. Für Frauen dürfte in der Regel die kleinere Variante passen, für Männer die größere.

Wer etwas anderes als den Standard will, kann aus zahlreichen Armbändern von Fitbit selbst und auch Drittherstellern wählen, die es in vielen Farben und Materialien gibt, so auch in Leder und auch Metall. So kann man den Look des Trackers auch an sein jeweiliges Outfit anpassen. Für alle, die es ganz besonders edel mögen: es gibt auch noch eine Special Edition, bei der das Hauptteil mit echtem Gold vergoldet ist.

Doch schon in der Standardversion macht das Armband eine gute Figur zu Anzug, Kostüm, Alltagskleidung und natürlich Sportoutfit.

Nicht nur die Optik überzeugt, auch Verarbeitung und Haptik sind hervorragend gelungen. Der Alta ist deutlich besser gebaut als die ersten Fitbit Modelle. Er trägt sich angenehm, im sechsmonatigen Alltagseinsatz hat er sich nicht gelöst und sogar der Kontakt der Glasfront mit einer Backsteinwand blieb ohne Kratzer.

Der Alta ist damit ganz klar ein Gadget, das jeden Tag rund um die Uhr getragen werden will und getragen werden kann.

Alle Basisfunktionen an Bord

Ihn rund um die Uhr zu tragen ist auch empfehlenswert, zählt der Alta doch nicht nur die Schritte sondern erkennt auch Aktivitäten wie z.B. Joggen oder auch Radfahren und zeichnet aufgrund der Bewegungsdaten die Schlafqualität auf. Dazu zeigt er einem auch die Uhrzeit an und signalisiert einem auf Wunsch Anrufe, SMS und Termine. Dem kommt entgegen, dass der Akku in der Praxis rund 5 Tage durchhält und in weniger als zwei Stunden wieder aufgeladen ist.

Komfortable Installation

Aufgeladen wird mit einem proprietären Ladekabel (bei fast jedem Fitbit Modell leider ein anderes), währenddessen man mit der Erstinstallation beginnen kann. Dabei richtet man sich nicht nur einen Fitbit Account an, sondern auch die entsprechenden Apps, die es u.a. für Web, Windows Desktop, Windows Phone, Windows 10 UWP, iOS, Android und Mac OS X gibt. Besonders den Support mobiler Windows Versionen möchte ich hervorheben, da der nicht immer selbstverständlich ist. Bestehende Accounts kann man natürlich übernehmen, so ist z.B. der Wechsel von der Charge zur Alta ohne Datenverluste möglich.

Die Qualität der Fitbit Apps ist sehr gut, wobei die Android und die Windows Version etwas hinter iOS zurückbleiben, aber das kennt man ja. Unter Windows sind auch die Anleitungen zu Workouts noch nicht verfügbar, sollen aber in Zukunft kommen.

Während der Installation gibt man u.a. seine Schrittlänge an, damit nicht nur die gelaufenen Schritte sondern auch die entsprechenden Entfernungen gemessen werden können. Ebenso auch Geschlecht, Gewicht und Körpergröße, damit die Berechnung der verbrannten Kalorien möglich wird.

Ist alles eingerichtet, kann man direkt loslaufen – die Synchronisation der Daten läuft dann entweder laufend über das Smartphone (iOS, Windows, Android) oder über den stationären Rechner, für den ein spezielles USB Bluetooth Dongle mitgeliefert wird. Das ist einerseits praktisch, wenn der PC/Mac kein Bluetooth hat, andererseits ärgerlich, wenn es an sich an Bord wäre – man belegt einen der USB Ports. Es kursieren im Netz zwar diverse Anleitungen, wie man auch ohne dieses Dongle mit dem PC synchronisieren kann, diese sind aber teilweise etwas frickelig. Das ist aber auch schon einer der wenigen Kritikpunkte. Synchronisieren muss man übrigens nur alle sieben Tage –  die Zahl der Schritte wird solange im Tracker gespeichert.

Die Messung der erstiegenen Treppen ist bei der Alta anders als bei der Charge nicht vorgesehen, was ich am Anfang schade fand. Da die gelaufenen Treppenstufen aber als Schritte gezählt werden, kann man auf diese Funktion letztlich auch verzichten.

Das Alta Armband in der Praxis

Das Display ist im Alltagseinsatz übrigens dunkel; hebt man den Arm an oder tippt drauf, wird einem die Uhrzeit angezeigt, wobei man hier über die App verschiedene Layouts wählen kann. Wenn man damit leben kann, dass die Zeit nicht permanent angezeigt wird, braucht mithin auch keine normale Uhr mehr. Alledings ist bei starkem Sonnenlicht das OLED Display nicht ganz so gut ablesbar, hier muss man ggf. den richtigen Blickwinkel finden. Bei normalen Sichtverhältnissen bietet es aber ein sehr klares Bild.

Natürlich kann der Tracker noch mehr, mit jedem weiteren Tippen aufs Display werden dann weitere Informationen angezeigt:

  • Zahl der gelaufenen Schritte
  • zurückgelegte Strecke
  • Verbrannte kcal
  • Aktive Minuten
  • ggf. eingestellte Wecker

Die Schrittmessung funktioniert wie bei Fitbit gewohnt sehr zuverlässig. Klar es kann immer mal vorkommen, dass beim heftigen gestikulieren ein Schritt zu viel gezählt wird, aber das hält sich sehr im Rahmen. Unterm Strich hat man ein sehr zuverlässiges Ergebnis. Tipp in den Einstellungen kann man wählen, wie empfindlich die Erkennung sein soll und welches der „aktive“ Arm ist – besonders für Linkshänder ist das relevant.

