10 Fakten über das alte Bonn-Center

  1. Auf ehemaligen Schrebergärten begannen 1968 die Bauarbeiten für das Bonn-Center, das am 25. November 1969 eröffnet wurde. Vorbild war das Berliner Europa-Center. Es sollte abends eine belebende Wirkung auf das Regierungsviertel haben.
  2. So gab es dort anfänglich ein Steigenberger Hotel (300 Betten), im obersten Stockwerk das Restaurant Ambassador, eine Ladenzeile, zahlreiche Banken, ein Kulturforum und Büros, die von Botschaften und politischen Einrichtungen genutzt wurden.
  3. So schrieb „Der Spiegel“: „Wie New York sein Rockefeller Center (259 Meter), Berlin sein Europa-Center (86 Meter), so soll die Residenz am Rhein binnen zwei Jahren ihr Bonn-Center (55 Meter) bekommen.“. Den ganzen Artikel kann man noch hier nachlesen.
  4. Von 1991 bis 1999 beherbergte das Bonn Center in der 7. und 8. Etage die Bundestagsabgeordneten der PDS, da im „Langen Eugen“ und den umliegenden Gebäuden kein Platz mehr für sie war. Vorher hatten auch Bundesministerien im Bonn Center ihren Sitz.
  5. Der wohl prominenteste Mieter war das Pantheon Theater, das 1987 einzog und bis Mitte 2016 blieb. Hier traten nicht nur viele bekannte Kabarettisten – die alternative Karnevalssitzung (Pink Punk Pantheon) und die zahlreichen Parties wurden vom Autor dieser 10 Fakten gerne besucht.
  6. Viele Bonner werden sich auch noch an das dortige Bowling-Center erinnern können und andere besuchten dort den Tanzunterricht.
  7. Besonders nach dem Auszug des Steigenberger Hotels 1988 veränderte sich die Nutzung stark. Ein Bürocenter zog ein, die Ladenzeile wurde zurückgebaut. Das Bonner Studio von n-tv war noch einmal ein Highlight in der Nutzung. Nachdem 2011 auch DHL ausgezogen war, standen über 70% der Fläche leer und es wurden nur noch wenige Etagen genutzt.
  8. Das BonnCenter bestand im wesentlichen aus dem 18-geschossigen Hochhaus, das das 5-höchste in Bonn war, sowie einem Nebengebäude, das fünf Stockwerke hatte. Die Nutzfläche betrug rund 25.000 m².
  9. Das Wahrzeichen des Bonn-Centers – und auch des Berliner Europa-Centers – war der große Mercedes-Stern auf dem Dach. Er drehte sich pro Minute zwei mal um sich selbst.
  10. Die Abrissarbeiten begannen im September 2016 und fande ihren Höhepunkt am 19. März 2017 um 11h mit der Sprengung des Gebäudes; der Bonner General-Anzeiger und der WDR berichteten live. Danach gehen die Arbeiten mit dem Abtransport des Bauschutts weiter. Ab 2018 soll ein neues Bonn Center entstehen, das 2020 fertiggestellt werden soll.

Bild: DT / pixabay

Hier gibt es mehr über Bonn.

