Drei Betriebssysteme in einer Woche: oder mein subjektiver Blick auf Windows 10 mobile, Android und iOS

Ein unfreiwilliger Selbstversuch

Es ist kein Geheimnis, dass ich in den letzten Jahren auf Windows Phone als Smartphone-Betriebssystem gesetzt habe. Um so größer war der Schock, als mein Lumia 950XL plötzlich nicht mehr funktionierte – der Sturz war zu tief und es ist eben kein Lumia 920…

Ersatz war aber schnell zur Hand: ein Sony Xperia E5 mit Android 6.0. Als dieses dann vier Tage plötzlich nicht mehr laden wollte, dann der Wechsel zu einem iPhone 6. Drei Betriebssysteme in einer Woche… Ein guter Anlass, die drei mit reichlich zeitlichem Abstand rein subjektiv zu vergleichen…

Was mir bei einem Smartphone wichtig ist

Nun erwartet jeder etwas anderes von einem Smartphone, für mich kommt es auf folgendes an:

  • Telefonieren (ach) und damit verbunden die Verwaltung der Kontakte
  • Messaging Dienste – in erster Linie WhatsApp, Facebook Messenger und SMS
  • HotSpot
  • E-Mail, Terminverwaltung, Wunderlist (Aufgabenverwaltung)
  • Webbrowser
  • ein bisschen Social Media Apps – twitter und Facebook
  • Fitbit Alta Synchronisation und Verwaltung
  • die Kamera
  • hin und wieder Mediennutzung: Netflix, Groove Music, Youtube
  • selten Casual Gaming

Unter diesen Gesichtspunkten – und dem Gesamteindruck – will ich die drei Betriebssysteme an dieser Stelle kurz beleuchten.

Telefonie

Auch wenn viele die Telefon-Apps am liebsten von ihrem Smartphone löschen würden – ohne geht es für mich leider nicht.

Die Empfangs- und Sprachqualität hängt ja von der Hardware ab, weswegen ich hier nur kurz drauf eingehen möchte. Es ist ja durchaus ein Unterschied, ob ich einen ZTE 99 Euro Androiden oder ein Google Pixel benutze… Nur soviel: die Gesprächsqualität beim iPhone ist erstaunlich gut, gerade auch wenn man den Lautsprecher benutzt – dagegen klingen alle anderen blechern. Die Empfangseigenschaften empfand ich dann eher als unterdurchschnittlich, gerade wenn man den Bahnhof Brühl (Rheinland) als Referenz nimmt.

Noch schlechter ist aber die Telefonie App des iPhone… Hallo Apple – wir haben 2017… Es stört schon immens, dass ich beim Dialer nicht einfach 0228 eintippen kann und mir die zuletzt gewählten Kontakte aus Bonn vorgeschlagen werden. Standard bei Windows mobile und bei Android. Letztere sind beide auf der Höhe der Zeit und wirken recht ähnlich.

Auch eine Katastrophe bei Apple: Die Kontaktverwaltung. Aus historischen Gründen speichere ich meine Adressen teils in der Google, teils in der Microsoft Cloud. Kein Problem bei Android und Windows mobile, die beides schön zusammenführen und verknüpfen. Bei iOS habe ich viele der Kontakte mehrfach.

Was die Telefonie anbelangt geht der Punkt insgesamt an Android und Windows Phone, Apple liegt hier klar hinten (abgesehen von der Gesprächsqualität, um die es in diesem Vergleich ja aber eigentlich gar nicht geht).

Messaging

Als nächstes geht es in die Kategorie Messaging, wobei ich hier in erster Linie den facebook Messenger und WhatsApp nutze. Beide Apps gibt es auf allen drei Plattformen.

WhatsApp ist auf allen dreien sehr gut umgesetzt, wobei mir die Windows Variante am besten gefällt, die auf dem iPhone mit Abstand am wenigsten.

Anders sieht es es beim Messenger aus: der ist auf Windows langsam, clumsy und mit eingeschränktem Funktionsumfang, auf iOS schick und schnell. Bei Android auch, hier ist er aber ein ziemlicher Resssourcenfresser.

Was beim Messaging auch noch wichtig ist sind Notifications und die virtuelle Tastatur.

Das Benachrichtigungssystem ist bei Windows für meinen Geschmack wieder am besten gelöst, gefolgt von iOS. Bei Android wirkt es recht unübersichtlich, dazu später mehr.

Das Killer Feature von Windows ist aber die virtuelle Tastatur. Ob mit Tippen oder Wischen – nirgends bin ich schneller. Und auch nach Monaten konnte ich mich an das iPhone Keyboard nicht gewöhnen – auch nicht an SwiftKey. Und auch die originale Android Tastatur sowie diverse Drittanbieter Keyboards konnten mich nicht überzeugen – wobei ich hier zugeben muss, dass ich bei Android vielleicht auch einige Monate hätte testen sollen.

Unterm Strich fällt es schwer, hier einen Sieger zu küren. Wäre die facebook Messenger App unter Windows ordentlich gelöst, wäre die Sache klar. So geht der Punkt angesichts der wirklich hässlichen WhatsApp Umsetzung auf iOS insgesamt aber knapp an Google.

HotSpot

Das ist inzwischen fast die wichtigste Funktion für – das Smartphone als HotSpot. Klarer Punkt an Windows und Android. Hotspot mit einem Wisch und einem Klick aktivieren. Beim iPhone ist das etwas umständlicher und braucht oft mehrere Versuche, bis er erkannt wird.

E-Mail, Terminverwaltung, Wunderlist

Dieser Punkt ist schnell abgehakt: Auf allen drei Systemen habe ich Microsofts Outlook App für Termine und Kalender genutzt, die auch auf allen recht ordentlich umgesetzt ist.  Gleiches gilt für Wunderlist, das ja zu Microsoft gehört.

Eigentlich Gleichstand, doch dank besserer Notifications und der Tastatur vergebe ich den Punkt an Microsoft.

