Meine Fastenzeit

Ein paar Kirschtomaten, Schwarzbrot mit Ziegenfrischkäse und Kräutern.

Mein Abendessen am Aschermittwoch 2017.

In den nächsten 46 Tagen werde ich mich – weitgehend – an die Regeln der katholischen Fastenzeit halten. Das heißt zunächst:

  • Abstinenz: also kein Fleisch, wie es die katholische Kirche vorsieht. Darüber hinaus werde ich auf Alkohol verzichten. Süßigkeiten esse ich ohnehin fast nie.
  • An Aschermittwoch und Karfreitag werde ich fasten, also nur eine sättigende Mahlzeit zu mir nehmen; auch das sieht die katholische Kirche so vor. Allerdings plane ich, auch hier weiter zu gehen und an mehr Tagen wenig zu essen.
  • Erleichtert wird es mir dadurch, dass die Sonntage fastenfrei sind. Dann gibt es zumindest Fleisch – und dazu auch Bier und Wein.
  • Zuletzt habe ich mir vorgenommen, mehr zu lesen und mit offeneren Augen durch die Welt zu gehen.

Mir geht es dabei in der Tat weniger ums Abnehmen, sondern ums Ändern von Gewohnheiten. Wobei ich zugeben muss: wenn ich dabei abnehme, freue ich mich. Denn mit meinem 11kg abnehmen Projekt, das ich mir fürs neue Jahr vorgenommen habe,

Für alle, die mitmachen wollen, habe ich hier einen Fastenkalender zusammengestellt, der automatisch für jeden Tag passende Empfehlungen fürs Essen und fürs bewusstere Leben macht.

Südüberbauungsabrissbilder – die Fassade geht

Hier ein Blick auf die Fassade der Südüberbauung zur Maximilianstrasse hin.

Stand 1. März 2017.

Südüberbauungsabrissbilder – CityPick

Sehen Sie die Glasscheiben? Dahinter war bis vor kurzem noch CityPick zu finden. Auch ein Ort, mit dem ich viele Erinnerungen verbinde – z.B. Paletten mit Hansa Pils, die wir von dort aus an vielen lauen Sommerabenden in den Hofgarten trugen…

Foto vom 1. März 2017

Südüberbauungsabrissbilder – zerstörte Streetart

Leider hat die erste Straßenkunst am Bauzaun des Südüberbauungsabrisses nicht lange überlebt. Vor wenigen Tagen sah sie noch so aus, jetzt hängt sie in Fetzen.

(Foto vom 1. März 2017)

10 Fakten über die katholische Fastenzeit

  1. Die katholische Fastenzeit beginnt Aschermittwoch und dauert bis zum Karsamstag, also an sich 46 Tage. Dass die Dauer mit 40 Tagen angeben wird, ergibt sich daraus, dass die fünf fastenfreien Fastensonntage und der ebenfalls fastenfreie Palmsonntag nicht mitgezählt werden.
  2. Gedacht wird dabei des 40-tägigen Fastens Jesu in der Wüste. Im Mittelpunkt der Fastenzeit steht dabei der Gedanke des Verzichts, der Buße und des bewussteren Lebens. Daher wird die Fastenzeit seit dem 2. Vatikanischen Konzil auch „österliche Bußzeit“ verwendet.
  3. Im Mittelalter waren die Fastenregeln sehr streng; erlaubt war nur eine Mahlzeit am Tag, in der Regel das Abendessen. Fleisch, Milchprodukte, Eier und zeitweise auch Alkohol  waren verboten. Daher sind an Karneval Krapfen und anderes Schmalzgebäck traditionell so beliebt: die Vorräte an verbotenen Lebensmitteln mussten früher vor der Fastenzeit aufgebraucht werden.
  4. Seit 1966 schreibt das Kirchenrecht nur noch das Fasten auf Fleisch vor; tierische Fette – z.B. Schmalz – dürfen aber zum Kochen verwendet werden. Neben dieser sog. Abstinenz soll an Aschermittwoch und an Karfreitag auch gefastet werden, d.h., dass an diesen beiden Tagen nur eine sättigende Mahlzeit (Mittagessen) eingenommen werden soll; weitere Mahlzeiten (Frühstück, Abendessen) sollen nur bescheiden sein.
  5. Das Abstinenzgebot – also der Verzicht auf Fleisch –  ist verpflichtend für Menschen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben. Das Fastengebot an Aschermittwoch und Karfreitag gilt zwischen dem vollendeten 21 Lebensjahr bis 60.
  6. Inzwischen verzichten aber die meisten Menschen auf andere Lebensmittel wie z.B. Süßigkeiten, Zucker im Kaffee oder alkoholische Getränke. Oft ändert man aber auch andere Dinge in seinem Leben: man raucht nicht, verzichtet auf die Nutzung sozialer Medien, fährt kein Auto oder hilft anderen, was auch dem Bußgedanken entspricht.
  7. Inzwischen nutzen auch viele nicht-Katholiken die Fastenzeit, um bewusster zu leben. Auch die evangelischen Kirchen entdecken das Fasten in der Zeit vor Ostern zunehmend wieder, im Mittelpunkt steht dort auch das Ändern festgefahrener Gewohnheiten.
  8. Sie wollen selber eng angelehnt an die ursprüngliche katholische Fastenzeit modern interpretiert fasten? Hier finden Sie einen Fastenkalender mit einem entsprechenden Fastenplan.
  9. In manchen Gemeinden gibt es ein sonntägliches Fastenessen: man isst gemeinsam ein einfache Mahlzeit, z.B. einen Eintopf, und spendet Geld für ein Hilfsprojekt.
  10. Auch liturgisch gibt es in der Fastenzeit einige Besonderheiten. Es wird kein Halleluja gesungen, das Gloria nur an Hochfesten. Nach dem Gloria der Messe am Gründonnerstag bis zum Gloria in der Osternacht schweigen die Glocken, an ihrer Stelle werden Ratschen verwendet; auch die Orgel soll in dieser Zeit nicht gespielt werden. Auf Blumenschmuck wird verzichtet, eine Ausnahme gibt es nur für den 4. Fastensonntag (Laetare). Ab dem Passionssonntag (5. Sonntag) werden Kreuze und Standbilder durch violette Tücher verhüllt. Während der gesamten Fastenzeit werden Triptychen und Flügelaltäre oftmals zugeklappt und zeigen die einfacher gestaltete Rückseite der Flügel. Teilweise verhüllen Fastentücher den ganzen Chorraum von Kirchen oder zumindest besonders prachtvolle Gemälde.