10 Fakten zum Aschermittwoch

  1. Aschermittwoch ist der Mittwoch nach dem Karnevalsdienstag; das Datum des Aschermittwoch berechnet sich nach dem Osterfest, er ist der der 46. Tag vor dem Ostersonntag. Der frühestmögliche Termin ist damit der 4. Februar, der späteste der 10. März. Der Aschermittwoch ist der Beginn der katholischen Fastenzeit.
  2. Andere Namen sind Aschertag, Aschetag oder Tag der Asche. Auf twitter findet man inzwischen den #Aschtag oder auch #ashtag. Die lateinischen Bezeichnungen sind „Feria quarta cinerum“ (vierter Tag der Asche) oder auch einfach „Dies cinerum“ (Tag der Asche).
  3. Der Name rührt daher, dass man an diesem Tag in der katholischen Heiligen Messe die Asche der Palmzweige des Vorjahres segnet und der Priester den Gläubigen ein Kreuz aus dieser Asche auf die Stirn zeichnet, auf die Hand gibt oder sie damit bestreut. Dies geschieht auch vereinzelt in den evangelischen Gottesdiensten. Währenddessen werden die Worte „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ (Gen 3,19 EU) oder „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ (Mk 1,15) gesprochen. Der Brauch in dieser Form entwickelte sich im 12. Jahrhundert, Asche ist jedoch schon seit dem alten Testament ein Symbol für Buße, Reue und die Vergänglichkeit des Menschen:
    Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.“ (Jona 3,6).
  4. In vielen Kirchen wird an Aschermittwoch ein Hungertuch aufgehangen, das oft den Altar bedeckt und ein Symbol der Buße, des Fastens und des Besinnens ist. Dieser Brauch verschwand langsam seit dem 17. Jahrhundert, kommt inzwischen aber wieder vermehrt auf. Auch manche Kreuze oder Altarbilder werden an Aschermittwoch verhangen – wie oben auf dem Bild im Bonner Münster. Im Hintergrund ist ein Teil des großen Hungertuchs zu sehen (blau).
  5. Der Aschermittwoch ist in der katholischen Kirche neben dem Karfreitag der einzige verbleibende strenge Fastentag, man soll sich an ihm nur einmal satt essen und auf Fleisch verzichten. Die Tradition des Fischessens an Aschermittwoch entspringt diesem, wobei es sich hierbei gerade in Restaurants oft um opulente Gerichte handelt, die an sich dem Geist des Tages widersprechen.
  6. Viele Bistümer begehen den Aschermittwoch der Künstler, eine Begegnung von Kirche und Kunst. Begründet wurde dieser von dem katholischen Schriftsteller und Diplomaten Paul Claudel nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris begründete. Vorbild ist ein Treffen französischer Künstler zu einer religiösen Besinnung, das im Jahr 1914 von dem französischen Karikaturisten und Theatermaler Adolphe Willette ausgerichtet wurde. Künstler besuchen gemeinsam einen Gottesdienst, erhalten das Aschekreuz und treffen sich danach. Oft wird dann auch für notleidende Künstler gesammelt.
  7. Aschermittwoch ist kein staatlicher Feiertag und daher nicht schul- und arbeitsfrei. Katholische Schüler und Arbeitnehmer haben aber Anspruch auf Freistellung, um einen Gottesdienst zu besuchen.
  8. Traditionell ist inzwischen auch der politische Aschermittwoch. Die Parteien rufen zu Veranstaltungen auf, während derer meist recht derbe und direkte Reden mit Angriffen auf den politischen Gegner gehalten werden. Etabliert ist dieser seit 1953, als die CSU unter Franz-Josef-Strauß ihren ersten politischen Aschermittwoch abhielt. Die Veranstaltungen gehen auf Versammlungen der Bauern im 16. Jahrhundert zurück, während derer auch die Politik der Fürsten diskutiert wurde. Im frühen 20. Jahrhundert gab es schon vereinzelt Parteiversammlungen und 1946 gründete sich die Bayernpartei bewusst an diesem Tag.
  9. An den politischen Aschermittwoch angelehnt ist der Aschermittwoch der Kabarettisten, der seit 2006 in München stattfindet und an dem durch verschiedene – nicht nur bayerische – Kabarettisten aktuelle politische Themen satirisch kommentiert werden.
  10. Es gibt zahlreiche weitere – oft regionale – Bräuche zu Aschermittwoch. In der schwäbisch-alemannischen Fasnacht ist das Gelbeutelauswaschen verbreitet, bei dem die von den Karnevalstagen leeren Geldbeutel in Brunnen oder Gewässern ausgewaschen werden, um sie von den Sünden des Feierns zu reinigen aber auch um neues Geld hinein zu spülen. Interessanterweise gehört dieses Ritual auch zum Bonner Karneval: Das Stadtsoldaten-Corps ziehen mit Prinz und Bonna in schwarzer Kleidung zum Rheinufer, um dort ihre Portemonnaies auszuwaschen. In anderen Gemeinden isst man gemeinsam Suppe und lädt bedürftige Mitbürger ein.

