Welche Motorkühlsysteme gibt es?

Der Automotor ist für seinen Betrieb auf ein ausgeklügeltes Motorenkühlsystem angewiesen, wodurch die Wärme des Motors abgeleitet wird. Diese Wärme wiederum, wird zum Beispiel genutzt, um das Innere des Fahrzeugs zu heizen. Bei der Klimaanlage sieht es wiederum anders aus, da diese und das Motorkühlsystem zwei komplett voneinander getrennte Systeme sind.

Wie funktioniert der Kühlmittelkreislauf?

Bei dem Kühlmittelkreislauf handelt es sich um ein sogenanntes geschlossenes System. Die Verbindung der einzelnen Komponenten wird über Schlauchleitungen umgesetzt. Damit das Kühlmittel zirkulieren kann, gehört zum Kühlmittelkreislauf eine Pumpe, die abhängig vom Automodell mechanisch oder elektronisch funktioniert. Während der Motorverbrennung kommt, es wie bei jeder Verbrennung zu Hitze. Diese Hitze nimmt das Kühlmittel über die einzelnen Motorbauteile auf. Das Kühlmittel wiederum gibt die Wärme seiner Zirkulation an die Außenluft. Damit die Kühlflüssigkeit schnell abgekühlt wird, sind im Kühlmittelkreislauf ein bzw. mehrere Lüfter integriert. Je nach Bauart funktionieren diese Elektrisch oder mechanisch. Die Aktivierung der Lüfter erfolgt während das Auto steht bzw. das Fahrzeug langsam fährt. Um immer eine konstante Temperatur des Kühlmittels zu erreichen, erfolgt die Steuerung des Kühlmittelflusses über ein Kühlwasserthermostat.

Welche Aufgaben hat das Kühlmittel?

Das Kühlmittel hat im Auto vielfältige Aufgaben. Es soll das Fahrzeug nicht nur vor Überhitzung schützen, sondern bewahrt das Auto auch vor Schäden durch Frost oder Korrosion. Erst durch das Kühlmittel wird eine Ableitung der Betriebshitze, die im Motorraum entsteht, möglich.

Die Zusammensetzung des Kühlmittels

Das Kühlmittel ist eine Mischung aus Leistungswasser und Frostschutz. Der Frostschutz wiederum ist ein Gemisch aus Glykol und anderen Additiven, wie zum Beispiel Antioxidantien, Bitterstoffe oder einem anderen chemischen Zusatz. Vor allem bekommt das Kühlmittel erst durch den Frostschutz seine charakteristische Farbe. Der Frostschutz im Kühlmittel ist nicht nur dafür zuständig, dass das Kühlmittel im Winter nicht einfrieren kann, es sorgt auch dafür, dass der Automotor nicht überhitzt. In der Regel wird destilliertes Wasser und das Frostschutzmittel 50:50 gemischt. Der Siedepunkt bei dieser Mischung liegt bei ungefähr 120 Grad Celsius. Durch die Zugabe des Frostschutzmittels werden auch Kalkablagerungen innerhalb des Kühlmittelkreislaufes unterbunden, genauso wie eine Korrosion der Bauteile oder der Dichtungen. Des Weiteren sorgt das Frostschutzmittel dafür, dass das Wasser nicht aufschäumt.

Wichtig: Wie das Motoröl verschleißt auch das Kühlmittel mit der Zeit, da es zu einem Verbrauch der im destillierten Wasser befindlichen Zusatzstoffen kommt. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass das Kühlmittel in regelmäßigen Abständen auf seinen Zustand geprüft und bei Bedarf ausgetauscht wird. Halten Sie sich bei den Wechselintervallen und den Mischverhältnissen unbedingt an die Vorgaben Ihres Autoherstellers.

Ins Grundwasser dürfen weder Motorenöl noch Kühlmittel gelangen. Beim Austausch des Kühlmittels muss dieses separat aufgefangen und unbedingt umweltgerecht entsorgt werden. Das Kühlsystem darf nicht mit reinem Frostschutzmittel befüllt werden, da das Frostschutzmittel alleine gerade mal nur 13 Grad Minus standhalten kann, bevor es gefriert. Ein weiterer negativer Effekt wäre, dass die Ableitung der Motorwärme deutlich schlechter ist.

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