Bild: Hungertuch im Bonner Münster.

Blogbericht 8

Und wie immer ist der Februar unerwartet schnell um. Und obwohl er nur 28 Tage hatte, ist er mit 23.828 Seitenaufrufen der zweitbeste Monat in der nicht mehr ganz so kurzen Geschichte meines Blogs. Zwei Tage mehr, und ich hätte wohl erstmals die 25.000 Seitenaufrufe geknackt. Vielleicht diesen März?

Und nun wie immer ein Blick auf die zehn beliebtesten Artikel des Monats:

  1. Der Klassiker: Die Horizon Fehlermeldungen mit 2.223 Abrufen.
  2. Bilder von Windows Phone aus übertragen (1.383)
  3. Wie kann man Schweißgeruch aus Sakko oder Blazer entfernen? (936)
  4. Welche Bedeutung hat die Farbe des Reisepasses? (849)
  5. Antivirus Software für die mobilen Windows Versionen (810)
  6. Und hier etwas neues: 10 Restaurants in Bonn, in denen ich gerne esse mit 681 Seitenaufrufen.
  7. Und noch einmal Bonn und ebenfalls neu: 10 interessante Fakten über Bonn (644).
  8. Sicherung und Wiederherstellung bei Windows Phone (548)
  9. Adele sei Dank: 461 Abrufe der Liste mit Sirtfoods.
  10. Sirtfood, der Überblick (414)

Rezept: Die perfekte Salatmayonnaise

Für eine große Portion Salatmayonnaise:

  • 2 Eigelb
  • ca. 400ml Pflanzenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Senf
  • Saft einer Zitrone
  • weißer Balsamico
  • Cayennepfeffer
  • Salz

Knoblauch pressen.

Eigelb schlagen und zunächst tröpfchenweise das Pflanzenöl zugeben, dann langsam die Ölmenge steigern, bis eine cremige Mayonnaise entsteht. Während des Schlagens zusehends ein wenig Dijon Senf, Cayennepfeffer, Knoblauch, Zitronensaft ein paar Tropfen weissen Balsamico zugeben. Schließlich mit Salz abschmecken – fertig ist die Salatmayonnaise.

Tipp: Sardellenfilets fein hacken, etwas geriebenen Parmesan dazu geben und zusammen mit Romana-Salat  servieren.

Dieses Rezept stammt von Florian Fahrner, einem österreichischen Gastronomen.

Speech of welcome

Auch in dieser Spam E-Mail geht es um einen dubiosen Nebenjob.