10 Fakten zu Weiberfastnacht

  1. Weiberfastnacht wird regional auch Weiberfasching, Wieverfastelovend, Fettdonnerstag, Schwerdonnerstag, Weiberfasnet, Altweiberfasching, Altweiberfastnacht, Altweiber, Aalwiewer oder Schmotziger Dunschtig genannt.
  2. Der Tag markiert den Übergang vom Sitzungskarneval zum Straßenkarneval. Anders als an Rosenmontag gibt es aber keine Umzüge – gefeiert wird auf Plätzen, Kneipen und Partys.
  3. Weiberfastnacht findet immer am Donnerstag vor Aschermittwoch statt. Der früheste mögliche Termin ist demnach der 29. Januar, der späteste der 4. März.
  4. Schwerpunkt der Feiern ist natürlich das Rheinland. Ab 11:11h ruhen Arbeit und das normale öffentliche Leben weitgehend und es wird gefeiert.
  5. Am wichtigsten ist Weiberfastnacht in Bonn-Beuel – hier ist der Donnerstag wichtiger als der Rosenmontag. Hier hatten in den 1820er Jahren die Wäscherinnen ihren freien Tag, vom Karneval waren sie aber ausgeschlossen. 1824 schlossen sich die Beueler Wäscherinnen daher zum „Alten Damenkomitee von 1824 e. V.“ zusammen, um eine Teilnahme an Karneval zu erzwingen. Inzwischen wichtigstes Ritual in Beuel ist die Erstürmung des Rathauses, die auch heute noch stattfindet und live vom WDR übertragen wird. Dieser Brauch des Rathaussturms hat sich auch zahlreiche andere Städte übertragen. Die Beuelerinnen gelten gemeinhin als Mütter der modernen Weiberfastnacht.
  6. Ältere Bräuche sind aber schon länger belegt. So haben sich in vielen Nonnenklöstern im Mittelalter die Schwestern nicht an ihre Gelübde gehalten. Der Tag wurde passenderweise Pfaffenfastnacht genannt. Mit Auflösung der Klöster um 1800 geriet dieser Brauch in Vergessenheit. In einigen mittelalterlichen Städten wurden die Bürgerinnen an diesem Tag vom Rat bewirtet.
  7. Krawattenträger aufgepasst: Traditionell werden diese von den Damen im Rheinland an Weiberfastnacht abgeschnitten. Und da man damit in den Karnevalshochburgen rechnen muss, ist dies im Regelfall auch keine Sachbeschädigung. Da Krawatten immer seltener werden, sind manche Frauen übergegangen, die Schnürsenkel zu durchschneiden. Als Entschädigung gibt es immerhin ein Bützchen (Küsschen).
  8. Für das Taxigewerbe ist Weiberfastnacht in Köln und Bonn der umsatzstärkste Tag, da das Geschäft schon vor 11h bis spät in die Nacht läuft.
  9. Ganz anders als im Rheinland wird der „Schmotzige Dunschtig“ in der alemannischen Fasnacht gefeiert, wo er aber auch große Bedeutung hat. So werden in Konstanz im 6:00 Uhr die Bewohner Trommler und Fanfarenzüge geweckt, danach die Schüler aus den Schulen befreit und der Bürgermeister gibt im Rathaus die Macht an die Narrren ab.
  10. Noch ein paar praktische Tipps zum Feiern im Rheinland: eine frühe Anreise ist empfohlen, will man einen guten Platz am Heumarkt/Alter Markt oder beim Beueler Rathaus bekommen. Und auch bei den Kneipen sollte man sich auf lange Wartezeiten gefasst machen. Wer früher da ist, ist früher drin. Das Auto sollte man besser stehen lassen… Ein Bützchen ist was unverbindliches und keine Aufforderung für mehr.