Webbrowser

Hier liegen iOS (Safari) und Google (Chrome) vorne, was das Rendering angeht. Klar, alle optimieren ihre Seiten auf den Marktführer. Als langjähriger Nutzer des mobilen Internet Explorer (und dann Edge) habe ich mich gewundert, wie gut mobiles Surfen aussehen kann… Vorteil beim Edge: die Adressleiste ist unten auf dem Screen; das war’s dann aber auch schon…

Alles in allem bietet Safari aber das schönere Surferlebnis und daher ist der Sieger diesmal Apple.

Social Media Apps – twitter und Facebook

Derzeit nutze ich in der Tat nur diese beiden sozialen Netze. An Instagram (gibt es für alle Plattformen) habe ich irgendwann die Lust verloren, SnapChat (nur Android und iOS) ist für Jugendliche oder für solche, die sich mit dem Erwachsenwerden nicht abfinden können.

Das Bild ist hier ähnlich wie bei den Messengern. twitter liefert auf allen drei Plattformen eine ordentlich App, Facebook ist auf Windows schlecht umgesetzt und bietet nicht alle Funktionen. Bei Android gibt es diese Nachteile nicht, dafür ist es ein Batteriefresser. Unter iOS ist das Facebook Erlebnis perfekt.

Da hier die gute Windows Tastatur nicht so wichtig ist wie bei den Messengern geht die Wertung klar an das iPhone, gefolgt von Android und dann Windows.

Fitbit Alta Synchronisation und Verwaltung

Bekanntlich bin ich begeisterter Nutzer eines Fitbit Alta Trackers. Und auch hier gibt es auf allen drei Plattformen die passende App.

Große Überraschung aber: die iOS Version ist den Windows und Android Pendants dann doch weit voraus, die beide nicht so elegant und gut umgesetzt sind.

Und da Windows (derzeit) auch keine Benachrichtigungen des Smartphones auf dem Tracker unterstützt, haben wir hier aus meiner Sicht die gleiche Reihenfolge wie in der vorigen Kategorie: iPhone top, gefolgt mit einigem Abstand von Android und dann Windows.

Kamera

Im Rahmen eines Betriebssystemvergleichs kann man zur Kamera nicht so viel sagen.

Nur soviel: beim iPhone sind Hardware und Software perfekt aufeinander abgestimmt – die Kamera ist wirklich gut und macht schöne Bilder; die Benutzeroberfläche ist freilich etwas altbacken.

Noch bessere Bilder macht das Lumia 950XL, jedenfalls, wenn man sich mehr Zeit nimmt; die App startet deutlich langsamer und auch das Fokussieren dauert länger. Dafür ist die Benutzeroberfläche der App moderner und bietet mehr Möglichkeiten.

Das Sony lag dann irgendwo dazwischen.

Da die eigentliche Kameraperformance aber von der Hardware abhängig ist und es für alle drei Plattformen auch noch eine große Auswahl an weiteren Fotografie-Apps gibt, ist hier Gleichstand.

Mediennutzung: Netflix, Groove Music, Youtube

Was Medien angeht nutze ich im wesentlichen zwei Dienste: Groove Music und Netflix, gelegentlich YouTube.

Die Groove App ist auf Windows am besten, stammt sie doch auch von Microsoft. Die iOS und Android Varianten werden laufend weiter entwickelt, sind aber noch nicht ganz auf dem Stand. Sehr schön gelöst sind bei Windows auch einige kleine Details rund um die Lautstärke- und Musiksteuerung allgemein.

Auch von Netflix gibt es originäre Apps für alle drei Plattformen, wobei unter Windows noch kein offline Video unterstützt wird.

Ganz anders sieht es dann bei YouTube aus. Da Google hier keine offizielle Windows App anbietet und alles tut, um Drittanbietern das Leben schwer zu machen, ist YouTube unter Windows mobile doch eine recht traurige Veranstaltung. Die iOS und Android Umsetzungen sind jedoch hervorragend.

Unterm Strich sind hier objektiv iOS und Android vorne. Da bei mir die offline Funktion von Netflix und Youtube an sich nicht ganz so wichtig sind, ist für mich hier Windows die beste Wahl. Die meisten anderen werden diesen Punkt aber anders sehen.

Gaming

Der Punkt geht klar ans iPhone. Unter Windows gibt es viele Spiele erst gar nicht (Pokemon Go…) oder erst viel später. Und unter Windows und auch unter Android sind diese oft nicht so gut umgesetzt wie auf dem iPhone. Im Play Store gibt es zudem viel Schrott und Fake-Versionen.

Der Gesamteindruck

Fangen wir bei iOS an. Die größte Stärke hier ist das wirklich gute Zusammenspiel zwischen Hardware und Betriebssystem, alles wirkt wie aus einem Guss. Überragend ist auch die Qualität der meisten Apps, die viel besser umgesetzt sind, als bei Android oder Windows. Der größte Schwachpunkt ist für mich der Dialer, der wirklich nicht auf der Höhe der Zeit ist. Dass der Hotspot nicht immer sofort funktioniert ist ärgerlich.  Der Startscreen mit seiner Icon Wüste ist auch nicht mehr wirklich zeitgemäß. Die Qualität der Apps reißt aber vieles heraus.

Anders Android. Mit den Widgets und mehr Freiheiten bei der Anordnung der Icons wirkt es deutlich moderner. Durch zahlreiche Launcher kann sich jeder sein System so einrichten, wie er will. Doch dieses „wie aus einem Guss Gefühl“ wie bei iOS kommt dadurch nicht auf. Das Benachrichtigungssystem ist unübersichtlich. Und auch die  Qualität der Apps ist durchwachsen. Zudem ist es das unsicherste Smartphone OS. Irgendwie ist es wie das Windows der 1990er Jahre.

Mit seinen Live Tiles ist Windows 10 mobile das innovativste der drei Systeme. An die Tastatur kommt keine der originären und alternativen Tastaturen unter iOS und Android heran. Das Betriebsystem selbst reagiert schnell und zuverlässig. Das Hauptroblem sind die Apps – viele gibt es erst gar nicht, andere sind schlecht umgesetzt und langsam. Dass es auch anders geht, zeigen z.B. WhatsApp oder twitter.