An sich verrichtet die Fitbit ihren Dienst im Hintergrund also zuverlässig und unauffällig, kann aber auch anders: Man kann Bewegungserinnerungen aktivieren. Ziel dabei ist es, jede Stunde mindestens 250 Schritte zu gehen, wobei man den Zeitraum, in dem diese erfolgen sollen, wählen kann. Ich habe mich für 8h bis 20h entschieden. Hat man die 250 Schritte in einer Stunde dann nicht erreicht, meldet sich die Fitbit mit einer entsprechenden Erinnerung, dass man doch nun einige Schritte machen sollte. Wahlweise kann man im Display bei der Uhrzeitanzeige auch anzeigen lassen, wieviel man von diesem Schrittziel schon erreicht hat – z.B. in Form einer wachsenden Pflanze. Die Bewegungserinnerungen sind ein besonders sinnvolles Feature, besonders für den typischen Büromenschen.

Daneben kann man ein Schrittziel vorgeben werden, wobei der Standard auf die empfohlenen 10.000 Schritte am Tag eingestellt ist. Hat man das Ziel erreicht, gratuliert der Tracker einem.

Besonders aktive Zeiten werden vom Alta automatisch erkannt. Beim Joggen, zügigen Wandern, Fußballspielen, Tennis und typischen Workouts funktioniert das sehr gut, beim Fahrradfahren dauert es manchmal ein bisschen, bis die Aktivität erkannt wird. Anders als beim Charge gibt es keinen Knopf, mit dem man den Beginn einer Aktivität starten kann.

Duschen ist übrigens mit dem Alta möglich, wobei ich ihn dabei persönlich ablege. Fürs schwimmen ist er nicht geeignet, hier kann man z.B. auf den Fitbit Flex 2 zurückgreifen.

Eine Übersicht aller Aktivitäten findet sich dann in den Apps; dort sieht man dann auch das Schlaf-Tracking, bei dem einem angezeigt wird, wann man z.B. aufgewacht oder ruhelos war. Immer noch muss ich leider feststellen, dass ich viel zu wenig schlafe… Die Apps bieten ohnehin noch viel mehr rund um die Gesundheit, z.B. kann man aufzeichnen, ob man genug trinkt, was man isst oder sich Fitnesstips geben lassen. Fitbit will damit die Zentrale rund um Fitness, Gesundheit und Abnehmen sein. Die Bewegungsdaten lassen sich aber auch an andere Fitness-Apps übergeben.

In den Apps findet man noch weitere Einstellungen. So z.B. das Stellen des Weckers. Das Armband meldet sich dann zur vorgegeben Zeit mit optischem Signal und einer Vibration, von der ich zumindest sehr gut wach werde. Andere kriegen davon nichts oder nur wenig mit. Schade: die Weckfunktion ist nicht smart und erkennt daher nicht, ob gerade ein günstiges Aufstehzeitfenster ist, wie dies einige andere Bänder können. Diese Funktion ließe sich vielleicht per Update nachreichen.

Skeptisch war ich bei Benachrichtigungen von Anrufen, SMS und Terminen auf dem Tracker. Inzwischen möchte ich diese inzwischen aber nicht mehr. Leider funktioniert das derzeit nur mit iOS und Android, Windows unterstützt den benötigten Bluetooth Stack noch nicht.

Mein Fazit – für wen passt der Fitbit Alta?

Wie schon bei meinem alten Charge Armband gilt: ich möchte den Alta nicht mehr missen. Er ersetzt einerseits meine Uhr und motiviert mich andererseits, mich endlich mehr zu bewegen. Ambitioniertere Sportler werden die Herzfrequenzmessung vermissen, die aber für mich persönlich nicht so wichtig ist.

Der Alta Tracker richtet sich damit an Nutzer, die sich einfach mehr bewegen wollen, die gelegentlich Sport treiben und denen das Design ihres Trackers nicht egal ist.

Wo kaufen? Und ein wichtiges Zubehör

Den Fitbit Alta gibt es z.B. hier bei Amazon, dort findet man auch die zusätzlichen Armbänder.

Ich empfehle übrigens den Kauf eines zweiten Ladekabels, so dass man im Zweifel eines für Büro und zuhause hat – da hier ein proprietärer Anschluss zum Einsatz kommt, kann man nicht einfach ein anderes USB oder Fitbit Kabel anschließen.

 

Wie kann ich bei Windows 10 Apps deinstallieren?

Deinstallieren bei Windows 10 (Desktop)

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Das Deinstallieren von Programmen und Apps bei Windows 10 ist grundsätzlich sehr einfach. Einfach die Einstellungen aufrufen, dann zu SYSTEM wechseln und dort in der Liste APPS & FEATURES wählen.

Alle installierten Apps und Programme sind dort aufgeführt. Will man ein Programm löschen, klickt man es einfach an und wählt DEINSTALLIEREN (siehe Bild).

Alternativ können Sie im Startmenü ALLE APPS wählen, mit der rechten Maustaste auf die APP klicken und dort DEINSTALLIEREN wählen.

Übrigens: einige System-Apps lassen sich so nicht entfernen. Dies ist mit zusätzlichen Tools wie z.B. dem App Remover möglich, dessen Einsatz hier beschrieben ist. Grundsätzlich wäre ich aber bei solchen Eingriffen ins System vorsichtig.

Deinstallieren bei Windows 10 Mobile

Bei Windows 10 Mobile ist das Deinstallieren auch ganz einfach: Nach rechts in die Ansicht aller Apps wischen, den Finger länger auf die App halten und dann DEINSTALLIEREN wählen.