10 Fakten über das Bonner Münster

  1. Das Bonner Münster ist die katholische Hauptkirche von Bonn. Es ist inzwischen im Besitz der Pfarre St. Martin und trägt den Titel einer päpstlichen Basilika Minor. Das Münster hat eine eigene Homepage, die auch das umfangreiche religiöse und kulturelle Leben rund um das Bonner Wahrzeichen dokumentiert. Stadtdechant ist seit 1998 Wilfried Schumacher.
  2. Am Ort des Münsters sind alte heidnische Kultstätten und römische Bestattungen seit dem Jahr 90 nachgewiesen. Um das Jahr 300 wurde an der Stelle eine „cella memoriae“ gebaut, in der den Toten mit einer rituellen Mahlzeit gedacht wurde. Auch die Bonner Stadtheiligen Cassius und Florentius sollen hier beerdigt worden sein. So entstand dort im Zuge der Christianisierung um 575 eine erste Kirche, um die herum sich um 780 eine klosterähnliche Gemeinschaft entwickelte. Diese hatte auch wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung Bonns als Stadt.
  3. Die alte Kirche wurde um 1050 abgerissen und mit dem Bau des Münsters als Stiftskirche im Stil einer romanische Basilika begonnen. Es war seinerzeit eine der größten kirchlichen Bauanlagen im Rheinland, die ihren Abschluss um 1240 fand.
  4. Zwei mal wurden im Bonner Münster Könige gekrönt: Am 25. November 1314 Friedrich III. von Österreich (genannt der Schöne) zum Gegenkönig, der sich nur bis 1322 halten konnte. Am 26. November 1346 wurde dann Markgraf Karl von Mähren ebenfalls zum Gegenkönig. Karl IV. gekrönt. Er hatte mehr Erfolg, wurde 1355 in Rom zum Kaiser gekrönt und gilt inzwischen als der wichtigste Herrscher des Spätmittelalters. Fresken und ein Fenster erinnern an die Ereignisse.
  5. 1587 werden das Bonner Münsters und der Cassius-Stift geplündert und schwer beschädigt, fast der gesamte Kirchenschatz kam abhanden. Schwere Schäden gab es auch beim Bombardement Bonns 1698 und bei dem Luftangriff am 18. Oktober 1944. Die Kirche wurde immer wieder aufgebaut.
  6. Besonders sehenswert sind der Kreuzgang, die Marmoraltäre, zahlreiche Fresken, die Bronzestatue der heiligen Helena und die Krypta. Unter dieser befindet sich die Gruft mit den Gräbern der legendären christlichen Märtyrer Cassius und Florentius. Diese ist nur während der Oktav des Stadtpatronenfestes am 10. Oktober zugänglich. Und auch um das Münster herum gibt es einiges zu sehen – den Martinsbrunnen, den alten Bonner Pranger, das Martinsrelief von Ernemann Sander, die übergroßen Köpfe von Cassius und Florentius und den Münsterladen.
  7. Kaiser Wilhelm II. studiert in Bonn und war vom Bonner Münsters so beeindruckt, dass er die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin als Kopie des Bonner Münsters bauen ließ.
  8. Am 15. November 1980 besuchte Papst Johannes Paul II. das Bonner Münster und betete mit rund 10.000 Bonnern vor dem Schrein der Stadtpatrone, der vor dem Hauptportal aufgestellt wurde. Im offiziellen Programmheft des Papstbesuchs findet man diesen Programmpunkt nicht,  er wurde sehr kurzfristig zwischen Stadt, Stadtdekanat und Nuntiatur organisiert.
  9. Die acht historischen Glocken hängen im 81,4m  hohen Turm. In beiden Weltkriegen sollten sie eingeschmolzen werden und waren schon auf dem Glockenfriedhof in Hamburg. Beide Male kehrten die Glocken aber zurück. Beim Wiederhochziehen der zweitgrößten Glocke nach dem zweiten Weltkrieg riss ein Seil, doch die Glocke überstand den 20 Meter tiefen Sturz – nur an der untere Kante der Glocke brach ein kleines Stück ab. Der Legende nach sollen Cassius und Florentius die Glocke gerettet haben – nachzulesen hier.
  10. Aktuell stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an, die über 20 Millionen Euro kosten werden und in deren Zusammenhang das Münster voraussichtlich über zwei Jahre geschlossen werden muss. Sie sollten es alsi schnell besuchen, solange es noch geöffnet ist. Die Sanierung können Sie auch als Spender unterstützen.