Mein persönliches Fazit

Man hat es sicher gemerkt – Windows 10 mobile gefällt mir an sich am besten – trotz der mangelnden und schlecht umgesetzten Apps. Es wäre das System meiner Wahl. Das Problem: es gibt derzeit kein aktuelles High-End Windows Smartphone mit einer guten Kamera.

Android ist mir zu zusammengewürfelt, die Qualität der Apps schwankt recht stark. Außerdem muss ja nicht alles Google sein…

Und das ist der Grund, warum ich derzeit beim iPhone gelandet bin. Nicht aus Überzeugung, aber es ist derzeit die für mich beste Lösung.

10 Tipps zu sicheren Passwörtern

Immer wieder gibt es die Frage, was bei einem sicheren Passwort zu beachten ist.

Hier 10 Tipps, wie Sie mehr Sicherheit rund um Ihre Passwörter haben:

  1. Ein einfaches Standardpasswort ist OK  – für Standarddienste
    Das Passwort „1234567“ ist ok. Aber nur für Dienste und Seiten, bei denen nichts relevantes hinterlegt ist. Also z.B. bei Gewinnspielteilnahmen, Newsletterregistrierungen und anderen simplen Sachen, wo es um nichts geht.  Entlasten Sie also Ihr Gehirn und verwenden für unwichtiges immer das gleiche einfache Standardpasswort.
  2. Keine Wörter aus dem Lexikon und nichts zu persönliches
    Verwenden Sie ansonsten keine Wörter aus dem Lexikon, da diese bei sog. „Brute Force Angriffen“ oft automatisiert durchgefragt werden. Und auch persönliche Dinge wie das Geburtsdatum sollten nicht verwendet werden – diese können zu leicht erraten werden.
  3. Für alle wichtigen Dienste verschiedene Passwörter nehmen
    Für alle wirklich wichtigen Dienste sollten Sie jedoch unterschiedliche Passwörter verwenden! Also – nicht das gleiche Passwort für den Mailprovider, Facebook, twitter, Google+, den Blogzugang oder gar den Webserver verwenden. Wird ein Dienst gehackt, haben Sie dann immerhin noch Sicherheit bei den anderen Passwörtern.
  4. Merksätze verwenden
    Verwenden Sie als Vorlage für ein Passwort einen Merksatz. Zum Beispiel: „Am liebsten esse ich chinesische Frühlingsrollen und trinke dazu 3 Bier!“ – daraus wird dann „AleicFutd3B!“ oder „Meinen Hochzeitstag – am 17. Juli – vergesse ich zum Leidwesen meiner Frau regelmäßig.“ Wird „MH-a17J-vizLmFr.“
  5. Passwortvarianten verwenden
    Ja, aber – man soll doch Passwortvarianten verwenden. Auch da kann man den Überblick behalten! Bauen Sie sich ein Passwortsystem auf. Entscheiden Sie sich für ein Basiskennwort, z.B. „p08Ujd7$“, das Sie sich einprägen – oder Sie nehmen eben einen Merksatz. Je nach Dienst, den Sie verwenden, variieren Sie es. Wenn Sie sich dann z.B. bei Facebook anmelden, nehmen Sie „p08Ujd7$Gn“. Warum gn am Ende? Weil das „G“ rechts vom „F“ auf der Tastatur ist und das „n“ rechts vom „b“. Bei Google Plus nehmen Sie dann z.B. „p08Ujd7$Fo“. Sie verstehen? Wir verstehen uns!
  6. Verrückte Begriffe kombinieren
    Alles zu kompliziert mit den Merksätzen? Dann kombinieren Sie verrückte Begriffe, die Sie sich gut vorstellen können. Mit einer Zahl und einem Sonderzeichen dazwischen, davor oder danach gibt es noch mehr Sicherheit. Beispiele gefällig? „2hippe-Hippopotamusse“, „5schnoddrige+Superhelden“ oder auch „Gute-n8-kuss“. Für mehr Vielfalt kombinieren Sie zusätzlich mit einem Kürzel für den verwendeten Dienst.
  7. Besonders sichere Passwörter für kritische Systeme
    Für besonders kritische Systeme sollten Sie besonders sichere Passwörter verwenden. Dazu zählen Router, Webserver, online-Banking oder Datenbanken. Diese Passwörter sollten auch keinen Bezug zu anderen Passwörtern haben.
  8. Passwortmanager
    Sie verlieren leicht den Überblick bei den vielen Passwörtern, die Sie haben? Dann verwenden Sie einen Passwortmanager. Dieser verwaltet Ihre verschiedenen Passwörter sicher für Sie. Enpass ist eine gute Empfehlung, da es die App für viele Plattformen gibt, darunter auch Windows Phone.
    Sei ansonsten vorsichtig beim Speichern von Passwörtern – es gibt Tools, mit denen die gespeicherten ***** in Eingabefeldern sichtbar gemacht werden können.
  9. Passwörter regelmäßig ändern
    Wichtige Passwörter sollten Sie regelmäßig ändern, damit nicht zu viel Routine einkehrt. Das schafft zusätzliche Sicherheit.
  10. Nie ein Passwort verraten oder aufschreiben
    Und wenn es der beste Freund, die beste Freundin oder wer auch immer ist – verraten Sie nie jemanden Ihr Passwort oder schreiben es auch nicht auf!

Amazon echo dot – ein erster Eindruck

Amazon – vorne dabei bei den intelligenten Lautsprechern

Das nächste große Ding im Tech Bereich dürften Smart-Speaker werden, also Lautsprecher, mit denen sich mittels Sprache kommunizieren lässt, mehr dazu gibt es hier.

Ganz vorne in diesem neuen Segment ist Amazon mit seinem echo Lautsprecher und seinem kleinen Bruder, dem echo dot. Während der echo Speaker in der Lage ist, auch einen größeren Raum mit Musik zu beschallen, sieht der echo dot eher aus wie ein Puck – den Klang des größeren Exemplars kann er also nicht liefern. Dafür kostet er derzeit auch nur rund 60 Euro.

Auf beiden läuft aber Amazons Assistentin, Alexa.

Wozu braucht man Amazon echo?