Alternativ kann man zu EINSTELLUNGEN > SYSTEM > SPEICHER gehen. Dort klickt man dann auf SPEICHERNUTZUNG und dann auf APPS&GAMES. Dann werden alle auf dem Smartphone installierten Apps angezeigt. Einfach die zu entfernende App anklicken und dann DEINSTALLIEREN anklicken.

Stand dieses Artikels: 13. April 2016. Etwas stimmt nicht mehr? Bitte sagen Sie mir Bescheid!

Was sich bei Windows Phone in den letzten zweidreiviertel Jahren geändert hat

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Die alten Probleme von Windows Phone…

Vor über zweidreiviertel Jahren habe ich einen Artikel darüber geschrieben, was sich bei Windows Phone ändern muss, über den ich heute durch Zufall gestoßen bin – im Original hier.

…und was sich durch Windows 10 mobile geändert hat

Doch was hat sich seitdem geändert? Zum guten oder zum schlechten? Ich habe . Ausschnitte aus dem originalen Beitrag sind gekürzt und kursiv gesetzt.

  • Fehlende Apps: Windows Phone kann von Hause aus schon richtig viel: tiefe facebook und twitter Integration, Office Apps, XBox Musik. Für die Alltagsaufgaben braucht man eigentlich kaum weitere Apps. Doch letztlich wird ein mobileOS an der Zahl seiner Apps gemessen.

    Hier hat sich einiges getan. Zum einen hat sich das Konzept von Windows Phone geändert. Die tiefe Verzahnung von Diensten in das OS selbst ist seit Windows 10 mobile Geschichte. MS setzt jetzt auch auf Apps, um das System schneller und einfacher aktualisieren zu können. So genial auch das Prinzip der Hubs war, so sehr hat es wohl die App-fixierten User irritiert. Einerseits ist das schade, andererseits muss eben das Essen dem Gast schmecken…Die verstärkte Ausrichtung auf Apps des Systems ans sich hat aber auch dazu geführt, dass es mehr Apps gibt. Die von mir im ursprünglichen Artikel vermisste Instagram Anwendung ist z.B. inzwischen da.Und auch wenn es nicht alle Apps gibt, die man von iOS oder Android her kennt, hat sich die Situation doch deutlich gebessert.
  • Bessere Apps: Und wenn dann schon Apps für WP8 da sind, stehen diese oft den iOS und Android Apps im Funktionsumfang nach.

    Hier hat sich ein bisschen etwas getan. Facebook und twitter stehen den Pendants auf den anderen Plattformen kaum mehr nach. Andere Apps sind nach wie vor deutlich schlechter – z.B. Instagram oder der DB Navigator.Hier muss sich in Zukunft aber immer noch einiges tun.

  • Exklusive Killer Apps: Für einen durchschlagenden Erfolg wird es aber nicht reichen, hinsichtlich der Apps nur mit der Konkurrenz gleichzuziehen – es bräuchte exklusive Killer-Apps, die auf den anderen Plattformen nicht, erst später oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

    OK, vergessen wir es. Exklusive Killer Apps für Windows Phone wird es von MS so schnell nicht geben. Die neue Strategie von MS setzt eher darauf, alle Anwendungen auf allen relevanten Plattformen zur Verfügung zu stellen. Oft sind gerade die iOS Versionen der MS Apps sogar besser als die für das mobile Windows…

    Allerdings: Continuum ist ein Feature, das es so nur unter Windows gibt.

  • Einheitlicher App Store: Der Windows Phone und der Windows Store sollten zusammengelegt werden. Allein schon aus dem Grund, dass man auch die Rechte an der entsprechenden Windows 8/RT App, wenn man die WP-Version gekauft hat und vice versa.

    Check, so ist es.
  • Zusammenwachsen von Windows RT und WP8

    Windows RT ist inzwischen Geschichte. Ob MS Windows mobile auch auf kleinen Tablets einsetzen wird, ist noch nicht so ganz klar, aber denkbar. Und letztlich ist diese Frage auch nicht so wichtig, wachsen doch die verschiedenen Varianten von Windows 10 immer weiter zusammen.

  • Zu kleine Auflösung: Windows Phone 8 unterstützt derzeit nur Display Auflösungen von maximal 1280*768 Pixel.

    Check, das ist erledigt. Jetzt sind auch Full HD und darüber hinausgehende Auflösungen kein Problem mehr.

  • Systemweite Suche: Der Suchen Button bei Windows Phone ist wahrscheinlich der sinnloseste Button, den es derzeit auf Smartphones gibt. Außer Bing aufzurufen kann er nicht viel.

    Jetzt verbirgt sich dahinter Cortana, was ein deutlicher Fortschritt ist. Besser wäre es aber, in Zukunft das Lupen-Symbol durch das Cortana Symbol zu ersetzen.
  • Notification Center: Schnell gesagt – es fehlt ein zentrales Notification Center.

    Schnell geantwortet: Es ist da. Und es funktioniert richtig gut.

  • Landscape Startseite

    Noch ist kein Landscape Support der Startseite in den aktuellen Builds, wurde aber schon in Leaks gesichtet.

  • Mehr Einstellungsmöglichkeiten Ja, es gibt inzwischen deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten auf Systemebene – und in jedem Update von Windows 10 mobile kommen neue dazu.

Ein Fazit

In der Zeit hat sich mehr geändert, als ich erwartet habe. Windows Phone aus dem frühen Jahr 2013 und das heutige Windows 10 mobile sind zwei ganz unterschiedliche Systeme.

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die Universal App Strategie von Microsoft auszahlt und hier die letzten Lücken geschlossen werden.