Sie interessieren sich für weitere Kirchen in der Bonner Innenstadt? Dann folgen Sie einmal diesem Spazierweg. Und was Kaiser Wilhelm der zweite sonst noch mit Bonn zu tun hat, können Sie hier nachlesen.

10 Fakten über Bonn, mit denen man beim Smalltalk punkten kann

Mit diese 10 Fakten über Bonn sind glänzen Sie beim Smalltalk über die Stadt.

  1. Am 31. Dezember 2015 hatte Bonn 320.820 Einwohner, darunter 154.103 Männer (48%)  und 166.717 Frauen (52%)
  2. Der höchste Bodenpunkt von Bonn ist der Paffelsberg im Ennert mit 194,8m der tiefster Bodenpunkt bei der Mündung der Sieg mit 45,6m.
  3. Das höchstes Bauwerk Bonns ist der Funkmast auf dem Venusberg mit 180m, das Höchste Gebäude ist der Post Tower mit 163m.
  4. Die größte Nord-Süd Ausdehnung beträgt 15 km, die größte Ost-West Ausdehnung 12,5km. Würde man die Stadtgrenze umwandern, müsste man 61km gehen.
  5. Die Fläche Bonns beträgt 141km². Davon sind 33% bebaut, 28% bewaldet, 16% landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzt, 12% Verkehrsfläche und 5% Grünfläche (Friedhöfe, Parks, Spielplätze).
  6. Das Datum für die 2.000 Jahr Feier der Stadt Bonn wurde auf 1989 gelegt, womit sich das Gründungsjahr 11 vor Christus ergibt. Das römische Heerlager, auf dessen Gründung man sich hierbei bezieht ist aber zwischen dem Jahr 13 und dem Jahr 9 vor Christus errichtet worden – man hat sich aus pragmatischen Gründen dann einfach für die Mitte entschieden. Ohnehin: die Region Bonn ist schon viel länger besiedelt. So wurden in Oberkassel die beiden ältesten Skelette des Homo sapiens in Deutschland gefunden – sie sind rund 14.000 Jahre alt. Und auf dem Kreuzberg in Ippendorf wurde ein 50.000 Jahre altes Werkzeug aus der Steinzeit gefunden.
  7. Im 11. Jahrhundert wurde Bonn auch Verona genannt, es gibt sogar Münzen mit dieser Prägung. Dieser von der Kirche favorisierte Name konnte sich gegen das bei der Bevölkerung verwurzelte „Bonn“ nicht durchsetzen. Was aber Bonn genau bedeutet, ist unklar. Wahrscheinlich geht es auf das keltische „Bona“ zurück, das „Gründung, Stamm“ bedeutet.
  8. Eigentlich müssten die Kölner Kurfürsten Bonner Kurfürsten heißen – denn ab 1597 war Bonn deren Haupt- und Residenzstadt.
  9. Zwischen dem 9. Juli 1949 und bis zum Inkrafttreten des Deutschlandvertrags am 5. Mai 1955 hatte Bonn in Deutschland einen Sonderstatus inne: aufgrund seiner Hauptstadtfunktion war es kein Teil einer Besatzungszone, sondern wurde von allen drei westlichen Besatzungsmächten gemeinschaftlich verwaltet. Zudem waren hier keine Besatzungstruppen stationiert. Der Name war „Enklave Bonn“ oder auch internationale Zone, Besatzungsfreie Zone, Bundeszone; Bonn Enclave oder Enclave de Bonn. Vorher war Bonn Teil der britischen Besatzungszone.
  10. Klar – Adenauer machte Bonn mit einem Trick zur Hauptstadt der Bundesrepublik – allerdings als Provisorium. Doch besonders dankbar sollten die Bonner Willy Brandt sein, denn der gab in seiner Regierungserklärung am 18. Januar 1973 ein deutliches Bekenntnis zum Ausbau der Bundeshauptstadt Bonn ab.  Dies war der entscheidende Anstoß zum Ausbau der Stadt. So hätte es ohne diese Rede z.B. das Haus der Geschichte (siehe Bild) wohl nie gegeben – wobei dieser konkrete Bau später von Helmut Kohl initiiert wurde.