Vorab werden sich aber viele die Frage stellen – was kann so ein echo System? Braucht man das überhaupt? Hier einige Anwendungsgebiete:

  • Musik abspielen – von Streaming Diensten, der Amazon Musikbibliothek und natürlich Internet Radio. Amazon Music und Tune-In Radio sind schon vorinstalliert. „Alexa, spiele Musik von Robbie Williams!„. Hörbücher (audible) gehen natürlich auch.
  • Smart Home Steuerung – wer ein SmartHome System hat, kann dieses mit Alexa steuern. „Alexa, schalte das Licht im Flur ein!“
  • Wecker und Erinnerungen – „Alexa, wecke mich um 6:00h!„, „Alexa, stelle den Timer auf fünf Minuten!„. Perfekt also am Nachttisch oder in der Küche…
  • Informationen und Konversation – „Alexa, gib mir meine Tageszusammenfassung!„, „Alexa, wie lang ist der Rhein?“ und natürlich das unvermeidliche „Alexa, willst Du mich heiraten?„. Aber auch Rechenaufgaben sind kein Problem: „Alexa, wieviel ist 256 geteilt durch 16?
  • Skills – über sog. Skills (Fähigkeiten) lässt sich Alexa erweitern und lernt immer mehr dazu. So gibt es z.B. eine Deutsche Bahn Skill, mit der man aktuelle ÖPNV Informationen abfragen kann.

Ob man das nun wirklich schon braucht oder noch abwarten will, muss jeder für sich entscheiden. Meine Neugierde wurde jedenfalls geweckt.

Amazon echo dot – bestellen und installieren

Da ich schon über Sonos Boxen verfüge, habe ich mich für die günstigere Variante, den Echo Dot, entschieden, der in Deutschland derzeit in der zweiten Generation gibt und den es in schwarz und weiß gibt.

Beim Bestellen sollte man übrigens darauf achten, dass man über das richtige Amazon Konto ordert, denn der Lautsprecher wird dann gleich mit diesem verknüpft. Möchte man ein Echo Modell verschenken, kann man das während der Bestellung angeben, die Verknüpfung wird dann nicht angelegt.

Passend zur von meiner Frau vorgegebenen Einrichtung habe ich mich für die weiße Variante entschieden. Kleiner Schönheitsfehler: das mitgelieferte USB Ladekabal und Netzteil sind dabei auch schwarz. Glücklicherweise hatten wir noch ein weißes USB Ladgerät herumfliegen.

Die Verarbeitungsqualität macht einen guten Eindruck. Auf der immer schwarzen Oberseite sind vier Tasten: Lauter, Leiser, Mikrofon aus und die Aktionstaste. Daneben gibt es zwei Anschlüsse: microUSB zum Laden und eine 3,5mm Klinke, um z.B. Kopfhörer oder Boxen anzuschließen. Außerdem kann sich der dot mit anderen Soundsystemen über Bluetooth koppeln, soweit dies von diesen unterstützt wird.

An der Oberseite hat der Echo Dot einen Lichtring, der in verschiedenen Blautönen leuchtet, wenn Alexa zuhört.

Die Einrichtung erfolgt dann über die die Alexa App (Android, iOS) oder über einen Webbrowser (echo.amazon.com). Im Rahmen der wirklich schnellen und einfachen Erstinstallation wird dann auch die Verbindung zum eigenen WLAN hergstellt, ohne die geht es nicht.

Die Soundqualität und Spracherkennung

Danach ist man natürlich neugierig, wie gut die Lautsprecher des kleinen Puck sind.

Aktiviert wird die Spracherkennung über ein Schlüsselwort, das standardmäßig Alexa ist: „Alexa, wie geht es Dir?“ Die Antwort, dass es ihr gut geht und die entsprechende Rückfrage erfolgt prompt und in verblüffend guter Qualität.

Und wie sieht es mit Musik aus? „Alexa, spiele Ode to the Bouncer!“ Das Lied kommt prompt, allerdings dann eben doch in nur mittelmäßiger Qualität – der Echo dot hat eben nicht das Volumen für gute Lautsprecher. Wer sich nicht zu laut z.B. im Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Badezimmer berieseln lassen will, der wird mit der Musikqualität zufrieden sein. Für die Wohnzimmerbeschallung reicht es aber nicht. Dafür lässt sich der Dot ja aber über die Klinke oder Bluetooth an ordentliche Lautsprecher anschließen.

Verblüffend ist generell: Alexa reagiert auf alle Anfragen sehr schnell und die Stimme ist angenehm flüssig. Zudem erfolgt die Stimmerkennung auch im großen Wohnzimmer bei Hintergrundgeräuschen – Musik läuft, Menschen unterhalten sich – verblüffend zuverlässig.

Übrigens, über die Alexa App kann man das Schlüsselwort, mit dem Alexa aktiviert wird, ändern. Derzeit stehen zur Verfügung Alexa, Amazon, Echo und Computer – letzteres eine kleine Reminiszenz an die StarTrek Filme.

Erster Einsatz im Alltag

Jetzt in den ersten Tagen ist die Neugierde natürlich groß und man probiert viele der Fun-Konversationen aus, die Amazon seiner Alexa verpasst hat. „Alexa, Selbstzerstörung!„…

Daneben nutzen wir in erster Linie die Musik Funktion von Alexa (Tune In, Amazon Unlimited, Amazon Prime, Spotify) – über die Sonos Boxen klingt der Sound auch sehr gut.

Mysteriös war übrigens, als am zweiten Abend Alexa plötzlich nicht mehr antwortete. Als wir aus dem Kinderzimmer dann die Titelmusik der „???“ hörten, war uns aber alles klar…

Von den Fähigkeiten, die Alexa direkt an Bord hat, sind die Timer sehr praktisch. Und auch dass Rechenaufgaben auf Zuruf gelöst wurden, fand schon große Begeisterung.