Warum es gut ist, wenn Projekt Astoria eingestellt wird

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Windows und Apps

Apps und Windows Phone bzw. jetzt Windows 10 Mobile sind ein Dauerthema. Immer wieder wird als Argument gegen das Betriebssystem angeführt, dass es im Vergleich zu den beiden anderen Plattformen zu wenig Apps gäbe.

Für mich persönlich – und wahrscheinlich 90% der Smartphone Anwender – dürfte das Angebot in Microsofts Appstore ausreichend sein, gibt es doch von den meisten Flagship Apps offizielle Anwendungen (Facebook, Instagram, Twitter, Flipboard, Instagram, WhatsApp, Tumbler…) oder zumindest gute Alternativen von Drittanbietern (6Tin für Tinder um ein Beispiel zu nennen). Das größte Manko dürfte sein, dass es keinen Snapchat Client gibt und sich Snapchat beharrlich weigert, einen eigenen Client herauszubringen und Entwickler zu unterstützen.

Fakt ist weiter auch, dass die Windows Apps oft noch nicht den gleichen Funktionsumfang bieten wie die entsprechenden iOS oder Android Versionen und dass gerade einige angesagte Spiele nicht Apps schlicht nicht für die Plattform verfügbar sind.

Was Microsoft tut

Microsofts Ansatz sind im wesentlichen die Universal Apps. Also Anwendungen, die gleichermaßen auf dem Windows PC (in den unterschiedlichsten Formfaktoren vom Tablet bis hin zum Server) wie auch auf dem Smartphone und bald auch auf der Xbox laufen. Dabei passen sich die Apps auch dem jeweiligen Formfaktor an, wodurch spannende Funktionen wie Continuum ermöglicht werden.

Gleichzeitig will MS Entwickler dabei unterstützen, bestehende Apps auf die Windows Plattform zu portieren. Dazu wurden zwei Lösungen vorgestellt, Projekt Astoria und Islandwood.

Islandwood heißt offiziell Windows Bridge for iOS und ermöglicht es iOS Entwicklern, ihre Apps relativ einfach in Universal Apps für Windows 10 umzuwandeln. Das Projekt ist noch aktiv, wenngleich noch in einem frühen Stadium.

Projekt Astoria ist anders positioniert. Hierbei geht es um eine Brücke von Android zu Windows Phone. Anders als bei Islandwood war hier ein Android Subsystem in Windows 10 Mobile integriert, wodurch sogar das Ausführen von unveränderten Android Apps auf Windows Smartphones möglich war. Nur wenn bestimmte Funktionen benötigt wurden – z.B. Zugriff der App auf die Positionsbestimmung, mussten die entsprechenden Aufrufe im Quellcode angepasst werden.

In den neueren Builds fehlt Astoria jedoch wieder. Und so wie es aussieht, wird es auch nicht wiederkommen.

Die Nachteile von Astoria

Und das ist auch gut so.

  • Zunächst wären „Astoria“ portierte Apps ein Fremdkörper im Windows App Ökosystem gewesen: es waren eben keine für Windows optimierten Universal Apps, sondern eben Android Apps, die letztlich in einem Emulator laufen sollten – und das nur auf Windows 10 mobile und nicht den anderen Varianten von Windows.
  • Wenn Entwickler aber einfach mehr oder weniger unveränderte Android Apps in den Store hätten bringen können, wäre das Interesse für sie geringer, native Windows Apps zu entwickeln. Dies würde dann zur Schwächung des gesamten Windows App Ökosystems beitragen.
  • Zudem hätten sich Android Apps mit ihrer anderen UI sowie nur emuliert für den Benutzer „fremd“ angefühlt und so das Windows-Feeling verfälscht (gut, die UI von W10m ist sowieso immer noch nicht optimal, aber das ist ein anderes Thema).
  • Auch hinsichtlich der Performance gab es Probleme: immerhin musste ein ganzes Android Subsystem in Windows 10 mobile integriert werden. So war dieses maßgeblich für die Akku-Laufzeit-Probleme in den entsprechenden Windows Builds verantwortlich.
  • Zuletzt eröffneten sich Sicherheitslücken, so konnte z.B.  Android nativ auf Windows Handsets gebootet werden.

Letztlich wäre es also wünschenswert, wenn Astoria wirklich nicht weiter verfolgt würde. Ein echter Verlust wäre es ohnehin nicht: Denn faktisch alle relevanten Android Apps gibt es auch für iOS. Und an dieser Bridge wird ja weiter gearbeitet.

Android Apps – Sideloading auf Windows 10 mobile

In einigen Versionen der Insider Preview von Windows 10 mobile ist es möglich, Android Apps ohne Anpassungen hochzuladen.

Dieses Video zeigt, wie es geht:

Anmerkung: In neueren Builds ist das Sideloading nicht mehr möglich.

Sicherung und Wiederherstellung bei Windows Phone

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Da Inzwischen viele wichtige persönliche Informationen auf dem Smartphone gespeichert sind, sollte man es unbedingt regelmäßig oder am besten automatisch sichern.

Hier ist erklärt, wie dies bei Windows Phone 8 und Windows Phone 8.1 funktioniert.

Backup bei Windows Phone

Nutzt man outlook.com als Mailanbieter mit seinem Windwows Phone, werden die Kontakte, Mails und Kalendereinträge ohnehin automatisch in der Cloud abgelegt.  Für andere Elemente sollte man die Sicherung aktivieren.

Das geht ganz einfach unter einstellungen > sicherung, wo man dann die verschiedenen Bereiche sieht, die gesichert werden können. Die Sicherung erfolgt dann automatisch regelmäßig, sobald man in einem WLAN eingewählt ist. Sollte drei Wochen keine Sicherung erstellt worden sein, warnt einen das Smartphone.