Noch mehr interessantes über Bonn lesen? Hier sind 10 Dinge über die Stadt, die sie wahrscheinlich noch nicht wussten.

10 Fakten über Alabama

  1. Alabama wurde 14. Dezember 1819 der 22. Bundesstaat der USA, das Kürzel ist AL.
  2. Die Flagge des Staates ist ein karminrotes Andreaskreuz auf weißem Grund, das Motto ist „Audemus jura nostra defendere“ (Wir wagen es, unsere Rechte zu verteidigen.)
  3. Es gehört zu den Südstaaten und grenzt im Norden an Tennessee, im Osten an Georgia, im Westen an Mississippi und im Südosten an Florida.
  4. Die Fläche beträgt 135.765 km² und die Einwohnerzahl bei rund 4,8 Millionen.
  5. Hauptstadt ist Montgomery.
  6. Der Name leitet sich von einem Indianerstamm ab, der einst in dieser Gegend lebte.
  7. Der Staat hat als Spitznamen „Heart of the Dixie“ (Herz des Südens), wird aber auch als „Cotton State“ (Baumwollstaat) oder Yellowhammer State (Goldspechtstaat) bezeichnet.
  8. Alabama ist eher landwirtschaftlich geprägt und gehört zu den wirtschaftlich schwächer entwickelten Bundesstaaten. Allerdings gibt es traditionell  Stahlproduktion und seit den 1960ern in Huntsville Raumfahrtindustrie – so wurde die Saturn V Rakete hier gebaut.
  9. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das Museum of Art in Birmingham, das eines der bedeutendsten Kunstmuseen im Südosten der USA ist und das „Russell Cave National Monument“, eine Höhle in einem Nationalpark.
  10. Die Southern-Rock-Band „Lynyrd Skynyrd“ setzte dem Staat mit dem Song „Sweet Home Alabama“ ein musikalisches Denkmal.

Lesetipp:

Bild: Pixabay. Es zeigt die Samford Hall der Auburn University in Montgomery.

10 Fakten zum 31. Dezember

  1. Heute ist der letzte Tag des Jahres, seit der gregorianischen Kalenderreform 1583 Silvester genannt, da dies der Tagesheilige ist. Früher waren Namen wie Altjahr, Altjahrsabend, das Alte Jahr und Altjahrstag gebräuchlich, die heute noch regionale Bedeutung haben. Viele Christen besuchen am heutigen Tag einen Gottesdienst. In Norddeutschland ist es teilweise noch üblich, dass die Kinder „Rummelpott“ laufen: sie verkleiden sich, gehen von Haus zu Haus und singen Lieder, um die bösen Geister zu vertreiben, wofür sie dann Geld oder Süßigkeiten erhalten. Generell trifft man sich am Abend im Familien-und Freundeskreis und feiert und isst gemeinsam – z.B. Fondue. Auch das „Dinner for One“ (hier in einer modernen Version) gehört für viele zu Silvester dazu. Das neue Jahr wird dann um 0h mit Glockengeläut, Feuerwerk, Sekt und vielen guten Wünschen und Vorsätzen begrüßt.
  2. Mela, Melanie und Silvester haben heute Namenstag.
  3. Im Jahre 1472 wird in Amsterdam das Werfen von Schneebällen verboten; nur kleine Jungen sind von der Regelung ausgenommen.
  4. Die New-Yorker feiern 1904 zum ersten mal „New Year’s Eve“ am Times Square. Schon damals gibt es den „Ball Drop“: Vom Wolkenkratzer One Times Square wird in den letzten 60 Sekunden des alten Jahres der „Times Square Ball“, eine große beleuchtete Kugel, langsam herabgelassen.
  5. Im Jahr 1986 wünscht der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl in seiner Ansprache zu Silvester den Deutschen nochmals ein gutes Jahr 1986 – die ARD sendet versehentlich das Band aus dem Vorjahr. Bis zum Schluss bemerkt niemand den Fehler.
  6. Seit 1989 überträgt das ZDF am heutigen Abend die Silvesterfeier am Brandenburger Tor. Vorher wurde zum Jahreswechsel das Läuten der Berliner Freiheitsglocke übertragen, um an die deutsche Einheit zu gemahnen.
  7. Der „Deutsche Fernsehfunk“, das ehemalige Fernsehen der „DDR“ hat 1991 seinen letzten Sendetag.
  8. Die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung wird 2004 aufgrund eines unter Christian Wulff, damals niedersächsischer Ministerpräsident, gefällten Kabinettsentscheids geschlossen.
  9. Sängerin LaDonna Andrea Gaines, bekannt als Donna Summer, wird heute 63.
  10. Schauspieler Ben Kingsley (Gandhi) feiert heute seinen 68. Geburtstag.