Zuletzt haben wir die ersten Skills installiert, z.B. die der Deutschen Bahn. Bei den Skills stört mich auf den ersten Blick, dass diese wiederum ihr eigenes Schlüsselwort benötigen. „Alexa, frage Deutsche Bahn nach einer Verbindung von Bonn nach Berlin.“ Schöner wäre, man könnte einfach fragen „Alexa, wann fährt der nächste Zug von Bonn nach Berlin?“ Ich hoffe und denke aber, dass die Skills in Zukunft besser integriert werden – da die Skills und Alexas „Intelligenz“ in der Cloud liegen, sollte das kein Problem sein.

Cloud, Datenschutz und Zuhören

Damit sind wir bei einem Punkt, den man in Deutschland ansprechen muss. Ja, Alexa liegt in der Cloud und ja, Ihre Anfragen bleiben in der Amazon Cloud gespeichert. Über die Alexa App können Sie aber nachvollziehen, was gefragt wurde und ggf. einzelne oder alle wieder löschen.

Und natürlich muss der Echo Dot immer zuhören, was sie sagen – sonst kann Alexa ja nicht auf ihr Schlüsselwort reagieren. Allerdings: Die Erkennung des Schlüsselworts erfolgt lokal, nicht in der Cloud. Ihre normalen Gespräche landen also nicht auf den Amazon Servern. Und wenn Sie mal nicht wollen, dass zugehört wird, können Sie das Mikrofon ja auschalten – der Lichtring leuchtet dann rot – oder ganz vom Strom nehmen.

Aber will man das volle Potential sprachbasierender Assistenten nutzen, geht es ohne Daten in der Cloud eben nicht. Nutzt man Alexa und andere Assistenten wie Google, Siri oder Cortana muss einem das klar sein.

Ein erstes Fazit – würde ich Amazon Echo Dot wieder kaufen?

Ja.

Für 60 Euro ist Amazon Echo ein Gadget, das nicht nur Spaß macht, sondern auch sinnvoll eingesetzt werden kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass Echo Dots bei uns in Zukunft den Radiowecker und auch die CD-Player in den Kinderzimmern ersetzen werden.

Amazon Echo Dot kaufen – und passendes Zubehör

Echo Dot Lautsprecher

Den Amazon Echo Dot gibt es direkt bei Amazon in weiß oder schwarz:

Kabel und weiteres Zubehör

  • Das beim weißen Modell mitgelieferte Ladekabel ist schwarz, hier gibt es ein weißes.
  • Um den Echo Dot mit einem Sonos System oder anderen Lautsprecher mit 3,5mm Klinkenanschluss zu verbinden, benötigen Sie ein entsprechendes Kabel.
  • Weiteres Zubehört gibt es hier.

Erfahrungsbericht: Panasonic RP-HJE125E-K InEar-Kopfhörer

InEar Kopfhörer haben bei mir die seltsame Eigenschaft, irgendwie nach einiger Zeit immer zu verschwinden. Und so stand ich vor einigen Tagen wieder vor der Entscheidung, welche ich mir nun neu kaufen soll.

Kopfhörer gehören für mich zu den Dingen, um die viel zu viel Gewese gemacht wird. Ja, ich habe Beats ausprobiert – außer hässlich, teuer und zu basslastig sind die mE nichts. Aber jeder soll nach seiner Façon selig werden.

Ich persönlich bevorzuge In-Ears, da sie einfach weniger Platz benötigen. Die müssen dann aber auch gut sitzen und einen einigermaßen guten Sound liefern. Wenn sie dazu nicht zu teuer sind, ist das noch besser.

Gelandet bin ich dann relativ schnell bei den Panasonic RP-HJE125E-K (was für ein schrecklicher Name) in schwarz, die es bei Amazon schon für weniger als 9 Euro gibt, Prime Versand inklusive.

Nach einigen Tagen im Einsatz am iPhone 6 und Lenovo Yoga Convertible lautet mein Urteil: ich würde sie immer wieder kaufen,

Im Lieferumfang sind drei auswechselbare Ohrstücke, von denen das mittlere bei mir perfekt passt. Auch bei schnellen Bewegungen fällt nichts raus und sie sitzen fest. Die Soundqualität ist für mich persönlich sehr gut. Die Bässe sind präsent, aber nicht zu überbordend. Mitten und Höhen sehr sauber. Auch wenn man laut Dance/Electro hört (Ode to the Bouncer…) wird nichts unangenehm.

Die Verarbeitungsqualität ist gut, das Design ist angenehm unauffällig. Neben schwarz werden sie übrigens in vielen anderen Farben angeboten, vielleicht schaffe ich mir noch die orange Ausführung an.

Die Panasonic In-Ears würde ich z.B. klar den Apple EarPods vorziehen, sowohl was Klangqualität als auch Tragekomfort angeht. Lediglich bei Design, Haptik und Verarbeitungsqualität liegt das weiße Original vorne. Hinsichtlich Preis-/Leistungsverhältnis gibt es wahrscheinlich nichts besseres als diese Panasonic Modelle.

Hier noch die wichtigsten Daten:

Panasonic RP-HJE125E-K (klick zu Amazon)

  • Anschlussart: 3,5mm Klinke (abgewinkelt)
  • Lieferumfang: Ohrkanal Hörer mit 3 Pass-Stücken S/M/L
  • Farben: schwarz, weiß, orange, blau, gelb, pink, rot, violett (leicht unterschiedliche Preise ja nach Farbe)

Die Nokia 3310 Neuauflage, die ich mir gewünscht hätte

Der Star des MWC…

Smartphones sind langweilig geworden. Und so wundert man sich kaum, dass die gesamte Presse von der auf dem MWC in Barcelona vorgestellten Neuauflage des guten alten Nokia 3310 begeistert war.

Nur Patrick Beuth in „Die Zeit“ schreibt, dass das Handy in dieser Form ein eher überflüssiges Telefon ist. Eine Kamera, die nichts taugt, nur 2G Konnektivität und nur eingeschränkte Messaging Fähigkeiten. Nokia, ähm, HDM Global, liefert hier magere Kost für 49 Euro ab. Da kann man gleich schon fast zum Original greifen. Andere Feature Phones liefern oft mehr und sind günstiger.

…der wirklich gut hätte werden können

Dabei hätte das Nokia 3310 ein richtig geiles Teil werden können, hätte man vier Dinge anders gemacht.