Doch was kann man bei den Sicherungsoptionen alles einstellen?

Der erste Punkt sind Apps und Einstellungen. Dahinter verbirgt sich die Sicherung der installierten Apps und der zugehörigen Einstellungen, also z.B.:

  • Auf dem Smartphone installierte Apps
  • Wenn die jeweilige App das unterstützt, Daten der App (z.B. Highscores und Fortschrittsangaben)
  • Passwörter und weitere Informationen der eingerichteten Konten
  • Die Anrufliste des Handys
  • Das Layout des Startbildschirms
  • Internet Explorer-Favoriten und Einstellungen
  • Benutzerdefinierte Wörter, die Du dem Wörterbuch des Handys hinzugefügt wurden
  • Weitere Grundeinstellungen des Smartphones

Am besten stellen Sie sowohl die Sicherung der Einstellungen und die App Sicherung auf EIN.

Auf dem Screen sehen Sie auch, wann die letzte Sicherung erfolgte.

Außerdem können Sie dort die Sicherungen verwalten. Sie sehen, welche Sicherungen in Onedrive gespeichert sind und wieviel Platz diese dort belegen. Tipp: Manchmal sind noch alte Sicherungen von Smartphones vorhanden, die Sie gar nicht mehr haben oder Sicherungsdateien, die Sie nicht mehr brauchen. Diese können Sie dann löschen, um mehr freien Speicher bei Onedrive zu haben.

Wenn Sie wieder zur Sicherungshaupseite zurückgehen (wie immer mit dem Zurück-Pfeil), können Sie die SMS Sicherung einschalten. Wenn Sie diesen Punkt aufrufen, kommen Sie zu den SMS Einstellungen, wo die erste Einstellungsmöglichkeit die SMS Sicherung ist. Wollen Sie diese aktivieren, stellen Sie den Schalter auf EIN. Damit werden auch die SMS Verläufe in die Sicherung mitaufgenommen.

Zuletzt gibt es unter den Sicherungseinstellungen den Punkt Fotos + Videos. Hier können Sie einstellen, ob Fotos und Videos automatisch zu Onedrive hochgeladen werden sollen.

Am besten ist nach meiner Erfahrung die Einstellung Beste Qualität sowohl für Bilder wie auch für Video. Diese werden dann nur gesichert, wenn man in einem WLAN ist, so dass man sein mobiles Datenvolumen nicht belastet. Außerdem werden die Originaldateien gesichert. Achtung: man sollte dann natürlich sicherstellen, dass man regelmäßig in einem WLAN ist.

Daneben haben ggf. einige Apps  eigene Sicherungseinstellungen.

Wiederherstellen der Sicherung

Das Wiederherstellen der Sicherung (Restore) ist ganz einfach:

Wenn Sie ein neues Handy einrichten oder Ihr bestehende Smartphone zurücksetzen mussten, geben Sie einfach das Microsoft Konto an, unter dem Sie auch die Sicherung erstellt haben. Sie werden dann gefragt, ob eine der bestehenden Sicherungen wiederhergestellt werden sollen.

Diese Anleitung gilt für Windows Phone Version 8.1. In anderen Versionen von Windows Phone können Details anders sein. Der Beitrag ist interessant für alle Besitzer von Windows Phone 8.1 Smartphones wie z.B. Microsoft (Nokia) Lumia 435, 520, 525, 530, 532, 535, 620, 630, 635, 640, 640 XL, 720, 730, 735, 820, 830, 920, 925, 930, 1020, HTC One M8 Windows, Samsung Ativ S, Blu Win HD oder Prestigio Multiphone.

5 Tipps für Handy-Anfänger – aber diesmal für Windows Phone und warum es am Ende 6 geworden sind

Die Bild Zeitung hat 5 Tipps für Handy Anfänger veröffentlicht, leider mal wieder nur für iOS und Android. Hier haben wir die entsprechenden Tipps auch für Windows Phone:

1. Umlaute und Sonderzeichen eingeben

Das ist bei allen drei mobilen Betriebssystemen gleich: Einfach auf den gewünschten Buchstaben (z. B. U) drücken, bis die passenden Sonderzeichen erscheinen, in dem Fall das Ü. Funktioniert bei Windows Phone 8.1 übrigens nicht nur mit Umlauten, sondern auch mit anderen Zeichen. So liefert das S auch das Paragraphenzeichen §, das c auch das (c) Symbol, das m das µ und der . (Punkt) die Sonderzeichen – (Bindestrich), ! (Ausrufezeichen), ? (Fragezeichen) und , (Komma).

Für weitere Sonderzeichen einfach unten in der Tastatur auf die 123 Taste drücken.

2. Größere Schrift einstellen

Wenn Sie bei Windows Phone eine größere Schrift einstellen wollen, gehen Sie zu einstellungen > erleichterte bedienung. Direkt oben können Sie dann die Schriftgröße wählen. In dem Bereich finden Sie noch viele weiter praktische Funktionen, wenn Sie nicht so gut sehen können, z.B. die Bildschirmlupe.

3. Klingelton ändern

Das Ändern des Klingeltons ist ganz einfach: einstellungen > klingeltöne und sounds antippen und dann auf klingelton klicken. Den Namen des gewünschten Klingeltons antippen, fertig. Wenn Sie ihn vorher anhören wollen, klicken Sie einfach auf das Play Symbol davor. So können Sie übrigens auch die anderen Benachrichtigungstöne wählen.