10 Fakten zum 30. Dezember

  1. Felix hat heute Namenstag.
  2. Heute im Jahre 1916 wird der russische Wanderprediger und Geisterheiler Grigori Jefimowitsch Rasputin ermordet. Seitdem er einen Sohn des Zaren geheilt hatte, genießt Rasputin großen Einfluss am Zarenhof, was Teilen der Zarenfamilie und der russischen Machtelite missfällt. So gehören zu den Mördern und Hintermännern Fürst Felix Felixowitsch Jussupow, Prinzessin Irina Alexandrowna, der Dumaabgeordnete Wladimir Purischkewitsch, Großfürst Dimitri Pawlowitsch, Hauptmann S. Suchotin des Preobraschenskij-Regiments und der Sanitätsarzt Dr. S. S. Lasowert; unterstützt werden Sie durch den britischen Geheimdienst. Rasputin wird am Hofe von Fürst Jussupow mutmaßlich zu Tode gefoltert und geprügelt. Aufgrund der hohen Stellung der Täter werden diese nicht bestraft, was zu einem massiven Ansehensverlust des Zaren in der Bevölkerung führt. Dies wiederum trägt maßgeblich zum Sturz des Zaren während der russischen Revolution bei. Somit wird eine der Warnungen Rasputins an den Zaren wahr: „Wenn ich sterbe oder wenn ihr mich fallen lasst, werdet ihr euren Sohn und die Krone verlieren, bevor sechs Monate vergangen sind.“
  3. Die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik, die Ukrainische SSR, die Weißrussische SSR und die Transkaukasische SFSR schließen sich 1922 zur Sowjetunion zusammen.
  4. Der Gründungsparteitag der Kommunistischen Partei Deutschlands beginnt ebenfalls 1922 in Berlin.
  5. Rumänien wird 1947 eine kommunistische Volksrepublik.
  6. Das Musical „Kiss Me Kate“ hat 1948 in New York Premiere. Es basiert auf „Der widerspenstigen Zähmung“ von William Shakespeare.
  7. Im Jahr 2006 wird das Todesurteil am ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein vollstreckt, er stirbt durch den Strang.
  8. 2011 entfällt der 30. Dezember auf Samoa und Tokelau; die Inseln springen vom 29. Dezember direkt auf den 31. Dezember. Damit wechseln sie von der östlichen auf die westliche Seite der Datumsgrenze.
  9. Golfer Tiger Woods wird 1975 geboren.
  10. Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts kommt 1955 auf die Welt.