  1. Das Design hätte ich so gelassen; es lehnt sich ans Original an und wirkt trotzdem ein bisschen wie aus der Zukunft. Dafür hätte ich es besonders robust und wasserdicht fertigen lassen – eben ein Stück Technik, das man tatsächlich auch zum Rafting mitnimmt. Gorilla Glas 5 inklusive.
  2. Dann hätte ich ihm LTE verpasst. Warum? In erster Linie, damit man es als Hotspot nutzen kann um unterwegs seinen Notebook, sein Tablet oder andere Gadgets mit Internet zu versorgen.
  3. Dann hätte ich ihm ein Android (oder Windows mobile, aber ich glaube, darauf hat bei Nokia/HDM derzeit keiner Lust…) mit eigenem App-Store verpasst, in dem einige ausgewählte Anwendungen für das kleine Display angepasst bezogen werden können: Ich denke da an spezielle Versionen der beliebtesten Messenger und diverse Musik-Streaming Apps…
  4. Eine gute Kamera ist heutzutage unverzichtbar.

Klar, für 49 Euro wäre das nicht zu machen, aber für einen 100er mehr ganz sicher. Für den Alltagsgebrauch das ideale mobile Gerät: Telefonieren, Messaging, Basis-Internet, Musik Hören und ein Kameraersatz. Für so ein Handy gäbe es einen Markt.

Die perfekte Handykamera

Und denken wir es weiter: Da das Nokia 3310 schön dick ist, könnte man darin richtig gute Kameraoptik unterbringen. Warum nicht eine Neuauflage der PureView Kamera? Das – um es Apple like zu bennenen – Nokia 3310plus könnte das ultimative Kameraphone sein…

Ein ganzes Ökosystem

Besonders spannend hätte alles in Verbindung mit weiterem Zubehör werden können: z.B. eine SmartWatch, eine Spectacles-Style Brille zum Filmen oder ein superdünnes 6″ Phablet mit langer Akku-Lebensdauer – und alle beziehen die Internet-Konnektivität über das 3310…

HDM/Nokia hätte mit der Neuauflage des Nokia 3310 mit entsprechenden Specs den Smartphone Markt neu definieren können.

Vielleicht erleben wir das noch.

Anmerkung: Einen ziemlich ähnlichen Gedanken hatte ich schon ziemlich genau vier Jahre vorher: Feature-Phones als Smartphone Companions. Und auch in meinem Artikel über die Post-Smartphone-Zeit habe ich das Konzept angerissen. 

Bild: (c) Nokia

Wie man seine Telefonnummer aus iMessage löscht

iPhone Nutzer, die zu Android, Windows Mobile, Windows Phone, Blackberry oder wieder zu einem Featute-Phone wechseln, können ein Problem haben: Ihre Handynummer bleibt bei iMessage registriert. Dies kann dann zur Folge haben, dass SMS und MMS Nachrichten einen auf dem neuen Betriebssystem nicht erreichen, da sie nach wie vor beim iMessage System landen.

Es gibt jedoch eine einfache Lösung, wie man sich aus der iMessage Falle befreien kann – denn Apple hat ein online-Deregistrierungstool online gestellt:

  1. Gehen Sie auf http://selfsolve.apple.com/deregister-imessage
  2. Dann zum Bereich “No longer have your iPhone?”
  3. Wählen Sie den richtigen Vorwahlbereich, geben Ihre Mobilfunknummer ein und klicken Sie auf “SEND CODE”.
  4. Geben Sie den Code ein, der auf Ihrem neuen Smartphone ankommt.
  5. Warten Sie auf die Bestätigung, dass iMessage für diese Nummer deaktiviert wurde.

Fortan gibt es keine Probleme mehr mit der Zustellung von SMS und MMS auf dem neuen Handy.

Liste: mobile Betriebssysteme

Android

Blackberry OS

China Operating System (COS)

Firefox OS

iOS

Maemo

MeeGo

Mer

Meltemi

Moblin

palmOS

Sailfish OS

Symbian

Tizen

Ubuntu Touch OS

webOS

Windows 10 mobile

Windows Embedded

Windows Mobile

Windows Phone

Was fehlt: Spotify News

Musik höre ich fast nur noch über Groove Musik und Spotify. Eine Sache vermisse ich bei den Streaming, Diensten die sie zum vollwertigen Radio-Ersatz machen könnten: einen News Service.

Ja, ganz genau: Nachrichtenblöcke zwischen der Musik.

Das ganze wäre ebenso wie mein Musikstream voll individualisierbar. In den News Einstellungen wähle ich, wie oft ich Nachrichtenbeiträge hören möchte: Stündlich, halbstündlich oder nur bei Breaking News. Weiter könnte ich wählen, was mich interessiert: Inlandspolitik, US-Politik, Wissenschaft, die Wettervorhersage für Bonn sowie Fußball und Formel 1, aber bitte kein Tennis und kein Boulevard… Meine ganz individuellen News eben.

Realisierbar wäre das für Spotify auch recht einfach: entweder man bezieht fertig gesprochene News Beiträge von Kooperationspartnern oder Agenturmeldungen werden textlich aufbereitet und von einem Text2Speech System aufbereitet.

Finanzieren könnte sich dies entweder durch einen monatlichen Aufpreis auf das Premium Abo oder aber durch Werbung, die den Newsblöcken vorgeschaltet wird. Aber auch ganz andere Modelle sind denkbar: Wähle ich als meinen bevorzugten Fußballverein den sagen wir mal Rasenballsportverein aus Leipzig, bekomme ich nicht nur als „Breaking“ in meinen Musikstream eingesprochene „Tor in München – 0:3 für RB – präsentiert von Red Bull“ sondern im Spotify Newsletter auch gleich Werbung für die neuesten Fanartikel…

Denkbar wären auch Kooperationen: Denkt man den New-York Times/Spotify Deal weiter – wer die NYT digital abonniert, bekommt Spotify Premium dazu – könnte dann die New-York Times auch der Lieferant der News sein und optional auch anbieten, von Fall zu Fall umfangreichere Reportagen zu bevorzugten Themen einzuspielen… Es ergäben sich ganz neue Möglichkeiten.