4. Apps schnell wechseln

Einfach länger auf die Zurück Taste (<-) klicken, das ist die ganz linke. Dann erscheinen die offenen Apps in der Vorschau und sie können nach rechts oder links durchwischen. Die gewünschte App anklicken. Durch Berühren des X oben rechts auf der jeweiligen App wird diese geschlossen. Ab Windows Phone 8.1 geht das auch durch einfaches „Herunterziehen“ (wischen) der entsprechenden App.

5. Texte kopieren und einfügen

Einfach auf den gewünschten Text tippen und dann ggf. die Markierung mit „Ziehen“ erweitern. Darüber erscheint dann das Kopieren Symbol. Sobald Text in der Zwischenablage ist, erscheint bei Texteingabe in der Zeile, in der auch die Wortvorschläge sind, ganz links das Einfügen Symbol.

6. Screenshot erstellen

Als Aufhänger hat Bild übrigens genommen, dass viele Smartphone Nutzer gar nicht wissen, wie man einen Screenshot erstellt. Gerade das wird aber nicht erklärt – egal, wir holen das nach.

Bei Windows Phone 8 ist es Einschalten-taste (Power) und Windows Taste gleichzeitig, ab Windows Phone 8.1 ist es die Einschalten-taste und Lauter-Taste gleichzeitig.

Warum Microsoft eine eigene Android Version anbieten sollte – und schon bald könnte

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Dass ich es für keinen klugen Schachzug von Nokia halte, das Nokia X auf den Markt zu bringen, habe ich ja schon ausführlich begründet. Nun sind die drei Nokia Androiden aber nun mal da und gehören bald zu Microsoft.

Das besondere daran: Nokia setzt auf einen eigenen Android Fork, der nicht nur mit eigener Kachel-Oberfläche, sondern auch ohne Google Dienste daherkommt. Stattdessen sind Microsoft und Nokia Dienste an Bord, wie z.B. Outlook.com, Here Maps, Skype, OneDrive, Bing und Nokia Music. Dazu gibt es einen eigenen Nokia Appstore, der direkt mit Operator Billing in vielen Märkten überrascht. Laut Nokia sollen 75% der bestehenden Android Apps ohne Änderungen auf dem Nokia X Android laufen können, für die anderen wäre der Änderungsaufwand minimal. Der Appstore könnte also bald gut gefüllt sein.

Und hier wird die Sache interessant.

Denn das Google Android ist nicht so frei, wie Google gerne tut, wie durch verschiedene Dokumente bekannt wurde. Nicht nur, dass der Quellcode Google Apps eben nicht Open Source ist. Es gibt viele strikte Vorgaben, die die Einbindung der Google Apps betreffen, z.B.:

The phone manufacturer must place “Google’s Search and the Android Market Client icon [Google Play] … at least on the panel immediately adjacent to the Default Home Screen,” with „all other Google Applications … no more than one level below the Phone Top.“

Und auch auf die allgemeine Produktpolitik der Hersteller nimmt Google Einfluss. So wurde z.B. Druck auf Acer ausgeübt, kein gemeinsames Smartphone mit dem chinesischen Anbieter Alibaba auf den Markt zu bringen, das auf dem Android Fork Aliyun aufgesetzt hätte.

Google zieht die Daumenschrauben immer weiter an, um die Fragmentierung „seines“ Android zu verhindern, womit viele kleinere asiatische Hersteller zusehends Probleme haben.

Genau hier könnte Microsoft ins Spiel kommen und seine Android Version mit den eingebunden MS-Diensten und seinem eigenen Appstore auch anderen Herstellern zur Verfügung stellen. Klar, bestimmte Apps würden auch hier Closed Source bleiben, z.B. Outlook und OneDrive. Und auch die Pflicht, den Store auf dem Gerät zu belassen, müsste es aus Microsofts Sicht geben.

Ansonsten könnte MS den Herstellern aber mehr Freiheiten einräumen, als Google dies tut. Andere Suchmaschine als Bing als default? Kein Problem. Weitere Appstores einbinden, wie z.B. den von Yandex? Aber gerne doch! Eine alternative Navigationslösungen? Warum nicht! Sie wollen auch Sailfish OS, Aliyun, MIUI, TIZEN und Windows Phone im Dualboot unterstützen? Wir helfen Euch! Ich bin mir sicher, der ein oder andere Hersteller würde anbeißen, wenn er von MS weniger Restriktionen zu erwarten hätte, als von Google.

Positioniert werden könnte und sollte dieses Microsoft Android für Low-End Devices in Emerging Markets. Dadurch und weniger Features würde es sich gegen die Windows Phone Devices abgrenzen, die weiter im High-End und Enterprise Bereich positioniert wären. Die einfachen Androiden wären dann der Einstieg in die Welt der MS-Dienste, allen voran OneDrive, Outlook.com und Office. Der natürliche nächste Schritt wäre dann, dass die Einsteiger später auf Windows Phone Devices upgraden und ihre Daten sowie gewohnten Dienste und Anwendungen nahtlos weiter nutzen könnten. Durch die erweiterten Kontakte zu neuen Herstellen könnte MS zudem erreichen, mehr OEM Partner für Windows Phone zu gewinnen.

Sicher, das ist eine gewagte Strategie. Doch mit der Nokia X Serie ist die Android Katze im Hause Microsoft jetzt aus dem Sack. Statt sie wild laufen zu lassen, sollte man sie zum Mäusefangen abrichten. Und besser als so verrückte Gedanken, Android Anwendungen auf Windows Phone im Emulator laufen zu lassen, ist das allemal.

Der X-Day, an dem Microsoft seine Android Version freigibt, wäre ein massiverer Angriff auf Google, als jede neue Windows Phone Version das zur Zeit sein könnte. Und damit würde das Projekt „Normandy“ seinem Namen alle Ehre machen.