10 Fakten zum 29. Dezember

  1. Jessica, Tamara, David und Jonathan haben heute Namenstag.
  2. Thomas Becket, Erzbischof von Canterbury, wird im Jahre 1170 von den vier Rittern Reginald Fitzurse, Hugh de Moreville, William de Tracy und Richard Brito in der Kathedrale von Canterbury ermordet. Vorangegangen waren der Tat Dauerkonflikte zwischen Krone und Klerus; so exkommunizierte der Erzbischof die Bischöfe, die an der Krönung von Heinrich II. beteiligt waren. Als der König dies erfährt, ruft er angeblich „Wird mich niemand von diesem aufrührerischen Priester befreien?“, was von den Rittern als Mordauftrag interpretiert wird.
  3. Das Schloss der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory wird am heutigen Tag im Jahr 1610 gestürmt. Die Gräfin wird beschuldigt, junge Frauen entführt, gefoltert und getötet zu haben. Die Opferzahlen schwanken zwischen 36 und 650, wobei letzteres als unwahrscheinlich gilt. Die Taten der Gräfin werden immer weiter dramatisiert und sie geht als „Blutgräfin“ in die Geschichte ein.
  4. Im Jahr 1890 töten US-Kavalleristen bei Wounded Knee (South Dakota) rund 350 Lakota Indianer, darunter auch viele Frauen und Kinder. Als sich bei einer Durchsuchung nach Waffen im Lager der Indianer „Black Coyote“ weigert, seine Winchester herauszugeben, löst sich im Gerangel ein Schuss, woraufhin die Soldaten das Feuer eröffnen.
  5. Die neue Verfassung Spaniens tritt 1978 in Kraft; Spanien ist damit wieder eine Demokratie.
  6. 1983 heiraten Caroline von Monaco und der Industriellensohn Stefano Casiraghi.
  7. Schriftsteller Václav Havel wird 1989 Präsident der Tschechoslowakei, nachdem er erst vor sieben Monaten aus der Haft entlassen wurde.
  8. In den meisten Jahren beginnt am heutigen Tag in Oberstdorf (Allgäu) die Vierschanzentournee im Skispringen.
  9. Schauspieler Jon Voight („Der Richter und sein Henker„), Vater von Angelina Jolie, wird 1948 geboren.
  10. Madame de Pompadour wird 1721 als Jeanne-Antoinette Poisson in Paris geboren.

10 Fakten zum 28. Dezember

  1. Heute ist der „Tag der Unschuldigen Kinder“, an dem der – historisch nicht belegten – durch Herodes angeordneten Tötung aller Kinder unter 2 Jahren in Betlehem gedacht wird. Der Tag wurde früher oft groß gefeiert und die Kinder durften den Erwachsenen Streiche spielen. Vereinzelte Bräuche gibt es noch in Bayern und Teilen Österreichs, wo die Kinder die  Erwachsenen mit Ruten „schlagen“ und ihnen Glück und Gesundheit für das kommende Jahr wünschen; dies wird Schappen oder Fetzeln genannt, so dass der Tag in einigen Gegenden Bayerns auch Fetzeltag genannt wird. In Spanien und Lateinamerika wird der „Día de los Santos Inocentes“ noch groß begangen; hier spielt man sich u.a. Streiche wie hierzulande am ersten April.
  2. Im Jahre 856 plündern die Wikinger auf einem ihrer Raubzüge Paris.
  3. Galileo Galilei entdeckt 1612 mit seinem Teleskop den Planeten Neptun, hält diesen aber fälschlich für einen Stern.
  4. Am 28. Dezember 1895 findet im „Salon Indien du Grand Café“ in Paris die erste Filmvorführung vor zahlendem Publikum statt; dieses Ereignis gilt als die Geburtsstunde des Kinos.
  5. Die Brücke über die Firth-of-Tay in Schottland 1978 zusammen, als ein Zug sie überquert. 75 Menschen sterben. Theodor Fontane schreibt später dazu die Ballade „Die Brück‘ am Tay“.
  6. Wilhelm Conrad Röntgen veröffentlicht 1895, dass er die später nach ihm benannten Röntgen-Strahlen entdeckt hat.
  7. Der FC Hansa Rostock wird 1965 gegründet.
  8. Der Archipel GULAG“ von Alexander Solschenizyn erscheint heute im Jahre 1973 im Pariser Verlag YMCA-Press. Solschenizyn hatte das Manuskript, an dem er von 1958 bis vermutlich 1968 gearbeitet hatte, geheim gehalten. Nachdem es aber vom KGB entdeckt wurde, wies er den Emigranten-Verlag, der über eine Kopie verfügte, an, das Werk zu veröffentlichen. Das Buch erscheint zunächst im russischen Original, wenig später aber auch in vielen anderen westlichen Sprachen.
  9. Der britische Violinist Nigel Kennedy wird 1956 geboren.
  10. Linus Benedict Torvalds, der Begründer von Linux, kommt 1969 auf die Welt.