So, Spotify, Napster, Grove, Deezer oder wer auch immer das umsetzt – Ihr denkt dann aber auch bitte an mich :)

Hinweis – die Idee mit den in den Musikstream integrierten Nachrichten hatte ich schon vor einigen Monaten, hatte aber noch nie die Muße, es zu bloggen. Der New York Times Spotify Deal lieferte jetzt den passenden Anlass dazu.

Pokémon GO Tipp 1 – Fange jedes Taubsi ein…

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Fange jedes Taubsi ein, es könnte auch ein Ditto sein.

Meine Erfahrungen mit dem Fitbit Alta – der Tracker für den Alltag

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10.000 Schritte am Tag – Tracker helfen

Die meisten von uns bewegen sich viel zu wenig. Insbesondere die 10.000 Schritte am Tag, die man laut zahlreicher Empfehlungen täglich gehen sollte, schaffen die wenigsten von uns. Die beste Methode, dieses Ziel zu messen – und sich zu, motivieren es zu erreichen – ist ein Fitnesstracker, von denen es inzwischen ja dutzenden wenn nicht 100e, Modelle gibt.

Heute möchte ich kurz über meine Erfahrungen mit dem Fitbit Alta berichten, den ich nun seit etwas über einem halben Jahr im Dauereinsatz habe und der meinen Fitbit Charge abgelöst hat.

Der Fitbit Alta Tracker – Fitnessaufzeichnung mit Stil

Der Alta ist kein Nachfolger des Charge sondern ein ganz neues Modell, das eine andere Zielgruppe anspricht: den modebewussten Nutzer, dem es wichtig ist, in Bewegung zu bleiben und bewusster zu leben.

Deutlich wird das schon am Design: der Charge sieht mit seinem in silbernem Metall (chirurgischer Edelstahl) „Technik-Modul“, dem großen nachtschwarzen OLED Display und den wechselbaren Armbändern einfach gut aus. Ich habe mich für die Version mit dem dunkelblauen original-Armband von Fitbit entschieden. Die Grundvariante ist auch noch in schwarz, pflaume, türkis und lila; alle Varianten sind in zwei Größen (S und L) erhältlich. Für Frauen dürfte in der Regel die kleinere Variante passen, für Männer die größere.

Wer etwas anderes als den Standard will, kann aus zahlreichen Armbändern von Fitbit selbst und auch Drittherstellern wählen, die es in vielen Farben und Materialien gibt, so auch in Leder und auch Metall. So kann man den Look des Trackers auch an sein jeweiliges Outfit anpassen. Für alle, die es ganz besonders edel mögen: es gibt auch noch eine Special Edition, bei der das Hauptteil mit echtem Gold vergoldet ist.

Doch schon in der Standardversion macht das Armband eine gute Figur zu Anzug, Kostüm, Alltagskleidung und natürlich Sportoutfit.

Nicht nur die Optik überzeugt, auch Verarbeitung und Haptik sind hervorragend gelungen. Der Alta ist deutlich besser gebaut als die ersten Fitbit Modelle. Er trägt sich angenehm, im sechsmonatigen Alltagseinsatz hat er sich nicht gelöst und sogar der Kontakt der Glasfront mit einer Backsteinwand blieb ohne Kratzer.

Der Alta ist damit ganz klar ein Gadget, das jeden Tag rund um die Uhr getragen werden will und getragen werden kann.

Alle Basisfunktionen an Bord

Ihn rund um die Uhr zu tragen ist auch empfehlenswert, zählt der Alta doch nicht nur die Schritte sondern erkennt auch Aktivitäten wie z.B. Joggen oder auch Radfahren und zeichnet aufgrund der Bewegungsdaten die Schlafqualität auf. Dazu zeigt er einem auch die Uhrzeit an und signalisiert einem auf Wunsch Anrufe, SMS und Termine. Dem kommt entgegen, dass der Akku in der Praxis rund 5 Tage durchhält und in weniger als zwei Stunden wieder aufgeladen ist.

Komfortable Installation

Aufgeladen wird mit einem proprietären Ladekabel (bei fast jedem Fitbit Modell leider ein anderes), währenddessen man mit der Erstinstallation beginnen kann. Dabei richtet man sich nicht nur einen Fitbit Account an, sondern auch die entsprechenden Apps, die es u.a. für Web, Windows Desktop, Windows Phone, Windows 10 UWP, iOS, Android und Mac OS X gibt. Besonders den Support mobiler Windows Versionen möchte ich hervorheben, da der nicht immer selbstverständlich ist. Bestehende Accounts kann man natürlich übernehmen, so ist z.B. der Wechsel von der Charge zur Alta ohne Datenverluste möglich.

Die Qualität der Fitbit Apps ist sehr gut, wobei die Android und die Windows Version etwas hinter iOS zurückbleiben, aber das kennt man ja. Unter Windows sind auch die Anleitungen zu Workouts noch nicht verfügbar, sollen aber in Zukunft kommen.

Während der Installation gibt man u.a. seine Schrittlänge an, damit nicht nur die gelaufenen Schritte sondern auch die entsprechenden Entfernungen gemessen werden können. Ebenso auch Geschlecht, Gewicht und Körpergröße, damit die Berechnung der verbrannten Kalorien möglich wird.

Ist alles eingerichtet, kann man direkt loslaufen – die Synchronisation der Daten läuft dann entweder laufend über das Smartphone (iOS, Windows, Android) oder über den stationären Rechner, für den ein spezielles USB Bluetooth Dongle mitgeliefert wird. Das ist einerseits praktisch, wenn der PC/Mac kein Bluetooth hat, andererseits ärgerlich, wenn es an sich an Bord wäre – man belegt einen der USB Ports. Es kursieren im Netz zwar diverse Anleitungen, wie man auch ohne dieses Dongle mit dem PC synchronisieren kann, diese sind aber teilweise etwas frickelig. Das ist aber auch schon einer der wenigen Kritikpunkte. Synchronisieren muss man übrigens nur alle sieben Tage –  die Zahl der Schritte wird solange im Tracker gespeichert.