Mit Sascha Pallenberg, der ein ähnliches Szenario durchspielte, könnte man dann tatsächlich von einer Erschütterung der Macht sprechen.

10 Dinge, die man bei Windows Phone 8.x direkt einrichten sollte

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Wir haben auch Tipps für die Einrichtung von Windows 10 mobile Smartphones.

Diese 10 Dinge sollten Sie bei Windows Phone 8 und 8.1 direkt einstellen, um das meiste aus ihrem neuesten Smartphone herauszuholen:

  1. WLAN einrichten
    Damit sie das Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrages schonen, sollten Sie als erstes die WLANs einrichten, die an den Orten verfügbar sind, an denen Sie sich regelmäßig aufhalten – z.B. zuhause, im Büro oder im Lieblingscafé. Gehen Sie dazu wenn Sie im Empfangsbereich des jeweiligen Funknetzes sind zu einstellungen > wlan und tragen die entsprechenden Zugangscodes ein. Übrigens, bei Smartphones mit Update 3 (GDR3) oder höher ist die WLAN Einrichtung schon während des ersten Setups möglich und empfehlenswert.
  2. Auf aktuelle Updates überprüfen
    Als nächstes sollten Sie testen, ob Sie auch wirklich die aktuellste Software installiert haben. Das geht unter einstellungen > handyupdate.
  3. An den PC anschließen
    Schließen Sie Ihr Smartphone per USB Kabel an Ihren PC an. Unter Windows 8 und 8.1 installiert sich dann die Windows Phone App, mit der Sie dann z.B. automatisch Ihre Fotos und Videos auf Ihren PC übertragen können.
  4. „Mein Handy finden“ aktivieren
    Das ist ein Muss – aktivieren Sie die Funktion, mit der Ihr Windows Smartphone gefunden werden kann, wenn Sie es verlegt haben. Sie können es dann nicht nur auf einer Karte anzeigen lassen, sondern können es auch laut klingeln lassen – auch wenn es eigentlich auf Lautlos gestellt ist. Gehen Sie dazu zu einstellungen > mein handy finden und aktivieren Sie die Funktion. Testen Sie es dann gleich auf Ihrer persönlichen Windows Phone Website.
  5. Automatische Sicherung einrichten
    Schützen Sie sich vor Datenverlusten und aktivieren Sie die automatische Sicherung. Das geht unter einstellungen > sicherung. Sie können hier die gesamten Grundeinstellungen Ihres Handys mitsamt Apps, SMS und auch die aufgenommenen Fotos und Videos automatisch in der Cloud sichern lassen. Tipp: Sichern Sie auch die hochauflösenden Fotos, stellen Sie dies aber so ein, dass dies nur bei Vorliegen einer WLAN Verbindung erfolgt.
  6. Hintergrundaufgaben beschränken
    Viele Apps können im Hintergrund laufen, was dann aber Speicher, Rechenleistung, Akkulebensdauer und ggf. auch Datentraffic kostet. Daher sollten Sie nur Anwendungen für Hintergrundaufgaben zulassen, die Sie wirklich intensiv nutzen und bei denen Sie darauf angewiesen sind, dass diese auch im Hintergrund aktiv sind. Gehen Sie dazu zu einstellungen > anwendungen (per wischen nach rechts) > hintergrundaufgaben. Dort können Sie dann wählen, welche Apps im Hintergrund aktiv sein dürfen. Wichtig: Wenn Sie neue Apps installiert haben, sollten Sie dies regelmäßig überprüfen.
  7. Offline Karten herunterladen
    Die Here Drive App von Nokia ermöglicht auch offline Navigation. Das schont Datenvolumen und geht auch schneller. Einfach im WLAN Here Drive starten und die Karten herunterladen. Übrigens können die Kartendaten auch auf der SD Karte abgelegt werden. Übrigens, bei einigen Smartphones ist die Navigationsstimme ab Werk nicht heruntergeladen – das kann man bei dieser Gelegenheit dann auch gleich machen.
  8. Vorschläge aktivieren
    Erhalten Sie Vorschläge für Apps, Orte und andere Dinge, die Sie interessieren könnten – besonders bei den Apps ist das interessant. Gehen Sie dazu zu einstellungen > anwendungen (per wischen nach rechts) > store > vorschläge und schalten Sie diese ein. Wenn Sie Datenschutzbedenken haben, können Sie diese jederzeit wieder deaktivieren.
  9. Browser in den Desktop Modus stellen
    Viele Internetseiten „jubeln“ Ihnen die mobile Version der Seite unter – diese ist meistens nicht so umfangreich gestaltet. Das spart zwar Traffic, ist aber oft unübersichtlicher. Dabei kann der Internet Explorer bei Windows Phone auch normale Seiten gut darstellen. Gehen Sie zu einstellungen > anwendungen (per wischen nach rechts) > internet explorer > websiteversion. Dort wählen Sie desktopversion. Wenn Sie Datentraffic sparen wollen, können Sie dort jederzeit wieder auf die handyversion wechseln.
  10. Passendes Farbschema wählen, Apps herunterladen, Startscreen einrichten
    Wenn Sie das alles geschafft haben, können Sie richtig loslegen. Stellen Sie Ihre Lieblingsfarben ein, laden Sie Apps herunter und individualisieren Sie Ihren Startscreen.

Viel Spaß mit Ihrem Windows Phone!