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10 Fakten zum Aschermittwoch

  1. Aschermittwoch ist der Mittwoch nach dem Karnevalsdienstag; das Datum des Aschermittwoch berechnet sich nach dem Osterfest, er ist der der 46. Tag vor dem Ostersonntag. Der frühestmögliche Termin ist damit der 4. Februar, der späteste der 10. März. Der Aschermittwoch ist der Beginn der katholischen Fastenzeit.
  2. Andere Namen sind Aschertag, Aschetag oder Tag der Asche. Auf twitter findet man inzwischen den #Aschtag oder auch #ashtag. Die lateinischen Bezeichnungen sind „Feria quarta cinerum“ (vierter Tag der Asche) oder auch einfach „Dies cinerum“ (Tag der Asche).
  3. Der Name rührt daher, dass man an diesem Tag in der katholischen Heiligen Messe die Asche der Palmzweige des Vorjahres segnet und der Priester den Gläubigen ein Kreuz aus dieser Asche auf die Stirn zeichnet, auf die Hand gibt oder sie damit bestreut. Dies geschieht auch vereinzelt in den evangelischen Gottesdiensten. Währenddessen werden die Worte „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ (Gen 3,19 EU) oder „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ (Mk 1,15) gesprochen. Der Brauch in dieser Form entwickelte sich im 12. Jahrhundert, Asche ist jedoch schon seit dem alten Testament ein Symbol für Buße, Reue und die Vergänglichkeit des Menschen:
    Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.“ (Jona 3,6).
  4. In vielen Kirchen wird an Aschermittwoch ein Hungertuch aufgehangen, das oft den Altar bedeckt und ein Symbol der Buße, des Fastens und des Besinnens ist. Dieser Brauch verschwand langsam seit dem 17. Jahrhundert, kommt inzwischen aber wieder vermehrt auf. Auch manche Kreuze oder Altarbilder werden an Aschermittwoch verhangen – wie oben auf dem Bild im Bonner Münster. Im Hintergrund ist ein Teil des großen Hungertuchs zu sehen (blau).
  5. Der Aschermittwoch ist in der katholischen Kirche neben dem Karfreitag der einzige verbleibende strenge Fastentag, man soll sich an ihm nur einmal satt essen und auf Fleisch verzichten. Die Tradition des Fischessens an Aschermittwoch entspringt diesem, wobei es sich hierbei gerade in Restaurants oft um opulente Gerichte handelt, die an sich dem Geist des Tages widersprechen.
  6. Viele Bistümer begehen den Aschermittwoch der Künstler, eine Begegnung von Kirche und Kunst. Begründet wurde dieser von dem katholischen Schriftsteller und Diplomaten Paul Claudel nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris begründete. Vorbild ist ein Treffen französischer Künstler zu einer religiösen Besinnung, das im Jahr 1914 von dem französischen Karikaturisten und Theatermaler Adolphe Willette ausgerichtet wurde. Künstler besuchen gemeinsam einen Gottesdienst, erhalten das Aschekreuz und treffen sich danach. Oft wird dann auch für notleidende Künstler gesammelt.
  7. Aschermittwoch ist kein staatlicher Feiertag und daher nicht schul- und arbeitsfrei. Katholische Schüler und Arbeitnehmer haben aber Anspruch auf Freistellung, um einen Gottesdienst zu besuchen.
  8. Traditionell ist inzwischen auch der politische Aschermittwoch. Die Parteien rufen zu Veranstaltungen auf, während derer meist recht derbe und direkte Reden mit Angriffen auf den politischen Gegner gehalten werden. Etabliert ist dieser seit 1953, als die CSU unter Franz-Josef-Strauß ihren ersten politischen Aschermittwoch abhielt. Die Veranstaltungen gehen auf Versammlungen der Bauern im 16. Jahrhundert zurück, während derer auch die Politik der Fürsten diskutiert wurde. Im frühen 20. Jahrhundert gab es schon vereinzelt Parteiversammlungen und 1946 gründete sich die Bayernpartei bewusst an diesem Tag.
  9. An den politischen Aschermittwoch angelehnt ist der Aschermittwoch der Kabarettisten, der seit 2006 in München stattfindet und an dem durch verschiedene – nicht nur bayerische – Kabarettisten aktuelle politische Themen satirisch kommentiert werden.
  10. Es gibt zahlreiche weitere – oft regionale – Bräuche zu Aschermittwoch. In der schwäbisch-alemannischen Fasnacht ist das Gelbeutelauswaschen verbreitet, bei dem die von den Karnevalstagen leeren Geldbeutel in Brunnen oder Gewässern ausgewaschen werden, um sie von den Sünden des Feierns zu reinigen aber auch um neues Geld hinein zu spülen. Interessanterweise gehört dieses Ritual auch zum Bonner Karneval: Das Stadtsoldaten-Corps ziehen mit Prinz und Bonna in schwarzer Kleidung zum Rheinufer, um dort ihre Portemonnaies auszuwaschen. In anderen Gemeinden isst man gemeinsam Suppe und lädt bedürftige Mitbürger ein.