Die Messung der erstiegenen Treppen ist bei der Alta anders als bei der Charge nicht vorgesehen, was ich am Anfang schade fand. Da die gelaufenen Treppenstufen aber als Schritte gezählt werden, kann man auf diese Funktion letztlich auch verzichten.

Das Alta Armband in der Praxis

Das Display ist im Alltagseinsatz übrigens dunkel; hebt man den Arm an oder tippt drauf, wird einem die Uhrzeit angezeigt, wobei man hier über die App verschiedene Layouts wählen kann. Wenn man damit leben kann, dass die Zeit nicht permanent angezeigt wird, braucht mithin auch keine normale Uhr mehr. Alledings ist bei starkem Sonnenlicht das OLED Display nicht ganz so gut ablesbar, hier muss man ggf. den richtigen Blickwinkel finden. Bei normalen Sichtverhältnissen bietet es aber ein sehr klares Bild.

Natürlich kann der Tracker noch mehr, mit jedem weiteren Tippen aufs Display werden dann weitere Informationen angezeigt:

  • Zahl der gelaufenen Schritte
  • zurückgelegte Strecke
  • Verbrannte kcal
  • Aktive Minuten
  • ggf. eingestellte Wecker

Die Schrittmessung funktioniert wie bei Fitbit gewohnt sehr zuverlässig. Klar es kann immer mal vorkommen, dass beim heftigen gestikulieren ein Schritt zu viel gezählt wird, aber das hält sich sehr im Rahmen. Unterm Strich hat man ein sehr zuverlässiges Ergebnis. Tipp in den Einstellungen kann man wählen, wie empfindlich die Erkennung sein soll und welches der „aktive“ Arm ist – besonders für Linkshänder ist das relevant.

An sich verrichtet die Fitbit ihren Dienst im Hintergrund also zuverlässig und unauffällig, kann aber auch anders: Man kann Bewegungserinnerungen aktivieren. Ziel dabei ist es, jede Stunde mindestens 250 Schritte zu gehen, wobei man den Zeitraum, in dem diese erfolgen sollen, wählen kann. Ich habe mich für 8h bis 20h entschieden. Hat man die 250 Schritte in einer Stunde dann nicht erreicht, meldet sich die Fitbit mit einer entsprechenden Erinnerung, dass man doch nun einige Schritte machen sollte. Wahlweise kann man im Display bei der Uhrzeitanzeige auch anzeigen lassen, wieviel man von diesem Schrittziel schon erreicht hat – z.B. in Form einer wachsenden Pflanze. Die Bewegungserinnerungen sind ein besonders sinnvolles Feature, besonders für den typischen Büromenschen.

Daneben kann man ein Schrittziel vorgeben werden, wobei der Standard auf die empfohlenen 10.000 Schritte am Tag eingestellt ist. Hat man das Ziel erreicht, gratuliert der Tracker einem.

Besonders aktive Zeiten werden vom Alta automatisch erkannt. Beim Joggen, zügigen Wandern, Fußballspielen, Tennis und typischen Workouts funktioniert das sehr gut, beim Fahrradfahren dauert es manchmal ein bisschen, bis die Aktivität erkannt wird. Anders als beim Charge gibt es keinen Knopf, mit dem man den Beginn einer Aktivität starten kann.

Duschen ist übrigens mit dem Alta möglich, wobei ich ihn dabei persönlich ablege. Fürs schwimmen ist er nicht geeignet, hier kann man z.B. auf den Fitbit Flex 2 zurückgreifen.

Eine Übersicht aller Aktivitäten findet sich dann in den Apps; dort sieht man dann auch das Schlaf-Tracking, bei dem einem angezeigt wird, wann man z.B. aufgewacht oder ruhelos war. Immer noch muss ich leider feststellen, dass ich viel zu wenig schlafe… Die Apps bieten ohnehin noch viel mehr rund um die Gesundheit, z.B. kann man aufzeichnen, ob man genug trinkt, was man isst oder sich Fitnesstips geben lassen. Fitbit will damit die Zentrale rund um Fitness, Gesundheit und Abnehmen sein. Die Bewegungsdaten lassen sich aber auch an andere Fitness-Apps übergeben.

In den Apps findet man noch weitere Einstellungen. So z.B. das Stellen des Weckers. Das Armband meldet sich dann zur vorgegeben Zeit mit optischem Signal und einer Vibration, von der ich zumindest sehr gut wach werde. Andere kriegen davon nichts oder nur wenig mit. Schade: die Weckfunktion ist nicht smart und erkennt daher nicht, ob gerade ein günstiges Aufstehzeitfenster ist, wie dies einige andere Bänder können. Diese Funktion ließe sich vielleicht per Update nachreichen.

Skeptisch war ich bei Benachrichtigungen von Anrufen, SMS und Terminen auf dem Tracker. Inzwischen möchte ich diese inzwischen aber nicht mehr. Leider funktioniert das derzeit nur mit iOS und Android, Windows unterstützt den benötigten Bluetooth Stack noch nicht.

Mein Fazit – für wen passt der Fitbit Alta?

Wie schon bei meinem alten Charge Armband gilt: ich möchte den Alta nicht mehr missen. Er ersetzt einerseits meine Uhr und motiviert mich andererseits, mich endlich mehr zu bewegen. Ambitioniertere Sportler werden die Herzfrequenzmessung vermissen, die aber für mich persönlich nicht so wichtig ist.

Der Alta Tracker richtet sich damit an Nutzer, die sich einfach mehr bewegen wollen, die gelegentlich Sport treiben und denen das Design ihres Trackers nicht egal ist.

Wo kaufen? Und ein wichtiges Zubehör

Den Fitbit Alta gibt es z.B. hier bei Amazon, dort findet man auch die zusätzlichen Armbänder.

Ich empfehle übrigens den Kauf eines zweiten Ladekabels, so dass man im Zweifel eines für Büro und zuhause hat – da hier ein proprietärer Anschluss zum Einsatz kommt, kann man nicht einfach ein anderes USB oder Fitbit Kabel anschließen.