Diese 10 Tipps gelten für Windows Phone 8 und 8.1 und damit u.a. für folgende Smartphones:

Microsoft (Nokia) Lumia 520, Lumia 525, Lumia 530, Lumia 535, Lumia 620, Lumia 625, Lumia 630, Lumia 635, Lumia 640, Lumia 640XL, Lumia 720, Lumia 730, Lumia 735, Lumia 820, Lumia 830, Lumia 920, Lumia 925, Lumia 928, Lumia 930, Lumia 1020, Lumia 1320, Lumia 1520
Samsung ATIV S, ATIV S Neo, ATIV SE
HTC 8s, 8x, One M8 for Windows Phone
Huawei Ascend W1
Prestigio MultiPhone 8400 DUO

Die Android Probleme

You Haven't Even Seen My Bad Side YetAndroid ist unbestritten das derzeit erfolgreichste mobile Betriebssystem. Betrachtet man meine wöchentliche Zusammenfassung der Nutzung mobiler Betriebssysteme in Deutschland, liegt es derzeit schon bei über 60%. iOS hat etwas über 33% Anteil, Windows Phone knapp über 2% und alle anderen zusammen – darunter fallen auch Blackberry und Symbian – liegen bei 3%. Nochmals ausgeprägter ist das Bild bei den Neuverkäufen, bei denen Android aktuell um die 80% liegt, iOS um die 13% und Windows Phone bei ca. 6%.

Dennoch erscheinen viele Apps nach wie vor zuerst für Apples iPhone, obgleich die Nutzerbasis inzwischen kleiner ist. Jürgen Vielmeier ist dem „iOS First Phänomen“ auf dem Grund gegangen. Einer der Gründe ist, dass es eben viel leichter sei, für iOS zu entwickeln, als eine gute Android-App zu bringen, die möglichst viele verschiedene Betriebssystem-Versionen und Hardware-Ausstattungen abdecken muss. Damit dauert es eben auch länger, eine App für das Google OS herauszubringen. Ein aktuelles Beispiel ist die Zugradar App der DB, die im Oktober für das iPhone und erst im Dezember für Android erscheinen soll. Interessanterweise soll der Windows Phone Ableger der Bahn App schon zeitgleich mit der iPhone Version erscheinen – eben weil Microsoft hier ein ähnlich konsistentes Umfeld bietet wie Apple.

In diesen Kontext passt übrigens auch, dass Apples App Store noch mehr als doppelt soviel umsetzt wie Googles Play Store. Apple Nutzer können eben auch sicherer sein, ein zufriedenstellendes „App-Erlebnis“ zu haben. Denn auch aktuellen High-End Androiden wie Samsung Galaxy S4 oder das HTC One kommt es immer wieder zu Rucklern und kleinen Aussetzern. Und läuft eben längst nicht so smooth wie iOS. Selbst ein Windows Phone der Einsteigerklasse wie das Nokia Lumia 520 muss sich hinter den vielfach teureren Android Flaggschiffen diesbezüglich nicht verstecken.

Hier liegt – neben der erwähnten Fragmentierung der Plattform – ein weiteres grundsätzliches Android Problem. Das Betriebssystem ist in seiner aktuellen Version unheimlich anspruchsvoll, was Hardware-Ressourcen angeht. So läuft es leidlich auf Quadcore und Octacore Prozessoren mit 2 GB RAM, während iOS und Windows Phone hier deutlich geringere Anforderungen haben – das auch schon genannte Lumia 520 bietet gute Performance mit einem 1 GHz Dualcore Prozessor, der auf 512 MB RAM zurückgreifen kann. Sicher, ältere Android Versionen laufen auch mit einfacherer Hardware und werden daher im Low-End Segment nach wie vor eingesetzt, was aber gerade wieder zur Fragmentierung beiträgt. Viele aktuelle und anspruchsvolle Apps laufen auf Einsteiger-Androiden gar nicht oder nur sehr unbefriedigend. Käufer günstiger Windows Phone 8 Geräte und des künftigen Billig-iPhone 5C haben mit solchen Problemen nicht zu kämpfen.

Die steigenden Hardware-Anforderungen sind auch einer der Gründe, warum die Update-Politik der meisten Android-Hersteller höchst unbefriedigend ist. Kauft man ein Android Smartphone, kann man nicht sicher sein, dass es die nächsten Betriebssystem-Updates erhält. Daran haben aber auch die individuellen Oberflächen der Hersteller wie z.B. Samsungs TouchWiz oder HTCs Sense einen nicht unerheblichen Anteil, da diese den Aufwand, Updates anzupassen, wesentlich erhöhen bzw. wie z.B. beim HTC Desire HD unmöglich machen. Ganz zu schweigen davon, dass diese alternativen Oberflächen weiter zur Fragmentierung der Plattform beitragen.

Schließlich hat Android ein Sicherheitsproblem. Fast 80% mobiler Malware zielt auf das Betriebssytem. Nur 0,7% attackieren iOS, lediglich 0,3% Windows Phone. Sicher, einer der Gründe dafür ist, dass Android eben das inzwischen am meisten verbreitete mobile OS ist. Doch bietet es auch mehr Lücken als die geschlosseneren Systeme von Apple und Microsoft.

Android zeigt uns also zusehends seine schlechte Seite.

Auf der anderen Seite ist Google zusehends bemüht, diese schlechten Seite abzustellen. Insbesondere ist man bemüht, die Hersteller dazu zu bringen, Smartphones mit unmodifiziertem Android herauszubringen. So kann man dem Update-Problem begegnen und liefert gleichzeitig eine einheitlichere Nutzererfahrung.

Generell gehe ich aber davon aus, dass künftige Android Versionen auch höhere Anforderungen an die Hardware stellen werden. Mit der Konsequenz, dass der Markt preisgünstiger Smartphones dann wohl eher Windows Phone und anderen Betriebssystem überlassen wird. Ob das dann aber langfristig für 80% reicht, ist die Frage.

Bild (c) Allposters